06.02.2026

Interkulturelles Forschungsprojekt zum Thema Wurst

Mit den mechanischen Eigenschaften von Wurst und Wurstersatzprodukten beschäftigen sich Studierende aus der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik, unterstützt von Prof. Dr.-Ing. Areti Papastavrou und Prof. Dr.-Ing. Till Biedermann. Das Projekt verbindet technische Innovation mit interkulturellem Austausch, denn Professoren und Studierende der südafrikanischen Partneruniversität Stellenbosch arbeiten gemeinsam mit dem Nürnberger Team.

Konkret geht es um den Vergleich zwischen der Nürnberger Bratwurst und der südafrikanischen Boerwurst und daran anknüpfend um Fragen wie: Was ist eine gute Wurst? Mit welchen Parametern kann sie quantitativ beschrieben werden? Gibt es kulturelle Unterschiede bei der Beurteilung?

Im November konnten Professoren und Studierende das Forschungsvorhaben bei einem Empfang für den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, der zeitgleich vor Ort war, präsentieren.

Das Forschungsprojekt folgt dem Ansatz des Collaborative Online International Learning (COIL). In einem internationalen, virtuellen Lehr-Lern-Setting arbeiten Studierende aus unterschiedlichen Ländern online zusammen, zum Beispiel an (interdisziplinären) Projekten. COIL fördert interkulturelles Lernen, digitale Kompetenzen und Teamarbeit, ohne dass die Studierenden physisch ins Ausland reisen müssen: ein Ansatz, der oft als Internationalisierung@Home bezeichnet wird. Es verbindet Lehre, Kooperation und interkulturellen Austausch, indem Studierende gemeinsam Aufgaben lösen, Diskussionen führen und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen.

“Das COIL-Projekt ist für uns sehr spannend, weil es den Horizont unserer Maschinenbaustudierenden erweitert”, erklärt dazu Prof. Till Biedermann. "Wir möchten es in den kommenden Jahren weiterführen."

Die Zusammenarbeit begann mit einer Kennenlernrunde zum Thema, gefolgt von einer ausführlichen interkulturellen Schulung, bei der Studierende beider Universitäten Kontakte knüpften, Ideen austauschten und den Grundstein für einen dynamischen Austausch von Wissen und Perspektiven legten. Die Studierenden wurden in drei Fachgruppen aufgeteilt, die sich jeweils mit einem Aspekt des Themas befassten:

- Mechanische Eigenschaften: Untersuchung der strukturellen Integrität und der physikalischen Eigenschaften von Würsten.

- Herstellungsverfahren: Untersuchung der Produktionstechniken und technologischen Prozesse hinter der Wurstherstellung.

- Kulturelle Präferenzen: Verständnis dafür, wie kulturelle Traditionen und Verbrauchergeschmack die Wurstsorten beeinflussen.

An dem Projekt nehmen 30 Bachelorstudierende teil: 20 von der Stellenbosch University und 10 von der Ohm. 

Zurück
Anfahrt