Die Studienplätze werden gemäß Art. 5 Hochschulzulassungsgesetz aufgeteilt und nach verschiedenen Kriterien vergeben. Zunächst bekommen alle Bewerber*innen mit Vorwegzulassung einen Studienplatz. Von den übrigen Studienplätzen werden zunächst die Vorabquoten gebildet. Der konkrete Prozentsatz an zu vergebenden Studienplätzen für die einzelnen Vorabquoten ist in der jeweils geltenden Satzung über Zulassungszahlen veröffentlicht. Gesetzlich sind folgende Vorabquoten vorgesehen:

  • 5 bis 10 % für ausländische Staatsangehörige
  • 2 % für außergewöhnliche Härte
  • 2 bis 8 % für Bewerberinnen und Bewerber, die in einem noch nicht abgeschlossenen Studiengang die Qualifikation für das gewählte Studium erworben haben
  • bis zu 8 % für dual Studierende im Verbundstudium
  • 2 bis 8 % für Zweitstudierende
  • 3 bis 10 % für qualifizierte Berufstätige gem. Art. 45 BayHSchG, davon erhalten Bewerber*innen mit fachgebundenen Hochschulzugang anteilig Studienplätze.Der Anteil dieser Sonderquote entspricht dem Anteil der Bewerber um die Zulassung zum Probestudium an der Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber nach Art. 45 BayHSchG (=alle Bewerbungen mit beruflicher Quaifikation).
  • bis zu 3 % für Bewerberinnen und Bewerber, die einem von der Hochschule durch Satzung festgelegten, im öffentlichen Interesse zu berücksichtigenden oder zu fördernden Personenkreis angehören, insbesondere für Bewerberinnen und Bewerber, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympia-, Perspektiv-, Ergänzungs- oder Nachwuchskader 1 eines Bundesfachverbands des Deutschen Olympischen Sportbunds angehören (Spitzensportler).

Nach Abzug dieser Vorabquoten werden die verbleibenden Studienplätze in den Hauptquoten wie folgt verteilt:

  • 10 % nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung und der Dauer der Zeit seit dem Erwerb der Qualifikation für den gewählten Studiengang (Wartezeit).
  • 90 % für Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife: Auswahl  nach der Abiturdurchschnittsnote oder
  • bei Studiengängen mit ergänzendem Hochschulauswahlverfahren: 25 %  nach der Auswahl der Abiturdurchschnittsnote und 65 % nach dem Ergebnis des ergänzenden Hochschulauswahlverfahrens.

 

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Sonderquote für Fach- oder Berufsoberschule

Soweit Studienplätze nach der Durchschnittsnote vergeben werden, wird eine Sonderquote für die Bewerberinnen und Bewerber gebildet, die ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer Fach- oder Berufsoberschule erworben haben. Der Anteil der Sonderquote an den Studienplätzen entspricht dem Anteil der Bewerberinnen und Bewerber mit einer an einer Fach- oder Berufsoberschule erworbenen Hochschulzugangsberechtigung an der Gesamtzahl der deutschen oder Deutschen gleichgestellten Bewerbenden in dem betreffenden Studiengang.