13.04.2021

Topographie jüdisches Nürnberg

Schaufensterausstellung vom 12. April bis zum 5. Mai 2021

Studierende der Fakultät Architektur haben ein Gebäude entworfen, das die Topographie des jüdischen Lebens in Nürnberg aufgreift und präsentiert. Dabei sollte bewusst kein religiöser Ort als Gemeindezentrum oder Synagoge und auch kein reiner Gedenkort entstehen, sondern ein Ort zum Lernen, Erinnern, Informieren, Dokumentieren, Austauschen, Begegnen und Diskutieren.

Das Raumprogramm haben die teilnehmenden Studierenden aufgrund ihrer vorangegangenen Recherche selbst im Entwurfsstudio der Fakultät entwickelt. Darin integriert ist ein Eingangsbereich mit Café-Bereich, eine Fläche für eine dauerhafte Ausstellung und Informationen, ein flexibler Bereich für Sonderausstellungen, ein Seminarbereich für Gruppeninformationen und die erforderlichen Neben- und Technikflächen. Als potentiell geeignete Grundstücke für das Gebäude haben die Studierenden die Baufläche der im zweiten Weltkrieg zerstörten Moritzkapelle auf dem Sebalder Platz, eine Fläche nördlich des Stadtmuseums Tucherschloss in der Hirschelgasse oder die Fläche südlich des Leo-Katzenberger-Weges in Nachbarschaft zum "hohen Steg" gewählt. 

Eine Auswahl der Arbeiten ist vom 12. April bis zum 5. Mai 2021 als Schaufensterausstellung im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes der Stadt Nürnberg in der Lorenzer Straße zu sehen.

Über viele Jahrhunderte entwickelte sich in Nürnberg eine große jüdische Gemeinde, die prägenden Einfluss auf die Entwicklung der Stadt hatte. Die Nationalsozialisten zerstörten dieses vielfältige jüdische Leben weitgehend. Durch einen öffentlich zugänglichen Ort könnte das Lebensumfeld der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihre Bedeutung für die Stadt aufgezeigt werden.

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