Aktionswoche zur Klimakrise

Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in Schulen, Hochschulen und die Gesellschaft. Eine Woche lang bieten Klimabildung e.V., Students for Future-Gruppen aus ganz Deutschland und weitere engagierte Akteurinnen und Akteure ein vielfältiges Programm rund um die Klimakrise. Vom 24. bis 30. November 2025 wird deutschlandweit ein breites Programm an Vorträgen, Workshops und anderen Veranstaltungen angeboten. Auch die Ohm beteiligt sich mit verschiedenen Formaten.

Jede Fachdisziplin kann Lösungen für die Klimakrise anbieten. Sie haben eine Idee oder wollen Ihre Veranstaltung im Aktionszeitraum öffnen? Dann melden Sie sich bei uns unter: greenoffice@th-nuernberg.de

Im Nürnberger Raum studieren über 50.000 Menschen in über 350 Studiengängen - eine reiche Welt des Wissens, die unzählige wertvolle Blickwinkel und Werkzeuge für die Klimakrise bereithält. Die Ohm arbeitet in der Aktionswoche eng mit den anderen Hochschulen im Nürnberger Raum zusammen. Studierende und Dozierende der Ohm sind herzlich eingeladen, an öffentlichen Veranstaltungen dieser Hochschulen teilzunehmen. Unser Programm stimmen wir mit folgenden Partnerhochschulen ab:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Evangelische Hochschule Nürnberg (EVHN)

Technische Universität Nürnberg (TUN)

Hochschule für Musik Nürnberg (HFM)

 

Hier finden Sie das vorläufige Programm zur Public Climate School 2025 an der Ohm. Eventuelle Änderungen und Ergänzung durch weitere Veranstaltungen sind möglich!

Ausstellungen

Vom 24.11.2025, 13 Uhr 
Im KA.Foyer und ab 14 Uhr im Green Office 
Stiftung Innovation und Zukunft, Umweltreferat Stadt Nürnberg, Beach Cleaner, Foodsharing, TrueMensa 

Am Montag, den 24.11. um 13 Uhr eröffnen wir im KA-Foyer feierlich die Public Climate School sowie die eindrucksvolle Weltacker-Wanderausstellung, die anschaulich darstellt, wie begrenzt unsere globalen Ressourcen sind.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung diskutiert Dr. Carolin Lano (GreenOffice der TH Nürnberg) mit Elna Tietböhl (Projektleiterin Weltacker Nürnberg), Anne Mäusbacher Kellner (Gründerin Beach Cleaner) und Felix Hirschberg (Student und Mitglied im Projekt TrueMensa2.0) über zentrale Zukunftsfragen wie globale Ernährungsgerechtigkeit, Gesundheit, ökologisches Gleichgewicht und Biodiversität. Bei uns erwarten Dich zudem gerettete Lebensmittel von Foodsharing, spannende Einblicke und Beratung am Infostand des Umweltreferats der Stadt Nürnberg sowie zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden und mit anderen Engagierten ins Gespräch zu kommen. 

Im Anschluss geht es dann weiter ab 14 Uhr im Green Office (KV.005) wo Prof. Roland Krippner und Prof. Laura Weitze zusammen mit Studierenden in die Ausstellungen zur Fassadenbegrünung und zur Kreislaufwirtschaft einführen (nähere Informationen siehe Programm).
 

Wanderausstellung zum Weltacker

24.11.-28.11.2025 
KA-Foyer 
Innovation und Zukunft Stiftung 

Der Weltacker macht die globale Landwirtschaft sichtbar und erfahrbar: Er vermittelt, wie unsere Ernährung mit Klima, Wasser, Artenvielfalt und sozialer Gerechtigkeit verbunden ist und veranschaulicht wie viel Ackerfläche jedem Menschen auf der Erde bei einer gerechten Verteilung zustehen. Etwa 2000 Quadratmeter – auf dieser Fläche wächst alles, was wir essen, tragen oder tanken.

Die Ausstellung zeigt, was auf unseren Äckern wächst, wie viel Fläche unser Konsumverhalten beansprucht und welche Rolle eine nachhaltige Landwirtschaft für ein zukunftsfähiges Miteinander von Mensch und Umwelt spielt. Dabei spannt die Ausstellung einen Bogen – von globalen Ernährungsfragen über Landnutzung, Wasserverbrauch, Biodiversität und Klimawandel bis hin zu Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit.

Der Weltacker Nürnberg in Partnerschaft mit dem EU Projekt SchoolFood4Change und dem Projekt TrueMensa an der TH Nürnberg setzt im Rahmen der Wanderausstellung einen Fokus auf gesunde, klimafreundliche und faire Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung. Das Motto lautet „Vom Acker auf den Teller – und was isst DU heute?“.

Die Wanderausstellung lädt ein, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, Zusammenhänge zu entdecken und Ideen für Veränderung mitzunehmen.

GreenCampus-Ohm

Vom 24.-28.11.2025, ganztags  
Im KV.005 Green Office 
Prof. Dr. Roland Krippner | Alina Burose (M.A.) 

Klimawandel und Bevölkerungswachstum gehören aktuell zu den dynamischen Transformationsprozessen. Daraus ergeben sich insbesondere für urbane Ballungsgebiete große Herausforderungen. Um hier Resilienz zu entwickeln, nachhaltig CO2 zu binden und gleichzeitig koexistenzielle Lebensqualität zu sichern, sind Grünflächen von großer Bedeutung. Aufgrund begrenzter Freiräume bieten sich Fassaden an, um Pflanzen als ökologisches Hüllflächenkonzept zu integrieren. 

Da viele Bildungs-, Büro- und Verwaltungsbauten von großflächigen Glasfassaden geprägt sind, ergibt sich im Zuge einer Begrünung ein Synergieeffekt: Neben sommerlichen Wärmeschutz und Verbesserung des Mikroklimas können Pflanzen u. a. transparente Fassadenflächen verschatten.

Im Masterseminar von Prof. Dr. Roland Krippner und Alina Burose (M.A.) wurden im Sommersemester 2025 diese Potenziale in Verbindung mit Ohm-Gebäuden untersucht und bearbeitet. Ziel ist ein vertieftes Verständnis für die funktionalen, konstruktiven sowie sozialen Anforderungen beim Einsatz von Fassadenbegrünung. In der Public Climate School-Woche werden nun die Arbeiten der Studierenden im Green Office ausgestellt.

Kreislaufwirtschaft von klein bis groß

24.-28.11.2025, ganztags 
KV.005 (Green Office) 
Prof. Dr. Laura Weitze 

Kreislaufwirtschaft beginnt im Alltag – und zeigt, wie viel wir alle bewegen können. Ob Kleidung, Elektrogeräte oder Lebensmittelreste: Jede Entscheidung beeinflusst Materialkreisläufe, Abfallströme und regionale Wertschöpfung. Unsere Ausstellung lädt dazu ein, genau hinzuschauen – und zu entdecken, wie viel Gestaltungskraft im eigenen Konsumverhalten steckt.
Im allgemeinwissenschaftlichen Modul „Kreislaufwirtschaft & Technikkommunikation“ haben Studierende im Sommersemester 2025 gemeinsam mit dem UrbanLab gUG eine Ausstellung unter dem Motto „Kreislaufwirtschaft von klein bis groß“ entwickelt. Sie haben geforscht, geplant, gebaut und getestet – und dabei verschiedene Facetten der Kreislaufwirtschaft kommunikativ aufbereitet. Das Ergebnis: ein Kommunikations- und Ausstellungskonzept, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern selbst Teil der Idee ist – denn es besteht überwiegend aus recycelten Materialien.

Kommen Sie vorbei, entdecken Sie neue Perspektiven und erleben Sie, wie Kreislaufwirtschaft vom eigenen Haushalt bis zur großen Systemfrage reicht. Lassen Sie sich inspirieren – und finden Sie heraus, welchen Beitrag Sie selbst leisten können und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen auf dem Mitmachwänden.

Das Projekt und die partizipative Arbeit des UrbanLab wird auch am 3.12.2025 ab 17:30 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung Nachhaltigkeit am Keßlerplatz in KA.002 vorgestellt.

Vorträge

Mittwoch, 26.11.2025 um 17 Uhr | Wie ist die Ohm mobil – und was hat der Hochschulalltag der TH Nürnberg mit der Verkehrswende zu tun?

26.11.2025 um 17 Uhr 
Green Office (KV.005) 
Prof. Dr. Matthias Bohlinger, Susanne Götz 

Mit über 15.000 Hochschulangehörigen trägt die Ohm einen nicht unerheblichen Teil zum Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet Nürnberg bei. In Zeiten der Klimakrise ist Mobilität ein zentrales Handlungsfeld, um CO2 Emissionen zu reduzieren, Städte klimaresilienter zu gestalten und dabei auch die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. 

Vor diesem Hintergrund untersucht das Lehrforschungsprojekt ohmobility wie sich das Mobilitätsverhalten von Studierenden, Mitarbeitenden, Besuchenden und Lieferdiensten im Hochschulalltag darstellt und was es braucht, damit wir besser mit Rad, Bus und Bahn mobil sein können.

Die Verkehrsanalyse von Studierenden in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Verkehrsingenieurwesen gibt hierzu Aufschluss. Unter Leitung von Prof. Bohlinger und Susanne Götz wurden im SS 25 Verkehrsdaten erhoben und Lösungsvorschläge erarbeitet. 

Der Vortrag soll zeigen, wie Studierende durch praxisnahe Forschung selbst an der Gestaltung einer klimafreundlichen Mobilitätskultur mitwirken können – und lädt zur Diskussion ein, welche Rolle Hochschulen als Reallabore der Mobilitätswende spielen können.
 

Donnerstag, 27.11.2025 von 10 bis 12 Uhr | Fakt oder Fake? Die Klimakrise im Zeitalter der Desinformation

27.11.2025 um 10 Uhr 
Green Office (KV.005) 
Prof. Dr. Marius Raab, Prof. Dr. Maik Eichelbaum, Dr. Carolin Lano 

Täuschen, verdrehen, leugnen – rund um die Klimakrise gibt es viele Halbwahrheiten, Mythen und Falschinformationen. Doch warum verfangen solche Verschwörungserzählungen aus psychologischer Sicht? Mit welchen Taktiken wird die Klimakrise zum Kulturkampfthema auf Social Media gemacht? Und wie können Onlineplattformen uns dabei helfen, mit wissenschaftlich fundierten Fakten dagegen zu halten? Erfahren Sie, wie Sie Fakten richtig einordnen und von Desinformationen unterscheiden können. Wir beginnen mit drei Impulsvorträgen. Anschließend laden wir Sie zur offenen Diskussion ein. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit uns!

Prof. Dr. Marius Raab: Verschwörungstheorien – Handlungsfähigkeit durch Halbwahrheiten?

Welchen psychologischen Nutzen hat der Glaube an Verschwörungstheorien – insbesondere wenn es um den menschengemachten Klimawandel geht? Motivationstheorien beschreiben, was Menschen antreibt, und welche Bedürfnisse dahinterstehen. In der Sozialen Arbeit spielt dabei der Alltag eine besondere Rolle: Wie kann Tag für Tag Handlungsfähigkeit (wieder) geschaffen werden, wenn das Vertrauen in Institutionen gering und die Zukunft ungewiss ist? Aus dieser Perspektive zeigt der Impuls, warum Fakten alleine die Menschen nicht erreichen, in deren Lebenswelt Verschwörungstheorien eine zentrale Rolle einnehmen.

Dr. Carolin Lano: Klima Krise Kulturkampf – Klimawandelleugnung auf Social Media

Klimawandelleugnung manifestiert sich in Sozialen Medien nicht nur durch die direkte Infragestellung wissenschaftlicher Fakten, sondern auch durch subtilere rhetorische Strategien. Dabei fungieren die Plattformen nicht nur als Verbreitungskanäle, sondern auch als mediale Dispositive, die spezifische Bedingungen für die Etablierung und Verfestigung von Desinformation schaffen. Der Impuls zeigt in medienkulturwissenschaftlicher Perspektive einige dieser Mechanismen und Taktiken in ihrem Zusammenspiel auf, die diese Inhalte erst zur gesellschaftlichen Herausforderung machen.

Prof. Dr. Maik Eichelbaum: Faktencheck - Die Plattform KERWa interaktiv

Nachprüfbare und ideologiefreie Informationen zu relevanten Themen mit wissenschaftlichem Bezug sind so wichtig und gleichzeitig so schwer aus der Masse an Verlautbarungen zu filtern wie nie. Auch über den Klimawandel kursieren Halbwahrheiten, Mythen und Desinformation. Das Projekt KERWa interaktiv setzt diesen Falschbehauptungen wissenschaftliche Fakten entgegen. Alle Beiträge auf der Plattform sind aus Projektarbeiten im Rahmen der Vorlesung „Klima-, Energie- und Rohstoffwandel“ im Masterstudiengang Angewandte Chemie der Ohm entstanden.

Workshops und offene Seminare

Mittwoch, 26.11.2025 von 14-15:30 Uhr | Offenes Seminar: Die Nachhaltigkeitsziele in Nürnberg kommunizieren

26.11.2025 um 14 Uhr 
KA.302 
Prof. Dr. Beatrice Dernbach, Frederick Hokamp 

 

Im Seminar Nachhaltigkeitskommunikation arbeiten Studierende unterschiedlicher Studiengänge an einem Konzept, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen lokal kommuniziert werden können. Als Material für einen Schülerworkshop werden Factsheets erstellt, mit den wichtigsten Informationen zu Themen wie Armut, Gesundheit, Bildung, Klimaschutz und viele mehr. Zu Jahresbeginn wird eine Gruppe aus studentischen Trainern mit einer Klasse der Thusnelda-Mittelschule in Mögeldorf unter anderem einen Stadtspaziergang zu Orten unternehmen, an denen Nachhaltigkeit sichtbar wird. Das Projekt wird von der Nürnberger Bürgerstiftung gefördert.

Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mit den Studierenden über das Thema und das Konzept zu diskutieren.

 

Donnerstag, 27.11.2025 von 12:30-13:30 Uhr | Mobility Walk & Talk im Superblock Gostenhof

Wo früher ein Auto parkte, steht heute eine Sitzecke – daneben wächst ein Baum in einem mobilen Pflanzkasten. Solche Veränderungen zeigen, wie vielfältig Stadtraum neu gedacht werden kann, um Lebensqualität zu erhöhen und Emissionen zu reduzieren.

Ein Ansatz, der aktuell weltweit an Bedeutung gewinnt, ist das Superblock-Konzept. Dabei werden Durchfahrten in Wohngebieten eingeschränkt oder ganz unterbunden. Der Straßenraum gehört plötzlich wieder den Menschen: für Begegnung, Spielen, Aufenthalt und gemeinschaftliche Nutzung. Im Nürnberger Stadtteil Gostenhof wird dieses Konzept seit September erprobt – und die Nachbarschaft gestaltet aktiv mit. Wie verändert sich ein Quartier, wenn Autos weniger Raum einnehmen? Wie fühlt sich Mobilität an, wenn sie leiser, sicherer und gemeinschaftlicher wird?

Um diese Fragen gemeinsam zu erkunden, findet im Rahmen des Mastermoduls "Umwelt und Mobilität" im Studiengang Urbane Mobilität von Prof. Dr. Laura Weitze am 27.11.2025 ein öffentlicher Mobility Walk & Talk statt.
Nach einem kurzen Impuls einer lokalen Ehrenamtlichen gehen wir in Kleingruppen durch den Superblock, folgen Leitfragen und erleben vor Ort, welche Effekte diese neue Form der Stadtgestaltung hat – im Kleinen wie im Großen.


Herzliche Einladung zum Mitgehen, Erleben und Mitdiskutieren.