23.07.2026

Sprachverarbeitung in den Gesundheitswissenschaften

Wie können Sprachdaten dabei helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Menschen im Alltag zu unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der finale Termin der Ohm Innovation Talks im Sommersemester.

Im Mittelpunkt stand der Forschungsverbund SPEECHES (Speech Processing in Health Sciences), in dem Forschende der Ohm die Erkennung, Analyse und das Verständnis sogenannter atypischer Sprache untersuchen. Dazu zählen unter anderem Sprach- und Sprechstörungen sowie sprachliche Veränderungen infolge neurologischer oder psychischer Erkrankungen. Ziel ist es, neue Möglichkeiten für Diagnostik, Beratung und Therapie zu erschließen.

In seinem Impulsvortrag erläuterte Prof. Dr.-Ing. Korbinian Riedhammer, wie Sprache Informationen über den körperlichen und psychischen Zustand eines Menschen enthalten kann. Im Anschluss konnten die Gäste an mehreren Demoständen konkrete Teilprojekte kennenlernen. Prof. Dr. Sven Winkelmann, Prof. Dr. Jens Albrecht und Prof. Dr. Cristian Axenie präsentierten aktuelle Forschungsansätze und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

SPEECHES zählt zu den größten Forschungsprojekten der Hochschule. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Verbund seit 2025 im Rahmen ihres Programms „Forschungsimpulse“ mit insgesamt sechs Millionen Euro. Zehn Professorinnen und Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten dabei interdisziplinär an der Weiterentwicklung sprachbasierter Anwendungen für die Gesundheitswissenschaften.

Die Ohm Innovation Talks machen die Forschungsaktivitäten der Hochschule für die Öffentlichkeit sichtbar und transparent: Expertinnen und Experten der Hochschule berichten im OIC aus ihren Forschungsgebieten, um anschließend mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungsreihe findet mit freundlicher Unterstützung durch den Bund der Freunde statt.

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