Der mit der Promotion verbundene Qualifizierungsprozess besteht in erster Linie in der Forschungstätigkeit und der Erstellung der Dissertation. Ein promotionsbegleitendes Programm soll diesen Prozess optimal unterstützen. Neben der Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen gehören zu einem promotionsbegleitenden Programm auch die Persönlichkeitsbildung, Karriereentwicklung und Vernetzung. In Kombination mit Ihren individuellen Voraussetzungen sowie der fachspezifischen Einbettung möchten wir Ihnen einen Programm bieten, das eine größtmögliche Freiheit zur eigenen Entfaltung mit einem Mindestmaß an Pflichtelementen kombiniert, die im Sinne der Qualitätssicherung erforderlich sind.

Organisatorisch ist die Umsetzung des promotionsbegleitenden Programms an den Betreuungshochschulen angesiedelt. Die miteinander abgestimmten Angebote stehen jedoch allen Promovierenden der Promotionszentren der kooperierenden Hochschulen offen und werden gegenseitig anerkannt. Gleichwertige Veranstaltungen anderer Einrichtungen können ebenfalls anerkannt (z.B. BayZiel, BayWISS) werden.

Die Veranstaltungsformate sind in der Regel kostenfrei. Für die Teilnahme wird Ihnen eine Bescheinigung ausgestellt.

Gerne stehen Ihnen die Geschäftsstelle sowie die professoralen Mitglieder beratend zur Seite.

Elemente des promotionsbegleitenden Programms

Das promotionsbegleitende Programm besteht aus fachübergreifenden (allgemeines promotionsbegleitendes Programm) und fachspezifischen (fachliches promotionsbegleitendes Programm) Elementen. Das allgemeine promotionsbegleitende Programm ist in § 13 Abs. 6 RPromO beschrieben und besteht aus Wahlpflicht- und Pflichtelementen, die als Voraussetzung zur Zulassung zum Promotionsverfahren nachzuweisen sind, sowie fakultativen Elementen, die Sie freiwillig besuchen und ggf. individuell mit Ihrer (Erst-)Betreuerin oder Ihrem (Erst-)Betreuer vereinbaren können. Das allgemeine promotionsbegleitende Programm muss von Promovierenden aller Promotionszentren absolviert werden. Das fachliche promotionsbegleitende Programm wird in der jeweiligen FPromO festgelegt.

Angebote für das Wintersemester 2026/2027

Wissenschaftliches Arbeiten mit Plan – Feinschliff für wiss. MitarbeiterInnen und DoktorandInnen

Datum: 23.11.26 / 25.11.26 / 26.11.26 

Uhrzeit: 8:30 - 13:30 Uhr

Referentin: Esther Arens

Max. Teilnehmerzahl: 12

Ort: Virtuell (Zoom)

Kurzbeschreibung: In diesem Workshop vertiefen Sie Ihre Kenntnisse über wissenschaftliche Arbeitstechniken und erhalten Impulse zur Optimierung Ihres wissenschaftlichen Arbeitens. 

Inhalte:

• Formalia einer wissenschaftlichen Arbeit (Qualitätskriterien, formaler Aufbau, Dissertationsformen)
• Arbeitsplanung und Selbstorganisation (Projektplan erstellen, Überblick behalten, Ziele im Promotions- und Arbeitsalltag stressfrei(er) erreichen)
• Erstellungsprozess einer Dissertation (Themensuche und Konzeptarbeit, Materialsammlung und -auswertung, Strukturierung, wissenschaftliches Schreiben)
• Instrumente und Praxistipps (Kreativitätstechniken erfolgreich einsetzen, informationstechnologische Instrumente effektiv nutzen)

 

Gute Wissenschaftliche Praxis

Datum: 12.01.27 (Virtuell) / 26.01.27 (Präsenz) 

Uhrzeit: 12.01.: 16:00-17:30 Uhr + 26.01.: 13:00-17:00 Uhr

Referent: Prof. Dr.-Ing. habil. Rainer Engelbrecht

Max. Teilnehmerzahl: 12 

Ort: Virtuell (Zoom) + Präsenz (Ohm, WE.008)

Kursbeschreibung: In den Seminarveranstaltungen sollen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse über gute wissenschaftliche Praxis (GWP) anhand des Kodex und der Leitlinien der DFG vertiefen, sowie die Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und den Umgang mit wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Ohm erlernen. Im Anschluss sollen einzelne Regelungen und Definitionen zur GWP in Zweiergruppen in Präsenz präsentiert und gemeinsam diskutiert werden.

Hinweis: Auf Wunsch des Referenten werden nur Teilnehmende mit gültiger Ohm-Mailadresse zugelassen. Sollten Sie keine Ohm-Adresse besitzen, wenden Sie sich bitte an Frau Catalano (jacqueline.catalano@th-nuernberg.de).

Schreiblust statt -frust

Datum: 09.10.26

Uhrzeit: 08:30 – 16:30 Uhr

Referentin: Esther Arens

Max. Teilnehmerzahl: 12

Ort: Virtuell (Zoom)

Kursbeschreibung: Wer kennt sie nicht: die Angst vorm weißen Blatt? Das endlose Warten auf den richtigen Moment? Das Chaos im Kopf. Das ständige Steckenbleiben oder die Sorge, niemals fertig zu werden. Schreibschwierigkeiten sind häufige Begleiter im wissenschaftlichen Schreibprozess. Wer sich nicht länger ausbremsen lassen möchte, braucht praktische Strategien und Werkzeuge, um den Schreibfrust zu überwinden. Im eintägigen Workshop entwickeln wir Lösungsideen für die persönlichen Schreib-Herausforderungen und stärken die Schreibkompetenz.

Inhalte:

• Ursachen für Schreibhemmungen: Schreibprobleme analysieren, persönliche Blockade-Trigger kennen und verstehen
• Strategien gegen Schreibfrust: bewährte Techniken und individuelle Lösungsansätze finden, die Lust aufs Schreiben machen; dazu gehören z.B. kreative Schreibdenk-Methoden, Umgang mit inneren Kritikern
• Motivation und Selbstmanagement: ideale Schreibbedingungen schaffen, produktiven Schreiballtag gestalten, positive Schreibhaltung aufbauen
• Einsatz von KI-Tools als Schreibhelfer? Möglichkeiten und Grenzen beim wissenschaftlichen Schreiben reflektieren

 

Einführung ins Forschungsdatenmanagement 

Datum: 08.12.26

Uhrzeit: 09:00 – 16:30 Uhr

Referentin: Raphaela Schneider

Max. Teilnehmerzahl: 12

Ort: Präsenz (Ohm, Raum tba)

Kursbeschreibung: Der Workshop Einführung ins Forschungsdatenmanagement beantwortet die Fragen, die Promovierende sich früher oder später ohnehin stellen: Was zählt eigentlich alles zu meinen Forschungsdaten – und wie behalte ich dabei den Überblick? Wie plane und organisiere ich meine Daten so, dass ich später nicht im eigenen Material versinke? Welche Anforderungen stellen meine Forschungsgruppe, die Hochschule und Förderer an mein Datenmanagement, und wie gehe ich mit einem DMP sinnvoll um? 

Wir klären außerdem, wie Metadaten und Dokumentation den Forschungsalltag erleichtern und welche Speicherlösungen wirklich zuverlässig sind. Auch Tools wie eLAB, passende Repositorien und hilfreiche Services der THN werden gezeigt und ausprobiert. Der Workshop richtet sich an alle, die ihr Promotionsprojekt professionell aufstellen möchten – und dabei wissen wollen, wie man Datenchaos gar nicht erst entstehen lässt.

 

Die Abschlussphase der Promotion planen und die Disputation erfolgreich meistern

Datum: 19.01.27

Uhrzeit: 9:00 – 17:00 Uhr

Referentin: Dr. Alexander Egeling

Max. Teilnehmerzahl: 15

Ort: Virtuell (Zoom)

Kursbeschreibung: Wenn der Abschluss der Promotion näher rückt, gilt es, noch einmal durchzuatmen und die letzten Hürden aus dem Weg zu räumen. Allerdings bringen einen pauschale Tipps hierbei oft nicht weiter. Daher soll in diesem Workshop die Individualität der sich stellenden Herausforderungen gewürdigt und angemessen behandelt werden. Dementsprechend wird es neben einigen generellen Tipps zum effizienten Abschließen vor allem viel Raum geben für Fragen, Hintergründe und personifizierte Unterstützungsangebote. Von Schwierigkeiten beim Niederschreiben der Dissertation über Organisations- und Kommunikationsprobleme jeglicher Art bis hin zur Suche nach einer Richtung für die weitere Karriere können alle möglichen Themen behandelt werden. In einem strukturierten Ablauf werden persönliche Herausforderungen identifiziert, hinterfragt und bestmöglich bearbeitet. Inputs des Dozenten und Tipps der anderen Teilnehmenden unterstützen und helfen, für sich selber Klarheit zu bekommen und die eigenen Stärken bestmöglich einsetzen zu können. Jede:r erarbeitet einen Plan für den eigenen Promotionsendspurt.

 

Strategien für mentale Stärke und Orientierung in der Promotion

Datum: 29.01.27

Uhrzeit: 9:00 – 14:00 Uhr

Referentin: Dr. Eva Reichmann

Max. Teilnehmerzahl: 15

Ort: Virtuell (Zoom)

Kursbeschreibung: Hoher Leistungsdruck, strukturelle Unsicherheit, fehlende Betreuungskultur oder unklare Zukunftsperspektiven können bei Promovierenden zu Stress, Ängsten und Burnout führen. Da Promovierende selbst oft wenig Einfluss auf diese strukturellen Faktoren haben, ist es zum einen wichtig, vorzubeugen, um zu verhindern, dass die mentale Gesundheit Schaden nimmt – zum anderen Handlungsoptionen zu entwickeln, um gegensteuern zu können.

Inhalte:

  • Basisinformationen zum Thema „Mental Health und Resilienz“ (Material auf Lernplattform)
  • Was stresst mich? Analyse der individuellen Herausforderungen (Bedarfsabfrage und aktive Workshoparbeit)
  • Handlungsoptionen: Maßnahmen bei
  • unklaren Erwartungen
  • unklarer oder schlechter Kommunikation
  • zu vielen Aufgaben
  • Leistungsdruck von außen
  • ineffizienten Arbeitsprozessen
  • eigenen Ansprüche
  • Unsicherheit und Ambiguität
  • Entscheidungen treffen: change it - love it - leave it!
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