28.10.2026

Gesundheit & Resilienz im Fokus der Fachexkursion

Fachlich auch zum Ohm-Gesundheitstag passend, führte die Exkursion Bachelor- und Masterstudierende des Ohm Sustainability Campus Neumarkt zu den Klosterbetrieben Plankstetten. Sie war damit inhaltlich stark auf Planetary Health sowie unternehmerische und Versorgungs-Resilienz ausgerichtet, passend zum Leitbild und Werbeslogan vor Ort „Leben aus dem Ursprung“.

Für die Module „Ökologischer Landbau und Ökosystemwirtschaft“ im Bachelorstudiengang Bio-Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement sowie „Systemisches Management und Transformation“ im MA Kreislaufwirtschaft und resiliente Ernährungssysteme, halten die ökologisch wirtschaftenden Klosterbetriebe (Klosterbetriebe Plankstetten) ein großes und anschauliches Lernportfolio bereit.

Gesunde Lebensmittel von einem gesunden Planeten für gesunde Menschen lautet das aktuelle Zielbild einer zukunftsfähigen „Planetary Health Diet“, die von den Benediktinern bereits seit bald 1000 Jahren verfolgt wird. Gleichzeitig ist es hier Ziel, die Schöpfung und damit Lebens- und Produktionsgrundlagen zu bewahren, heute Nachhaltigkeit und Resilienz genannt. Genau das wird vor Ort vom Acker bis auf den Teller gelebt und veranschaulicht. Diesem Weg folgte auch der Ablauf der Exkursion.

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Stautenhof werden in der Urproduktion pflanzliche und tierische Lebensmittel, Bioenergie und Ökosystemleistungen (Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit und Kohlenstoffbindung, Wasserreinigung) erzeugt, die überwiegend in den weiteren Klosterbetrieben Bäckerei, Metzgerei und Großküche (Versorgung Personal, Tagungsgäste, Gaststätte und Mönche) veredelt und vermarktet werden. Wertschöpfung also direkt vor Ort. Darüber hinaus werden beispielsweise die Bioland-Kartoffeln an Burgis in Neumarkt geliefert, um damit die Bio-Linie des Kartoffelteigspezialisten im Landkreis zu produzieren.

In der Klostergärtnerei konnte anschließend veranschaulicht werden, wie Unternehmen der Urproduktion sich robust und resilient auf die Klimakatastrophe, Extremwetter und zunehmend gestörte Lieferketten einstellen können. Die große Vielfalt im Anbau und den Produktionsausrichtungen ist die feste Bank und Rückversicherung für eine stabile Versorgung mit Lebensmitteln. Vielfalt als Schlüssel für ökonomische, ökologische und soziale Resilienz. Alarmierend dagegen: Die großen unterirdischen Wasserspeicher haben im vergangenen Sommer nicht ganz ausgereicht, hier gilt es weitere Lösungen zu etablieren, um heiße und trockene Sommer auch zukünftig zu überstehen. Dies war mit die wichtigste und eindrücklichste Erkenntnis auf der Exkursion. Darüber hinaus sind die Klosterbetriebe bilanziell energieautark, da neben Biogasanlage und Photovoltaikanlagen der eigene Wald eine Hackschnitzelheizung und die eigene Schreinerei versorgt.

Maximilian Wittmann, Absolvent des Neumarkter Studiengangs Management in der Biobranche, ist in den Klosterbetrieben mittlerweile nicht nur für Vermarktung und Vertrieb zuständig, sondern ebenfalls für Controlling und Personal. Er konnte in seinem Vortrag über Nachhaltigkeit in den Klosterbetrieben auch die hervorragende Passfähigkeit seines Studiums zu seinen aktuellen Aufgaben veranschaulichen, bevor die Studierenden im Klosterladen mit großer Bäcker- und Metzgertheke das gesamte Sortiment der Klosterbetriebe einschließlich der Dienstleister (Verarbeitung Klosterrohstoffe z.B. zu Bier und Feingebäck) studieren konnten.

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