22.04.2026

Gesünder essen außer Haus

Mit einem Kick-Off am 18. März ist das Forschungsprojekt „Besser.Essen“ am Ohm-Sustainability Campus in Neumarkt gestartet. In den kommenden drei Jahren entwickelt das interdisziplinäre Projektteam innovative Ansätze, um gesündere und nachhaltigere Essensentscheidungen in der Verpflegun außer Haus gezielt zu fördern.

Im Fokus steht die Verbindung von True-Cost-Accounting mit verhaltensökonomischen Nudges (deutsch: „sanfter Stupser“). Durch mehr Transparenz über Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsfolgekosten sowie gezielte Anreize sollen nachhaltige Optionen attraktiver werden. True-Cost-Accounting, auch wahre Kostenrechnung genannt, ist eine Methode, die ökologische und soziale Folgekosten der Produktion in den Produktpreis mit einbezieht.

Beim Auftakttreffen kamen Forschende und Praxispartner zusammen, um Ziele, Inhalte und die Zusammenarbeit abzustimmen. Erste Maßnahmen werden nun entwickelt. Diese werden zunächst im Labor und anschließend in der Praxis, also in Kantinen, Mensen oder Onlineshops getestet.

Das Ohm-Projektteam besteht aus Prof. Dr. Tobias Gaugler, Prof. Dr. Alexander Hahn, Prof. Dr. Volker Bilgram und Prof. Jan Niessen sowie Lennart Stein, Carola Hofmann, Benjamin Oebel und Natalie Rubin. Sie arbeiten gemeinsam an praxisnahen, skalierbaren Lösungen für ein nachhaltigeres Ernährungssystem im Einklang mit den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und der Planetary Health Diet, einem wissenschaftlich fundierten Speiseplan, mit dem Ziel einer ausgewogenen Ernährung bei gleichzeitigem Schutz der Ressourcen.

Externe Forschungspartner sind das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (Berlin) und die Munich Business School GmbH. Das Projekt läuft bis November 2028 und wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat mit 1,6 Millionen Euro gefördert.

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