13.05.2019

Kompetenz, Qualitätssicherung und staatliche Anerkennung

Treffen des Fachbereichstags Soziale Arbeit an der TH Nürnberg

Der Fachbereichstag Soziale Arbeit ist das zentrale Vertretungsorgan der Fakultäten mit Studiengängen der Sozialen Arbeit an deutschen Hochschulen. Auch die Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg ist Mitglied und vom 13. bis zum 15. Mai 2019 Gastgeber der diesjährigen Austauschplattform. Spannender Themenschwerpunkt:
Forschung und Entwicklung im Bereich Soziale Arbeit und der Ausbau neuer Forschungsprogramme.

Nürnberg, 13. Mai 2019.
„Die Soziale Arbeit fördert als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin gesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen.“ Diese internationale Definition zur Sozialen Arbeit hat die Internationale Föderation der Sozialarbeit 2014 beschlossen. Die Sozialwissenschaften an den Hochschulen leisten weiterführende Impulse zur sozialen Veränderung und Entwicklung.
Seit über 100 Jahren bündelt der Fachbereichstag Soziale Arbeit (FBTS) als ein übergeordnetes, kollegiales Organ die fachlichen, organisatorischen und bildungspolitischen Aktivitäten von rund 80 Hochschulstandorten. Er ist das zentrale Vertretungsorgan der Studiengänge und -programme der Sozialen Arbeit mit einem hohen Aktivitäts- und Wirkungsgrad. Auch die TH Nürnberg, vertreten durch die Fakultät Sozialwissenschaften, ist Mitglied des FBTS. Vom 13. bis zum 15. Mai 2019 richtet die TH Nürnberg mit einer hochaktuellen Austauschplattform das deutschlandweite Treffen der Dekaninnen und Dekane von Fachbereichen und Fakultäten mit dem Studienangebot Soziale Arbeit aus. Bei den halbjährlichen Treffen diskutieren die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen neue fachliche Positionen und organisatorische Belange der Sozialen Arbeit.
Eine Aufgabe des FBTS ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Leistung der Sozialen Arbeit im Bereich von Forschung und Entwicklung zu lenken und neue inhaltliche Initiativen in den Ausbau neuer Forschungsprogramme einzubringen.
Der Fachbereichstag an der TH Nürnberg bietet ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Dr. Ulla Schmidt-Nitsche vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg erläutert beispielsweise die Bedeutung der Staatlichen Anerkennung in der Sozialen Arbeit. Der Fachbereichstag Soziale Arbeit setzt sich sowohl auf der Ebene des Bundes und der Länder als auch auf internationaler Ebene dafür ein, dass die Ausbildungsstandards, die zur staatlichen Anerkennung führen, erhalten und weitergeführt werden. Die Fragen, wer mit welchem Hochschulabschluss in Sozialer Arbeit mit einer staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter sowie als Sozialpädagogin oder als Sozialpädagoge arbeiten darf, welche Studiengänge die Hochschulen für angewandte Wissenschaften anbieten können und über welche Qualifikationen Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Sozialer Arbeit verfügen sollen, spielen aktuell auch in der hochschulpolitischen Entwicklung eine große Rolle. Dies wird vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses von Universtäten, Studienangebote zu etablieren, die zur Staatlichen Anerkennung führen, intensiv zu diskutieren sein. In Workshops lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem, wie sie ihre Forschung in der Sozialen Arbeit vorantreiben.
Prof. Dr. Ruth Limmer, Dekanin der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg: „Der Fachbereichstag Soziale Arbeit fördert sowohl die Bildung als auch die Wissenschaft. Auch die Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg ist überaus aktiv und erfolgreich in praxisnaher Forschung und Entwicklung. Das spiegelt auch die Zahl der Drittmittelprojekte wider, die unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration oder das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit fördern.“ So engagiert sich die Fakultät mit ihren laufenden Forschungsprojekten auch in der Stadt Nürnberg, zum Beispiel mit den Projekten ‚Nachbarschaftshilfe in Nürnberg‘ oder ‚Wohnungslosigkeit in Nürnberg‘.


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