05.03.2026

3D‑Scanning fürs Industriemuseum: TTZ fertigt realistische Repliken für neue Sonderausstellung

Im Technologietransferzentrum Nürnberger Land entstehen derzeit detailgetreue 3D‑Repliken archäologischer Objekte für die kommende Sonderausstellung „Schau mal – denk mal!“ des Industriemuseums Lauf. Das Projekt zeigt, wie digitale Technologien und angewandte Forschung regionale Kulturarbeit bereichern.

Digitale Erfassung und 3D‑Rekonstruktion der Exponate

In den vergangenen Wochen begleitete das TTZ Nürnberger Land ein besonderes kulturelles Kooperationsprojekt: Für das Industriemuseum Lauf wurden historische Objekte gescannt und im Makerspace des TTZ‑Standorts Röthenbach als präzise 3D‑Drucke nachgebildet.

Mithilfe eines hochauflösenden 3D‑Scanners digitalisierte das TTZ zunächst zwei archäologische Ausstellungsstücke. Anschließend wurden im 3D‑Druckverfahren realistische Repliken hergestellt, die sich kaum von den Originalen unterscheiden. Feine Strukturen und Oberflächendetails bleiben im Scan- und Druckprozess nahezu vollständig erhalten.

Greifbare Geschichte für Kinder und Jugendliche

Die Qualität der Reproduktionen überzeugte das Industriemuseum so sehr, dass es dem TTZ im Anschluss sechs weitere Objekte zur Reproduktion übergab. Die fertigen Nachdrucke wurden von TTZ‑Mitarbeiter Tobias Gunzelmann an Lars Hochreuther vom Industriemuseum übergeben.

Die Repliken werden ab April in der Sonderausstellung „Schau mal – denk mal!“ für museumspädagogische Hands‑on‑Formate eingesetzt. Kinder und Jugendliche können die Objekte dort berühren, untersuchen und so Geschichte auf interaktive Weise erleben.

Digitale Technologien als Beitrag zur kulturellen Bildung

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technologien wie 3D‑Scanning und 3D‑Druck zur kulturellen Bildung beitragen können. Gleichzeitig verdeutlicht es, wie Smart People | Smart Production in der Praxis wirken: Digitale Werkzeuge, regionale Zusammenarbeit und direkter Mehrwert für die Gesellschaft.

Das TTZ Nürnberger Land freut sich über die gelungene Kooperation und darüber, die kulturelle Bildungsarbeit der Region aktiv unterstützen zu können.

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