Der Begriff BAföG steht für "Bundesausbildungsförderungsgesetz" und stellt eine finanzielle Hilfe des Bundes für Ausbildung und Studium dar, die sich grundsätzlich zu 50 % als Zuschuss und 50 % als unverzinsliches Darlehen darstellt. Im günstigsten Fall kann die monatliche BAföG-Zahlung 670 € betragen.

Alle Informationen zum BAföG und wie sich sich bewerben können, inklusive BaföG-Antragsformulare und Online-Verfahren finden Sie auf den Seiten des BayernPortals des Freistaats Bayern:

BayernPortal: Ausbildungsförderung / Beantragung Studierende

Für die Bearbeitung des BAfög-Antrags und den Vollzug des Bundesausbildungsförderunggesetzes für Studierende der TH Nürnberg ist das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg zuständig.

Studentenwerk Erlangen-Nürnberg - Amt für Ausbildungsförderung

Im ersten Studiengang (i.d.R. mit dem Abschluss als Bachelor) wird Ausbildungsförderung ab fünften Fachsemester (= Zeitsemester) an nur gewährt, wenn Sie zum Ende des vierten Fachsemesters (2 Jahre nach Studienbeginn) die „üblichen Leistungen“ nachweisen. Das entsprechende Formular zur Bescheinigung nach § 48 BAföG erhalten Sie im Amt für Ausbildungsförderung im Mensagebäude auf der Insel Schütt.

Sie tragen die Kopfdaten und Ihre Förderungsnummer ein und übermitteln den ausgefüllten Antrag an den Studierendenservice. Der Antrag wird vom Studienbüro bearbeitet und direkt an das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg gesandt.

Als wichtigstes Kriterium für einen positiven Bescheid gilt, dass Sie bis zum Ende des vierten Fachsemes­ters die Leistungen bis zum dritten Studiensemester (=Studienfortschritt nach dem Studienplan) erbracht haben (i.d.R. 85 ECTS-Punkte). Anrechnungen von Prüfungsleistungen und Studienzeiten aus anderen Studiengängen, bzw. Hochschulen oder Erlasse von Praxiszeiten müssen dabei berücksichtigt werden.

Bei negativen Bescheid wird Ihr BAföG zunächst eingestellt, Sie haben aber die Möglichkeit der erneuten Antragstellung auf Weiterförderung.

Die Weiterförderung kann positiv beurteilt werden, wenn Sie bis zum Ende des
◾        fünften Fachsemesters i.d.R. mind. 105 ECTS-Punkte
◾        sechsten Fachsemesters i.d.R. mind. 125 ECTS- Punkte
erzielt haben. 

Auch für ein Masterstudium gelten die üblichen Grundvoraussetzungen für einen BAföG-Anspruch. Besonderheiten ergeben sich aber daraus, dass man ein Masterstudium erst nach einem Hochschulabschluss (i.d.R. dem Bachelor) anfängt.
In § 7 Absatz 1a BAföG ist ausdrücklich vorgesehen, dass ein Masterstudium im Anschluss an ein Bachelorstudium gefördert werden kann.

Voraussetzungen

Bachelorabschluss:
Ein Masterstudium kann nur gefördert werden, sofern zuvor ein Bachelorgrad oder ein vergleichbarer Abschluss erworben wurde. Wer als ersten Hochschulabschluss ein Diplom gemacht hat, hat leider Pech: Für ihn gibt es kein BAföG mehr während des Masterstudiums, selbst wenn der Diplomstudiengang nur sechs Semester Regelstudienzeit hatte.

Es spielt keine Rolle ob im Bachelor ein nicht genehmigungsfähiger Fachrichtungswechsel vorgenommen wurde, wie viele Semester man für den ersten Abschluss benötigt hat oder ob der Leistungsnachweis rechtzeitig vorgelegt konnte oder nicht. Auch wer im Bachelorstudiengang am Ende nicht mehr gefördert wurde, ist während des Masterstudiums förderungsfähig.

Art des Masterstudiengangs:
Es muss kein fachlicher Zusammenhang zwischen Bachelor und Master bestehen. Es ist lediglich so, dass der Master als Zugangsvoraussetzung den Abschluss (irgend) eines Bachelorabschlusses voraussetzen muss. Weiterhin muss der Master selbst berufsqualifizierend sein und sich in einem vorbestimmten Zeitrahmen bewegen (2-4 Semester Vollzeitstudium).

Altersgrenze:
Noch keine 35 Jahre zu Beginn des Masters (§ 10 BAföG).

Förderungshöchstdauer:
Die in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung festgelegte Regelstudienzeit des gewählten Masterstudiengangs.

 

Ausführliche Informationen zum BAfög bei Masterstudiengängen finden Sie auf den Seiten von studis-online:

BAföG bei Masterstudiengängen

Rückzahlung

Etwa viereinhalb Jahre nach der letzten BAföG-Zahlung erhalten Sie vom Bundesverwaltungsamt den sogenannten Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid zugesandt (bitte achten Sie darauf, dass das BAföG-Amt immer Ihre aktuelle Anschrift kennt). Dieser Bescheid nennt die Höhe Ihrer Darlehensschuld, die Förderungshöchstdauer sowie alle relevanten Informationen zu den Rückzahlungsmodalitäten. Ein entsprechend gültiger Tilgungsplan sowie das Maximalangebot der vorzeitigen Rückzahlung sind ebenfalls im Schreiben enthalten.

Unabhängig von der Gesamtsumme der erhaltenen BAföG-Leistungen beträgt der zurückzuzahlende Höchstbetrag maximal 10.000 €“

Die Rückzahlung des zinsfreien Darlehens beginnt fünf Jahre nach Erhalt der letzten monatlichen BAföG-Zahlung.

FAQs für BAföG-Rückzahlung

 

Teilerlass

Unter bestimmten Bedingungen kann Ihnen ein Teilerlass Ihres Darlehens gewährt werden, z. B. bei überdurchschnittlichem Studienerfolg (30 % der Leistungsbesten eines Jahrganges), vorzeitigem Studienabschluss, Weiterförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus wegen einer Behinderung. Die Aufzählung ist ohne Gewähr.

Beachten Sie aber bitte, dass eine leistungs- und studiendauerabhängigen Teilerlasse u.a. nur noch gewährt werden, wenn Sie die Abschlussprüfung bis zum 31.12.2012 bestanden haben.

Mehr Informationen zu Teilerlassmöglichkeiten

 
Wichtige Informationen zur Rückzahlungspflicht und zum BAföG-Teilerlass finden Sie auch auf den Internetseiten des Bundesverwaltungsamtes.