Dienstag, 03. November 2026, 17:30 Uhr – 19:00 Uhr

Der Himmel mit Röntgenaugen gesehen

Beschreibung:

Zur Erforschung des Universums werden heute Teleskope in allen Spektralbereichen eingesetzt, die komplementäre Informationen über Sterne, Galaxien und vieles mehr liefern. Dazu zählen auch Teleskope, die Röntgenstrahlung aus dem Weltall messen und die Objekte, die sie aussenden, abbilden. Röntgenstrahlung deutet meistens auf hohe Temperaturen oder hochenergetische Prozesse hin, wie sie zum Beispiel in der Umgebung Schwarzer Löcher ablaufen.

Der Vortrag geht auf die Abbildungstechniken für Röntgenstrahlung ein und zeigt am Beispiel des 2019 gestarteten Weltraumteleskops eROSITA, das am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik entwickelt und gebaut wurde, welche Herausforderungen bei einem solchen Weltraumprojekt zu meistern sind, wie wichtig sorgfältige Tests am Boden sind und welche Forschungsergebnisse bisher gewonnen wurden. eROSITA, das für "extended ROentgen Survey with an Imaging Telescope Array" steht, hat den kompletten Himmel im Röntgenlicht kartiert und dabei mehr Röntgenquellen gefunden als alle anderen Röntgenteleskope zusammen jemals entdeckt haben. Und mithilfe von zehntausenden Galaxienhaufen, deren heißes Gas im Röntgenlicht leuchtet, wird versucht, der mysteriösen Dunklen Energie auf die Spur zu kommen, aus der unser Universum zu 70% besteht und das von ihr auseinandergetrieben wird.

Referierende:Dr. Peter Friedrich, Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
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