30.05.2026

Prof. Tobias Gaugler und Team bei der 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH)

Vom 28. bis 30. Mai 2026 fand die alljährliche Jahrestagung der DGH unter Beteiligung des Ohm Sustainability Campus Neumarkt (OSCN) in im fränkischen Sommerhausen statt. Der historische Weinort, geprägt von jahrhundertealter Winzertradition und einer lebendigen Kulturlandschaft, bot einen atmosphärisch dichten Rahmen für wissenschaftlichen Austausch.

Prof. Tobias Gaugler, dessen Forschungsprofessur an der Ohm auf Nachhaltigkeit und transdisziplinäre Forschung ausgerichtet ist, war gemeinsam mit Viktoria Vogel und Felix Hirschberg (beide studentische Hilfskräfte an der Ohm, OSCN) vor Ort. In seinen Beiträgen betonte Prof. Tobias Gaugler die Notwendigkeit, Theorie und Praxis deutlich enger miteinander zu verzahnen, insbesondere im Umgang mit sogenannten „wicked problems“ – komplexen, schwer lösbaren Herausforderungen wie der Klimakrise oder sozial‑ökologischen Ungleichheiten. Anhand aktueller Forschungsprojekte und Praxisinitiativen zeigte er auf, wie humanökologische Ansätze dazu beitragen können, neue Formen von Lösungskompetenz zu entwickeln und gesellschaftliche Transformationsprozesse wirksam zu unterstützen.

       

Die Vorträge machten deutlich, wie relevant humanökologische Perspektiven heute sind: nicht nur als theoretisches Konzept, sondern als praktischer Impulsgeber für nachhaltiges Handeln in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Unter dem Tagungstitel „Landwirtschaft mit Zukunft: Argumente & Beispiele für eine Wende“ wurde herausgearbeitet, dass interdisziplinäre Allianzen und Kooperationen entscheidend dafür sind, nachhaltige Veränderungen im Agrar‑ und Ernährungssystem voranzubringen. Die Diskussionen zeigten, wie wichtig es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungskonzepte zu überführen und gleichzeitig gesellschaftliche Akteure aus unterschiedlichen Bereichen einzubeziehen.

 

Die Tagung endete mit Neuwahlen, einem Ausblick auf die zukünftige Ausrichtung der DGH und der Frage, wie humanökologische Forschung in den kommenden Jahren noch stärker zur Wirksamkeit gesellschaftlicher Transformationsprozesse beitragen kann. Mit der Wahl von Felix Hirschberg zum neuen Generalsekretär der DGH übernimmt erstmals ein Vertreter der jüngeren wissenschaftlichen Generation eine zentrale Rolle in der organisatorischen und strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Seine Wahl unterstreicht das Vertrauen der Mitglieder in eine moderne, dialogorientierte und praxisnahe Ausrichtung der Humanökologie. Felix Hirschberg bringt seine Erfahrungen aus Forschung, Hochschulprojekten und transdisziplinären Kooperationen ein und setzt sich dafür ein, die DGH noch stärker als Impulsgeberin für nachhaltige Transformationsprozesse zu positionieren.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

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