Sondermodelle

Die Technische Hochschule Nürnberg und die Berufsschule Erlangen haben gemeinsam ein Verbundstudium entwickelt, welches ein wissenschaftliches Studium der Betriebswirtschaft mit einer neuen Form der Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann (IHK) verbindet. Die klassischen Ausbildungsinhalte werden hierbei um gewerblich-technische Kompetenzen erweitert und die Absolventinnen und Absolventen des Verbundmodells befähigt, die Herausforderungen der Digitalisierung und die virtuelle Vernetzung der Produktionsprozesse (Industrie 4.0) zu bewältigen.

Das Studium der Betriebswirtschaft

Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft bewirkt einen ständigen Wandel der internationalen Märkte. Diese aktive Weltökonomie erfordert auf lange Sicht hochqualifizierte Wirtschaftsexpertinnen und -experten sowie Managerinnen und Manager, die mit Weitblick an einer stabilen Zukunft arbeiten. Ziel des Studiums ist es, Studierenden auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse anwendungsbezogene Inhalte der Betriebswirtschaft zu vermitteln. Neben der Vermittlung von Fachkenntnissen werden auch soziale und methodische Kompetenzen sowie Schlüsselqualifikationen gefördert, die zur Persönlichkeitsbildung und Führungsfähigkeit beitragen. Mit Hilfe der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sind Studierende in der Lage Problemlösungen selbständig zu erarbeiten, Führungsaufgaben in Wirtschaft und Verwaltung zu übernehmen oder unternehmerisch bzw. freiberuflich tätig zu werden.

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Besonderheiten des Verbundstudiums Betriebswirtschaft (B. A.) + Industriekaufmann/-frau (IHK)

  • Enge Verknüpfung einer weiterentwickelten Berufsausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium der Betriebswirtschaftslehre
  • Breite betriebswirtschaftliche Schwerpunktausbildung: Drei Schwerpunkte aus insgesamt 16 möglichen Schwerpunkten
  • Umfangreiche Anrechnung von Leistungen aus der Berufsausbildung auf Prüfungsleistungen der Hochschule
    (28 ECTS): Hierdurch ist eine Verkürzung des Studiums auf 6 Semester möglich.
  • Regelmäßige Reviews des Verbundstudiums der TH Nürnberg und der Berufsschule Erlangen mit den dualen Partnerunternehmen.

Die Ausbildung Industriekauffrau/Industriekaufmann (IHK)

Neben den IHK-prüfungsrelevanten kaufmännischen Inhalten werden an der Berufsschule Erlangen spezielle gewerblich-technische Inhalte unterrichtet. Diese gehen weit über die Inhalte des Rahmenlehrplanes Industriekaufmann/-frau hinaus,
grenzen diese Ausbildung von der klassischen Beschulung der Industriekaufleute deutlich ab und stellen somit einen
erheblichen beruflichen Mehrwert dar.

Wahlmodule

  • Additive Fertigungsverfahren
  • Grundlagen der Metalltechnik
  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • IT Softwareentwicklung
  • IT System-Administrator
  • Projektmanagement
  • Process Mining
  • ERP – SAP4school Beschaffung und Absatzprozesse

Stundentafel (Stunden pro Woche)

  Jahrgangsstufe
  10 11 12
Englisch 3 1 -
Allg. Wirtschaftslehre + Politik und Gesellschaft 6 1 1
Kaufm. Steuerung und Kontrolle 8 2 2
Betriebswirtschaftliche Geschäftsprozesse, Einbindung von
ERP Systemen (z.B. SAP)
14 2 2
Gewerblich-technische Wahlpflichtmodule 8 2 2
Projektarbeit / Projekt - - 1

 

Ablaufplan

Ablaufplan

Die Technische Hochschule Nürnberg und die Staatliche Berufsschule Erlangen haben gemeinsam ein Verbundstudium entwickelt, welches ein wissenschaftliches Studium der Elektro- und Informationstechnik, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Verfahrenstechnik mit einer Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/-in Fachrichtung Anwendungsentwicklung (IHK) verbindet.

Hierfür wurde vom Bayerischen Kultusministerium eine Sonderklasse für dual Studierende an der Berufsschule
Erlangen genehmigt. Im Unterschied zu einer klassischen Ausbildung findet der Unterricht eines gesamten Schuljahres
(35 Wochen) nicht gleichmäßig über drei Jahre verteilt statt, sondern in stark komprimierter Form hauptsächlich
im ersten Lehrjahr: Innerhalb von 16 Wochen Blockunterricht eignen sich die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen der Lehrplanrichtlinie in großen Teilen an. Sie schaffen damit optimale Voraussetzungen für die IHK Abschlussprüfung Teil 1 sowie den Beginn des Studiums im zweiten Jahr. Der Schulbesuch wird nach dem vierten Studiensemester mit einem zweiwöchigen Block und dem Erwerb eines Abschlusszeugnisses der Berufsschule komplettiert. Im Anschluss legen die Auszubildenden die
schriftliche IHK Abschlussprüfung Teil 2 ab. Der Berufsschulunterricht ergänzt und unterstützt auf diese Weise ideal Berufsausbildung plus Studium: Das solide, praxisnahe Grundwissen der Informatik trägt durch das Studium und die IHK Abschlussprüfungen. Zusätzlich werden von der Ohm bis zu 33 ECTS aufgrund des Berufsschulunterrichts angerechnet.

Stundentafel (Stunden pro Woche)

  Jahrgangsstufe
  10 11 12
Blockwochen 16 0 2
       
Fächer / Lernfelder Fachlicher Unterricht Wochenstunden
Englisch 1 0 2
Betriebs- und gesamtwirtschaftliche Prozesse 4 0 0
IT-Technik 8 0 0
IT-Systeme 10 0 6
Anwendungsentwicklung und Programmierung 14 0 9
IT-Projekt 0 0 22
Politik und Gesellschaft 2 0 0

Ablaufplan

Ablaufplan Fachinformatiker
Eine individuelle Studienzeitverkürzung auf 4 Jahre ist möglich.