Dieser Studiengang ist in vielerlei Hinsicht innovativ. Aufbau und Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit bayerischen Firmen der Gebäudetechnik entwickelt. 

Der Masterstudiengang vermittelt die Fähigkeit, anspruchsvolle und komplexe Projektleitungs- und Führungsaufgaben in Unternehmen der Gebäudetechnik wahrnehmen zu können. Das Masterstudium baut auf den Kenntnissen eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses auf und ist als Vertiefungsstudium mit einem hohen Anteil an Betriebswirtschaft und Recht, mit Inhalten des energiegerechten Bauens, der Gebäude- und Anlagensimulation sowie der Gebäudeautomation sowie praxisorientierter Projektarbeit konzipiert.

Das Masterstudium fördert in seinen Projektstudien Sozialkompetenz, Kooperationsbereitschaft und Kommunikationsfähigkeiten. Die Studierenden lernen, in Gruppen erfolgreich zu wirken und Teams kreativ und motivierend zu führen. Damit soll die Qualifikation für solche Führungs- und Managementaufgaben, die in der Berufspraxis bis zu zehn Jahre dauern kann, deutlich verringert werden. Die einschlägige Wirtschaft verlangt nach Absolvent(inn)en, die zusätzlich zu einem technischen Studium eine Ausbildung durchlaufen haben, wie sie der Masterstudiengang anbietet.

Abschluss
Master of Engineering
Regelstudienzeit
3 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch

Besonderheiten
  • Kooperation der „gebäudetechnischen“ Hochschulen für angewandte Wissenschaften Bayerns, München und Nürnberg
  • Die regulären drei Semester werden aktuell nur in München angeboten. 
  • Firmenbedarf und -unterstützung des Studiengangs: Förderverein zur Sicherung der wirtschaftlichen Basis
Interessante Zahlen und Daten

Der Master-Studiengang Gebäudetechnik startete in 2001 mit 21 Studierenden; in 2016 hatte der Studiengang 40 Studierende im 1./2. Semester. Wer zum Master Gebäudetechnik zugelassen wird, schließt diesen üblicherweise auch erfolgreich ab; die Abbrecherquote ist mit typischerweise 0.1 Studierenden je Durchgang ausgesprochen gering.

Studienbeginn
Wintersemester oder Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 15.06.2019
Für das Sommersemester: 15.11.2018 bis 15.01.2019

Bewerbungen erfolgen ausschließlich über die Hochschule München
Zuständige Fakultät
Maschinenbau und Versorgungstechnik
Akkreditiert

Der gemeinsame Masterstudiengang Gebäudetechnik der Hochschulen München und Nürnberg ist auf drei Semester Regelstudienzeit angelegt.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

 

A Modulgruppe - Vertiefende Grundlagen

Lernziele

Numerische Methoden sind das Rüstzeug für technisch, wissenschaftliches Arbeiten. Mit diesem Modul werden die Studierenden in die Lage versetzt, einfache und komplexere Zusammenhänge rechnerisch zu lösen und die physikalischen Zusammenhänge in Folge interpretieren zu können.
Die Studierenden wissen, mit welchen mathematischen Hilfsmitteln bzw. mit welchen Modellen und Algorithmen sich technisch/wissenschaftliche Probleme aus dem Bereich der Gebäudetech- nik lösen lassen und diese Methoden sicher handhaben. Die Vorlesung baut auf soliden Kennt- nissen der Grundlagenfächer auf, vermittelt die erforderlichen weitergehenden Kenntnisse und Fähigkeiten, Fragestellungen der Gebäudetechnik über teilweise unzureichende empirische An- sätze hinaus zu verstehen und zu bearbeiten.
Kenntnisse bzgl. Numerischer Methoden und Simulationen zu einigen für Projektingenieure bzw. künftige Projektleiter relevanten Spezialthemen der Gebäudetechnik werden speziell vermittelt.

Inhalt

Mathematische Grundlagen:

  • Gleichungssysteme
  • Matrizen, Determinanten, Eigenwerte
  • Lösung linearer und nichtlinearer Gleichungssysteme
  • Finite Differenzen Methode und Finite Elemente Methode
  • Finite Volumen Methode
  • Integration gewöhnlicher und partieller Differentialgleichungen
  • Gaußscher Integralsatz
  • Koordinaten-, Tensor- oder Operatorschreibweise?
  • Orthogonal kartesisches Koordinatensystem
  • Koordinatentransformation, krummlinige Koordinatensysteme,
  • Zylinderkoordinaten, Kugelkoordinaten

Grundlagen Strahlung (direkt, diffus):

  • Astronomische Grundlagen, Solarstrahlung, Erdrotation, ...
  • Richtungskosinus, Skalarprodukt, Einfallswinkel
  • Strahlverfolgung
  • Einstrahlzahlen, Raumwinkelintegration
  • Hohlraumverfahren, Helligkeitsverfahren

Grundgleichungen, Transportgleichungen:

  • Kontinuitätsgleichung
  • Impulsgleichungen, Navier-Stokes-Gleichungen
  • Fliehkräfte, Corioliskräfte
  • Mechanische Energiegleichung
  • Energiegleichung, Fouriersche Wärmeleitungsgleichung
  • Poissonsche Druckgleichung
  • Druckschwankungen, Schallausbreitung
  • Stromliniengleichung, Wirbeltransportgleichung
  • Turbulente Längenmaße
  • Gleichung der turbulenten Schwankungsenergie
  • Gleichung der turbulenten Dissipationsrate

Grundlagen Konzentrationstransport:

  • Feuchte Luft
  • Schadstoffe
  • Gerüche inkl. olf, dezipol, ...
  • Quellstärken, Wahrnehmbarkeit, Verdünnungsfaktoren

Numerical Heat Transfer:

  • Algorithmen
  • Anwendungen, Beispiele

Kombinierter Wärme- und Feuchtetransport:

  • Algorithmen
  • Taupunktunterschreitungen in Bauteilen und Luftzwischenräumen
  • Erwähnung numerischer Schimmelwachstumsmodelle

Grundlagen Durchlüftungsberechnung (Zonen-Modelle):

  • 1D und2D Newtonverfahren
  • Wege zur kombinierten Durchlüftungs- und Temperaturberechnung

Computational Fluid Dynamics:

  • Parabolische Berechnungen, stromlinienorientierte Koordinaten (Grenzschicht, Freistrahlen)
  • CFD-Strömungssimulation
  • Semi Implicit Method for Pressure-Linked Equations, gekoppelte Energie-/Impulsgleichungen
  • Stromfunktion & Wirbeltransportgleichung
  • Erzwungene Konvektion
  • Freie Konvektion in Räumen

Lernziele

Die studentischen Kenntnisse der Gebäudetechnik werden um Standard- und Sonderlösungen aus den Bereichen

  • Heizungs-,
  • Lüftungs-,
  • Klima-,
  • Kälte-
  • Sanitärtechnik
  • Brandschutz
  • Gebäudeautomation
  • Facility Management
  • Recht, Vertragsgestaltung
  • Controlling, Betreibermodelle

mit besonderer Berücksichtigung innovativer Konzepte verbreitert und vertieft.
Es werden Kenntnisse zu speziellen Themen der Technischen Gebäudeausrüstung sowie Kenntnisse zu speziellen Themen der Bauplanung und des Betriebs technischer Anlagen vermittelt.
Die Studierenden entwickeln Fähigkeiten, innovative Themen zu diskutieren und zu bewerten.

Inhalt

In dieser Lehrveranstaltung werden spezielle Themen aus o.g. Bereichen vorgestellt, z.B.

  • Reinraumtechnik, Lüftung von Laborgebäuden
  • Lüftung von Eingangshallen, Sporthallen, Multifunktionssälen, Museen, Messen, …
  • Lüftung von Schwimmbädern, Küchen, …
  • Dezentrale Lüftung
  • low-olf-Gebäude
  • Smart-Windows mit katalytischer Lufterneuerung
  • Entwicklungen zur Adiabaten Kühlung und Kälterückgewinnung, DEC-Systeme
  • Energiesparende Heizungstechnik
  • Hocheffiziente Lüftungswärmerückgewinnung, Hochleistungs-KVS-Systeme
  • Beheizung von Hochhausdächern und Fassadenvorsprüngen
  • Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen, Stirlingmotor, …
  • Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis nachwachsender Rohstoffe, Holzvergasung, …
  • Alternativen zu Primärenergiefaktoren für Kraft-Wärme-Kopplung nach DIN V 18599
  • GUD-Kraftwerke
  • Natural Gas
  • Neue Entwicklungen im Bereich der Photovoltaik, Solarthermie
  • Heizungsunterstützung durch Solarthermie bei großen Flächenheizungen
  • Neue Generation von Aufwindkraftwerken
  • Hochtemperaturbrennwerttechnik
  • Entwicklungen im Bereich gasmotorischer Wärmepumpen
  • Energiekörbe und Kompaktabsorber, Minimierung durch Regeneration
  • Wärme- und Kältespeicher, Aquiferspeicher, …
  • Abwasserwärmerückgewinnung
  • Regenwassernutzung, Grauwassernutzung
  • Biokläranlagen
  • Entwicklungen im Bereich der Gebäudeautomation, Bus-Techniken
  • Intelligente Steuerungen
  • Entwicklung der Normen im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung
  • Software-Entwicklungen im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung
  • Modellversuche in der Gebäudetechnik
  • Betreibermodelle, Wirtschaftlichkeit, steuerliche Gesichtspunkte, Abschreibungen
  • Verträge nach HOAI und VDI 6026, Ingenieurverträge, Pflichten und Haftungsbeschränkungen
  • Versicherungen, Objektversicherungen
  • Energiemanagement in privaten und öffentlichen Projekten
  • Planung und Betrieb; der Nutzer
  • Planung im europäischen und nichteuropäischen Ausland

Die Auflistung ist exemplarisch zu verstehen. Die Themen variieren von Semester zu Semester bzw. Jahr zu Jahr.

B Modulgruppe - Energie und Gebäude

Lernziele

Die Gebäude- und Anlagensimulation ist das zentrale Werkzeug zur Auslegung innovativer gebäudetechnischer Konzepte auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Den Studierenden werden Kenntnisse über theoretische Grundlagen und wissenschaftliche Methoden sowie die Algorithmen verschiedener Simulationsprogramme vermittelt.
Die Studierenden entwickeln die Fähigkeit, Simulationsrechnungen selbständig durchzuführen und zu qualifiziert interpretieren und erlangen die Kompetenz die Ergebnisse in einem Bauprojekt angemessen umzusetzen.

Inhalt

  • Mathematisch-physikalische Grundlagen
  • Erstellung von physikalischen Ersatzmodellen
  • Anwendung von Simulationsprogrammen und Interpretation der Ergebnisse
  • Berechnung der Heiz- und Kühllast von Gebäuden
  • Simulation des Jahresenergiebedarfs von Gebäuden
  • Solarstrahlung auf beliebig orientierte Flächen
  • Tageslicht in Innenräumen, Tageslichtquotienten
  • Primärenergiebedarf für Kunstlicht und Kühlung
  • Fassadenkennwerte
  • Energiedurchgang durch transparente und nichttransparente Fassaden
  • Verschattung von Fassaden und Kollektoren
  • Natürliche Durchlüftung von Gebäuden
  • Simulation von RLT-Anlagen
  • Hydraulische Netze
  • Simulation der thermischen Solarenergienutzung
  • Simulation von Blockheizkraftwerken
  • Anwendungsbeispiele
  • Projektbearbeitung

Lernziele

Übersicht über Aufgaben und Abläufe in der Gebäudebewirtschaftung innerhalb der Gebäudelebenszyklus.

Grundkenntnisse über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge im Zusammenspiel der Gebäudeinvestitionen und den laufenden Betriebskosten.

Vertiefte Kenntnisse über die operativen Tätigkeiten des Gebäudemanagements.

Fähigkeit zur Planung und Ausführung der Datenerfassung von Gebäuden in Vernetzung mit CAFM (Computer Aided Facility Management) und GA (Gebäudeautomation).

Fähigkeit Gebäudemanagementsysteme qualifiziert zu beurteilen.

Kompetenz zur Planung energieeffizienter, nachhaltiger Gebäude und zur laufenden energetischen Betriebsoptimierung von Anlagen als Energiemanagementsystem.

Darstellung von Geschäftsmodellen im FM (Produktzyklen, Reinvestitionsverhalte von Unternehmen, Managementbeispiele)

Inhalt

  • Grundlagen des Facility Managements
  • Investitionen und Nutzungskosten im Gebäudelebenszyklus
  • Inhalte des technischen, infrastrukturellen, kaufmännischen Gebäudemanagement
  • Darstellung von Gebäudeautomationssystemen innerhalb der Gebäudebewirtschaftung
  • Gebäudedaten (Ermittlung und Dokumentation) und Vernetzung der Systeme
  • Betriebsorganisation (Aufbau- und Ablauforganisation)
  • Geschäftsmodelle im FM
  • Energiemanagement und Nachhaltigkeit

Energiegerechtes Bauen und Energiekonzepte

Lernziele

Den Studierenden lernen im komplexen Wechselspiel von Technischer Gebäudeausrüstung und Gebäude energiegerechte Konzepte kennen und entwickeln Fähigkeiten, selbst solche Konzepte zu initiieren und zu entwickeln. Die Lehrveranstaltung baut auf soliden Kenntnissen der mathematisch, naturwissenschaftlichen und fachspezifischen Grundlagen auf und vermittelt Fähigkeiten in einem innovativen, über die klassische Gebäudeausrüstung hinausgehenden Bereich, der vor dem Hintergrund des nachhaltigen Bauens stark nachgefragt wird und in Projektleitungsaufgaben und in der interdisziplinären Projektarbeit mit Architekten und anderen Fachplanern praktisch unerlässlich ist. In einem Referat aus dem Bereich „Energiegerechtes Bauen und Energiekonzepte“ stellen die Studierenden im Zweierteam Ihre erworbenen Kompetenzen einschließlich Recherche, Kommunikation, Herausarbeitung und Präsentation der Ergebnisse unter Beweiß. Die Lernziele werden auch im Zusammenhang mit den verschiedenen Inhalten im Einzelnen dargestellt.

Inhalt

  • Kenntnisse über energiesparende Raumklimakonzepte Kenntnisse der Möglichkeiten/Grenzen der natürlichen Lüftung
  • Kenntnisse geeigneter Gebäudeformen bei Hochhäusern/Windangriff Kenntnisse bzgl. Schutz gegen Außenlärm bei geöffneten Fenstern Kenntnisse über Schallschutzwände, doppelschalige Fassaden Fertigkeit, natürliche Durchlüftung zu berechnen/bewerten
  • Kenntnisse, tageslichttechnische Anforderungen und Berechnung
  • Kenntnisse zu Tageslicht-/Beschattungssystemen und deren energetischen Auswirkungen Kenntnisse/Vertrautheit bzgl. solarer Spektralverteilung und selektiven Verglasungen Kenntnisse/Vertrautheit bzgl. Verglasungsalternativen, Glaseigenschaften
  • Kenntnisse der allgemeinen Anforderungen (EnEV, ArbStättV, ASR, AMEV ...) Kenntnisse zur Nachhaltigkeit und nachhaltigen Entwicklung
  • Kenntnisse/Vertrautheit bzgl. Kriterien der energetischen Gebäudequalität Kenntnisse/Vertrautheit des Wechselspiels passiver und aktiver Maßnahmen Fertigkeit, Behaglichkeit detailliert zu diskutieren und zu bewerten
  • Fertigkeit, wesentliche Einflussgrößen detailliert zu bewerten
  • Kenntnisse zu Nutzungseinflüssen, Wärmeverlust-/Wärmegewinngebäude Kenntnisse zu aktuellen Dämmstoffen und zum Stand der Vakuum-Dämmung Kenntnisse über solares Bauen und geeignete Bauformen
  • Kenntnisse, Schwer(st)-speicherkonzepte, Nachtlüftung Kenntnisse über Potentiale von thermoaktiven Bauteilen Kenntnisse über die Potentiale von Phase-Change-Materials Fähigkeit, Fassadenkennwerte detailliert zu diskutieren
  • Kenntnisse energiesparender Lüftungssysteme Kenntnisse energiesparender Beleuchtungssysteme
  • Kenntnisse der Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energieträger Kenntnisse der Möglichkeiten der regenerativen Kühlung Kenntnisse zur Kühlung über das Erdreich
  • Kenntnisse der adiabaten (Verdunstungs-)Kühlung
  • Kenntnisse zum Sky-Cooling, atmosphärischer Strahlungsaustausch Kenntnisse der Möglichkeiten der Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung
  • Fähigkeit, energiesparende Anlagenkonzepte detailliert zu diskutieren und zu bewerten
  • Kompetenz, hybride (passive+aktive) Energiekonzepte detailliert zu diskutieren Kompetenz, aktuelle, z.B. großflächig verglaste Bauweisen zu verstehen und zu bewerten Kompetenz, Thema des energiegerechten Bauens zu präsentieren
  • Kompentenz, Themen des Energiegerechten Bauens in Planungsabläufe einzubringen

C Modulgruppe - Projektleitung - Wirtschaft und Recht

Lernziele

Den Studierenden werden Kenntnisse über die betriebswirtschaftlichen Abläufe in Projekten der Gebäudetechnik vermittelt. Die Kenntnisse werden exemplarisch anhand von Fallbeispielen vertieft.
Kenntnisse über Kalkulationsverfahren, Kostenermittlung und Kostenbeurteilung. Außerdem werden Fähigkeiten vermittelt, betriebswirtschaftliche Abläufe bei der Leitung von Projekten richtig zu strukturieren und umzusetzen. Fertigkeit kaufmännisches Projektmanagement sowie Fertigkeit Projektcontrolling durchzuführen.
Weiterhin werden die Studierenden auf die zunehmende Bedeutung der Projektabwicklung im Ausland vorbereitet.

Inhalt

Anwendungsbezogene Vertiefung der Kenntnisse der Grundlagenvorlesung Betriebswirtschaftslehre

  • Betriebs- und Projektorganisation
  • Kaufmännisches Projektmanagement
  • Projektcontrolling
  • Qualitätssicherung
  • Akquisition,
  • Projekt- und Honorarkalkulation
  • Betriebliches Rechnungswesen
  • Nachtragswesen
  • Finanzierung
  • Anforderung in ausländischen Projekten
  • Vorbereitung auf typische Problemsituationen

Lernziele

Einführung in die rechtlichen Problemstellungen bei Projekten der Gebäudetechnik und exempla- rische Vertiefung der Kenntnisse anhand von Fallbeispielen.
Erlangung von Rechtskenntnissen zu HOAI und VOB sowie zum Verhältnis von Bauherren und planenden Ingenieuren.
Erlangung von Rechtskenntnissen zu Contracting und Facility Management sowie zu der besonderen Bauabwicklung durch General- und Subunternehmer.
Vermittlung der Fähigkeit, grundlegende rechtliche Fragen bei der Leitung von Projekten qualifiziert zu beurteilen und durchzusetzen.
Erlangung der Kompetenz zum rechtssicheren Handeln bei Projekten der Gebäudetechnik.

Inhalt

HOAI – Verhältnis Auftraggeber / Ingenieurbüro:

  • Vertragsrecht, Zusammenspiel des Ingenieurvertrages zum Bauvertrag
  • Nachbesserungsfähigkeit der in einem Bauwerk realisierten Ingenieurbüroleistung
  • Honorarrecht, Ermittlung der Honorarhöhe
  • Fälligkeit, Prüffähigkeit
  • Spezielle Regeln für die Haustechnik

Vergabe und Vertragsordnung für Bauleistungen Teile A, B, C:

  • VOB/A die Vergabe
  • Privilegierung der VOB/B
  • VOB B (Leistung und Vergütung, Nachträge, gestörter Bauablauf, Abrechnung)
  • VOB/C (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen)
  • Anerkannte Regeln der Technik
  • DIN 18379, DIN 18380 und DIN 18381

Contracting und Facilitymanagement – Betreiben eines Gebäudes durch Dritte:

  • Welche Bereiche betreut der Facilitymanager
  • Vertragsgestaltung
  • Vergütung

Contracting Finanzierung von Investitionen durch Dritte:

  • Vertragsgestaltung
  • Eigentumsverhältnisse gemäß Sachenrecht
  • Vergütung durch Bezug von Wärme, Kälte etc.

Beschäftigung Betriebsfremder:

  • Werkvertrag
  • Arbeitnehmerüberlassung, Scheinselbständige

Generalunternehmer:

  • Notwendige Vertiefung in VOB/B
  • Abnahme
  • Fälligkeit der Vergütung
  • Gewährleistung

GU-Vertrag – Gestaltung – Vorteile und Nachteile der Generalunternehmerbauweise:

  • GU-Vertrag im Verhältnis zum Auftraggeber
  • GU-Vertrag im Verhältnis zum Subunternehmer
Projektabwicklung

Lernziele

Kenntnis der organisatorischen Abläufe von Projekten der Gebäudetechnik in den Bereichen

  • Planung der Technischen Gebäudeausrüstung
  • Ausführung / Montage der technischen Anlage

Kenntnis spezifischer Anwendungen zur Projektsteuerung.
Fähigkeit zur Projektorganisation vom Eingang des Planungsauftrages, den Vertragsinhalten, das Zusammenwirken der Planungsbeteiligten aufgezeigt.
Fähigkeit, organisatorische Abläufe bei der Leitung von Projekten systematisch zu strukturieren und umzusetzen (Unterscheidung Planungs- und Ausführungsphase eines Projektes)
Fähigkeit, Projekte der Gebäudetechnik unter

  • organisatorischen,
  • wirtschaftlichen und
  • terminlichen

Aspekten zu verstehen und umzusetzen.

Inhalt

Grundlagen zur Optimierung der Planung und Organisation des Projektablaufes aus technischen, wirtschaftlichen und terminlichen Aspekten.
Ziel- und Aufgabendefinition auf Basis des Planungsauftrages (Vertrag) und Kontrolle der Zielvorgabe, unter den Aspekten:

  • Vertragserfüllung,

  • Qualitätssicherung,

  • Termintreue,

  • Wirtschaftlichkeit Einsatzplanung der Mitarbeiter

Präsentation abgeschlossener Planungsphasen mit dem Ziel der Freigabe durch den Auftraggeber.

Kalkulation, Angebotsabgabe, Auftragserteilung, Vertrag Zeitplanung und Kostenmanagement.

Motivation von Mitarbeitern.

Vorbereitung auf typische Problemsituationen.

Integrierte Management Systeme

Lernziele

Kenntnisse über Qualitätsmanagementsysteme, Excellence und Methoden der Qualitätssicherung als Basis für Methoden- und Führungskompetenz. Erweiterung des Qualitätsbewusstseins und der Kundenorientierung. Vermittlung der Fähigkeit zur Anwendung und Umsetzung in Organisationen und Geschäftsprozessen.
Kenntnisse über Aufbau, Inhalte und Ziele der wichtigsten Umweltmanagementsysteme, sowie der gesetzlichen Grundlagen. Förderung des Umweltbewusstseins der künftigen Führungspersonen. Einführung in die Wechselbeziehung zwischen gesetzlichen Anforderungen, Managementaufgaben und Führungsverantwortung. Entwicklung der Fähigkeit, Einflussmöglichkeiten auf die Umweltsituation in den Betrieben der Energie- und Gebäudetechnik in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Integration von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen in Organisationen.

Inhalt

  • Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9000 ff.
  • Excellence (TQM – Total Quality Management)
  • Methoden der Qualitätssicherung
  • Anforderungen an Umweltmanagementsysteme
  • DIN EN ISO 14001:2009-11
  • VO (EG) Nr. 1221/ 2009
  • Überblick über Umweltrecht EU, BRD, Bundesländer
  • Auswahl wichtigerer Gesetze und Verordnungen
  • Integration von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen

D Modul - Unternehmensführung

Lernziele

Detaillierte Kenntnis von Organisationsstrukturen in Unternehmen, Personalführungskonzepte und Managementaufgaben;

Kenntnisse zu Kommunikation und Teamarbeit aus Psychologie und Soziologie;

Kenntnisse über Management- und Führungsinstrumente;

Fähigkeit Mitarbeiter qualifiziert zu führen und Kompetenz Organisationsstrukturen in Unternehmen fundiert zu beurteilen;
Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Kommunikation und Moderation, wie sie heute mehr und mehr von Führungskräften in Projekten und Betrieben über Ihre fachlichen Fähigkeiten hinaus gefordert werden. Die Schwerpunkte liegen auf zwischenmenschlicher Interaktion, gruppeninternen Prozessen, Gesprächsführung, Moderation und Präsentation in nationaler und internationaler Umgebung. Es werden einschlägige Kenntnisse zu Kommunikation, Moderation, und Präsentation aus Psychologie und Soziologie sowie dem internationalen Umfeld der Gebäudetechnik vermittelt und die Fertigkeit zur Umsetzung dieser Kenntnisse in Gespräch und Präsentation geübt. Dies geschieht in drei Seminaren mit jeweils zwei Semesterwochenstunden:

  • Seminar Planungsteam
  • Seminar Building Services International
  • Seminar Gesprächsführung und Moderation

Des Weiteren werden beim Seminar „Building Services International“ Kenntnisse zu internationalen Standards und Richtlinien im Bereich der Gebäudetechnik vermittelt.
Die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen sind bei den Inhalten im Einzelnen dargestellt.

Inhalt

1. Unternehmensorganisation und Personalführung:

  • Personalentwicklung, Organisationsentwicklung
  • Zielfindungs- und Planungsprozesse in Unternehmungen
  • Entwicklung von Wettbewerbsstrategien
  • Erfolgsfaktoren von Unternehmen
  • Mitarbeiterführung, Führungsinstrumente
  • Kommunikation im Unternehmen
  • Change Management
  • Restrukturierung von Unternehmen

2. Seminare zu Unternehmensorganisation und Personalführung:

2.1 Moderation und Gesprächsführung:

  • Gesprächs- und Argumentationstechniken
  • Präsentationstechniken
  • Grundlagen der Kommunikationstheorien
  • Grundlagen der Psychologie der Wahrnehmung,
  • Bedeutung nonverbale Wirkfaktoren, wie Körperhaltung, Mimik, Gestik
  • Grundlagen der Stimmbildung

Entsprechende Fertigkeiten werden durch die Anwendung dieser Kenntnisse in praktischen Übungen mit Videoanalyse erlangt:
Bei der Vorbereitung und Durchführung einer Moderation mittels Rollenspielen, beim Training im Umgang mit schwierigen Mitarbeitern mittels Rollenspielen, bei der Durchführung von Konfliktgesprächen mittels Rollenspielen.

2.2 Planungsteam

  • Bedeutung gruppendynamischer Prozesse,
  • Grundlagen der Wahrnehmung,
  • effizientes Konfliktmanagement,
  • Bedeutung der unterschiedlichen Führungsstile,
  • soziologische Betrachtung der Rollenstrukturen und Rollenkonflikte
  • Verwendung von Netzwerkanalysen

Entsprechende Fertigkeiten werden durch die Anwendung dieser Kenntnisse in der Durchführung von Teamgesprächen werden in praktischen Übungen- mittels Rollenspiel- und der videoge- stützten Analyse erlangt.

2.3 Building Services International

Es wird die Fähigkeit vermittelt, auf internationaler Ebene im Bereich der Gebäudetechnik fachlich zu kommunizieren und zu präsentieren. Unterrichtssprache Englisch.
Dazu werden Kenntnisse vermittelt von:

  • Internationalen ingenieurwissenschaftlichen Standes-, Normungs- und Richtlinienorganisationen in der Gebäudetechnik
  • Internationale Standards und Richtlinien im Bereich der Gebäudetechnik.
  • Präsentationstechniken

Entsprechende Fertigkeiten werden durch die Anwendung dieser Kenntnisse in praktischen Übungen erlangt, im einzelnen

  • Erarbeitung einer vergleichenden technischen Studie auf Englisch
  • Präsentation der Studie in einem englischen Fachvortrag mit anschließender Diskussion auf Englisch

E Modulgruppe - Projekt- und Abschlussarbeit

Lernziele

Die Studierenden bearbeiten in dieser Lehrveranstaltung ein Projekt zur energieeffizienten Behei- zung und Klimatisierung von Gebäuden bzw. zur Energieversorgung von Gebäuden mit regenerativen Energien.
Die Lehrveranstaltung baut auf fachspezifischen Kenntnissen auf dem Bereich der Simulation und des energiegerechten Bauens auf und vermittelt die Fähigkeit, effiziente Energiekonzepte zu entwerfen, zu beurteilen und in den folgenden Planungsschritten zu optimieren.

Inhalt

  • Definition des Anforderungsprofils, Grundlagenermittlung
  • Erarbeitung von Planungsalternativen,  Bewertung der Alternativen
  • Auswahl eines Energiekonzeptes/Anlagendesigns und dessen Beschreibung
  • Anwendung von Software zur Berechnung/Auslegung von Anlagenkomponenten und zur Simulation
  • Zeichnen von Plänen
  • Zusammenstellung der technischen Unterlagen
  • Darstellung des ökologischen und ökonomischen Nutzens

Lernziele

Die Studierenden bearbeiten in dieser Lehrveranstaltung ein komplexes, großes Projekt vom Planungsbeginn bis zur Ausführung.
Die Lehrveranstaltung baut auf soliden fachspezifischen Kenntnissen auf und vermittelt die Fähigkeit, Gewerke übergreifende Konzepte zu entwerfen, zu beurteilen und in den folgenden Planungsschritten zu optimieren.
Die Bearbeitung des Projektes geht über den Rahmen der klassischen Technischen Gebäudeausrüstung hinaus und vermittelt den Studierenden die Kompetenz zur späteren interdisziplinären Projektarbeit mit den Architekten.

Inhalt

  • Erarbeitung der verschiedenen Planungsschritte
  • Bewertung mit technischen und kostenmäßigen Kennzahlen
  • Beurteilung des Baukörpers und seiner Auswirkungen auf die Gebäudetechnik
  • Präsentation von Planungsphasen
  • Vertiefung von Problemstellungen und Bearbeitungsschritten
  • Terminplanung, Kostenkontrolle, Auftragsabwicklung
  • Interdisziplinäre Projektarbeit

Lernziele

Die Masterarbeit soll die Fähigkeit zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten, speziell zur selbständigen wissenschaftlichen Lösung eines Problems auf dem Gebiet der Gebäudetechnik oder der gebäudetechnischen Projektleitung zeigen.
Der Studierende soll sein in Masterstudiengang erworbenes theoretisches Wissen entweder zur Lösung einer komplexen technisch, wissenschaftlichen Aufgabe nutzen oder zur Erzielung anwendungsorientierter Ergebnisse umsetzen. Je nach Aufgabe soll auch die im Masterstudiengang vermittelte kommunikative oder interdisziplinäre Kompetenz mit einfließen.

Inhalt

Selbständige, wissenschaftliche Arbeit, z.B.

  • Lösung komplexer technisch wissenschaftlicher Aufgaben
  • Neu- und Weiterentwicklung komplexer Systeme
  • Einbeziehung der betrieblichen Praxis
  • Erzielung anwendungsorientierter Ergebnisse
  • Lösung komplexer interdisziplinärer Aufgaben
  • Präsentation der Masterarbeit

Modulübersicht

Spezialisierungsrichtungen

Der Master-Studiengang Gebäudetechnik ist klar ausgerichtet, weitere Spezialisierungen innerhalb des Studiengangs sind daher nicht vorgesehen. Individuelle Spezialisierungen sind aber im Rahmen der Masterarbeit mit immerhin 20 ECTS gut möglich.

Masterarbeit

In der Masterarbeit vertiefen Sie Ihre Kenntnisse. Sie befassen sich selbstständig mit einem aktuellen, anspruchsvollen Thema. Es besteht die Möglichkeit, ihre Masterarbeit an der Hochschule oder in externen Forschungseinrichtungen bzw. Unternehmen durchzuführen.


SPO § 10 (auszugsweise)

Das Thema der Masterarbeit wird frühestens zu Beginn des zweiten Semesters und spätestens zu Beginn des dritten Semesters ausgegeben. Die Bearbeitungszeit der Masterarbeit beträgt maximal sechs Monate.

Wichtige Dokumente

Die aktuelle Fassung der Studien- und Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Gebäudetechnik finden Sie auf der Website der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Mit dem Master-Studiengang Gebäudetechnik soll die Qualifikation für anspruchsvolle Führungs- und Managementaufgaben, die in der Berufspraxis bis zu zehn Jahre dauern kann, deutlich verringert werden. Die einschlägige Wirtschaft verlangt nach Absolvent(inn)en, die zusätzlich zu einem technischen Studium eine Ausbildung durchlaufen haben, wie sie der Masterstudiengang anbietet. 

Der Master-Studiengang Gebäudetechnik ist für künftige Top-Projektleiter in Planungsbüros der Gebäudetechnik konzipiert. Der Master-Studiengang Gebäudetechnik bietet aber ebenso eine sehr gute Grundlage für Tätigkeiten bei ausführenden Firmen, im öffentlichen Dienst, Stadtwerken/EVU's und größeren Firmen (z.B. in den Bereichen Kfz, Messe, Kliniken, Immobilien etc.) mit entsprechenden technischen Abteilungen. 

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiums kann auch die Basis für eine wissenschaftliche Weiterqualifikation in einem anschließenden Promotionsverfahren sein.

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Die Gebäudetechnik hat aktuell und aller Voraussicht nach auch mittel- und längerfristig einen hohen, nur schwer zu deckenden Personalbedarf. Gute Projektleiter sind seit jeher sehr gesucht. Firmenkontakte können Sie auch durch Werkstudenten-Tätigkeiten oder im Rahmen der Masterarbeit knüpfen.

Bei Bedarf können Sie natürlich auch die Mitglieder des Fördervereins des Master-Studiengangs Gebäudetechnik ansprechen.

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Informationen zur Zulassung

Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte den beigefügten Auszügen aus der Studien- und Prüfungsordnung:  

  § [3] Qualifikation für das Studium  

  § [4] Aufnahme- und Eignungsverfahren  

Es besteht derzeit kein Numerus Clausus (NC). 

Qualifikation für das Studium

SPO § 3 Qualifikation für das Studium

(1) Qualifikationsvoraussetzungen für den Zugang zum Masterstudiengang Gebäudetechnik sind a) der Nachweis eines mindestens 180 ECTS-Kreditpunkte und mindestens sechs theoretische Studiensemester umfassenden, mit dem Prüfungsgesamtergebnis „gut“ oder besser abgeschlossenen Studiums der Versorgungs- und Gebäudetechnik, des Maschinenbaus oder verwandter Studiengänge an einer deutschen Hochschule oder eines gleichwertigen Abschlusses. 

b) der Nachweis der Fähigkeit zur Lösung komplexer fachübergreifender, insbesondere technischer Probleme, der durch das Bestehen eines Eignungsverfahrens nach § 4 Abs. 2 dieser Satzung geführt wird. Der Nachweis gilt auch dann als geführt, wenn - das Studium nach Buchstabe a) mit einem sehr guten Gesamtergebnis abgeschlossen wurde oder - aus den eingereichten Bewerbungsunterlagen die Fähigkeit zur Lösung komplexer fachübergreifender, insbesondere technischer Probleme in besonderem Maße hervorgeht, beispielsweise durch eine mit „sehr gut“ bewertete Abschlussarbeit, in der unterschiedliche, insbesondere technische Fachgebiete besonders erfolgreich übergreifend bearbeitet wurden. 

c) der Nachweis einer einschlägigen Praxistätigkeit von mindestens 20 Wochen. Hierbei können nur Praxiszeiten anerkannt werden, die außerhalb einer Hochschule abgeleistet wurden und die dem Niveau der für das Praktische Studiensemester an den Hochschulen München und Nürnberg geltenden Praktikumsrichtlinien entsprechen. Bei fehlendem Nachweis dieser Berufspraxis, ist nach näherer Festlegung der Prüfungskommission vor Studienbeginn ein einschlägiges Praktikum im Umfang von mindestens 20 Wochen zu absolvieren. 

(2) Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission entscheidet gemeinsam mit einem von der Prüfungskommission (§ 9) bestellten anderen Mitglied, unter Beachtung des Art. 63 Abs. 1 BayHSchG, ob die Qualifikationsvoraussetzungen nach Absatz 1 erfüllt sind, insbesondere auch über die Gleichwertigkeit von Hochschulabschlüssen und sonstigen Abschlüssen nach Abs. 1 Buchstabe a) sowie darüber, ob der Nachweis gemäß Absatz 1 Buchstabe b) ohne Eignungsverfahren als geführt gilt. Soweit die Gleichwertigkeit nicht voll gegeben ist, kann die Prüfungskommission als Auflage vorsehen, dass zusätzliche Prüfungsleistungen gemäß § 6 Abs. 3 Satz 1 dieser Satzung zu erbringen sind.

Aufnahme- und Eignungsverfahren

SPO § 4 Aufnahme- und Eignungsverfahren (auszugsweise)

(1) Die Aufnahme des Masterstudiums im ersten Studiensemester ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester eines Studienjahres möglich. Die Bewerbung ist schriftlich, vom 2. Mai bis zum 15. Juni eines Jahres bei Studienbeginn im Wintersemester und vom 15. November bis zum 15. Januar eines Jahres bei Studienbeginn im Sommersemester mit den erforderlichen Unterlagen im Bereich Beratung und Immatrikulation der Hochschule für angewandte Wissenschaften München einzureichen. 

(2) Das Eignungsverfahren nach § 3 Abs. 1 Buchstabe (b) erfolgt aufgrund der form- und fristgerechten Anmeldung, der vorgelegten Bewerbungsunterlagen und eines 20-30-minütigen Aufnahmegespräches, dessen Inhalte die Prüfungskommission festlegt. Gegenstand der Eignungsprüfung ist der Nachweis der für den Masterstudiengang erforderlichen Methoden der Fluidmechanik (laminare und turbulente Strömung, Druckverteilung und Druckverluste), der Thermodynamik (Anwendung der Hauptsätze der Thermodynamik, Energie und Entropie, Masse- und Energiebilanzen), der Wärme-übertragung (Wärmeübergang, Wärmedurchgang, Wärmebilanzen, energiesparendes Bauen) und der Gebäudetechnik (Heizungs-, Klima-, Sanitär- und Regelungstechnik) sowie der Mathematik. Eine andere Möglichkeit besteht im Nachweis überdurchschnittlicher Leistungen in Wissenschaft oder Berufspraxis auf dem Gebiet der Gebäudetechnik, z. B. durch Fachveröffentlichungen, besondere technologische Ergebnisse oder Schutzrechte. 

(3) Das Eignungsverfahren wird jährlich einmal im Wintersemester und einmal im Sommersemester gemeinsam vom Studiengang Energie- und Gebäudetechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und vom Studiengang Energie- und Gebäudetechnik an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm organisiert. Die genauen Termine für die Zulassung zum Verfahren und für die Durchführung des Verfahrens werden von der Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik der Hochschule München und der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik der Technischen Hochschule Nürnberg (= beteiligte Fakultäten) gemeinsam festgelegt.

Erforderliche Sprachnachweise:

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

  • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 2)

  • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 4 in allen 4 Prüfungsteilen)

  • Telc Deutsch C1 Hochschule

Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

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Sie möchten sich detaillierter über Inhalte einzelner Fächer des Masterstudiengangs Gebäudetechnik informieren? Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie. Alternativ können Sie sich mit Fragen auch an die entsprechenden Ansprechpartner der Hochschule München wenden.

 

 

 

FAQ

Wie bewerbe ich mich für die regulären drei Semester des Master-Studiengangs in München?

Sie erstellen den Antrag „online“, drucken ihn aus und reichen ihn mit dem Abschlusszeugnis des ersten berufsqualifizierenden Studiums (Bachelorzeugnis, Diplomzeugnis) sowie allen weiteren erforderlichen Unterlagen (siehe Zulassungsvoraussetzungen) auf dem Postweg (Eingang bis 15. Januar bzw. 15 Juni) bei der Hochschule München ein. Sofern zum Zeitpunkt des Antrags Ihr Abschluss-Zeugnis noch nicht vorliegt, ist stattdessen eine Notenbestätigung neuesten Datums über sämtliche erbrachte Studienleistungen einzureichen. Im Falle der Zulassung muss das Abschluss-Zeugnis spätestens zur Immatrikulation vorgelegt werden.  

Ich habe ein Bachelor-Studium an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm absolviert. Wie soll ich mich bewerben?

Studierende/ Absolvent(inn)en es Bachelor-Studiengangs Energie- und Gebäudetechnik oder anderer Studiengänge an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm bitten wir, zusätzlich zur Anmeldung/Bewerbung in München auch den Studienfachberater in Nürnberg zu informieren.  

Wie bewerbe ich mich für ein Angleichungs-/Brückensemester in Nürnberg? 

 "Studierende mit einem sechssemestrigen Bachelor-Abschluss oder Quereinsteiger, die ein Angleichungssemester in Nürnberg studieren wollen, bewerben sich bitte direkt bei der Technischen Hochschule Nürnberg. 

Sie wählen das Antragsformular für den Masterstudiengang Gebäudetechnik (Angleichungs-/Brückensemester) in Nürnberg und reichen ihn, wie bei allen anderen Master-Studiengängen mit dem Abschlusszeugnis des ersten berufsqualifizierenden Studiums (Bachelorzeugnis, Diplomzeugnis) sowie allen weiteren erforderlichen Unterlagen (siehe Zulassungsvoraussetzungen) auf dem Postweg (Eingang bis 15. Januar bzw. 15 Juni) bei der Hochschule Nürnberg ein."

Ich habe noch kein endgültiges Abschlusszeugnis. Was ist zu tun?

Sofern zum Zeitpunkt des Antrags Ihr Abschluss-Zeugnis noch nicht vorliegt, ist stattdessen eine Notenbestätigung neuesten Datums über sämtliche erbrachte Studienleistungen einzureichen. Die Zulassung kann in diesem Fall nur unter dem Vorbehalt des Erreichens des erforderlichen Notendurchschnitts (Note gut) erfolgen. Im Falle der Zulassung muss das Abschluss-Zeugnis spätestens zur Immatrikulation vorgelegt werden.  

Mein grundständiger Studienabschluss mit Note 2,6 liegt 10 Jahre zurück. Besteht eine Zulassungsmöglichkeit über Wartezeit?

Nein, ein Studienabschluss mit Note "gut" ist zwingende Zulassungsvoraussetzung für den Master-Studiengang Gebäudetechnik.