BNE  - Bildung für nachhaltige Entwicklung 

Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet nicht nur die Vermittlung von Nachhaltgikeitsthemen, wie Klimaschutz oder Biodiversität, sondern befähigt Studierende ganzheitlich zu kritisch reflektierendem Denken. Eingesetzt werden dabei partizipative Methoden um kollaboratives und transformatives Lernen auf interaktive Weise zu ermöglichen. Gefördert wird eine eigenständige und selbstbestimmte Wissensaneignung, die sich eng an der studentischen Lebenswirklichkeit orientiert. Studierende können sich zukunftsgestaltende Kompetenzen aneignen und sind in der Lage, Nachhaltigkeitsherauforderungen zu verstehen, zu bewerten sowie Möglichkeiten der Veränderung und Handlung zu finden und zu erproben. Dabei sind Perspektivenvielfalt, verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit und mögliche Zielkonflikte zentrale Elemente der BNE. Als Hochschule kommt uns bei dieser Kompetenzvermittlung nicht nur eine Schlüsselrolle zu - wir wollen die Impulse aus der Lehre und die studentische Perspektive auch stärker in unserem Hochschulalltag und -bertrieb berücksichtigen. 

 


Ringvorlesung Nachhaltigkeit "Mittel zum nachhaltigen Leben - Ernährung im Wandel"

Im Rahmen der Ringvorlesung der AG Nachhaltigkeit steht im kommenden Sommersemester das Thema "Mittel zum nachhaltigen Leben - Ernährung im Wandel" im Fokus. Die Veranstaltung verspricht facettenreiche Beiträge, die sich beispielsweise auf die Relevanz nachhaltiger Ernährung, Gesundheit, Ernährungskommunikation, echte Preise und Regionalität konzentrieren.

Die Eröffnung der Ringvorlesung findet am Mittwoch, den 10.04.2024, um 17:30, statt. Dr. Marlies Gruber, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leitung des forum.ernährung heute in Wien, wird einen Vortrag zur Relevanz nachhaltiger Ernährung halten.

Abgerundet wird die Reihe mit einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Zwischen Vielfalt und Nachhaltigkeit: Podiumsdiskussion zur Zukunft der Ernährung". An der Diskussion nehmen unterschiedliche Experten der Thematik teil, darunter Dr. Werner Ebert, Leiter Biometropole und Geschäftsführer des Netzwerks der Bio-Städte; Sebastian Lillge, Mitglied des Bürgerrats "Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben"; Prof. Dr. Jan Niessen, Professor für Strategische Marktbearbeitung in der Ökobranche und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der TH Nürnberg; sowie Dietrich Pax, Vorstandsmitglied des Ernährungsrats Oberfranken e.V.

Die Veranstaltungen finden im Raum KA.002 im Gebäude KA am Keßlerplatz 12 (Erdgeschoss) statt. 


Verleihung des Förderpreises der N-ERGIE, von links nach rechts: Daniela Tröster (N-ERGIE), Jan Niessen, Florian Matzak, Katrin Schwanke, Michael Domes (Projektteam CZ, TH Nürnberg), Christina Zitzmann (TH Nürnberg) (Foto: Melanie Scheller)

Curriculum Z

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Curriculum Z. – Zukunftskompetenzen für Transformation und nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert“ ist im Studiengang Management in der Ökobranche angesiedelt und hebt neben interdisziplinären und systemischen Ansätzen die Bedeutung sozialer und kultureller Innovationen für zukunftsorientierte Kompetenzentwicklung hervor. Den Ausgangspunkt für die erforderlichen Transformationsprozesse bilden die naturwissenschaftlichen Rahmenbedingungen, die planetaren Grenzen und die Notwendigkeit reproduktionsfähiger Ökosysteme. Darüber hinaus werden soziale Dimensionen und demokratisch-humanistische Werte in den Blick genommen, um eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zu denken und diese in der Praxis zu gestalten. Anhand ausgewählter Umsetzungsbeispiele nachhaltiger Unternehmensführung aus der Praxis werden Möglichkeitsräume aufgezeigt und konkretisiert. Lehrinhalte und didaktische Konzepte werden interdisziplinär ausgearbeitet, erprobt und hinsichtlich des Kompetenzerwerbs multiperspektivisch reflektiert. Die Ergebnisse des Projekts werden zudem über die Hochschule hinaus im Transfer mit Unternehmen diskutiert und kalibriert.

Nachgefragt: Neue PV-Anlage in der Wassertorstraße

Seit Anfang April 2022 ist am Standort Wassertorstraße eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb, deren erzeugte Energie zu 100% in das Stromnetz der Hochschule eingespeist wird. Die Fakultät AMP hat hierzu die Finanzmittel zur Verfügung gestellt und das gesamte Projekt in Eigenregie durchgeführt.

Herr Prof. Dr. Hofbeck, ein Jahr ist nun etwa vergangen, seitdem die neue PV-Anlage bei uns an der Hochschule ans Netz gegangen ist. Welche Bilanz ziehen Sie rückblickend, hat sich der Aufwand gelohnt?

Prof. Hofbeck: Unbedingt ja. Die Anlage bringt die berechnete Leistung und dank zahlreicher Sonnenstunden seit der Inbetriebnahme konnte viel Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt werden.

Welche Möglichkeiten haben die Studierenden bei Ihnen in der Lehre, die es vor der Anschaffung der PV-Anlage nicht gab?

Prof. Hofbeck: Die Anlage hat den Vorteil, dass sie auf dem neuesten Stand der Technik ist und auf dem begehbaren Teil des Daches montiert ist, in unmittelbarer Nähe zu einer Wetterstation mit hochpräzisen Messgeräten u.a. für direkte und indirekte Sonneneinstrahlung. Dadurch sind wir in der Lage, interessante wissenschaftliche Experimente für Projekt- und Abschlussarbeiten anzubieten. Studierende meiner Lehrveranstaltung „Erneuerbare Energie Photovoltaik“ freuen sich zudem darüber, dass sie „der Hochschule aufs Dach steigen“ können und in einer Lerneinheit praktische Aspekte zum mechanischen Aufbau und der elektrischen Verkabelung der Anlage anschaulich vermittelt bekommen.

Gibt es schon weitere Pläne?

Prof. Hofbeck: Die PV-Anlage auf dem Dach der Wassertorstraße wurde gezielt als kleiner Bruder einer baugleichen Anlage konzipiert, die auf dem Dach einer Schule in Yaoundé (Kamerun) montiert ist und aus eingeworbenen Forschungsmitteln stammt. Nächster Schritt ist das Auswerten von Daten aus beiden Photovoltaikanlagen, die wir seit kurzem erhalten. Dank eines großartigen Teams, meiner Kollegen von AMP, insbesondere von Hr. Steffen Reißenweber mit enormer Fachkenntnis und Auslandserfahrung sowie zweier Studierender aus Kamerun, die kürzlich während eines Aufenthalts in ihrem Heimatland Restarbeiten an der Photovoltaikanlage in Yaoundé durchgeführt haben, steht weiteren spannenden Experimenten nichts mehr im Wege.