20.01.2026

EU-Generaldirektor Mario Nava informiert sich über Projekt VirtAFlex an der Ohm

Im Rahmen eines Projektbesuchs informierte sich Mario Nava, EU-Generaldirektor der Generaldirektion Beschäftigung bei der Europäischen Kommission über den aktuellen Stand und die bisherigen Ergebnisse des mit dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) geförderten Projekts VirtAFlex an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm). Begleitet wurde Nava von Vertreterinnen und Vertretern der ESF-Verwaltungsbehörde im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Das Projekt VirtAFlex unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, virtuelle und hybride Arbeitsmodelle gezielt einzusetzen, um Fachkräftepotenziale besser zu erschließen und den Zugang zur Arbeitswelt inklusiver zu gestalten. Der Fokus liegt dabei nicht allein auf technischen Lösungen, sondern auf der Verbindung von Organisationsentwicklung, Kompetenzaufbau und sozialer Teilhabe.

Während der Veranstaltung zeigte sich Nava sehr interessiert an den praxisnahen Ergebnissen des Projekts und würdigte insbesondere dessen konkrete Wirkung in den teilnehmenden Unternehmen. Dr. Ulrich Lettau von der iba AG in Fürth, ein Mitglied des Projektkonsortiums, berichtete eindrucksvoll, wie VirtAFlex unmittelbare Veränderungen angestoßen hat: Bei einem Neubau plant das Unternehmen hybride Konferenzräume nun bewusst ein und eine zuvor kritische Haltung gegenüber hybriden Meetings hat sich durch praktische Erfahrungen deutlich ins Positive gewandelt.

In der zweiten Hälfte des Besuchs wurde das Thema Inklusion vertieft. Das Projektteam stellte dar, wie Inklusion im Rahmen von VirtAFlex als Bestandteil moderner Arbeitsorganisation vermittelt wird. Deutlich wurde, dass hybride und virtuelle Arbeitsformen insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Betreuungspflichten oder gesundheitlichen Belastungen neue Zugänge zur Beschäftigung eröffnen können – gerade in kleinen und mittleren Unternehmen.

Ein besonderer Schwerpunkt des Treffens lag zudem auf der Außenwirkung des Projekts. Aus einer öffentlichen Vorstellung von VirtAFlex heraus entstand der Kontakt zu Ute Häußer, Geschäftsführerin der Barmherzige Brüder Behindertenhilfe gGmbH Mittelfranken. Sie nahm am Termin teil, um über eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung zu sprechen. Die Einladung verdeutlichte, dass VirtAFlex Impulse über den Kreis der Projektteilnehmenden hinaus setzt und neue Kooperationen an der Schnittstelle von Technik, Inklusion und sozialem Engagement anbahnt.

„VirtAFlex zeigt, wie technische Expertise und soziale Verantwortung zusammengeführt werden können“, so Prof. Dr. Ronald Schmidt-Vollus, Projektleitung am NCT (Nuremberg Campus of Technology) der Ohm. „Dass sich aus dem Projekt neue Partnerschaften im sozialen Bereich entwickeln, bestätigt die nachhaltige Wirkung des Ansatzes.“

Der Besuch unterstrich die Bedeutung von VirtAFlex als Beispiel dafür, wie ESF+-geförderte Projekte nicht nur kurzfristige Maßnahmen umsetzen, sondern langfristige Lernprozesse, Netzwerke und strukturelle Veränderungen anstoßen können.

Für die Realisierung des Projekts VirtAFlex erhält die Ohm Fördergelder in Höhe von 426.882,55 Euro. Die Mittel stammen aus dem ESF+, der die Beschäftigungs- und Bildungschancen in Europa verbessern möchte.

Mehr Informationen über den ESF+ gibt es hier.

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