21.05.2026

Paketbranche im Fokus: Prof. Dr. Christoph Tripp mit Interview auf Experten-Konferenz in Berlin

Die deutsche KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paketdienste) zählt zu den zentralen Säulen moderner Wertschöpfungsketten. Sie bewegt mittlerweile mehr als 4,3 Mrd. Sendungen pro Jahr und steht, getrieben durch den E-Commerce und steigende Kundenerwartungen an Liefergeschwindigkeit und Transparenz, vor großen Herausforderungen und Chancen zugleich. Themen wie Nachhaltigkeit, urbane Logistik, Digitalisierung, Kostendruck und Fachkräftemangel prägen die aktuelle Diskussion.

Im Rahmen der Fachveranstaltung „KEP FUTURE“ des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik (BPEX) am 21.Mai 2026 in Berlin bot sich die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen der Branche aus erster Hand zu diskutieren. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien kamen zusammen, um über zukünftige Rahmenbedingungen der KEP-Logistik zu sprechen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere regulatorische Fragestellungen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sowie die Rolle nachhaltiger Zustellkonzepte in urbanen Räumen. Der Vorsitzende des BPEX e.V., Marten Bosselmann, betonte die hohe Bedeutung der Branche in seiner Eröffnungsrede mit den Worten: „Wir versorgen Deutschland – täglich, geräuschlos, unverzichtbar.“

Prof. Dr. Christoph Tripp, Professor für Distributions- und Handelslogistik in der Fakultät Betriebswirtschaftslehre an der TH Nürnberg, wurde vor ca. 90 Gästen auf dem Podium von der Journalistin und Autorin Nena Brockhaus interviewt. Das Gespräch thematisierte u.a. die strukturellen Veränderungen im Onlinehandel, die wachsende Macht von Marktplätzen, die Rolle von Agentic Commerce und die sich daraus ergebenden Lösungen für KEP-Unternehmen. Im Anschluss daran folgten weitere Interviews von Nena Brockhaus mit den CEOs von DPD, GLS, Hermes und UPS, in denen es um die aktuellen Herausforderungen aus Sicht der Unternehmen ging.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch einen intensiven Austausch und eine offene Diskussionskultur aus. Besonders wertvoll war dabei der direkte Dialog mit Branchenvertretern, die konkrete Einblicke in operative Herausforderungen und strategische Perspektiven gaben. Für die Lehre und Forschung an der TH Nürnberg ergeben sich daraus wichtige Impulse, insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung praxisnaher Inhalte im Bereich Distributions- und Handelslogistik.

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