17.02.2026

Mikro-Photonik für die industrielle Anwendung

Wie verwandelt man komplizierte Laboraufbauten in kompakte, industrietaugliche Bauteile? Am 11. Februar zeigten Forschende der Arbeitsgruppe „Optische Quantentechnologien“, wie sie miniaturisierte und einfacher zu bedienende Bauteile für den Einsatz in Quantentechnologien entwickeln. Das Munich Quantum Valley (MQV) war mit seiner Veranstaltungsreihe „MQV-Einblicke“ zu Gast. Das Publikum hörte zunächst gebannt den Vorträgen von Prof. Dr. Andreas Stute, Prof. Dr. Bernd Braun und Prof. Dr. Rainer Engelbrecht zu, bevor es verschiedene Labore besichtigen durfte.

Nach einer allgemeinen Einführung in die Quantenphysik, die dem Publikum einen groben Überblick über die Theorie der Quantenmechanik und deren Absonderlichkeiten, Anwendungsbeispiele der ersten Quantenrevolution und Versprechen der zweiten Quantenrevolution – in der Quanteneigenschaften und -zustände gezielt technologisch ausgenutzt werden sollen – verschaffte, wurde konkreter die Quantentechnologieforschung an der Ohm vorgestellt. 

Analog zur Entwicklung klassischer Computer, wo Transistoren, die vor 100 Jahren noch grobe, klobige Aufbauten waren, heute zu Hundertausenden Platz auf einem Mikrochip finden, sollen auch in den Quantentechnologien komplexe Laboraufbauten so weit miniaturisiert werden, dass kompakte Bauteile daraus entstehen, die tauglich für den industriellen Einsatz sind. An diesem Prozess forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Ohm und leisten somit auch einen entscheidenden Beitrag zu einem effektiven Quantentechnologie-Transfer aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung. 

Wie die Fertigung von Mikro-Optiken tatsächlich vonstattengeht, konnten die Besucherinnen und Besucher nach der theoretischen Einführung anschließend bei Laborführungen selbst aus nächster Nähe begutachten. Im Labor für Optische Quantentechnologien war eindrucksvoll zu sehen, wieviele Laser, Kabel, Linsen, Strahlteiler und andere spezialisierte optische Komponenten eines Versuchsaufbaus in einem kompakten Bauteil Platz finden müssen.

Die Ohm ist mit der Berufung von Prof. Dr. Andreas Stute Partner im Netzwerk des Munich Quantum Valley, einem Zusammenschluss mehrerer Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, Industrie und Wissenschaft in den Zukunftsbereichen Quantencomputing und Quantentechnologien zusammenzuführen. Die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Quantentechnologien an der Ohm ist Bestandteil der Fördermaßnahme Munich Quantum Valley, gefördert durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst aus Mitteln der Hightech Agenda Bayern Plus.

Weitere Informationen zur Quantenforschung an der Ohm

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