07.07.2026

Team AutonOhm erreicht Finale bei RoboCup-Weltmeisterschaft in Südkorea

Das Robotik-Team AutonOhm hat bei der RoboCup-Weltmeisterschaft 2026 im südkoreanischen Incheon den sechsten Platz in der Rescue Robot League erreicht. Mit seinem Rettungsroboter Schrödi qualifizierte es sich nach fünf intensiven Wettkampftagen für die Finalrunde und überzeugte insbesondere bei der Kartierung unbekannter Umgebungen.

Vom 30. Juni bis 6. Juli 2026 fand der RoboCup erstmals in Südkorea statt. In verschiedenen Ligen traten Teams aus Forschung und Entwicklung mit ihren Robotersystemen gegeneinander an. In der Rescue Robot League müssen Rettungsroboter anspruchsvolle Parcours bewältigen, Objekte manipulieren, autonom navigieren und unbekannte Umgebungen möglichst präzise kartieren. Bereits in den Vorrunden absolvierte AutonOhm innerhalb von zwei Tagen 20 Wertungsläufe. Nach der Vorrunde lag das Team auf dem fünften Platz und qualifizierte sich damit für das Halbfinale.

Während des Wettbewerbs mussten die Teammitglieder flexibel auf auftretende Herausforderungen reagieren. Sie lösten unter anderem Schwierigkeiten mit den WLAN-Kanälen, reparierten ein abgerissenes Kamerakabel und behoben Probleme mit dem Roboterarm. Gleichzeitig arbeitete das Team während des laufenden Wettbewerbs weiter an der autonomen Navigation und der dreidimensionalen Kartierung der Arena. 

Für den Wettbewerb hatte AutonOhm mehrere technische Weiterentwicklungen an Roboter Schrödi vorgenommen. Neue Abdeckungen an den Flippern sollten verhindern, dass die Ketten des Roboters in anspruchsvollem Gelände abspringen. Außerdem verbesserte das Team die Übertragung des Kamerabildes, um die Verzögerung für die Bediener zu reduzieren und auch unter eingeschränkten Kommunikationsbedingungen zuverlässig arbeiten zu können. Für eine Manipulationsaufgabe entwickelte das Team zudem eine Lösung, mit der Schrödi einen vorgegebenen Holzblock sicher greifen und durch die Arena transportieren konnte.

Im Halbfinale mussten vier verschiedene Sequenzen jeweils zweimal absolviert werden. Dabei entschied das Team gezielt, welche Hindernisse und Aufgaben innerhalb der verfügbaren Zeit angefahren werden sollten. Trotz technischer Rückschläge, darunter ein Verbindungsverlust zum Chassis-Computer während eines Laufs im Labyrinth, erreichte AutonOhm als sechstplatziertes Team die Finalrunde.

Dort zeigte Schrödi noch einmal seine Stärken. Besonders erfolgreich war ein Mapping-Lauf, bei dem das Team zwei autonom erstellte Karten des Labyrinths einreichte und damit 422 Punkte erzielte. Auch die weiteren Finalsequenzen verliefen erfolgreich. Mit einem kombinierten Ergebnis von 747 Prozent aus Halbfinale und Finale beendete AutonOhm die Weltmeisterschaft auf dem sechsten Platz.

Neben dem sportlichen Ergebnis stand für das Team vor allem der internationale Austausch im Mittelpunkt. Während der Wettkampfwoche konnten die Studierenden ihre Entwicklungen mit Teams aus verschiedenen Ländern vergleichen, technische Lösungsansätze diskutieren und neue Kontakte innerhalb der internationalen Rescue-Robotik-Community knüpfen.

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