Wohngebäude, Brücken, Schifffahrtswege oder Windkraftwerke: Bauingenieurinnen und Bauingenieure gestalten durch ihre Arbeit aktiv unsere Welt.

Bauingenieurinnen und Bauingenieure planen, entwerfen und konstruieren auf wissenschaftlicher Grundlage Bauwerke und Baumaßnahmen und organisieren die Baudurchführung. Natürlich spielen dabei auch Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Qualität und Umweltverträglichkeit eine tragende Rolle. Hier sind innovative und kompetente Köpfe gefragt, die neue Ideen entwickeln und umsetzen.

Abschluss
Bachelor of Engineering
Regelstudienzeit
7 Semester
Zulassungsbeschränkung
Numerus Clausus
Grenznoten der letzten Semester
Vorpraktikum
erforderlich
Studienfachanteile
Interessante Zahlen und Daten

Anzahl Studienanfänger: ca. 130 zum Wintersemeste; Der Frauenanteil im Bachelorstudiengang beträgt zurzeit 23 %; Die Erfolgsquote im Studium liegt bei etwa 60 % der Studienbeginner; Mit 15 hauptamtlichen Professoren und 17 Mitarbeitern besteht eine enge und intensive Betreuung der Studierenden.

Studienbeginn
Wintersemester
Beginn Sommersemester nur für Hochschulwechsler bei Einstieg in ein höheres Semester möglich (Bewerbungszeitraum: 15.11.2018 - 15.1.2019)
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 15.07.2019
Duale Studienvarianten
Bauingenieurwesen dual
Zuständige Fakultät
Bauingenieurwesen
Aufbauende Studiengänge
Urbane Mobilität / Verkehrsingenieurwesen (M. Eng.)
Internationales Bauwesen (M. Eng.)
Akkreditiert

Der Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen an der TH Nürnberg ist auf 7 Semester Regelstudienzeit angelegt. In sechs Theoriesemestern werden technisch-naturwissenschaftliche Grundlagen sowie praxisorientierte Kenntnisse und Fähigkeiten aus den bauspezifischen Fachgebieten vermittelt. Ein praktisches Studiensemester stellt die Verbindung zur Praxis sicher. Die Lehrveranstaltungen werden durch Laborpraktika und Projektarbeiten ergänzt.

Im ersten Studienabschnitt (1. und 2. Fachsemester) werden den Studierenden im Wesentlichen die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt. Im 3. und 4. Fachsemester des zweiten Studienabschnitts werden das Grundlagenwissen vervollständigt und vertieft und das fachspezifische Basiswissen vermittelt. Zusätzlich fördern regelmäßige Laborpraktika einen praxisbezogenen Zugang zu den Fachdisziplinen.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

Module im ersten Studienabschnitt

Lernziele

Nach den Lehrveranstaltungen sollen die Studierenden in der Lage sein,

  • mathematische Funktionen mit baupraktischem Bezug selbständig aufzustellen und zu bearbeiten
  • geometrische Zusammenhänge mathematisch zu formulieren
  • Differentialgleichungen aufzustellen und zu lösen
  • Aufgabenstellungen der linearen Algebra, der Vektor- und Matrizenrechnung zu bearbeiten
  • Stochastische Zusammenhänge mit baupraktischem Bezug zu bearbeiten.

Inhalt

  • Funktionen mit einer unabhängigen Variablen
  • Funktionen mit mehreren unabhängigen Variablen
  • Differenzial- und Integralrechnung
  • Analytische Geometrie
  • Gewöhnliche Differentialgleichungen
  • Partielle Differentialgleichungen
  • Lineare Algebra
  • Vektor- und Matrizenrechnung
  • Stochastik

 

 

Lernziele

Nach der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden in der Lage sein,

  • Auflagerreaktionen und Schnittgrößen für statisch bestimmte Tragwerke zu berechnen
  • und zugehörige Verformungen zu ermitteln.

Inhalt

  • Einwirkungen
  • Gleichgewichtsbedingungen
  • Berechnung statisch bestimmter Tragwerke

 

Lernziele

Nach der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden in der Lage sein,

  • Querschnittswerte zu bestimmen
  • zu gegebenen Schnittgrößen Normal- und Schubspannungen zu berechnen
  • Aufgaben zur Thematik des mehrachsigen Spannungszustandes zu bearbeiten.

Inhalt

  • Querschnittswerte
  • Normalspannungen
  • Schubspannungen
  • Mehrachsiger Spannungszustand

Lernziele

Nach der Veranstaltung soll die/der Studierende in der Lage sein,

  • laminare und turbulente Strömungen in Rohrleitungen sowie Freispiegelströmungen berechnen und beurteilen zu können.
  • Kenntnisse der physikalischen Eigenschaften des Wassers, Druckverteilungen, Niveauflächen, Druckkräfte auf ebene und gekrümmte Flächen, Auftrieb sowie Schwimmen und Schwimmstabilität bestimmen und berechnen zu können.

Inhalt

  • Eigenschaften der Fluide
  • Hydrostatik
  • Massen-, Impuls- und Energieerhaltung
  • Strömungsarten und Schwimmstabilität
  • Ausfluss- und Überfallströmung
  • Rohrströmung (ideale und reale Flüssigkeiten)
  • Strömung durch poröse Medien
  • wasserbedingte Strömungskräfte auf Bauwerke
  • Freispiegelabfluss in offenen Gerinnen

Lernziele

Die Studierenden sollen in der Lage sein, Bauwerke des Hochbaus nach statischen und bauphysikalischen Gesichtspunkten zu entwerfen und das Zusammenwirken der Baukomponenten zu einem Gesamtbauwerk zu beurteilen.

Inhalt

  • Konstruktionselemente des Hochbaues und ihr Zusammenwirken zu einem Bauwerk.
  • Maßordnung im Hochbau.
  • Tragelemente der Bauwerke und ihre material- und systembedingten Besonderheiten.
  • Kenntnis der konstruktiven Maßnahmen zum Bautenschutz. Wärme-, Schall-, Feuchtigkeits- und Brandschutz bei Baukonstruktionen.
  • Einblick in die Grundlagen der Haustechnik. Technischer Ausbau.
  • Einblick in die Gebäudelehre. Nutzungstypische Anforderungen und Gestaltungskriterien verschiedener Gebäudearten.

 

Lernziele

Durch das Erstellen einfacher Handzeichnungen wird zuerst die räumliche Vorstellungskraft trainiert. Danach soll der Studierende das hierbei Erlernte an baupraktischen Aufgaben detaillieren und schließlich befähigt werden, computerunterstützt zu zeichnen.

Inhalt

Darstellende Geometrie:

  • Anwendung der orthogonalen Zweitafelprojektion (Grund- und Aufriss, wahre Längen)
  • Darstellungen durch die kotierte Eintafelprojektion

Konstruktives Zeichnen:

  • Maßordnung im Hochbau.
  • Darstellung der konstruktiven Maßnahmen zum Bautenschutz, Wärme-, Schall-, Feuchtigkeits- und Brandschutz bei Baukonstruktionen.
  • Erstellung normgerechter Bauzeichnungen an praktischen Beispielen wahlweise aus den Bereichen Eingabeplanung, Detailzeichnung, Schalplan, Bewehrungszeichnung.

CAD:

  • Grundlagen und Konzepte des CAD
  • Generelle Handhabung von AutoCAD
  • 2D Zeichentechniken, Layer-Techniken, Text und Bemaßung, Maßstäbe, Modell- und Layout-Bereich

Lernziele

Die Studierenden sollen die Auswahlkriterien und die richtige Verwendung von Baustoffen erlernen. Das bauphysikalische Verständnis soll soweit geübt werden, dass grundlegende Zusammenhänge und Berechnungs-methoden im Wärme-, Feuchte- und Schallschutz ange-wendet werden können.
Sie sollen einschlägige Prüfnormen und Anwendungs-normen unter baustofflichen Gesichtspunkten verstehen und anwenden können. Baustoffschäden sollen erkannt und deren Vermeidung durch fachgerechte Verwendung beherrscht werden. Die Studierenden sollen die Anwen-dungsgrenzen jedes Baustoffs kennen. Das wissenschaft-liche Aufbereiten in Form von Laborberichten wird erlernt.

Inhalt

Baustofftechnologie 1:

  • Grundlagenwissen zu Lastgrößen und Beanspruchun-gen, Formänderungen, Baustoffprüfungen (Porosität, Feuchtetransport, Temperatur, Spannungen, Material-parameter, Dauerhaftigkeit, Verschleiß, Mess- und Prüftechnik).
  • Mechanische und physikalische Eigenschaften sowie Normengrundlagen von Betonen und Estrichen, Stahl, Holz, Bindemitteln, Mauersteinen und Mauerwerk, Kunststoffen und Bitumen (Herstellung, Aufbau, Einordnung, Regelwerk, Eigenschaften und Einfluss-größen, Festigkeiten, Formänderungen, praktische Anwendung, typische Schäden und deren Vermeidung).

Laborpraktika:

  • Mindestens drei Nachmittage zu je drei Zeitstunden.
  • Inhalt: Praktische Übungen und eigene Versuche im Labor zu unterschiedlichen Baustoffthemen. Die Versuche sind theoretisch vorzubereiten und praktisch unter Anleitung in kleinen Gruppen durchzuführen. Von den Versuchen sind wissenschaftlich strukturierte Laborberichte anzufertigen und abzugeben.

Bauphysik:

  • Wärmeschutz:
  • Physikalische Grundlagen
  • Wärme- und Energiebilanz von Gebäuden
  • Gesetzliche Vorschriften
  • Feuchteschutz:
  • Physikalische Grundlagen
  • Kondensation von Tauwasser
  • Konstruktive Maßnahmen
  • Schallschutz:
  • Physikalische Grundlagen
  • Grundbegriffe der Raumakustik
  • Schallübertragung (Luft-, Trittschall)
  • Schallübergang von Bauteilen
  • Gesetzlicher Mindestschallschutz

Lernziele

Die Studierenden sollen die Auswahlkriterien und die richtige Verwendung von Baustoffen erlernen. Sie sollen einschlägige Prüfnormen und Anwendungsnormen unter baustofflichen Gesichtspunkten anwenden können. Sie sollen Baustoffschäden erkennen und deren Vermeidung durch fachgerechte Verwendung beherrschen. Die Studierenden sollen die Anwendungsgrenzen jedes Baustoffs kennen.

Inhalt

Baustofftechnologie 2:

  • Mechanische und physikalische Eigenschaften sowie Normengrundlagen von Betonen und Estrichen, Bindemitteln, Mauersteinen und Mauerwerk, Kunststoffen und Bitumen (Herstellung, Aufbau, Einordnung, Regelwerk, Eigenschaften und Einfluss-größen, Festigkeiten, Formänderungen, praktische Anwendung, typische Schäden und deren Vermeidung).

Laborpraktika:

  • Mindestens drei Nachmittage zu je drei Zeitstunden.
  • Inhalt: Praktische Übungen und eigene Versuche im Labor zu unterschiedlichen Baustoffthemen. Die Versuche sind theoretisch vorzubereiten und praktisch unter Anleitung in kleinen Gruppen durchzuführen. Von den Versuchen sind wissenschaftlich strukturierte Laborberichte anzufertigen und abzugeben.

Bauchemie:
Wärmeschutz:

  • Chemische Grundlagen, Chemie des Wassers
  • Chemie der Metalle (Flächenkorrosion, chloridinduzierte Korrosion)
  • Chemie der nichtmetallisch-anorganischen Baustoffe (Minerale und Gesteine, Silikate und Aluminate, Keramische Baustoffe, Baugläser, Zement, Kalk, Gips)
  • Chemische Reaktionen und Baustoffschäden (Treibreaktionen wie z. B. Sulfat und AKR, Ausblühungen, chemischer Angriff. Carbonatisierung, Kalk-, Gips- und Zementhydratation)
  • Auszüge aus der Umweltchemie (Schadstoffe in Gebäuden, VOC, Luftschadstoffe, Schimmelpilz-vorbeugung, Fogging)

Lernziele

Betriebswirtschaftslehre:
Die Studierenden sollen Organisationen der Bauwirtschaft analysieren können und auf der Grundlage allgemeiner betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten wirtschaftliche Lösungen speziell im Baubetrieb und Bauunternehmen verstehen und erarbeiten können. Auch sollen die Inhalte und einfache Vorgänge des betrieblichen Rechnungswesens nachvollziehbar sein.

Privates Baurecht:
Es sollen die Ansprüche aus Bauverträgen juristisch formuliert werden können und einfache Rechtssituationen auf der Grundlage des BGB und VOB bearbeitet werden können. Der Student soll Leistungsinhalte / des Leistungsumfangs nach HOAI erstellen und Honorarabrechnungen durchführen können.

Inhalt

Betriebswirtschaftslehre:

  • Grundlagen: Der Baumarkt, Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Wertschöpfung
  • Organisationslehre
  • Betriebstypolgie, Rechtsformen der Unternehmungen
  • Produktion, Markt - Marketing - Absatz
  • Personalwirtschaft
  • Das betriebliche Rechnungswesen

Privates Baurecht:

  • Grundlagen: BGB, VOB, HOAI
  • Allgemeiner Teil BGB : Zustandekommen von Verträgen
  • Schuldrecht Bauwerkvertrag des BGB VOB-Vertrag
  • Grundzüge der HOAI (Honorarvereinbarung, Grundlagen des Honorars, Honorarberechnung)

Lernziele

Bauverfahren/maschineller Erdbau:

  • Die Studierenden sollen die Eignung von Baumaschinen im Erdbau erkennen und die Einsatzplanung erarbeiten können.
  • Grundlegende Zusammenhänge bei Leistungsermittlungen im Erdbau sollen verstanden und dazugehörige Berechnungsmethoden angewendet werden können.
  • Die Studierenden sollen Regeln der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes anwenden und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren erkennen können.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz:
Erkennen von unfallkritischen Situationen und deren Vermeidung auf Baustellen

Kommunikation und Präsentation:
Aufbau technischer Referate Präsentationstechniken Vortrag von Fachreferaten auf Grundlage des Berichtswesens, das während des Vorpraktikums zu erstellen ist, durch die Studierenden

Inhalt

Bauverfahren/maschineller Erdbau:

  • Grundlagen des Erdbaus
  • Planung, Überwachung, Organisation und Koordination von Bauprojekten im Erdbau
  • Qualitätssicherung im Erdbau
  • VOB im Erdbau
  • Für unterschiedliche Erdbaumaschinen:
    • Aufbau und Arbeitsweise
    • Leistungsberechnungen
    • wirtschaftliche Einsatzbereiche

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz:
Erarbeiten von Regeln für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Kommunikation und Präsentation:
Präsentationstechniken Umgang mit Präsentatiossoftware wie z. B. PowerPoint

Module im zweiten Studienabschnitt

Lernziele

  • Bodenzustand und -eigenschaften ermitteln.
  • Spannungen und Verformungen (Scherfestigkeit, Zusammendrückbarkeit, Setzungen, Erddruck) ermitteln.
  • Wasser im Boden - Auftrieb, Durchlässigkeit ermitteln.
  • Feld- und Laboruntersuchungen durchführen.
  • Baugrundmodell entwickeln.

Inhalt

  • System Erde
  • Innere Dynamik, Endogene Prozesse
  • Äußere Dynamik, Exogene Prozesse
  • Klassifizierung von Gestein
  • Geotechnische Untersuchungen
  • Baugrunduntersuchungen im Feld
  • Laborversuche
  • Spannungen und Setzungen
  • Erddruck

Laborpraktika:
Fünf Laborpraktika zu den Versuchen: Wassergehalt, Zustandsgrenzen, Lagerungsdichte, Sondierung, Dichtebestimmung, Proctorversuch, Kompressionsversuch, Durchlässigkeit, direkter Scherversuch, einaxialer Druckversuch.
Umfang jeweils drei Stunden.

Lernziele

  • Flach- und Tiefgründungen planen und berechnen
  • Stützbauwerke und Baugruben planen und berechnen
  • Hänge und Böschungen planen und berechnen
  • Wasserhaltungen planen und berechnen
  • Nachweise für Standsicherheit und Gebrauchs-tauglichkeit führen (Kippen, Gleiten, Grundbruch, Auftrieb, Setzungen, Böschungs- und Geländebruch)

Inhalt

  • Berechnungsgrundlagen EC7
  • Flachgründungen
  • Standsicherheitsnachweise
  • Böschungs- und Geländebruch (Gesamtstandsicherheit)
  • Tiefgründungen
  • Grundwasserströmung und Wasserhaltung
  • Stützmauern
  • Baugruben

Lernziele

Nach der Veranstaltung soll die/der Studierende in der Lage sein,

  • die Gleichungen zur Beschreibung biegebeanspruchter Stabtragwerke zu erklären.
  • die Spannungen, Schnittgrößen und Verformungen von Balken und Rahmen zu berechnen.
  • den Spannungsverlauf in torsionsbeanspruchten Querschnitten zu erklären.
  • Spannungen und Verformungen von torsionsbeanspruchten stabförmigen Bauteilen zu berechnen.
  • Druckbeanspruchte Stäbe hinsichtlich ihrer Stabilität zu untersuchen.

Inhalt

  • Differentialgleichung der Biegelinie bei Balken und Rahmen
  • Torsion bei stabförmigen Bauteilen
  • Stabilität (Euler-Fälle)
  • Prinzip der virtuellen Arbeiten
  • Kinematische Verschieblichkeit, Polplan

Lernziele

Nach der Veranstaltung soll die/der Studierende in der Lage sein,
die Verfahren zur Schnittgrößenberechnung bei statisch unbestimmten Tragwerke zu erklären.
Schnittgrößen und Verformungen statisch unbestimmter Stabtragwerke zu berechnen.
die Verschieblichkeit von Rahmen zu beurteilen.
Schnittgrößenverläufe bei Stabtragwerken einzuschätzen und auf Richtigkeit zu prüfen.
maßgebende Laststellungen nicht ruhender Verkehrslasten auf Stabtragwerken zu ermitteln.
Einzelne Schnittgrößen und Verformungen von Stabtragwerken unter nicht ruhenden Verkehrslasten zu berechnen.

Inhalt

  • Berechnung statisch unbestimmter Systeme
  • Kraftgrößenverfahren, Weggrößenverfahren
  • Einflusslinien für Kraft- und Weggrößen

Lernziele

Die Studierenden sollen nach der Veranstaltung in der Lage sein, Software aus dem Bereich des Bauwesens anwenden zu können.

Inhalt

  • Algorithmisieren von Praxisaufgaben und Entwicklung der zur Problemlösung notwendigen prozeduralen Strukturen. Grundkenntnisse von Programmiersprachen.
  • Anwendung von Standardsoftware: Tabellenkalkulationssysteme, Präsentations- und Dokumentationssoftware, Datenbanksysteme und Programmiersprachen.
  • Anwendung bauspezifische Softwaresysteme: Berechnung und Konstruktion aus dem Gebiet des Bauingenieurwesens.

Lernziele

  • Lagevermessung, Distanzmessung und Horizontal-richtungsmessung, Höhenmessung und trigonometrische Höhenbestimmung durchführen können
  • Karten, Pläne herstellen, aktualisieren und benutzen können
  • Geo-Informationssysteme zur Erzeugung von digitalen Plänen und Geländemodellen benutzen können
  • Flächenermittlung/-berechnung, Volumenberechnung und Mengenermittlung durchführen können
  • vorhandene Vermessungsunterlagen und sonstiger Geobasisinformationenfachgerecht benutzen können
  • Befähigung zur Ausführung, Vergabe und Abnahme vermessungstechnischer Aufgaben innerhalb des Bauwesens

Inhalt

  • Vermessungstechnische Grundlagen: Maßeinheiten, Referenzflächen, Koordinatensysteme, Lage- und Höhenfestpunkte
  • Verschiedene Verfahren und Geräte zur Lage- und Höhenmessung benennen und erklären

Lernziele

  • die Eignung von Bauverfahren erkennen und die Einsatzplanung für ausgewählte Bauverfahren erarbeiten
  • geeignete Bauverfahren auswählen
  • Baustelleneinrichtung planen
  • Aufstellen von Termin- und Ablaufplänen
  • einfachere Projekte planen, organisieren und koordinieren bezogen auf die Handlungsbereiche Qualität, Kosten, Termine, Kapazitäten, Logistik, Information und Dokumentation

Inhalt

  • Planung, Überwachung, Organisation und Koordination von Bauprojekten
  • Planmanagement
  • Grundprinzipien der Baustelleneinrichtungsplanung
  • Bauverfahrenstechniken für den Tiefbau und Spezialtiefbau und Hochbau
  • Grundlagen der Verfahrensauswahl
  • Terminplanung
  • Projektmanagement

Lernziele

Die Studierenden sollen nach der Veranstaltung in der Lage sein, das Trag- und Verformungsverhalten von Holz- und Stahlbauteilen zu interpretieren und baupraktisch zu detaillieren.

Inhalte

Grundlagen Holzbau:

  • Einführung - geschichtliche Entwicklung, Werkstoffeigenschaften, bautechnische Bestimmungen, Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen.
  • Bestimmung des Modifikationsbeiwertes für die Bemessung und den Nachweis der Durchbiegung.
  • Nachweise der Tragfähigkeit (Zug, Druck, Biegung, Schub) für Träger und Stützen unter Einbeziehung des Stabilitätsverhaltens (Knicken, Kippen, Biegedrillknicken).
  • Berechnung der Durchbiegung inklusive Schwinden und Kriechen.

Grundlagen Stahlbau:

  • Einführung - geschichtliche Entwicklung, Werkstoffeigenschaften, bautechnische Bestimmungen, Lieferformen der Stahlprofile, Auswahl geeigneter Stähle zum Schweißen.
  • Nachweise der Tragfähigkeit (Zug, Druck, Biegung, Schub, Torsion). Berechnung nach den Verfahren „elastisch-elastisch“, elastisch-plastisch“ und „plastisch-plastisch“.
  • Stabilitätsnachweise (Knicken von einteiligen und mehrteiligen Stützen, Biegedrillkicken von Trägern) für einfache Probleme.

Lernziele

Die Studierenden sollen mit den wichtigsten Prinzipien der Stahlbetonbauweise vertraut gemacht werden. Sie sollen die gängigen Verfahren für das Bemessen und Konstruieren von üblichen Tragwerkselementen beherrschen und Ausführungszeichnungen im Stahlbetonbau anfertigen können.

Inhalt

  • Grundlagen: Besonderheiten der Bauweise, Werkstoff-gesetze, Modellbildung, Schnittgrößenermittlung und Lastabtragung in üblichen Hochbauten, Sicherheits-konzept.
  • Bemessungsmethoden von Stahlbetonbauteilen unter den Beanspruchungen von Zug, Druck, Biegung mit und ohne Längskraft, Querkraft im Grenzzustand der Tragfähigkeit.
  • Einführung in die Nachweise der Gebrauchstauglichkeit: Spannungsnachweis, Beschränkung der Rissbreite und Verformungen.
  • Kenntnisse über die Erstellung von Positionsplänen, Schalplänen, Bewehrungsplänen.

Lernziele

  • Selbstständige Entwicklung und planerische Umsetzung von Problemanalysen und spezifischen Lösungs-konzepten für Standardaufgaben im städtischen und regionalen Verkehrswesen
  • bei den Standardaufgaben in der Verkehrsplanung und der Verkehrstechnik selbstständig Problemanalysen und spezifische Lösungskonzepte entwickeln und planerisch umsetzen
  • Leistungsmerkmale des Betriebs berechnen
  • bei den Standardaufgaben im Rahmen des Bauplanungsrechts selbstständig mitwirken
  • Planungen rechtskonform erarbeiten

Inhalt 

Verkehrs- und Stadtplanung:

  • Grundkenntnisse und praxisnahe Arbeitsmethoden der Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
  • Methoden der Verkehrserhebung und Auswertung
  • Arbeitsschritte der Verkehrsplanung als planmethodische Grundlage
  • Methodik der Verkehrsplanung zur Bestimmung der gegenwärtigen und
  • zukünftigen Verkehrsbelastungen (Verkehrsentwicklung, Verkehrsprognosen)
  • Grundbegriffe des Verkehrsablaufes an Knotenpunkten und im fließenden Verkehr
  • Steuerung von Verkehrsströmen an Kreisverkehrsplätzen
  • Steuerung von Verkehrsströmen an lichtsignalgeregelten Knotenpunkten
  • (Grundlagen des Programmentwurfes einschließlich der Ermittlung von Zwischenzeiten, Umlaufzeiten, Freigabezeiten, Stauraum und Auslastungsgrad)
  • Wechselwirkung zwischen Bauleitplanung und Verkehrswesen

Öffentliches Baurecht:

  • Grundkenntnisse des öffentlichen Baurechts als wichtigem Bestandteil des besonderen Verwaltungsrechts
  • Rechtsvorschriften, die im öffentlichen Interesse die bauliche Nutzung von Grundstücken regeln (u. a. die Zulässigkeit von baulichen Anlagen, ihre Errichtung, Nutzung und Änderung sowie deren Beseitigung), hier: BauGB, BauNVO, Bauordnungen der Länder etc.
  • Gesetzliche Grundlagen im Umwelt- und allgemeinen Baurecht (EU-Recht, Bundes-, Landesrecht, Kommunale Satzungen) sowie im FachplanungsrechtÜbergeordnete Planungsebenen
  • Flächennutzungsplanung, Bebauungsplanung, Fachplanungen, Sonderplanungen, Planungsabläufe, Beteiligungsverfahren
  • Bebauung und Bauweisen

Lernziele

Straßenverkehrswesen:

  • bei den Standardaufgaben des Entwurfs, Baus und Betriebs von Straßen selbstständig Problemanalysen und spezifische Lösungskonzepte entwickeln und planerisch umsetzen
  • Infrastrukturmaßnahmen im Straßennetz funktional und umweltgerecht erarbeiten
  • Entwürfe für die Dimensionierung und Gestaltung erstellen und die Leistungsmerkmale des Betriebs berechnen

Schienenverkehrswesen:

  • bei den Standardaufgaben in der Planung von öffentlichen Verkehrssystemen selbstständig Problemanalysen und spezifische Lösungskonzepte entwickeln und planerisch umsetzen
  • Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz funktional und umweltgerecht erarbeiten
  • Entwürfe für die Dimensionierung und Gestaltung erstellen und die Leistungsmerkmale des Betriebs berechnen

Inhalt

Straßenverkehrswesen:
Die Inhalte umfassen die Straßenplanung und Straßen-funktion, die Trassierung und den Linienentwurf sowie die Planung von Knotenpunkten und den konstruktiven Aufbau von Verkehrsflächen.

  • Grundkenntnisse und praxisnahe Arbeitsmethoden des Entwurfs, Baus und Betriebs von Straßen
  • Rechtliche und funktionelle Gliederung des Straßen-netzes, Aufbau der Straßenverwaltung
  • Fahrdynamische und fahrgeometrische Grundlagen
  • Umweltverträglichkeitsprüfung in der Straßenplanung, Emissionen etc.
  • Linienführung und Trassierung in Lage- und Höhenplan, Gestaltung des Straßenquerschnitts
  • Planung und Entwurf von plangleichen (Einmündung, Kreuzung, Kreisverkehr) und planfreien Knotenpunkten (Anschlussstellen und Autobahnknoten)
  • Straßenaufbau (Ober- und Unterbau): Straßenbauweisen (Asphalt, Zementbeton, Pflaster), Aufbau, Herstellung und Recycling sowie Dimensionierung und bautechnische Anforderungen
  • Planerische und bautechnische Anforderungen an Straßen auf Brücken und im Tunnel
  • Bautechnologie: Herstellung von Straßenbefestigungen
  • Betrieb und Unterhaltung der Straßen, Erhaltungs- und Qualitätsmanagement
  • Aspekte der Verkehrssicherheit

Schienenverkehrswesen:

  • Grundkenntnisse und praxisnahe Arbeitsmethoden der Planung, des Entwurfs, des Baus und des Betriebs von öffentlichen Verkehrssystemen
  • Liniennetze und Angebotsplanung öffentlicher Verkehre (straßen- und schienengebunden)
  • Organisation des Schienenverkehrs (Bahnsysteme, rechtliche Grundlagen, Regelwerke etc.)
  • Fahrdynamische Grundlagen: Ruck, Rad-Schiene-System, Antriebsarten, Bewegungsabläufe
  • Linienführung und Trassierung im Grund- und Aufriss, Gestaltung des Gleisquerschnitts
  • Aufbau des Bahnkörpers (Ober- und Unterbau) und bautechnische Anforderungen an Baustoffe und Bauteile
  • Weichen und Kreuzungen: Funktionsweise, Bau und Konstruktionselemente, Weichenverbindungen
  • Bauwerke im Bahnbau: Brückenbauten, Tunnel, Stützwände, Lärmschutzwände
  • Bautechnologie: Gleisbauverfahren, Baumaschinen im Bahnbau
  • Sicherungs- und Betriebstechnik (Signaltechnik)
  • Sicherung und Gestaltung von Bahnübergängen
  • Bahnbetrieb und Fahrplangestaltung im Güter- und Personenverkehr
  • Planung von Bahnhöfen und Haltestellen
  • Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln

Lernziele

Nach der Veranstaltung soll die/der Studierende in der Lage sein,

  • den Abfluss und die mittlere Fließgeschwindigkeit in einem offenen Gerinne mit/ohne Bewuchs analytisch bestimmen zu können;
  • Angaben zum Beginn und den Prozessen des Feststofftransportes in offenen Gerinnen machen zu können;
  • die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten sowie den Betrieb und die Unterhaltung von Stau- und Wasserkraftanlagen einschätzen und bewerten zu können;
  • den Windstau sowie die maßgebenden Wellendimensionen auf Seegebieten mit begrenzter Größe bestimmen zu können;
  • die Grundlagen bei der ingenieurbiologischen Bemes-sung von Fließgewässern zu kennen;
  • Maßnahmen des mobilen und stationären Hochwasser-schutzes zu kennen und eine überschlägige statische Bemessung vornehmen zu können;
  • den Aufbau, die Aufgaben und die Funktionsweise der wichtigsten Bauwerke des Verkehrswasserbaus beurteilen zu können.

Inhalt

  • Gerinnehydraulik
  • Feststofftransport in alluvialen Gewässern, Morphodynamik
  • Stauanlagen
  • Wasserkraftanlagen
  • Stau- und Wellenerscheinungen auf Gewässern infolge Wind, Grundlagen der Entstehung und Ausbreitung von Seegang
  • ingenieurbiologische Methoden im Wasserbau
  • ökologisch orientierte Gewässerentwicklung und -pflege
  • Einführungen in den Hochwasserschutz/Hochwasservorsorge
  • Grundlagen des Verkehrswasserbaus

Lernziele

Nach der Veranstaltung soll die/der Studierende in der Lage sein,

  • die Herangehensweise bei anderen Berufsausrichtungen (Fakultäten) kennen zu lernen diese mit den eigenen Lösungsstrategien zu vergleichen.
  • je nach Modul grundständige Zusammenhänge und Lösungsansätze zu erlernen.

Inhalt

  • individuell aus dem Modulangebot der TH Nürnberg
  • grundsätzliche Vergrößerung der Wissensbreite und Kenntnisse von interdisziplinären Zusammenhängen

 

Lernziele

Die in dem Modul F14 erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sind wesentliche Voraussetzungen für das Arbeiten im Bau-Projektmanagement – sowohl aus der Sicht des Bauherren, des Ingenieurbüros als auch der Bauunter-nehmensseite.
Das Modul ist geeignet, in Bachelor- und Masterstudien-gängen mit den Ausbildungszielen Bauingenieurwesen und Baumanagement eingesetzt zu werden.

Inhalt

Ausschreibung und Vergabe

  • Grundlage ist die Ausschreibung nach VOB und das Vergabehandbuch.
  • Bewertung und Darstellung von Ausschreibungs-ergebnissen (Preisspiegel).
  • Erarbeiten von Vergabevorschlägen.
  • Modalitäten der Bauabrechnung

Baukalkulation

  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen der Baubetriebs-rechnung
  • Kostenorientiertes Denken, z. B. - Kostenarten- bzw. Kostenträgerrechnung, - variable bzw. fixe Kostenarten, - Vollkosten- oder Teilkostenrechnungssysteme (Deckungsbeitragsrechnung)
  • verschiede Formen der Baukalkulation: - Divisions- und Äquivalenzziffernkakulation - Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen - Kalkulation über die Endsumme
  • Nachtragskalkulationen sowie die Veränderungen von Angebotspreisen aufgrund von Mengenänderungen.
  • Das Erlernte ist in einer Gruppenstudienarbeit an einem Beispiel auszuarbeiten.

Lernziele

Kenntnisse über den Stahlbetonbau sind wegen seiner Verbreitung in fast allen Gebieten des Bauingenieurwesens erforderlich. Für das weiterführende Modul des Spannbetons ist dieses Modul eine Grundvoraussetzung.

Das Modul ist geeignet, in Bachelor- und Masterstudien-gängen mit den Ausbildungszielen Bauingenieurwesen oder Konstruktiver Ingenieurbau eingesetzt zu werden.

Inhalt

  • Stabilitätsgefährdete Stahlbetonbauteile (Stützen, Wände)
  • Flachdecken
  • Konsolen
  • Stabwerksmodelle
  • Gebrauchstauglichkeitsnachweise
  • Zeichnungen im Stahlbetonbau

Lernziele

Die Studierenden sollen die Auswahlkriterien und die richtigen Verwendung von Baustoffen für verschiedene Bauwerketypen erlernen, statische Modelle der Tragwerke erstellen und die Lastabtragungen bis zu Fundamenten verfolgen, Aussteifungen zur Gewährleitung der Gesamtstabilität eines Bauwerkes konzipieren, Rechenergebnisse überschlägig nachprüfen, Pro und Kontra zu den Entwurfslösungen gegenüberstellen und analysieren.

Inhalt

  • Bauwerktypen
  • Arten der Tragkonstruktionen von Bauwerken
  • Auswahl der Baustoffe
  • Lastannahmen und Verfolgung der Lastabtragungen
  • Modellbildung
  • Gesamtstabilität eines Bauwerks
  • Entwurfskonzepte von Bauwerken

Lernziele

Die Studierenden sollen nach der Veranstaltung in der Lage sein, das Tragverhalten von Holz- und Stahlkonstruktionen zu interpretieren. Hierbei stehen die Verbindungen im Vordergrund. Weiterhin sollen Konstruktionsprinzipien praktisch umgesetzt werden können.

Inhalt

Holzbau:

  • Mechanische Verbindungen (Dübel besonderer Bauart, Stabdübel und Bolzen, Nägel, Nagelplatten, Schrauben).
  • Kontaktstöße (Versätze, Sparrenauflager, Ausklinkungen).
  • Entwurf und Konstruktion (Konstruktionsprinzipien, Aussteifungselemente).
  • Dachkonstruktionen
  • Hallentragwerke

Stahlbau:

  • Verbindungstechnik (Schraub- und Schweißverbin-dungen).
  • Entwurf und Konstruktion (Konstruktionsprinzipien, Aussteifungselemente).
  • Kenntnisse über Korrosionsschutz und Brandschutz (soweit nicht in den Fächern Baustofftechnologie und Baukonstruktionen behandelt).
  • Überblick über die Bauausführung mit speziellen Hinweisen zur Werkstattfertigung und Montageverfahren.

Lernziele

Im Laborpraktikum wird die Befähigung zur Bestimmung von Wasser- und Abwasserparametern erworben. Einfache Rohrleitungssysteme sowohl für die Wasserver- als auch die Abwasserentsorgung werden berechnet. Die in den Grundlagenfächern geübte Fertigkeit zu zeichnen ist unter Beachtung von Normen und eigenen Recherchen in konkrete Bauwerkspläne – Tiefbau umzusetzen.

Inhalt

Die Studierenden sollen grundlegende Kenntnisse von Materialien, Techniken, Verfahren sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen von Wasserversorgung, Abwasser-ableitung und Abwasserreinigung erlangen. Die bereits erworbenen Kenntnisse aus Hydraulik, Geologie, Statik, Bauverfahrenstechnik dienen hierfür als Grundlage.

Lernziele

Die Studierenden sollen vertiefte Kenntnisse der Baukon-struktion, der Bauphysik und des Bauschadensrechts er-werben und befähigt werden, Bauschäden zu erkennen, unter Verwendung moderner messtechnischer Verfahren zu analysieren und geeignete Sanierungsvorschläge auszuarbeiten. Dabei sollen rechtliche, konstruktive und bauphysikalische Randbedingungen berücksichtigt werden.

Inhalt

Grundlegende Zusammenhänge von praktisch relevanten bauphysikalischen Zusammenhängen und Prüfungen
Typische Bauschadensmechanismen erkennen
Rechtsgrundlagen nach dem Bauschadensrecht und dem Insolvenzrecht kennenlernen.

Praktische Bauphysik:

  • Praxisnahe Darstellung von Analyse-, Berechnungs- und Konstruktionsmethoden zu ausgewählten Themen aus den Bereichen Bauakustik, Raumakustik und thermischer Bauphysik.
  • Analyse, Vermeidung und Instandsetzung bauphysika-lischer Schwachstellen

Bauschäden und Bauschadensrecht:

  • Vertiefte Kenntnisse der Baukonstruktion durch praxisnahe Darstellung schadhafter, kritischer Schwachstellen in Baukonstruktionen.
  • Bauschäden analysieren, vermeiden und instand setzen.
  • Bauschadensrecht: Begriffsdefinitionen, Schuldvertrag, Schuldverhältnisse, Leistungspflicht, Vertragsstrafen, Verjährung, Bauabnahme, Ansprüche aus Bauwerks-mängeln.
  • Ausgewählte Kapitel aus dem Insolvenzrecht
  • Grundlagen der Wertermittlung von Gebäuden
  • Darstellung und Analyse der typischen Schäden und Mängel aus den Bereichen Grundbau, Massivbau, Holzbau, Stahlbau und Feuchteschutz unter Einbeziehung baurechtlicher Aspekte.

Praktikum im 5. Semester

Im 5. Fachsemester wird das Praxissemester absolviert. In dieser Praxisphase von 20 Wochen Dauer sollen berufspraktische Erfahrungen in ingenieurnahen Arbeitsfeldern gesammelt und erste Schritte in Richtung Berufseinstieg vorgenommen werden.

Vertiefung (6. und 7. Semester)

An der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm wird im Bachelorstudium die Studienrichtung „Allgemeines Bauingenieurwesen“ angeboten, um eine vorzeitige und eventuell ungeeignete Spezialisierung zu vermeiden. Der Abschluss als Bachelor gewährleistet eine grundständige, berufsqualifizierende akademische Ausbildung, die den Berufseinstieg ebenso ermöglicht wie sofortige oder spätere weiterbildende Studien (Master).

Das 6. und 7. Fachsemester dient der Vervollständigung und Vertiefung des erworbenen Wissens, um den vielfältigen Anforderungen des zukünftigen Berufs optimal gewachsen zu sein. Ab dem 6. Fachsemester werden folgende Vertiefungsrichtungen angeboten:

  • Baubetrieb
  • Konstruktiver Ingenieurbau
  • Verkehrswesen
  • Wasser- und Umwelttechnik

Diese können als Wahlpflichtfächer belegt werden. Zusatzqualifikationen (z. B. Sicherheitskoordinator) werden angeboten.

Module der Vertiefungsrichtung Baubetrieb

  • Projektmanagement und Sicherheitstechnik
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Bauverfahrenstechnik und Bauvertragswesen

Module der Vertiefungsrichtung Konstruktiver Ingenieurbau

  • Fließgelenktheorie und Verbundbau
  • Mauerwerks und Spannbetonbau

Module der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen

  • Ausgewählte Kapitel des Verkehrswegebaus und der Stadtplanung
  • Infrastrukturmanagement

Module der Vertiefungsrichtung Wasser und Umwelt

  • Recycling, Energie und Modellierung

Wahlfächer

  • Baugeschichte
  • Brandschutz
  • CAD-Allplan

Bachelorarbeit

Ihr Studium schließen Sie durch eine Bachelorarbeit im 7. Semester ab. Hierbei haben Sie die Möglichkeit  eine anspruchsvolle Aufgabenstellung innerhalb der Hochschule, einer Forschungseinrichtung oder einem Industrieunternehmen im In- und Ausland zu bearbeiten.

Exkursionen, besondere Veranstaltungen

Jährliche, mehrtätige Exkursion mit Zielen im In-und Ausland, regelmäßige Fahrten zu aktuellen Baustellen und Einrichtungen im Hoch-und Tiefbau, Besichtigung von Wasserbauwerken oder Verkehrs- und Infrastrukturbauten. Ferner können Studieninformationstage ,  eine BI-Kontaktmesse mit Teilnahme verschiedener Unternehmen und viele weitere, interessante Projekte wahrgenommen werden.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Das Arbeitsfeld des Bauingenieurs ist vielseitig und abwechslungsreich. Es umfasst den gesamten Bereich der Herstellung von Bauwerken des Hoch-, Tief- und Ingenieurbaus. Der Bauingenieur plant und konstruiert die Bauvorhaben auf mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlage und organisiert die Baudurchführung im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Qualität und Umweltverträglichkeit.

Zu den Aufgaben des Bauingenieurs gehören die Tragwerksplanung und die Bauausführung (einschließlich Instandsetzungs-und Umbaumaßnahmen) von Hochbauten (Wohn- und Geschäftshäuser, Verwaltungsgebäude), Industriebauten (Werksgebäude, Kraftwerke),
Verkehrsbauten (Straßen, Brücken, Tunnel, Eisenbahnanlagen), Wasserbauten (Talsperren, Flusswehre, Schifffahrtswege, Bewässerungsanlagen) und Bauten des Umweltschutzes (Kanalisation, Kläranlagen, Deponien, Lärmschutzeinrichtungen). 

Die Absolventen des Bachelorstudiengangs genießen in der Bauwirtschaft, in Ingenieurbüros und in den öffentlichen Verwaltungen der Region Nordbayern eine ausgezeichnete Reputation und haben sich auch überregional auf dem Arbeitsmarkt bewährt. Bauingenieure arbeiten sowohl in der Neubauplanung und Bemessung als auch in der Bauleitung, Projektsteuerung oder dem Controlling in verantwortlichen Positionen in Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauverwaltungen. Der Beruf ermöglicht den beruflichen Aufstieg in der Bauunternehmung und der Verwaltung ebenso wie eine berufliche Selbständigkeit mit einem Ingenieurbüro. 

Arbeitsmarktsituation und Einstiegsgehälter?

Informationen zur Arbeitsmarktsituation finden Sie unter http://www.bauindustrie.de/

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Bachelorabschluss

Im Anschluss an ein Bachelorstudium des Bauingenieurwesens können Sie an der TH Nürnberg ein Masterstudium absolvieren. Folgende akkreditierte Masterstudiengänge werden angeboten: Master Internationales Bauwesen sowie Master Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen).

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Für dieses Bachelorstudium gibt es formale Anforderungen, die Sie zwingend erfüllen müssen, um das Studium antreten zu können. Außerdem gibt es eine Reihe persönlicher Anforderungen, die Sie erfüllen sollten.

Formale Anforderungen

  • Erforderliche Sprachnachweise:

    Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

    • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 2)

    • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 4 in allen 4 Prüfungsteilen)
    • Telc Deutsch C1 Hochschule

    Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

Persönliche Anforderungen

  • Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen
  • Spaß am Organisieren, Teamarbeit und Mitarbeiterführung
  • Bauingenieurinnen und Bauingenieure suchen nachhaltige technische Lösungen für konkrete Probleme und Fragen aus den Bereichen Bauwerke, Versorgung, Infrastruktur und Mobilität sowie Wasserbau und Umwelt.

Häufige Stolpersteine

  • Mathematik
  • Baumechanik

Erfülle ich diese Anforderungen und wie kann ich mich vorbereiten?

Sie sind sich nicht sicher, ob Bauingenieurwesen der richtige Studiengang für Sie ist? Die TH Nürnberg bietet Ihnen zahlreiche Angebote, die Ihnen dabei helfen, genau das herauszufinden.

Studiengangstest

Sie können direkt online überprüfen ob dieser Studiengang zu Ihren Fähigkeiten und Interessen passt.

Studienberatungsportal

Sie möchten sich am liebsten anonym, online und sprechzeitenunabhängig informieren und beraten lassen?

Studienberatungsportal

Studienberatung

Sie suchen individuelle Beratung und Unterstützung bei Studienorientierung und Studienwahl. Dann können Sie sich gerne an unser Team der zentralen Studienberatung wenden.

Zentrale Studienberatung

Studienfachberatung

Sie möchten sich detaillierter über Inhalte einzelner Fächer des Studiengangs Bauingenieurwesen informieren. Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.

Beratung auf Veranstaltungen

  • Einmal im Jahr, immer am letzten Mittwoch und Donnerstag im September, finden an der TH Nürnberg die großen Studieninfotage statt. Dort werden alle Bachelorstudiengänge ausführlich vorgestellt.
    Studieninformationstage der TH Nürnberg
  • Die TH Nürnberg ist natürlich auch auf vielen Messen zur Studienwahl mit einem Infostand vertreten. Dort können Sie sich von Studierenden und Studienberatern ausführlich zu allen Studiengängen der TH Nürnberg beraten lassen. Eine Übersicht der Messen, bei denen wir regelmäßig mit dabei sind, finden Sie hier.
    Messen zur Studienwahl