BNE  - Bildung für nachhaltige Entwicklung 

Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet nicht nur die Vermittlung von Nachhaltgikeitsthemen, wie Klimaschutz oder Biodiversität, sondern befähigt Studierende ganzheitlich zu kritisch reflektierendem Denken. Eingesetzt werden dabei partizipative Methoden um kollaboratives und transformatives Lernen auf interaktive Weise zu ermöglichen. Gefördert wird eine eigenständige und selbstbestimmte Wissensaneignung, die sich eng an der studentischen Lebenswirklichkeit orientiert. Studierende können sich zukunftsgestaltende Kompetenzen aneignen und sind in der Lage, Nachhaltigkeitsherauforderungen zu verstehen, zu bewerten sowie Möglichkeiten der Veränderung und Handlung zu finden und zu erproben. Dabei sind Perspektivenvielfalt, verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit und mögliche Zielkonflikte zentrale Elemente der BNE. Als Hochschule kommt uns bei dieser Kompetenzvermittlung nicht nur eine Schlüsselrolle zu - wir wollen die Impulse aus der Lehre und die studentische Perspektive auch stärker in unserem Hochschulalltag und -bertrieb berücksichtigen. 

 


Foto: David Häuser

CERES-Preis für Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre verliehen

Erstmals wurde der CERES-Preis für Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre von der Innovation und Zukunft Stiftung in Kooperation mit dem Ohm Sustainability Campus Neumarkt vergeben. Ausgezeichnet mit je 1.000 Euro werden Bachelorarbeiten, die mit wissenschaftlicher Qualität und innovativen Ansätzen Beiträge zu einer nachhaltigen und widerstandsfähigen Zukunft leisten. 

Den Preis für Resilienz in der Wirtschaft erhielt Luise Winkler von der TU München für ihre Arbeit zum Potenzial von Nutzhanf als nachhaltigem Rohstoff. Friederike Henger von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wurde mit dem Preis für Resilienz in der Gesellschaft ausgezeichnet; ihre Arbeit untersucht, wie pädagogische Programme die psychische Resilienz im Umgang mit der Klimakrise fördern. Der Preis für Resilienz in der Ernährung ging an Leonard Kokorsch von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf für die Planung eines energieautarken Aquaponiksystems in Nordtansania.

„Diese Arbeiten eröffnen konkrete Wege für langfristig resiliente Systeme und machen zugleich deutlich: Forschung kann gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten", so Prof. Dr. Tobias Gaugler, Leiter der Fachjury. Der Preis ist nach dem neuen Masterstudiengang „Kreislaufwirtschaft und Resiliente Ernährungs-Systeme - CERES" benannt. CERES steht dabei für "Circular Economy and Resilient Food Systems". Dieser Studiengang, der zum Wintersemester 2026/27 am Ohm Sustainability Campus Neumarkt startet, ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunft des Standorts Neumarkt und erweitert dessen bestehendes Profil gezielt.

Die Verleihung fand im Beisein zahlreicher Gäste statt, darunter Barbara und Manfred Schmitz, Vorstände der Innovation und Zukunft Stiftung, sowie die Vizepräsidentin für Bildung der Ohm, Prof. Dr. Christina Zitzmann. Auch Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn gratulierten den Preisträgerinnen und Preisträgern. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des Preises als Plattform zur Förderung junger Talente und zukunftsorientierter wissenschaftlicher Arbeiten.

Foto: Carolin Lano

Nachhaltigkeit in der Lehre stärken: Prof. Dr. Marius Raab und Christoph Weingärtner schließen BayZiel-Themenzertifikat erfolgreich ab

Nachhaltigkeit in der Lehre ist keine Aufgabe einzelner Disziplinen, sondern betrifft die Hochschule insgesamt. Mit diesem Anspruch haben Prof. Dr. Marius Raab aus der Fakultät Sozialwissenschaften und Christoph Weingärtner aus der Fakultät Angewandte Chemie das Themenzertifikat „Nachhaltigkeit in der Lehre“ des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZiel) erfolgreich abgeschlossen. Das Weiterbildungsformat umfasst 40 Arbeitseinheiten und unterstützt Lehrende dabei, Nachhaltigkeit fachbezogen und praxisnah in ihre Lehre zu integrieren.

Für beide war dabei besonders wichtig, dass nachhaltige Entwicklung in allen Fachbereichen mitgedacht werden kann. Für Prof. Dr. Marius Raab ist das Zertifikat ein wichtiger Impuls, gesellschaftliche Verantwortung und zukunftsfähiges Handeln noch stärker in die Hochschullehre einzubinden. Christoph Weingärtner, der unter anderem am Ohm Sustainability Campus Neumarkt im Bachelorstudiengang Management in der Ökobranche (zukünftig: Bio-Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement) lehrt, betont, dass sich nachhaltigkeitsbezogene Fragestellungen auch in naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern konkret und anwendungsnah vermitteln lassen. Gerade diese fachübergreifende Perspektive war eine zentrale Erkenntnis des Zertifikats. Inhaltlich setzt BayZiel genau hier an: Es geht um zukunftsfähige und anwendungsorientierte Konzepte, mit denen Nachhaltigkeit in die eigene Lehrveranstaltung integriert werden kann.

Ihre Erfahrungen möchten Raab und Weingärtner nun als Multiplikatoren an der Ohm weitergeben. Im Austausch mit Dr. Carolin Lano vom Green Office sollen die Impulse aus dem Zertifikat in den hochschulweiten Nachhaltigkeitskontext eingebracht und weiter vernetzt werden. Das Green Office ist die zentrale Anlaufstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz an der Hochschule, bündelt Aktivitäten aus Lehre, Forschung, Transfer, Infrastruktur und Governance und trägt zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie bei.

So wird der erfolgreiche Abschluss des BayZiel-Themenzertifikats nicht nur zu einer persönlichen Weiterbildung, sondern auch zu einem sichtbaren Beitrag für eine zukunftsfähige und fachübergreifende Lehre an der Ohm.