06.03.2026

Team um Prof. Gaugler auf der 18. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau vertreten

Die 18. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau fand vom 3. bis 6. März 2026 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn unter dem Motto „Widerspruch begegnen - viele Antworten, ein Ökolandbau“ statt. Mit einem Beitrag rund um die ökologische und nachhaltige Ernährungswirtschaft waren Mitarbeitende vom Ohm Sustainability Campus Neumarkt (OSCN) vertreten.

Die WITA richtet sich an Wissenschaftler, Beratende und forschungsaffine Praktiker aus dem ökologischen Landbau und angrenzenden Disziplinen, die sich mit fundierten Beiträgen in den fachlichen Diskurs einbringen und neue Impulse für Forschung und Praxis setzen möchten. Die Teilnehmer erarbeiten, wie eine Transformation der Wirtschaft und des Wirtschaftens hin zu nachhaltigen Praktiken und entsprechenden Kompetenzen in der Hochschulbildung vermittelt werden können. Darüber hinaus ergaben sich gute Gespräche und es konnten Kontakte zu anderen Hochschulen und Wissenschaftlern geknüpft werden. 

Am Donnerstagvormittag stellten Carola Hofmann und Felix Hirschberg (beide Mitarbeitende bei Prof. Dr. Tobias Gaugler, Fakultät BW) die Ergebnisse der TressBrüder-Aktion vor, bei der die TressBrüder vom 26. Mai bis zum 1. Juni 2025 in drei ihrer Restaurants (Heimatküche, Friedrichshöhle und Museumrestaurant) zur „Wahre Preise“-Aktionswoche einluden. Die Restaurantgäste hatten dabei die Möglichkeit, den Preis für ausgewählte Gerichte selbst zu bestimmen - entweder den herkömmlichen Bio-Preis oder den „wahren Preis“, der zusätzlich die Umweltfolgekosten für Klima, Boden, Wasser und Gesundheit berücksichtigt. Diese Aktion sollte nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch ermutigen, Konsumentscheidungen bewusster zu treffen. Denn: Wer versteht, welche (Umwelt-) Folgen ein Produkt für Mensch und Umwelt hat, trifft verantwortungsvollere Entscheidungen. 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten je nach Ernährungsform und Alter unterschiedliche Gründe für ihre Essenswahl und ihren Verzicht haben. Fleischesser achten stärker auf regionale Herkunft, während Vegetarier vor allem Tierwohl und Saisonalität betonen. Vegane Optionen werden besonders häufig aus Gesundheitsmotiven gewählt. Jüngere schätzen die Umweltbelastung von Fleisch und Fisch höher ein, während Ältere differenzierter urteilen. Bei Verzichtsgründen nennen Ältere häufiger ethische und ökologische Aspekte, während für Jüngere vor allem der Preis entscheidend ist. Insgesamt wird deutlich, dass Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Ernährung an die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen angepasst werden sollten. 

Louisa Häußler (Leitung Nachhaltigkeit, TressBrüder) resümiert: „Die Aktion hat uns dabei geholfen, um das Preisverständnis unserer Kunden besser kennenzulernen und die Gästekommunikation hinsichtlich der etwas höheren Bio-Preise zu verbessern. Im BioRestaurant Rose wird seitdem auf einer Seite erklärt, was es mit den „wahren Preisen“ auf sich hat. So schaffen wir Transparenz darüber, wie sich Preise zusammensetzen und warum nachhaltig erzeugte Lebensmittel langfristig einen echten Mehrwert für Umwelt, Landwirtschaft und Gesellschaft bieten - ganz im Sinne unserer Firmenphilosophie „Miteinander für Mensch und Natur“.“ 

 

Weitere Informationen zur 18. WITA in Bonn erhalten Sie hier.  

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