BNE  - Bildung für nachhaltige Entwicklung 

Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet nicht nur die Vermittlung von Nachhaltgikeitsthemen, wie Klimaschutz oder Biodiversität, sondern befähigt Studierende ganzheitlich zu kritisch reflektierendem Denken. Eingesetzt werden dabei partizipative Methoden um kollaboratives und transformatives Lernen auf interaktive Weise zu ermöglichen. Gefördert wird eine eigenständige und selbstbestimmte Wissensaneignung, die sich eng an der studentischen Lebenswirklichkeit orientiert. Studierende können sich zukunftsgestaltende Kompetenzen aneignen und sind in der Lage, Nachhaltigkeitsherauforderungen zu verstehen, zu bewerten sowie Möglichkeiten der Veränderung und Handlung zu finden und zu erproben. Dabei sind Perspektivenvielfalt, verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit und mögliche Zielkonflikte zentrale Elemente der BNE. Als Hochschule kommt uns bei dieser Kompetenzvermittlung nicht nur eine Schlüsselrolle zu - wir wollen die Impulse aus der Lehre und die studentische Perspektive auch stärker in unserem Hochschulalltag und -bertrieb berücksichtigen. 

 


Foto: Carolin Lano

Nachhaltigkeit in der Lehre stärken: Prof. Dr. Marius Raab und Christoph Weingärtner schließen BayZiel-Themenzertifikat erfolgreich ab

Nachhaltigkeit in der Lehre ist keine Aufgabe einzelner Disziplinen, sondern betrifft die Hochschule insgesamt. Mit diesem Anspruch haben Prof. Dr. Marius Raab aus der Fakultät Sozialwissenschaften und Christoph Weingärtner aus der Fakultät Angewandte Chemie das Themenzertifikat „Nachhaltigkeit in der Lehre“ des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZiel) erfolgreich abgeschlossen. Das Weiterbildungsformat umfasst 40 Arbeitseinheiten und unterstützt Lehrende dabei, Nachhaltigkeit fachbezogen und praxisnah in ihre Lehre zu integrieren.

Für beide war dabei besonders wichtig, dass nachhaltige Entwicklung in allen Fachbereichen mitgedacht werden kann. Für Prof. Dr. Marius Raab ist das Zertifikat ein wichtiger Impuls, gesellschaftliche Verantwortung und zukunftsfähiges Handeln noch stärker in die Hochschullehre einzubinden. Christoph Weingärtner, der unter anderem am Ohm Sustainability Campus Neumarkt im Bachelorstudiengang Management in der Ökobranche (zukünftig: Bio-Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement) lehrt, betont, dass sich nachhaltigkeitsbezogene Fragestellungen auch in naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern konkret und anwendungsnah vermitteln lassen. Gerade diese fachübergreifende Perspektive war eine zentrale Erkenntnis des Zertifikats. Inhaltlich setzt BayZiel genau hier an: Es geht um zukunftsfähige und anwendungsorientierte Konzepte, mit denen Nachhaltigkeit in die eigene Lehrveranstaltung integriert werden kann.

Ihre Erfahrungen möchten Raab und Weingärtner nun als Multiplikatoren an der Ohm weitergeben. Im Austausch mit Dr. Carolin Lano vom Green Office sollen die Impulse aus dem Zertifikat in den hochschulweiten Nachhaltigkeitskontext eingebracht und weiter vernetzt werden. Das Green Office ist die zentrale Anlaufstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz an der Hochschule, bündelt Aktivitäten aus Lehre, Forschung, Transfer, Infrastruktur und Governance und trägt zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie bei.

So wird der erfolgreiche Abschluss des BayZiel-Themenzertifikats nicht nur zu einer persönlichen Weiterbildung, sondern auch zu einem sichtbaren Beitrag für eine zukunftsfähige und fachübergreifende Lehre an der Ohm.

 

 

Ringvorlesung Nachhaltigkeit: Stadt im Spannungsfeld – Perspektiven für eine resiliente Stadt

Städte stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, steigende Energieanforderungen, neue Mobilitätsformen, wirtschaftlicher Strukturwandel und soziale Ungleichheit beeinflussen das Zusammenleben im urbanen Raum. Gleichzeitig sind Städte Orte der Innovation, des Austauschs und der aktiven Gestaltung. Vor allem sind sie für die meisten Menschen der Lebensraum, in dem sie wohnen, lernen, arbeiten und sich den größten Teil ihrer Zeit aufhalten. Wie kann es gelingen, urbane Räume nachhaltig, resilient und lebenswert zu entwickeln? Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet, ökologische, soziale und ökonomische Ziele miteinander zu verbinden. Fragen der Klimaanpassung, einer verlässlichen Energieversorgung, nachhaltiger Logistik sowie der sozialen Teilhabe stehen dabei in engem Zusammenhang. Viele Lösungen entstehen direkt vor Ort – in Kommunen, Unternehmen, Initiativen und Bildungseinrichtungen. Lokale Herausforderungen sind dabei stets Teil größerer, nationaler und internationaler Entwicklungen. Die Ringvorlesung greift aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Beispiele aus Nürnberg und der Region auf. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Hochschule und Zivilgesellschaft stellen Ansätze vor und diskutieren Perspektiven für eine zukunftsfähige Stadt. Die Reihe möchte unterschiedliche Akteursgruppen ins Gespräch bringen, Vernetzung fördern und Impulse für gemeinsames Handeln geben.

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