Startschuss für den Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) war das Wintersemester 2013/14 und er hat sich seitdem fest an der Fakultät Betriebswirtschaft etabliert. Der konsekutive Studiengang baut auf dem Bachelor durch anwendungsbezogene Lehre auf und vertieft das Grundlagenwissen.

Verständnis in den speziellen Bereichen des nationalen und internationalen Wirtschafts- und Unternehmensrechts mit seinen europäischen Bezügen wird vermittelt. Der Studiengang Master of Laws wendet sich an Absolventinnen und Absolventen der Betriebswirtschaft, des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsrecht (LL.B.) sowie auch an Juristinnen und Juristen mit Erstem Staatsexamen.

Abschluss
Master of Laws
Regelstudienzeit
3 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Besonderheiten

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) bietet an der TH Nürnberg einen breit gestreuten Fächerkatalog mit neun Pflichtfächern aus dem gesamten Unternehmensrecht an. Nach dem Abschluss des Studiengangs sind die Studierenden in der Lage, in allen Führungspositionen eines Unternehmens (Einkauf, Vertrieb, Finanzierung, Marketing etc.) rechtssichere Entscheidungen zu treffen und entsprechende Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter/innen zu übernehmen. Aufgrund der guten Kontakte der TH Nürnberg zu ausländischen Hochschulen können auch Auslandserfahrungen durch Absolvieren eines Auslandssemesters gefördert werden. Die praxisbezogene Lehrweise, welche durch die Einbindung von Lehrbeauftragten stets gesichert ist, sowie die Arbeit in Kleingruppen tragen zu einem besonders positiven Lernklima bei. 

Interessante Zahlen und Daten

Aktuell gibt es ca. 80 Studierende im Studiengang (Stand Wintersemester 2016/2017); Pro Semester beginnen durchschnittlich etwas mehr als 20 Studierende mit dem Studium. 

Studienbeginn
Wintersemester oder Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 31.05.2019
Für das Sommersemester: 15.11.2019 bis 15.12.2019
Zuständige Fakultät
Betriebswirtschaft
Akkreditiert

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) an der TH Nürnberg umfasst drei Semester Regelstudienzeit und ist in vier Studienabschnitte unterteilt.

Aufbau des Studiums

Module Generale

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Juristinnen/Juristen zu belegen

Lernziele

Erlernen der Fähigkeiten zum Verstehen der Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft und der daraus resultierenden konstitutiven, institutionellen und entscheidungsorientierten Handlungsalternativen. Anwendung betriebswirtschaftlicher Modelle, Konzepte und Lösungsansätze zur Lösung von Managementaufgaben im Rahmen von Fallbeispielen. Trainieren von Methoden der Entscheidungsvorbereitung und Entscheidungsfindung im betriebswirtschaftlichen Umfeld.

Inhalt

  • Einführung
  • Ziele, Kennzahlen, Strategien, Unternehmensethik
  • Produktionsfaktoren
  • Art und Aufbau von Unternehmen
  • Größe und Wert von Unternehmen
  • Betriebliche Funktionen
  • Standort
  • Rechtsformen
  • Unternehmenszusammenschlüsse

Freiwillige Teilnahme am Unternehmensplanspiel möglich: Das Unternehmensplanspiel ist eine computergestützte Wirtschaftssimulation. Es kann als praxisorientierte Ergänzung zur Vorlesung Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre betrachtet werden. Das Entscheidungstraining sowie der Simulationsteil können auch im E-Learning-Modus durchgeführt werden

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Wirtschaftswissenschaftlerinnen/Wirtschaftswissenschaftlern zu belegen.

Lernziele

Ziel des Kurses ist es, die Methodenlehre in der Rechtswissenschaft einzuüben, das juristische Denken in Anspruchsgrundlagen zu trainieren und das Verständnis der aktuellen Rechtsprechung zu vertiefen. Die Studierenden sind in der Lage, den klassischen Rechtsfall zu strukturieren, die Anspruchsgrundlagen methodisch zu beherrschen, den Unterschied zwischen Gutachten- und Urteilsstil zu erkennen und den Gutachtenstil auch in neuen und unvertrauten Situationen sicher anzuwenden. Überdies sollen die Studierenden die unterschiedlichen verfahrensrechtlichen und normativen Strukturen von Öffentlichem Recht und Privatem Recht verstehen.

Inhalt

In der Lehrveranstaltung werden die einzelnen Methoden der Rechtswissenschaft besprochen und Einblicke in die Rechtstheorie gegeben. Anhand dieser Kenntnis werden juristische Lösungen zu aktuellen Fällen aus dem Wirtschaftsprivatrecht entwickelt. Die Methodenlehre dient als Ausgangspunkt für das wissenschaftliche Arbeiten, so dass die Grundlagen für die Bearbeitung juristischer Themen im Kontext eingeübt werden. Besonderer Wert wird auch auf die korrekte juristische Zitierweise im juristischen Wissenschaftsbetrieb gelegt. In praxisorientierten Rechtsfällen wird die klassische Struktur von Musterlösungen geübt.

Gliederung:

  1. Abschnitt: Aufbau der Rechtsordnung (europäisches Recht und deutsches Recht, Privatrecht und öffentliches Recht, Gerichtsbarkeiten)
  2. Abschnitt: Juristische Methodenlehre (wörtliche Auslegung, grammatikalische Auslegung, historische Auslegung, teleologische Auslegung einschließlich teleologischer Reduktion)
  3. Abschnitt: Aktuelle Fallbeispiele unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Urteile des Öffentlichen Rechts und des Wirtschaftsrechts
  4. Abschnitt: Besonderheiten des europäischen Rechts und sonstigen Rechts – methodisches Vorgehen, Konkurrenzen, etc.
  5. Abschnitt: Wiederholung und Vertiefung des BGB AT und BGB BT
  6. Abschnitt: Wissenschaftliches Zitieren
  7. Abschnitt: Verfahrensrecht – Formen außergerichtlicher Streitbeilegung - Exkursion zum AG/LG Nürnberg

Das Modul schließt mit einer schriftlichen Prüfung im Gutachtenstil ab.

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Wirtschaftsjuristinnen/Wirtschaftsjuristen zu belegen.

Lernziele

Die Studierenden erhalten einen Einblick in das englische Rechtssystem mit Vergleichen zum deutschen Rechtssystem. Ziel ist es, den Teilnehmern vertieftes Problembewusstsein für die Gestaltung internationaler Verträge zu vermitteln. Des Weiteren werden Grundkenntnisse in der Taktik der Verhandlungsführung vermittelt und trainiert.

Inhalt

English Common Law

I. Classification of English Law

II. Sources of English Law

III. Common law legal systems

IV. What is a contract?

  1. Offer and acceptance
  2. Intention to create legal relations
  3. Consideration or deed
  4. Form
  5. Capacity to contract
  6. Questions / case study

V. What is the content of the contract?

  1. Express terms and implied terms
  2. Conditions, terms and warranties
  3. Exemption clauses
  4. Interpretation
  5. Questions / case study

VI. Discharge of contract

  1. Performance
  2. Breach
  3. Frustration
  4. Remedies for breaches of contract
  5. Questions / case study

VII. What is the role of third parties?

  1. General rule of privity of contract
  2. Exceptions to the rule of privity
  3. Questions / case study

VIII. The Organisation of the Royal Courts

  1. The inferior courts
  2. The superior courts

IX. The legal profession

  1. Barristers
  2. Solicitors
  3. Judges

 X. What makes a contract void or voidable?

XI. How does a contract come to an end?

XII. Tort Law

  1. The term “tort”
  2. Trespass
  3. Nuisance
  4. Negligence
  5. Strict liability
  6. Questions / case study

XIII. Property Law

XIV. Law of Trust

XV. Family Law

XVI. Law of Succession

B. Negotiation Skills

I. Competitive Negotiation

  1. Principles of competitive negotiation
  2. Competitive negotiation strategies
  3. Questions / case study

II. Cooperative Negotiation: The Harvard-Concept

  1. Principles of cooperative negotiation
  2. 4 basic principles of Harvard Concept
  3. Questions / case study

III. Mediation

  1. Concept and basics
  2. Procedural conditions
  3. Aims
  4. Phases
  5. Area of application
  6. Legal Framework
  7. Questions / case study

Pflichtmodule Wirtschaftsrecht

Lernziele

Fachkompetenz:
Die Studierenden kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Kapitalgesellschaftsformen aus Sicht der Gesellschafter und der Leitungsorgane, insbesondere die Unterschiede zwischen Satzungsfreiheit und Satzungsstrenge. Sie sind in der Lage, komplexe Gestaltungsoptionen (insb. im GmbH-Recht) eigenständig anzuwenden und strategische Entscheidungen bei der Rechtsformwahl und bei Organstreitigkeiten zu treffen. Sie verstehen die Relevanz von Minderheitenschutz. Die Studierenden können die Rechtsform-Konkurrenz im Ausland eigenständig analysieren und neue Rechtsformen systematisch einordnen.

Lern- und Methodenkompetenz:
Die Studierenden können eine komplexe Aufgabenstellung aus dem Gesellschaftsrechts inner- halb vorgegebener Zeit in wissenschaftlich fundierter Weise selbstständig bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht dar- stellen. Sie vertiefen die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens und können diese korrekt als Hintergrund für die Masterarbeit anwenden.

Sozialkompetenz:
Die Studierenden können in Gruppendiskussionen ihre auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis gewonnenen Ergebnisse verteidigen und ihre eigene Meinung sicher vertreten.

Inhalt

Die Kursteilnehmer/innen nehmen an einer mündlichen Verhandlung beim Landgericht Nürnberg/Fürth (Kammer für Handelssachen) teil. Jeweils im Sommersemester besteht Gelegenheit zur Exkursion an den BGH. Sie wiederholen anhand der Personengesellschaften wichtige allgemeine Regelungen des Gesellschaftsrechts und vertiefen anhand von aktuellen Fallbeispielen aus der Rechtsprechung folgende Themengebiete:

1. GmbH und UG (haftungsbeschränkt)

  • Gründung (Satzungsspielräume, BGH-Rechtsprechung, MoMiG); Schutz der Minderheitengesellschafter
  • Finanzierung (Kapitalerhöhungsmaßnahmen, Kapitalschnitt, Gesellschafterdarlehen, Cash-Pooling)
  • Liquidation (Bezug und Abgrenzung zum Insolvenzrecht)

2. Aktiengesellschaft

  • Gründung (Satzungsstrenge, Verfahren, Börsengang, Bezug zum Kapitalmarktrecht)
  • Organe (Aufgaben, Kompetenzstreitigkeiten)
  • Corporate Governance
  • Finanzierung (Kapitalerhöhung, Beschlussanfechtung, Freigabeverfahren)
  • Mitbestimmung nach MitbestG, DrittelbetG (Bezug zum Arbeitsrecht – BetrVG)

3. KGaA

  • Organe
  • Mischformen und Besonderheiten

4. Societas Europaea (SE)

  • Gründung
  • Mitbestimmungsmodelle

5. e.G, VVaG, Stiftung, Mischformen

6. Rechtsformen innerhalb der EU (z.B. die englische private limited company (Ltd.), die PLC sowie die LLP) Bezug zur Niederlassungsfreiheit

7. Internationales Gesellschaftsrecht (US-Amerikanisches und Englisches Recht, Konfliktrecht)

8. Wiederholung und Vertiefung: Technik des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Quellenanalyse, Aufbau und Gliederung einer Studienarbeit, Zitierweise)

Lernziele

Die Studierenden können die Insolvenz eines Unternehmens gestaltend begleiten. Sie kennen außergerichtliche und insolvenzrechtliche Instrumente, um Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Die Studierenden sind dadurch in der Lage, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen, insbesondere strafbares Verhalten im Vorfeld einer Insolvenz zu vermeiden. Die Studierenden gewinnen Einblicke in die unterschiedlichen Interessenlagen der an einer Insolvenz Beteiligten. Sie kennen die rechtlichen Schritte, die im Fall der Insolvenz eines Vertragspartners erforderlich sind. Die verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen (Unternehmen, Organe, Gläubiger, Staat, Sozialversicherungsträger, Insolvenzverwalter) fördern die Transferleistungs- und Problemlösungskompetenz in Krisensituationen. Der Zusammenhang zum Kapitalgesellschaftsrecht wird erfasst. Die Studierenden können insolvenzrechtliche Probleme eigenständig und auf wissenschaftlicher Grundlage lösen. In Rollenspielen schulen die Studierenden ihre Führungs- und Konfliktkompetenz.

Inhalt

Die Kursteilnehmer/innen erarbeiten (unter Anleitung eines Insolvenzrichters, eines Insolvenzverwalters sowie einer Professorin) anhand von hochaktuellen Fallstudien aus der Unternehmenspraxis folgende Themengebiete:

1. Krisenverlauf eines Unternehmens aus juristischer Sicht

2. Haftungsrechtliche Risiken in der Krise

  • Strafrechtliche Konsequenzen für Leitungsorgane (Insolvenzverschleppung § 15a InsO, Untreue § 266 StGB, Insolvenzdelikte § 283 StGB, Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen § 266a StGB, Betrug § 263 StGB, Verletzung von Buchführungspflichten § 283 b StGB, Strafbarkeit im Unternehmen – Organhaftung § 14 StGB)
  • Zivilrechtliche Regressansprüche gegenüber den Leitungsorganen bei Insolvenzverschleppung, Zahlungsverbote in der Krise, Existenzvernichtungshaftung
  • Strafrechtliches Handeln von Gesellschaftern
  • Risiken für Banken (Kreditsicherungsrecht: Sittenwidrigkeit, Schuldnerknebelung, Prioritätsprinzip)
  • Gesellschaftsrechtliche Risiken (eigenkapitalersetzendes Darlehen, Unterbilanzhaftung, Cash-Pooling, § 826 BGB); Bezug zum Kapitalgesellschaftsrecht

3. Eröffnungsgründe

  • Zahlungsunfähigkeit und drohende Zahlungsunfähigkeit
  • Überschuldung
  • Beseitigung der Eröffnungsgründe (Beseitigung der Straf- barkeit)

4. Das Eröffnungsverfahren seit ESUG

  • Fremd- und Eigenantrag, vorläufige Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren
  • Zuständigkeit des Insolvenzgerichts (COMI, EuInsVO)
  • Sicherungsmaßnahmen
  • Abweisung mangels Masse

5. Das Insolvenzverfahren

  • Rechtliche Folgen
  • Gläubigertypen
  • Wahlrecht bei gegenseitigen Verträgen
  • Arbeitsverträge
  • Mietverträge
  • Gesellschafterleistungen
  • Insolvenzanfechtung
  • Verwertung von Sicherheiten und Masseverteilung

6. Restrukturierung durch Insolvenzplan

Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage, in allen Bereichen unternehmerischer Tätigkeit Vertragsverhandlungen zielorientiert zu begleiten und auch in neuen und unvertrauten Situationen auf wissenschaftlicher Grundlage Verträge rechtssicher, gegebenenfalls unter Mithilfe außenstehender Experten, zu gestalten. Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Aushandeln von nationalen und internationalen Verträgen, begreifen die vertragsübergreifenden Zusammenhänge des Wirtschaftsrechts und können unwirksame Klauseln erkennen und vermeiden. Sie beherrschen die grundlegenden Methoden der Vertragsgestaltung in der Privatwirtschaft und können eigene interdisziplinäre Lösungsansätze entwickeln. Sie sind befähigt, eigenständig nationale und internationale Projekte in einem interdisziplinären Umfeld zu begleiten und rechtliche Konflikte im Vorfeld zu beseitigen. Sie erkennen den Zusammenhang zu außergerichtlichen Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Inhalt

Die Studierenden erarbeiten anhand von Praxisbeispielen und aktuellen Fällen aus der Rechtsprechung folgende Themengebiete:

1. Grundlagen der Vertragsgestaltung

  • Definition
  • Abgrenzung
  • Personen der Vertragsgestaltung
  • Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen
  • Einzelne Schritte der Vertragsgestaltung
  • Internationale Sachverhalte

2. Praxis der Vertragsgestaltung

  • Struktur des Rechtsgeschäfts (Form, Sprache, allgemeine Strukturüberlegungen)
  • Grundaufbau (Eingang, Präambeln, Form- und Rechtswahlvereinbarungen bei internationalen Verträgen, Vereinbarung der Rechte und Pflichten, Gesetzliche und vertragliche Störfallvorsorge, Erfüllungs- und Vollzugshandlungen, Absicherung der Erfüllungshandlungen, Anpassungs-, Konflikts- und Lösungsklauseln, Informations- und Belehrungspflichten, Schlussbestimmungen)

3. Grenzen der Vertragsgestaltung

  • Zwingendes Recht
  • Gesetzliche Verbote
  • Sittenwidrige Gestaltungen
  • Grundsatz von Treu und Glauben
  • Klauselverbote
  • Steuerlicher Gestaltungsmissbrauch

Lernziele

Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Forderungsdurchsetzung. Sie können die Kosten- und Nutzeneffekte bei der Forderungseintreibung aus unternehmerischer Sicht abwägen. Sie wissen um alternative Streitbeilegungsmethoden und können im Bereich der Forderungsdurchsetzung unter Abwägung der erlernten Kriterien eigenständige Lösungen ausarbeiten und unternehmerische Entscheidungsprozesse optimieren. Die Befassung mit ADR-Instrumenten fördert die Sozialkompetenz, Konflikte einvernehmlich zu lösen. Die Studierenden können den Zusammenhang zu einer konfliktvermeidenden Vertragsgestaltung herstellen.

Inhalt

Die Kursteilnehmer erarbeiten anhand von Praxisbeispielen und Fallstudien folgende Themengebiete:

1. Schlüssel des Forderungsmanagements

  • Forderung
  • Gläubiger und Schuldner
  • Mehrheit von Gläubigern und Schuldnern

2. Materiellrechtliche Folgen der Nichtleistung

  • Verzug, Verzugszinsen
  • Schadensersatz statt der Leistung

3. Außergerichtliche Durchsetzung

  • Mahnung
  • Beauftragung eines Rechtsanwalts
  • Inkassounternehmen
  • Factoring

4. Gerichtliche Durchsetzung und alternative Verfahren

  • Mahnverfahren, Schlichtung, Schiedsverfahren, Alternative Dispute Resolution, Mediation (Wirtschaftsmediation)
  • Klageerhebung
  • Das Verfahren bis zum Urteil

5. Zwangsvollstreckung

  • Arten der Zwangsvollstreckung
  • Aktuelle Reformen
  • Einstweiliger Rechtsschutz

6. Verjährung

Lernziele

Fachkompetenz:
In juristischen Lehrveranstaltungen wird traditionell überwiegend materielles Wissen an Hand von Fällen vermittelt. Die methodischen Kompetenzen, die die Studierenden in den juristischen Lehrmodulen, einschließlich des Moduls „Methoden der Rechtswissenschaft“ erwerben, beschränken sich auf die Methodik der Fallbearbeitung nach Anspruchsgrundlagen in Form des Justizsyllogismus.
Nach Abschluss dieser Veranstaltung besitzen die Studierenden ein vertieftes Verständnis für einen weiteren Teilbereich des rechtswissenschaftlichen Arbeitens: Der Kunst der reichhaltigen argumentativen Rede („advocacy skills“), einer Schlüsselqualifikation, die heute sowohl für rechtsberatende Berufe wie auch wissenschaftliche Berufsfelder von wesentlicher Bedeutung ist.

Lern-/ Methodenkompetenz:
Nach einer methodischen Einführung sind die Studierenden in der Lage weitgehend eigenständig einen Vortrag über ein komplexes rechtswissenschaftliches Thema zu entwickeln, den sie im Anschluss kooperativ reflektieren. Sie können dadurch, begleitet vom Dozenten, ihre rechtswissenschaftliche Arbeits- und Ausdrucksweise, sowie ihre Überzeugungskraft evaluieren und weiterentwickeln.

Selbstkompetenz:
Studierende können ihre eigenen Stärken und Schwächen einschätzen und ergründen ihr Entwicklungspotenzial hinsichtlich ihrer rechtswissenschaftlich-rhetorischen Fähigkeiten.

Sozialkompetenz:
Studierende arbeiten kooperativ und verantwortlich in Gruppen zusammen. Sie können Kommilitonen nach ihrer rechtswissenschaftlichen Präsentation substantiiertes und wertschätzendes Feedback geben.

Inhalt

  • Charakteristika rechtswissenschaftlichen Arbeitens und juristischer Rhetorik jenseits der Methodik der Fallbearbeitung
  • Aristotelische Topik in der Rechtswissenschaft: Die Kunst der reichhaltigen argumentativen Rede mit dialektischen Schlüssen
  • Dialektik: Das moderne dynamische Modell These-Antithese-Synthese als "Bewegungsstufen" (Hegel)
  • Kritik der Theorie des rein rationalen Diskurses bei der juristischen Begründung
  • Rhetorische Stilelemente
  • Nonverbale und paraverbale Kommunikation
  • Systematische Literaturrecherche mit Datenbanken und Webarchiven
  • Literaturverwaltung und Wissensorganisation
  • Juristische Vorträge mit PowerPoint-Präsentation: Visualisierung vs. Textfolien
  • Bilder, Filme, Zitate in PowerPoint-Präsentationen: Verletzung von Urheberrechten?

 

 

Lernziele

Fachkompetenz:
Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Studierenden die Varian-ten außergerichtlicher Streitbeilegung wie Moderation, Mediation, Schlichtung, privates Schiedsverfahren und Adjudikations-verfahren kennen und ein vertieftes Verständnis für die Moderation zu besitzen. Die Infragestellung des Gerichtsprozesses als tradiertes Instrument rechtsstaatlicher Konfliktbeilegung gehört zu den reizvollsten Themen der Gegenwart. Unternehmen sind zunehmend ökonomisch miteinander verflochten. Die Lösung partieller Konflikte durch außergerichtliche Streitbeilegung gefährdet weit weniger die wertvolle Geschäftsbeziehung als eine gerichtliche Auseinandersetzung mit „Verlierern“ und „Gewinnern“. Da die Moderation neben Mediation und Schlichtung in allen Rechtsbereichen eine große Rolle spielt, ist es für die Studierenden unerlässlich, Moderationstechniken zur Konfliktentschärfung oder -beilegung zu erlernen. Nach Abschluss dieses Workshops verstehen und beherrschen Studierende die we-sentlichen Methoden der Konfliktlösung ohne gerichtliche Entscheidung durch Verhandeln und Moderation.

Lern-/ Methodenkompetenz:
Die Studierenden können die Lerninhalte nach einer Einführung in die wesentlichen Techniken der moderativen Gesprächsfüh-rung selbstständig in Rollenspielen und Gruppenarbeiten umsetzen und reflektieren. Studierende setzen sich, begleitet vom Dozenten, aktiv und handlungsorientiert mit der Moderation als Alternative zu Gerichtsverfahren auseinander.

Selbstkompetenz:
Studierende schätzen ihre eigenen Stärken und Schwächen ein und ergründen ihr Entwicklungspotenzial hinsichtlich ihrer Kompetenzen als Moderator. Die Studierenden können Kommunikationsmuster und gruppendynamische Entwicklungen identifizieren und daraus eigene Strategien bei der Konfliktmoderation entwickeln.

Sozialkompetenz:
Studierende arbeiten kooperativ und verantwortlich in Rollenspielen zusammen. Sie können Kommilitonen nach ihrer Moderation substantiiertes und wertschätzendes Feedback geben.

Inhalt

  • Gerichtliche und außergerichtliche Streitbeilegung
  • Überblick über die Varianten der außergerichtlichen Streitbeilegung: Moderation, Mediation, Schlichtung, private Schiedsverfahren und Adjudikationsverfahren
  • Theoretische Grundlagen und Grundprinzipien der Moderation
  • Basistechniken der Moderation
  • Verfahrensablauf (5-Phasen-Modell)
  • Zielführende Fragetechniken
  • Herausfiltern von Kernaussagen und inhaltliche Klärung bei Unklarheiten und Widersprüchen
  • Visualisierung und Dokumentation der Ergebnisse
  • Vor- und Nachteile der Moderation

Lernziele

Im Rahmen eines auf Fallstudien basierenden Seminars erlernen die Studierenden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kapitalmarktrechts. Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Kapitalmarktprodukte und deren Risiken. Die Studierenden begreifen den Zusammenhang von aktueller europäischer und nationaler Rechtssetzung im Bereich des Kapitalmarkrechts. Sie sind in der Lage, die verschiedenen Regelungsmaterien im Kapitalmarkt auch in unvertrauten Situationen eigenständig einzuordnen und zu erklären. Sie stellen den Zusammenhang zu einzelnen Rechtsformen der Vorlesung Kapitalgesellschaftsrechts her. Die Studierenden erwerben insbesondere die Befähigung, unternehmerische Entscheidungen der Unternehmensfinanzierung in ökonomischer und rechtlicher Hinsicht sachgerecht zu unterstützen.

Inhalt

Die Studierenden lernen anhand von Fällen rechtliche Chancen und Risiken zu folgenden Themengebieten des Kapitalmarktrechts kennen:

1. Grundlagen des Kapitalmarkts

  • Rechtsquellen (Europäisches Recht, nationales Recht)
  • Märkte (geregelter Markt, Grauer Kapitalmarkt)
  • Kapitalmarktprodukte
  • Kapitalmarktaufsicht

2. Börse und andere Handelssegmente

  • Organisation
  • Börsengang
  • Prospektpflicht, Prospekthaftung

3. Marktzugangsfolgen

  • Insiderrecht
  • Ad-hoc-Mitteilungen
  • Offenlegungspflichten (director´s dealings)

4. Verbot der Marktmanipulation

5. Veröffentlichungspflichten bei Anteilsveränderungen

6. Übernahmerecht

7. Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz

8. Straftaten, insbesondere Insiderkriminalität (§§ 38, 39 WpHG)

Lernziele

Im Rahmen eines auf Fallstudien basierenden Seminars erfassen die Studierenden die Relevanz privater Versicherungen im Hinblick auf ihre gesellschaftsrechtliche, politische und soziale Bedeutung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Versicherungsrechts werden eingeübt. Die Studierenden trainieren anhand von Praxisfällen die Grenzen und Risiken der Vertragsgestaltung im Versicherungswesen.

Inhalt

  1. Rechtsquellen des Versicherungsrechts
  2. Grundbegriffe
  3. Versicherungsvertrag und Versicherungsbedingungen
  4. Pflichten des Versicherungsnehmers
  5. Pflichten des Versicherers
  6. Versicherungsaufsichtsrecht
  7. Versicherungsunternehmensrecht

Lernziele

Fachkompetenz:
Nach Abschluss dieser Veranstaltung besitzen die Studieren-den ein vertieftes Verständnis für das deutsche Arbeitsrecht. Sie können in der modernen Arbeitswelt, die durch eine zunehmende Globalisierung, Digitalisierung und Liberalisierung geprägt ist, auch bei neuen und unvertrauten Herausforderungen rechtssichere Lösungen erarbeiten.
Bei grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnissen sind sie in der Lage, Problemstellungen des internationalen Arbeitsrechts früh-zeitig zu erkennen und auf wissenschaftlicher Grundlage rechtssicher zu lösen.
Durch die Beschäftigung mit dem geltenden Recht (lege lata) und dem zukünftigen Recht (lege ferenda) haben die Studieren-den ein tieferes Verständnis für die Rechtsdogmatik und die Rechtspolitik erlangt, die dem Arbeitsrecht zugrunde liegen. Die Studierenden haben die Fähigkeit entwickelt, arbeitsrechtliche Risiken und strafrechtliche Folgen durch Compliance-Strategien zu vermeiden.

Lern-/ Methodenkompetenz:
Die Studierenden können nach einer Einführung auch kom-plexe Aufgabenstellungen aus dem deutschen und dem internationalen Arbeitsrecht innerhalb vorgegebener Zeit in wissenschaftlich fundierter Weise selbstständig bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darstellen. Sie haben die gefestigte Fähigkeit, Literaturansichten und Entscheidungen analytisch-kritisch zu untersuchen und darauf aufbauend eigene Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Im Rahmen der juristischen Fallbearbeitung beherrschen sie in fortgeschrittener Weise den Gutachtenstil.

Selbstkompetenz:
Studierende können ihre eigenen Stärken und Schwächen im Hinblick auf ihre Kompetenz, Fragestellungen des deutschen und internationalen Arbeitsrechts zielorientiert zu lösen, einschätzen. Sie können den eigenen Lernfortschritt reflektieren und Ziele für die eigene Entwicklung ausarbeiten.

Sozialkompetenz:
Die Studierenden können komplexe fachbezogene Inhalte klar und zielgruppengerecht präsentieren und argumentativ vertreten. Sie können hierbei verschiedene Ansichten gegenüberstellen sowie in Diskussionen ihren Standpunkt rechtswissenschaftlich untermauern.

Inhalt

Deutsches Arbeitsrecht:

  • Fremdpersonaleinsatz (Arbeitnehmerüberlassung, Solo-Selbständige)
  • Aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht (Big-Data-Analysen im Personalbereich, Urlaubsrecht, Tarifrecht, Teilzeitrecht)
  • Arbeitsrechtliche Fragen der Restrukturierung und des Betriebsübergangs
  • Kündigung von Arbeitsverhältnissen - im Wandel der Rechtsprechung (Rechtsprechungsänderungen zu „alten“ Problemen) - und in Zeiten fortschreitender Digitalisierung (Arbeit 4.0)
  • Aktuelle Fragen zu befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Missbrauchskontrolle bei Kettenbefristungen
  • Compliance: Risikomanagement auf dem Gebiet des Arbeitsrechts

Internationales Arbeitsrecht:

  • Arbeitsrechtlich relevante Lehren des Internationalen Privatrechts
  • Die Rechtswahlfreiheit und ihre Einschränkungen
  • Objektives Vertragsstatut
  • Internationale Zuständigkeit

Lernziele

Einüben der Antragserfordernisse gegenüber den Verwaltungsbehörden bei Unternehmensgründungen. Erarbeiten von Lösungsansätzen der im Wirtschaftsverkehr relevanten Vorschriften des öffentlichen Rechts (Gewerberecht, Wirtschaftsverfassungsrecht, Verwaltungsverfahrensrecht). Vertiefen der Präsentationsfertigkeiten und der juristischen Argumentationsfähigkeit.

Inhalt

Die Kursteilnehmer üben anhand von Praxisbeispielen und Fällen folgende Themengebieten ein:

1. Aufbau und Organisation sowie Zuständigkeiten der öffentlichen Verwaltung

2. Das Verwaltungsverfahren

3. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit

4. Das Wirtschaftsverfassungsrecht

5. Das Gewerberecht

6. Weitere relevante Rechtsgebiete des Besonderen Wirtschaftsverwaltungsrechts

  • Gaststättenrecht
  • Handwerksrecht

7. Recht der Wirtschaftskammern

Lernziele

Die Lehrveranstaltung umfasst drei Themenbereiche. Im Rahmen der ersten beiden Themenbereiche „Grundlagen des deutschen Verfassungsrechts“ und „Einführung in das EU-Recht“ erwerben die Studierenden die für die tägliche Rechtsanwendung eines im Wirtschaftsrecht tätigen Praktikers notwendigen Kenntnisse des Grundgesetzes sowie des EU-Rechts. Im dritten Themenbereich „Vertragsgestaltung mit dem öffentlichen Auftraggeber“ werden anhand der Auftragsvergabe die für die Praxis wichtigen Grundsätze der Gestaltung und Verhandlung von Verträgen erarbeitet. Der Zusammenhang mit dem Thema Vertragsgestaltung wird hergestellt. Die erlernten Schlüsselqualifikationen werden in einer Präsentation eigenständig umgesetzt und vertieft. Dabei schulen die Studierenden ihre juristische Argumentations- und Kommunikationsfähigkeit in Gruppendiskussionen.

Inhalt

1. Grundlagen des deutschen Verfassungsrechts

  • Das Grundgesetz im deutschen Rechtssystem
  • Grundrechtlicher Schutz wirtschaftlicher Betätigung und Wirtschaftsverfassung

2. Einführung in das EU-Recht

  • Rechtsquellen des EU-Rechts und deren Verhältnis zum nationalen Recht
  • Schutz wirtschaftlicher Betätigung durch die Grundfreiheiten
  • Rechtsschutz

3. Vertragsgestaltung mit dem öffentlichen Auftraggeber

  • Grundlagen
  • Das Vergabeverfahren / Vertragsverhandlungen mit dem öffentlichen Auftraggeber
  • Der Vertragsschluss mit dem öffentlichen Auftraggeber
  • Rechtliche Gestaltungsformen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Auftraggeber und der Privatwirtschaft

Lernziele

Die Studierenden sind mit den Rahmenbedingungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft vertraut. Sie kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und Pflegedienstleister sowie deren Verhältnis zu anderen Leistungserbringern und zu Kostenträgern. Sie verstehen die juristischen Spezifika der Branche. Die Studierenden sind dadurch in der Lage, die bereits erworbenen betriebswirtschaftlichen und juristischen Kenntnisse eigenständig in Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens anzuwenden und problemlösend umzusetzen. In Rollen- und Fallbeispielen schulen die Studierenden ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Inhalt

  • Rechtsgrundlagen der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung
  • Krankenhausplanung und -finanzierung, Entgelt- und Pflegesatzverhandlung
  • Staatliche Aufsicht und Regulierung
  • Aufklärungspflicht und Pflegedokumentation
  • Behandlungs- und Pflegeverträge
  • Haftungsrecht
  • Berufs- und Strafrecht
  • Personal und Arbeitsrecht
  • Betreuung und Vorsorgeverfügungen
  • Kooperation mit Ärzten, Apotheken und anderen Leistungserbringern

Wahlpflichtmodule

  • English Law
  • Business English
  • Konzepte technischen Denkens
    a) Naturwissenschaftliche technische  Grundlage
    b) Technikfolgeabschätzung
  • Recht und Soziologie
    a) Gender in Wirtschaft und Gesellschaft
    b) Recht, Staat und Gesellschaft
  • Immaterialgüterschutz
    a) Gewerblicher Rechtsschutz
    b) Datenschutz
  • Kollektives Arbeitsrecht und Sozialrecht
    a) Kollektives Arbeitsrecht
    b) Sozialrecht
  • Bilanzsteuerrecht
  • Besteuerung der Personengesellschaften
  • Besteuerung der Kapitalgesellschaften und Konzernsteuerrecht
    a) Besteuerung der Kapitalgesellschaften
    b) Konzernsteuerrecht
  • Steuerliches Verfahrensrecht
  • Regulierte Märkte

Spezialisierungsrichtungen

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) an der TH Nürnberg ist bewusst breit gefasst, um sämtliche unternehmensrechtliche Bereiche abzudecken und eine vertiefte Behandlung der einzelnen Rechtsgebiete zu ermöglichen. Dies wird insbesondere durch die zahlreichen Lehrbeauftragten erreicht, die sich durch eine hohe fachliche Expertise in den speziellen rechtlichen Bereichen auszeichnen und dies praxisnah vermitteln. Durch die Wahl von drei Wahlpflichtmodulen besteht jedoch die Möglichkeit das eigene Studium individuell zu spezifizieren.

Masterarbeit

Im 3. Semester vertiefen Sie Ihre fachlichen Kenntnisse durch die Masterarbeit. Sie befassen sich selbstständig mit einem aktuellen, anspruchsvollen Forschungsthema. Es besteht die Möglichkeit, Ihre Masterarbeit an der Hochschule oder in externen Einrichtungen und Unternehmen durchzuführen.

Tätigkeitsfelder, Berufsbilder

Der Abschluss LL.M. qualifiziert für zahlreiche Berufsmöglichkeiten. Sei es in klassischen wirtschaftsjuristischen Schnittstellenfunktionen oder in typischen betriebswirtschaftlichen Berufsfeldern, die verstärkt einschlägige Rechtskenntnisse erfordern, wie z. B:

  • Wirtschaftsjurist im Vertragsmanagement (m/w)
  • Personalreferent (m/w)
  • Legal Counsel (m/w)
  • Wirtschaftsjurist im Risk Management (m/w)
  • Referent Steuern (m/w)
  • Wirtschaftsjurist für Compliance (m/w)
  • Business Development Manager (m/w)
  • Wirtschaftsjurist Insolvenzrecht (m/w)
  • Business Consultant (m/w)
  • Asset Manager (m/w)
  • Referent Sanierung (m/w)
  • Wirtschaftsjurist im Versicherungswesen (m/w)
  • Referent Recht und Regulierung (m/w)
  • Regierungsrat Rechnungshof (m/w)
  • Referent BaFin (m/w)
Interessante Links

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Der Masterabschluss LL.M. an der TH Nürnberg befähigt grundsätzlich zur Promotion. Es sind jedoch  ferner die jeweiligen universitätsspezifischen Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen.

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Bei speziellen Fragen zu den Berufsmöglichkeiten können Sie sich auch gerne an entsprechende Lehrende der Fakultät oder die Studienfachberatung wenden.

Informationen zur Zulassung

Detaillierte Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen inklusive einer grafischen Darstellung des Zulassungsverfahrens finden Sie in der von der Fakultät erstellten Broschüre:

Broschüre zum Thema Zulassung

Einen Selbstcheck zur Zulassung können Sie anhand dieser Powerpoint-Präsentation vornehmen.

Für eine Zulassung zum Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (Master of Laws - LL.M.) an der TH Nürnberg sind die unten zusammengefassten Qualifikationsvoraussetzungen zu erfüllen.

Wenn Sie grundsätzlich überprüfen möchten, ob Wirtschaftsrecht der richtige Studiengang für Sie ist, empfehlen wir Ihnen, entsprechende Online-Tests durchzuführen. Siehe hierzu unsere Seite „Schritt für Schritt zum richtigen Studiengang“.

Zulassung mit Abschluss (direkte Zulassung)

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches oder gleichwertiges Hochschulstudium mit 210 Leistungspunkten oder ein gleichwertiger Abschluss sowie Kenntnisse des deutschen Rechts im Umfang von mindestens 30 ECTS-Leistungspunkten

    oder

  • der erfolgreiche Abschluss eines wirtschaftsrechtlichen Hochschulstudiums Bachelor of Laws (LL.B.) oder ein gleichwertiger Abschluss mit 210 Leistungspunkten

    oder

  • das erfolgreich abgelegte Erste Juristische Staatsexamen

Eine bestimmte Abschlussnote ist nicht erforderlich.

Zulassung ohne Abschluss (vorläufige Zulassung)

Studieren Sie in einem der oben genannten Bachelorstudiengänge, haben Ihr Studium aber noch nicht abgeschlossen, können Sie dennoch direkt vorläufig zum Studium zugelassen werden, wenn aus Ihren Bewerbungsunterlagen hervorgeht, dass Sie einen der oben genannten Studienabschlüsse oder einen gleichwertigen Abschluss anstreben.

Eine bestimmte Abschlussnote ist nicht erforderlich.

Erforderliche Sprachnachweise

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

  • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 1)
  • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 3 in allen 4 Prüfungsteilen)

Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

30 ECTS Kenntnisse des deutschen Rechts

Was zählt zu den 30 ECTS Kenntnissen des deutschen Rechts?

Grundsätzlich gilt:

Alle als Rechtsmodule ausgewiesenen Module, aber auch Module, die inhaltlich einen Rechtsbezug aufweisen, wie z. B. Buchführung (HGB). Letzteres sollte aber im Zweifelsfall gesondert nachgewiesen werden, z. B. durch den entsprechenden Auszug der Modulbeschreibung.

Bei ausländischen Hochschulabschlüssen:

Hier können Rechtsmodule nur angerechnet werden, wenn sie internationale Rechtsbezüge aufweisen, insbesondere zum EU-Recht. Da das Masterstudium auf den Kenntnissen den Bachelorstudiums aufbaut (konsekutiv), sind hier Grundkenntnisse im deutschen Recht unumgänglich. Die Entscheidung obliegt jedoch der Auswahlkommission im Einzelfall, daher sollten auch hier ausreichende Nachweise bezüglich des Inhalts der Bewerbung beigelegt sein.

Nähere Informationen samt Rechenbeispielen erhalten Sie in diesem pdf-Dokument.

Bewerbungsunterlagen

Folgende Unterlagen müssen Sie Ihrer Bewerbung beifügen (Auszug):

Bei abgeschlossenem Studium:

Abschlusszeugnis und Abschlussurkunde sowie alle Zwischenzeugnisse über den nach § 4 der Studien- und Prüfungsordnung als Qualifikation nachzuweisenden Abschluss (amtlich beglaubigte Kopien)

Bei noch nicht abgeschlossenem Studium:

Nachweis(e), aus dem (denen) eindeutig folgende Angaben hervorgehen:

  • insgesamt zu erreichende ECTS-Leistungspunkte (180, 210 oder 240 ECTS)
  • bisher erfolgreich abgelegte Rechtsmodule und die jeweils erreichten ECTS-Leistungspunkte
  • noch angestrebte Rechtsmodule unter Angabe der jeweils zu erreichenden ECTS-Leistungspunkte, sofern es sich nicht um einen Studiengang handelt, in dem üblicherweise mehr als 30 ECTS-Leistungspunkte erzielt werden
  • ggf. Nachweis über Rechtsbezug in Modulen, die der Bezeichnung nach nicht als Rechtsmodule geführt werden

Bitte achten Sie bei der Ausstellung der Notenübersicht darauf, dass alle Angaben vorhanden sind und lassen Sie ggf. fehlende Angaben von Ihrem Studienbüro ergänzen!

Alle ausführlichen Informationen zum Aufnahmeverfahren und der studiengangspezifischen Eignung können Sie den §§ 5a - 5c der Studien- und Prüfungsordnung entnehmen.

 

Hier geht’s zur Bewerbung

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FAQ

FAQs zum Master Wirtschaftsrecht