21.05.2026

So viele Facetten hat Robotik

Roboter sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern kommen heutzutage in Fertigung, Logistik und Service zum Einsatz. Das zeigten die vielfältigen Beiträge auf dem diesjährigen efi-Fachkolloquium zum Thema Robotik, ausgerichtet von der Fakultät Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (efi). Das gut besuchte Fachkolloquium widmete sich der Frage, wie intelligente Robotersysteme unsere Arbeitswelt und Gesellschaft verändern werden. Dazu gab es Beiträge aus Wirtschaft und Forschung.

Matthias Nickl von Siemens Energy, Robotik & Power berichtete, wie seine Firma Roboter für Wartungs- und Inspektionsarbeiten einsetzt, auch um dem “Silver Tsunami”, dem massenhaften Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand, zu begegnen. Dr. Jonas Graetz von Ziehm Imaging stellte den C-Bogen als Röntgen-Roboter für die 3D Bildgebung vor. Wie eine globale Community die Evolution der Humanoiden demokratisiert und voranbringt, zeigte Dr. Jürgen Baier von IsentoVier. Der komplett druckbare Roboter pip entstand aus einem ist ein Open-Source-Projekt. Er bereichert den Unterricht an vielen Schulen, weil die Schülerinnen und Schüler ihn selbst zusammenbauen können. Einblick in das Mindeset eines Gründers gab Markus Fenn. Fenn, ein Absolvent der Fakultät efi erzählte die Geschichte seines Robotik-Startups EduArt, das an der Hochschule entstanden ist - Arbeitsmöglichkeit und Inspirationsquelle für viele Studierende.

Prof. Dr. Christian Pfitzner stellte die neue Indoor-Flughalle der Ohm mit ihren Möglichkeiten vor. Das Aerodrohm ist eine Forschungsumgebung für komplexe Flugsysteme im Ohm Innovation Center, die mit einer Fläche von 280 m² und einer Flughöhe von bis zu 12 Metern ideale Voraussetzungen für experimentelle Untersuchungen in realitätsnahen Szenarien bietet. Über aktuelle KI-Trends in der Robotik sprach Prof. Dr.-Ing. Enrico Schröder; Prof. Dr.-Ing. Thomas Sander beleuchtete den mechatronischen Stand der humanoiden Robotik - zu bestaunen beim Halbmarathon der Humanoiden in Peking.

Ein besonderes Highlight war der Ausblick auf den RoboCup 2027, die Weltmeisterschaft der autonomen Roboter, die im kommenden Jahr in Nürnberg stattfinden wird – ein einmaliges Ereignis für die gesamte Region. Das immer wieder erfolgreiche Robotik-Team autonOhm aus der Ohm, steckt schon mitten in den Vorbereitungen und ist zuversichtlich, wieder eine gute Platzierung zu erreichen.

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