Startschuss für den Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) war das Wintersemester 2013/14 und er hat sich seitdem fest an der Fakultät Betriebswirtschaft etabliert. Der konsekutive Studiengang baut auf dem Bachelor durch anwendungsbezogene Lehre auf und vertieft das Grundlagenwissen.

Verständnis in den speziellen Bereichen des nationalen und internationalen Wirtschafts- und Unternehmensrechts mit seinen europäischen Bezügen wird vermittelt. Der Studiengang Master of Laws wendet sich an Absolventinnen und Absolventen der Betriebswirtschaft, des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsrecht (LL.B.) sowie auch an Juristinnen und Juristen mit Erstem Staatsexamen.

Abschluss
Master of Laws
Regelstudienzeit
3 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Besonderheiten

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) bietet an der TH Nürnberg einen breit gestreuten Fächerkatalog mit neun Pflichtfächern aus dem gesamten Unternehmensrecht an. Nach dem Abschluss des Studiengangs sind die Studierenden in der Lage, in allen Führungspositionen eines Unternehmens (Einkauf, Vertrieb, Finanzierung, Marketing etc.) rechtssichere Entscheidungen zu treffen und entsprechende Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter/innen zu übernehmen. Aufgrund der guten Kontakte der TH Nürnberg zu ausländischen Hochschulen können auch Auslandserfahrungen durch Absolvieren eines Auslandssemesters gefördert werden. Die praxisbezogene Lehrweise, welche durch die Einbindung von Lehrbeauftragten stets gesichert ist, sowie die Arbeit in Kleingruppen tragen zu einem besonders positiven Lernklima bei. 

Interessante Zahlen und Daten

Aktuell gibt es ca. 80 Studierende im Studiengang (Stand Wintersemester 2016/2017); Pro Semester beginnen durchschnittlich etwas mehr als 15 Studierende mit dem Studium. 

Studienbeginn
Wintersemester oder Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 31.05.2019
Für das Sommersemester: 15.11.2018 bis 15.12.2018
Zuständige Fakultät
Betriebswirtschaft
Akkreditiert

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) an der TH Nürnberg umfasst drei Semester Regelstudienzeit und ist in vier Studienabschnitte unterteilt.

Aufbau des Studiums

Module Generale

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Juristinnen/Juristen zu belegen

Lernziele

Erlernen der Fähigkeiten zum Verstehen der Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft und der daraus resultierenden konstitutiven, institutionellen und entscheidungsorientierten Handlungsalternativen. Anwendung betriebswirtschaftlicher Modelle, Konzepte und Lösungsansätze zur Lösung von Managementaufgaben im Rahmen von Fallbeispielen. Trainieren von Methoden der Entscheidungsvorbereitung und Entscheidungsfindung im betriebswirtschaftlichen Umfeld.

Inhalt

  • Einführung
  • Ziele, Kennzahlen, Strategien, Unternehmensethik
  • Produktionsfaktoren
  • Art und Aufbau von Unternehmen
  • Größe und Wert von Unternehmen
  • Betriebliche Funktionen
  • Standort
  • Rechtsformen
  • Unternehmenszusammenschlüsse

Freiwillige Teilnahme am Unternehmensplanspiel möglich: Das Unternehmensplanspiel ist eine computergestützte Wirtschaftssimulation. Es kann als praxisorientierte Ergänzung zur Vorlesung Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre betrachtet werden. Das Entscheidungstraining sowie der Simulationsteil können auch im E-Learning-Modus durchgeführt werden

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Wirtschaftswissenschaftlerinnen/Wirtschaftswissenschaftlern zu belegen.

Lernziele

Ziel des Kurses ist es, die Methodenlehre in der Rechtswissenschaft einzuüben, das juristische Denken in Anspruchsgrundlagen zu trainieren und das Verständnis der aktuellen Rechtsprechung zu vertiefen. Die Studierenden sind in der Lage, den klassischen Rechtsfall zu strukturieren, die Anspruchsgrundlagen methodisch zu beherrschen, den Unterschied zwischen Gutachten- und Urteilsstil zu erkennen und den Gutachtenstil auch in neuen und unvertrauten Situationen sicher anzuwenden. Überdies sollen die Studierenden die unterschiedlichen verfahrensrechtlichen und normativen Strukturen von Öffentlichem Recht und Privatem Recht verstehen.

Inhalt

In der Lehrveranstaltung werden die einzelnen Methoden der Rechtswissenschaft besprochen und Einblicke in die Rechtstheorie gegeben. Anhand dieser Kenntnis werden juristische Lösungen zu aktuellen Fällen aus dem Wirtschaftsprivatrecht entwickelt. Die Methodenlehre dient als Ausgangspunkt für das wissenschaftliche Arbeiten, so dass die Grundlagen für die Bearbeitung juristischer Themen im Kontext eingeübt werden. Besonderer Wert wird auch auf die korrekte juristische Zitierweise im juristischen Wissenschaftsbetrieb gelegt. In praxisorientierten Rechtsfällen wird die klassische Struktur von Musterlösungen geübt.

Gliederung:

  1. Abschnitt: Aufbau der Rechtsordnung (europäisches Recht und deutsches Recht, Privatrecht und öffentliches Recht, Gerichtsbarkeiten)
  2. Abschnitt: Juristische Methodenlehre (wörtliche Auslegung, grammatikalische Auslegung, historische Auslegung, teleologische Auslegung einschließlich teleologischer Reduktion)
  3. Abschnitt: Aktuelle Fallbeispiele unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Urteile des Öffentlichen Rechts und des Wirtschaftsrechts
  4. Abschnitt: Besonderheiten des europäischen Rechts und sonstigen Rechts – methodisches Vorgehen, Konkurrenzen, etc.
  5. Abschnitt: Wiederholung und Vertiefung des BGB AT und BGB BT
  6. Abschnitt: Wissenschaftliches Zitieren
  7. Abschnitt: Verfahrensrecht – Formen außergerichtlicher Streitbeilegung - Exkursion zum AG/LG Nürnberg

Das Modul schließt mit einer schriftlichen Prüfung im Gutachtenstil ab.

Hinweis: Dieses Modul ist nur von Wirtschaftsjuristinnen/Wirtschaftsjuristen zu belegen.

Lernziele

Die Studierenden erhalten einen Einblick in das englische Rechtssystem mit Vergleichen zum deutschen Rechtssystem. Ziel ist es, den Teilnehmern vertieftes Problembewusstsein für die Gestaltung internationaler Verträge zu vermitteln. Des Weiteren werden Grundkenntnisse in der Taktik der Verhandlungsführung vermittelt und trainiert.

Inhalt

English Common Law

I. Classification of English Law

II. Sources of English Law

III. Common law legal systems

IV. What is a contract?

  1. Offer and acceptance
  2. Intention to create legal relations
  3. Consideration or deed
  4. Form
  5. Capacity to contract
  6. Questions / case study

V. What is the content of the contract?

  1. Express terms and implied terms
  2. Conditions, terms and warranties
  3. Exemption clauses
  4. Interpretation
  5. Questions / case study

VI. Discharge of contract

  1. Performance
  2. Breach
  3. Frustration
  4. Remedies for breaches of contract
  5. Questions / case study

VII. What is the role of third parties?

  1. General rule of privity of contract
  2. Exceptions to the rule of privity
  3. Questions / case study

VIII. The Organisation of the Royal Courts

  1. The inferior courts
  2. The superior courts

IX. The legal profession

  1. Barristers
  2. Solicitors
  3. Judges

 X. What makes a contract void or voidable?

XI. How does a contract come to an end?

XII. Tort Law

  1. The term “tort”
  2. Trespass
  3. Nuisance
  4. Negligence
  5. Strict liability
  6. Questions / case study

XIII. Property Law

XIV. Law of Trust

XV. Family Law

XVI. Law of Succession

B. Negotiation Skills

I. Competitive Negotiation

  1. Principles of competitive negotiation
  2. Competitive negotiation strategies
  3. Questions / case study

II. Cooperative Negotiation: The Harvard-Concept

  1. Principles of cooperative negotiation
  2. 4 basic principles of Harvard Concept
  3. Questions / case study

III. Mediation

  1. Concept and basics
  2. Procedural conditions
  3. Aims
  4. Phases
  5. Area of application
  6. Legal Framework
  7. Questions / case study

Lernziele

Fachkompetenz:
Die Studierenden kennen die wesentlichen rechtlichen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Aspekte der Geschlechterverhältnisse und können die Instrumente zur Förderung der Gleichstellung und zum Abbau von Diskriminierung und Unterrepräsentanz anwenden.

Lern- bzw. Methodenkompetenz:
Die Studierenden reflektieren Theorien und empirische Befunde der Geschlechterverhältnisse und entwickeln eigene argumentative Fähigkeiten in schriftlicher und mündlicher Form. Die Studierenden können verschiedene Methoden der Genderforschung erläutern.

Selbstkompetenz:
Die Studierenden können auf Grundlage der Kenntnisse in der Geschlechterforschung in ihrer späteren Berufspraxis gestaltende Entscheidungen treffen, die eine gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter in der Arbeitswelt fördert.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden als Basiskonzept verstanden, um geschlechtergerechte betriebswirtschaftliche Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsprozesse zu ermöglichen.

Sozialkompetenz:
Die Studierenden reflektieren ihre eigene Geschlechterrolle und vertreten ihre Fachmeinung wertschätzend in Gruppendiskussionen.

Inhalt

Durch einen historischen Rückblick vergegenwärtigen sich die Teilnehmenden die gesellschaftlichen und rechtlichen Veränderungen bzgl. der Geschlechterverhältnisse insb. in den vergangenen Dekaden in der BRD. Die wesentlichen sozialwissenschaftlichen Theorien und Paradigmen der Geschlechterforschung werden vorgestellt und diskutiert (z. B. „doing gender“ „Intersektionalität“). Des Weiteren werden die ökonomischen Strukturen des Arbeitsmarktes unter gendersensibler Perspektive analysiert (Stichwort: horizontale und vertikale Segregation) und schließlich Instrumente zur Förderung der Gleichstellung und zum Abbau von Diskriminierung und Unterrepräsentanz behandelt (Gender Mainstreaming, Diversity Management, etc.). Die Wirksamkeit von gesetzgeberischen Maßnahmen (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Frauenquote in Aufsichtsräten) wird zusammen mit den Studierenden erörtert.

Lernziele

Die Studierenden kennen die gesellschaftlichen und historischen Gegebenheiten als Ausgangslage für die heutige Rechtsentwicklung. Die Studierenden sind in der Lage, die verschiedenen ökonomischen Modelle und ihre komplexen Wechselwirkungen auf das Recht kritisch zu beurteilen und eigenständig zu deuten. Sie erwerben Sozialkompetenz durch Reflexion der gesellschaftsrechtlichen und sozialen Strukturen. Die Präsentationsfähigkeit der Teilnehmer/innen wird durch Referate und Gruppendiskussionen vertieft.

Inhalt

Die Studierenden setzen sich anhand historischer Grundlagen mit der Verankerung des Rechts im Staat auseinander. Thematisiert werden insbesondere die römischen Wurzeln des deutschen Rechts sowie das Kirchenrecht. Hierdurch wird aufgezeigt, dass die damaligen Rechtsvorstellungen sich bis heute in unserer Rechtsordnung widerspiegeln, so z.B. im Familien- und Erbrecht, in der Konkurrenz zwischen Besitz- und Eigentumsrechten sowie im Vertragsrecht. Des Weiteren wird die soziologische Bedeutung des Rechts anhand der Theorien historischer Gesellschaftswissenschaftlicher zusammen mit den Studierenden erarbeitet und kritisch erörtert. Der Widerstreit zwischen sozialer Gesetzgebung und absoluter Gleichbehandlung wird untersucht und in die heutige Zeit transferiert. Die unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Interessen werden anhand der Entstehungsgeschichte des BGB erläutert und unter Anwendung rechtswissenschaftlicher Methodik analysiert. Neuere gesellschaftliche Prozesse in den letzten Jahrzehnten und ihre Auswirkungen auf das Recht und den Rechtsalltag werden aufgezeigt (z. B. gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzrechte, usw.). Die Auswirkungen der Gesetzgebung auf die Lebensverhältnisse werden anhand aktueller Gesetzgebungsvorhaben vertieft.

Die Studierenden setzen sich in Form von Referaten und Studienarbeiten mit der Funktion des Rechts problemorientiert auseinander.

Pflichtmodule Wirtschaftsrecht

Lernziele

Fachkompetenz:
Die Studierenden kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Kapitalgesellschaftsformen aus Sicht der Gesellschafter und der Leitungsorgane, insbesondere die Unterschiede zwischen Satzungsfreiheit und Satzungsstrenge. Sie sind in der Lage, komplexe Gestaltungsoptionen (insb. im GmbH-Recht) eigenständig anzuwenden und strategische Entscheidungen bei der Rechtsformwahl und bei Organstreitigkeiten zu treffen. Sie verstehen die Relevanz von Minderheitenschutz. Die Studierenden können die Rechtsform-Konkurrenz im Ausland eigenständig analysieren und neue Rechtsformen systematisch einordnen.

Lern- und Methodenkompetenz:
Die Studierenden können eine komplexe Aufgabenstellung aus dem Gesellschaftsrechts inner- halb vorgegebener Zeit in wissenschaftlich fundierter Weise selbstständig bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht dar- stellen. Sie vertiefen die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens und können diese korrekt als Hintergrund für die Masterarbeit anwenden.

Sozialkompetenz:
Die Studierenden können in Gruppendiskussionen ihre auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis gewonnenen Ergebnisse verteidigen und ihre eigene Meinung sicher vertreten.

Inhalt

Die Kursteilnehmer/innen nehmen an einer mündlichen Verhandlung beim Landgericht Nürnberg/Fürth (Kammer für Handelssachen) teil. Jeweils im Sommersemester besteht Gelegenheit zur Exkursion an den BGH. Sie wiederholen anhand der Personengesellschaften wichtige allgemeine Regelungen des Gesellschaftsrechts und vertiefen anhand von aktuellen Fallbeispielen aus der Rechtsprechung folgende Themengebiete:

1. GmbH und UG (haftungsbeschränkt)

  • Gründung (Satzungsspielräume, BGH-Rechtsprechung, MoMiG); Schutz der Minderheitengesellschafter
  • Finanzierung (Kapitalerhöhungsmaßnahmen, Kapitalschnitt, Gesellschafterdarlehen, Cash-Pooling)
  • Liquidation (Bezug und Abgrenzung zum Insolvenzrecht)

2. Aktiengesellschaft

  • Gründung (Satzungsstrenge, Verfahren, Börsengang, Bezug zum Kapitalmarktrecht)
  • Organe (Aufgaben, Kompetenzstreitigkeiten)
  • Corporate Governance
  • Finanzierung (Kapitalerhöhung, Beschlussanfechtung, Freigabeverfahren)
  • Mitbestimmung nach MitbestG, DrittelbetG (Bezug zum Arbeitsrecht – BetrVG)

3. KGaA

  • Organe
  • Mischformen und Besonderheiten

4. Societas Europaea (SE)

  • Gründung
  • Mitbestimmungsmodelle

5. e.G, VVaG, Stiftung, Mischformen

6. Rechtsformen innerhalb der EU (z.B. die englische private limited company (Ltd.), die PLC sowie die LLP) Bezug zur Niederlassungsfreiheit

7. Internationales Gesellschaftsrecht (US-Amerikanisches und Englisches Recht, Konfliktrecht)

8. Wiederholung und Vertiefung: Technik des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Quellenanalyse, Aufbau und Gliederung einer Studienarbeit, Zitierweise)

Lernziele

Die Studierenden können die Insolvenz eines Unternehmens gestaltend begleiten. Sie kennen außergerichtliche und insolvenzrechtliche Instrumente, um Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Die Studierenden sind dadurch in der Lage, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen, insbesondere strafbares Verhalten im Vorfeld einer Insolvenz zu vermeiden. Die Studierenden gewinnen Einblicke in die unterschiedlichen Interessenlagen der an einer Insolvenz Beteiligten. Sie kennen die rechtlichen Schritte, die im Fall der Insolvenz eines Vertragspartners erforderlich sind. Die verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen (Unternehmen, Organe, Gläubiger, Staat, Sozialversicherungsträger, Insolvenzverwalter) fördern die Transferleistungs- und Problemlösungskompetenz in Krisensituationen. Der Zusammenhang zum Kapitalgesellschaftsrecht wird erfasst. Die Studierenden können insolvenzrechtliche Probleme eigenständig und auf wissenschaftlicher Grundlage lösen. In Rollenspielen schulen die Studierenden ihre Führungs- und Konfliktkompetenz.

Inhalt

Die Kursteilnehmer/innen erarbeiten (unter Anleitung eines Insolvenzrichters, eines Insolvenzverwalters sowie einer Professorin) anhand von hochaktuellen Fallstudien aus der Unternehmenspraxis folgende Themengebiete:

1. Krisenverlauf eines Unternehmens aus juristischer Sicht

2. Haftungsrechtliche Risiken in der Krise

  • Strafrechtliche Konsequenzen für Leitungsorgane (Insolvenzverschleppung § 15a InsO, Untreue § 266 StGB, Insolvenzdelikte § 283 StGB, Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen § 266a StGB, Betrug § 263 StGB, Verletzung von Buchführungspflichten § 283 b StGB, Strafbarkeit im Unternehmen – Organhaftung § 14 StGB)
  • Zivilrechtliche Regressansprüche gegenüber den Leitungsorganen bei Insolvenzverschleppung, Zahlungsverbote in der Krise, Existenzvernichtungshaftung
  • Strafrechtliches Handeln von Gesellschaftern
  • Risiken für Banken (Kreditsicherungsrecht: Sittenwidrigkeit, Schuldnerknebelung, Prioritätsprinzip)
  • Gesellschaftsrechtliche Risiken (eigenkapitalersetzendes Darlehen, Unterbilanzhaftung, Cash-Pooling, § 826 BGB); Bezug zum Kapitalgesellschaftsrecht

3. Eröffnungsgründe

  • Zahlungsunfähigkeit und drohende Zahlungsunfähigkeit
  • Überschuldung
  • Beseitigung der Eröffnungsgründe (Beseitigung der Straf- barkeit)

4. Das Eröffnungsverfahren seit ESUG

  • Fremd- und Eigenantrag, vorläufige Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren
  • Zuständigkeit des Insolvenzgerichts (COMI, EuInsVO)
  • Sicherungsmaßnahmen
  • Abweisung mangels Masse

5. Das Insolvenzverfahren

  • Rechtliche Folgen
  • Gläubigertypen
  • Wahlrecht bei gegenseitigen Verträgen
  • Arbeitsverträge
  • Mietverträge
  • Gesellschafterleistungen
  • Insolvenzanfechtung
  • Verwertung von Sicherheiten und Masseverteilung

6. Restrukturierung durch Insolvenzplan

Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage, in allen Bereichen unternehmerischer Tätigkeit Vertragsverhandlungen zielorientiert zu begleiten und auch in neuen und unvertrauten Situationen auf wissenschaftlicher Grundlage Verträge rechtssicher, gegebenenfalls unter Mithilfe außenstehender Experten, zu gestalten. Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Aushandeln von nationalen und internationalen Verträgen, begreifen die vertragsübergreifenden Zusammenhänge des Wirtschaftsrechts und können unwirksame Klauseln erkennen und vermeiden. Sie beherrschen die grundlegenden Methoden der Vertragsgestaltung in der Privatwirtschaft und können eigene interdisziplinäre Lösungsansätze entwickeln. Sie sind befähigt, eigenständig nationale und internationale Projekte in einem interdisziplinären Umfeld zu begleiten und rechtliche Konflikte im Vorfeld zu beseitigen. Sie erkennen den Zusammenhang zu außergerichtlichen Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Inhalt

Die Studierenden erarbeiten anhand von Praxisbeispielen und aktuellen Fällen aus der Rechtsprechung folgende Themengebiete:

1. Grundlagen der Vertragsgestaltung

  • Definition
  • Abgrenzung
  • Personen der Vertragsgestaltung
  • Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen
  • Einzelne Schritte der Vertragsgestaltung
  • Internationale Sachverhalte

2. Praxis der Vertragsgestaltung

  • Struktur des Rechtsgeschäfts (Form, Sprache, allgemeine Strukturüberlegungen)
  • Grundaufbau (Eingang, Präambeln, Form- und Rechtswahlvereinbarungen bei internationalen Verträgen, Vereinbarung der Rechte und Pflichten, Gesetzliche und vertragliche Störfallvorsorge, Erfüllungs- und Vollzugshandlungen, Absicherung der Erfüllungshandlungen, Anpassungs-, Konflikts- und Lösungsklauseln, Informations- und Belehrungspflichten, Schlussbestimmungen)

3. Grenzen der Vertragsgestaltung

  • Zwingendes Recht
  • Gesetzliche Verbote
  • Sittenwidrige Gestaltungen
  • Grundsatz von Treu und Glauben
  • Klauselverbote
  • Steuerlicher Gestaltungsmissbrauch

Lernziele

Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Forderungsdurchsetzung. Sie können die Kosten- und Nutzeneffekte bei der Forderungseintreibung aus unternehmerischer Sicht abwägen. Sie wissen um alternative Streitbeilegungsmethoden und können im Bereich der Forderungsdurchsetzung unter Abwägung der erlernten Kriterien eigenständige Lösungen ausarbeiten und unternehmerische Entscheidungsprozesse optimieren. Die Befassung mit ADR-Instrumenten fördert die Sozialkompetenz, Konflikte einvernehmlich zu lösen. Die Studierenden können den Zusammenhang zu einer konfliktvermeidenden Vertragsgestaltung herstellen.

Inhalt

Die Kursteilnehmer erarbeiten anhand von Praxisbeispielen und Fallstudien folgende Themengebiete:

1. Schlüssel des Forderungsmanagements

  • Forderung
  • Gläubiger und Schuldner
  • Mehrheit von Gläubigern und Schuldnern

2. Materiellrechtliche Folgen der Nichtleistung

  • Verzug, Verzugszinsen
  • Schadensersatz statt der Leistung

3. Außergerichtliche Durchsetzung

  • Mahnung
  • Beauftragung eines Rechtsanwalts
  • Inkassounternehmen
  • Factoring

4. Gerichtliche Durchsetzung und alternative Verfahren

  • Mahnverfahren, Schlichtung, Schiedsverfahren, Alternative Dispute Resolution, Mediation (Wirtschaftsmediation)
  • Klageerhebung
  • Das Verfahren bis zum Urteil

5. Zwangsvollstreckung

  • Arten der Zwangsvollstreckung
  • Aktuelle Reformen
  • Einstweiliger Rechtsschutz

6. Verjährung

Lernziele

Erfassen der rechtlichen Rahmenbedingungen von Vertragsschlüssen im Internet, insbesondere Befähigung zur Lösung der im E-Commerce auftretenden Rechtsfragen, auch unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes. Erarbeiten von Lösungswegen für Unternehmen bei Verwendung des Internets sowie Einüben der Geltendmachung von Kundenansprüchen.

Inhalt

Die Kursteilnehmer erarbeiten anhand der aktuellen Rechtsprechung folgende Themengebiete

1. Angebote im Internet

  • Verbindlichkeit von Angeboten bei Internet-Auktionen
  • Vorzeitiges Beenden der Auktion

2. Widerrufsrecht

  • Fernabsatzverträge: Voraussetzungen und Ausschlussgründe (aktuelle Reformen)
  • Internet-Auktionen

3. Nutzung eines eBay-Accounts durch Dritte zum Abschluss von Verträgen

4. Nutzung eines eBay-Accounts durch Dritte zur Verletzung von Schutzrechten

5. Haftung für rechtswidrige Inhalte im Internet

  • Haftungsgrundlagen nach TMG
  • Haftungsprivilegierung
  • Folgen für WLAN-Angebote in Hotels, öffentliche Hotspots

6. Rechtmäßigkeit von Live-Streaming und On-Demand- Streaming

7. Abmahnung

8. Erpressen durch Verbreiten intimer Fotos in sozialen Medien nebst Rechtsschutzmöglichkeiten

9. Strafrechtliche Rahmenbedingungen Aktuelle Rechtsprechung zu §§ 22, 23 KUG

10. Aktuelle Entwicklungen im europäischen und internationalen Bereich: Analyse des Deutsch-amerikanischen Datenschutztages

Lernziele

Die Studierenden setzen sich mit dem Werberecht der Unternehmen auseinander und entwickeln ein Verständnis unter Berücksichtigung aktuellster Rechtsprechung zur Frage „Was ist erlaubt? Was ist verboten?“. Die Studierenden sind in der Lage, auf (behauptete) Wettbewerbsverstöße sachgemäß zu reagieren. Im Markenrecht als Teil des gewerblichen Rechtsschutzes beherrschen sie die Entstehung und Reichweite des Markenschutzes, des Schutzes von Unternehmenskennzeichen und die Bedeutung geographischer Herkunftsangaben. Dabei soll ein Verständnis für die Reichweite des Verbraucherschutzes, für ethische Grundsatzfragen des Wirtschaftslebens sowie für gerichtliche und außergerichtliche Rechtsschutzinstrumentarien geschaffen werden. Zudem werden die Grundregeln individuellen Persönlichkeitsschutzes und des Urheberschutzes eingeübt. Auf dem Gebiet des Kartellrechts sind die Studierenden befähigt, unzulässige Kooperationsformen zu identifizieren. Sie sind bezüglich der entsprechenden Straftatbestände und Bußgeldvorschriften sensibilisiert.

Inhalt

Die Kursteilnehmer erarbeiten anhand von Praxisbeispielen fol- gende Themengebiete:

1. Wettbewerbsrecht – UWG

  • Unlautere Werbung
  • Irreführende/vergleichende Werbung
  • Belästigende Werbung
  • Verfahren und Institutionen
  • Straftatbestände

2. Markenrecht – MarkenG

  • Schutzbereich des MarkenG
  • Die Marke
  • Schutz geschäftlicher Bezeichnungen
  • Schutz geografischer Herkunftsangaben
  • Die europäische Gemeinschaftsmarke

3. Grundzüge des Urheberrechts – UrhG

  • Inhalt und Schranken, Verwertung
  • Folgen bei Rechtsverletzungen

4. Werberecht versus Recht am eigenen Bild – KunstUrhG

5. Abgrenzung zu Gebrauchsmusterrecht und Designrecht

6. Kartellrecht

  • Grundlagen und Bußgeldpraxis

7. Internationales Werbe- und Markenrecht

Lernziele

Das Recht des geistigen Eigentums hat für alle Unternehmensformen erhebliche Bedeutung. Die Studierenden lernen die technischen Schutzrechte und das Designrecht kennen. Sie vertiefen die Kenntnisse im Urheberrecht. Die Studierenden sind in der Lage, den strukturellen Zusammenhang dieser Spezialmaterien herzustellen und identische bzw. ähnliche Konfliktregelungen zu erkennen. Die Studierenden beherrschen die Voraussetzungen der Schutzrechte und deren Grenzen und können entsprechende Rechtsbeziehungen zweckmäßig gestalten. Aufgrund der erworbenen Kenntnisse können Verletzungshandlungen im eigenen Unternehmen vermieden, fremde Verletzungsverhandlungen erkannt und sinnvolle rechtliche Schritte eingeleitet werden. Die Studierenden stellen den Zusammenhang zu dem Thema Forderungsdurchsetzung her.

Inhalt

Die Vorlesung bietet in sechs Teilen eine Gesamtschau über die aktuellen Themenfelder einschließlich der verfahrensrechtlichen Besonderheiten:

1. Patent- und Gebrauchsmusterrecht, Arbeitnehmererfindungsrecht

  • Schutzfähige Erfindung, Neuheit und erfinderische Tätigkeit, Stand der Technik, Aufbau Patentschrift, Rechte des Erfinders und Patentinhabers, einfache und ausschließliche Lizenz, „Bündelpatent“ gem. europäischen Patentübereinkommen, „europäische Patent mit einheitlicher Wirkung“
  • Das Gebrauchsmuster als „kleines“ technisches Schutzrecht, Besonderheiten gegenüber patentrechtlichen Regelungen
  • Erfindungen von Arbeitnehmern

2. Design- und Geschmacksmusterrecht Schutzvoraussetzungen; rechtliche Ansprüche

3. Urheberrecht

  • Urheberpersönlichkeitsrecht
  • Verwertungsrechte
  • Schranken
  • Urheberrechtsverletzungen in Unternehmen

4. Verfahrensrechtliche Besonderheiten

  • Abmahnung
  • Strafbewehrte Unterlassungserklärung
  • Einstweilige Verfügung
  • Abschlussschreiben
  • Mitwirkung von Patentanwälten, Kostenfragen

5. Strafvorschriften, Grenzbeschlagnahme durch den Zoll

6. Unternehmensschutzrechte aus anwaltlicher Sicht

Strategische Überlegungen zur Sicherung; Kollisionsüberwachung der Register

Lernziele

Im Rahmen eines auf Fallstudien basierenden Seminars erlernen die Studierenden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Kapitalmarktrechts. Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Kapitalmarktprodukte und deren Risiken. Die Studierenden begreifen den Zusammenhang von aktueller europäischer und nationaler Rechtssetzung im Bereich des Kapitalmarkrechts. Sie sind in der Lage, die verschiedenen Regelungsmaterien im Kapitalmarkt auch in unvertrauten Situationen eigenständig einzuordnen und zu erklären. Sie stellen den Zusammenhang zu einzelnen Rechtsformen der Vorlesung Kapitalgesellschaftsrechts her. Die Studierenden erwerben insbesondere die Befähigung, unternehmerische Entscheidungen der Unternehmensfinanzierung in ökonomischer und rechtlicher Hinsicht sachgerecht zu unterstützen.

Inhalt

Die Studierenden lernen anhand von Fällen rechtliche Chancen und Risiken zu folgenden Themengebieten des Kapitalmarktrechts kennen:

1. Grundlagen des Kapitalmarkts

  • Rechtsquellen (Europäisches Recht, nationales Recht)
  • Märkte (geregelter Markt, Grauer Kapitalmarkt)
  • Kapitalmarktprodukte
  • Kapitalmarktaufsicht

2. Börse und andere Handelssegmente

  • Organisation
  • Börsengang
  • Prospektpflicht, Prospekthaftung

3. Marktzugangsfolgen

  • Insiderrecht
  • Ad-hoc-Mitteilungen
  • Offenlegungspflichten (director´s dealings)

4. Verbot der Marktmanipulation

5. Veröffentlichungspflichten bei Anteilsveränderungen

6. Übernahmerecht

7. Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz

8. Straftaten, insbesondere Insiderkriminalität (§§ 38, 39 WpHG)

Lernziele

Im Rahmen eines auf Fallstudien basierenden Seminars erfassen die Studierenden die Relevanz privater Versicherungen im Hinblick auf ihre gesellschaftsrechtliche, politische und soziale Bedeutung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Versicherungsrechts werden eingeübt. Die Studierenden trainieren anhand von Praxisfällen die Grenzen und Risiken der Vertragsgestaltung im Versicherungswesen.

Inhalt

  1. Rechtsquellen des Versicherungsrechts
  2. Grundbegriffe
  3. Versicherungsvertrag und Versicherungsbedingungen
  4. Pflichten des Versicherungsnehmers
  5. Pflichten des Versicherers
  6. Versicherungsaufsichtsrecht
  7. Versicherungsunternehmensrecht

Lernziele

Fachkompetenz:

  • Sicheres Beherrschen ausgewählter aktueller Problemstellungen aus den Bereichen Arbeitsvertragsgestaltung, Tarifrecht, Beendigung von Arbeitsverhältnissen (insbesondere durch Kündigung oder Befristungsablauf) und Fremdpersonaleinsatz
  • Fähigkeit, auch bei Auslandsberührung arbeitsrechtliche Fragestellungen selbständig lösen zu können.
  • Fähigkeit, personalwirtschaftliche Prozesse durch juristische Handlungsempfehlungen zu initiieren oder zu begleiten, sowie Compliance-Risiken zu erkennen und Lösungsstrategien zu entwickeln
  • Fähigkeit zum Transfer durch die Bearbeitung praxisnaher Fallstudien im virtuellen Betrieb.

Methodenkompetenz:

  • In Bezug auf kautelarjuristische Fragestellungen die gefestigte Fähigkeit, Literaturansichten und Entscheidungen analytisch-kritisch zu untersuchen und darauf aufbauend kreativ bzw. konstruktiv eigene Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
  • Im Rahmen der juristischen Fallbearbeitung die fortgeschrittenes Beherrschen des Gutachtenstils, also die zutreffende Darstellung der Rechtslage durch eingehende Auseinandersetzung mit der einschlägigen Literatur und Rechtsprechung unter Wahrung des Fallbezugs

Soziale, mentale und kommunikative Kompetenzen:

  • Fähigkeit, zielorientiert in sozialen Interaktionssituationen zu handeln und mit anderen zu kooperieren (Teamfähigkeit), sowie Verbesserung der Präsentationstechnik im Zuge der Gruppen-Referate und zu moderierenden Feedbackdiskussionen.
  • Im Kontext der (Einzel-) Studienarbeit Steigerung der Fähigkeit, systematisch zu denken und selbständig zu arbeiten

Inhalt

Gestaltung des Arbeitsvertrags (Beispiele):

  • Rechtswahl- und Gerichtsstandklauseln
  • Vertragsstrafe bei Kündigung vor Dienstantritt Aktuelle Fragen des Tarifrechts (Beispiele):
  • Tarifeinheitsgesetz

Brennpunkte zur Kündigung von Arbeitsverhältnissen (Beispiele):

  • Restrukturierungen, Betriebsübergang
  • Massenentlassungen
  • Betriebsbedingte Kündigungen trotz erheblichen Einsatzes von Leiharbeitnehmern
  • Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im ausländischen Betrieb
  • Kündigung wegen häufiger Kurzzeiterkrankungen
  • Alkoholmissbrauch und Kündigung
  • Verhaltensbedingte Kündigung wegen Surfens im Internet oder Beantwortung privater Emails am Arbeitsplatz
  • Außerordentliche Kündigung im Wandel der Rechtsprechung: Social Media (beleidigende Äußerungen), Herstellung von Raubkopien am Arbeitsplatz, Zeiterfassungskartenmanipulation und Wegnahmedelikte

Aktuelle Probleme bei befristeten Arbeitsverhältnissen (Beispiele):

  • Rechtssichere Gestaltung von befristeten Arbeitsverhältnissen im Lichte der neueren Rechtsprechung
  • Missbrauchskontrolle bei Kettenbefristungen Internationales Arbeitsrecht (Beispiele):
  • Entsendung
  • Mindestlohngesetz (Transitfälle)

Fremdpersonaleinsatz (Beispiele):

  • Abgrenzung: Arbeitnehmerüberlassung / Werk- bzw. Dienstvertrag
  • (Vorrats-)erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung
  • Compliance

Lernziele

Einüben der Antragserfordernisse gegenüber den Verwaltungsbehörden bei Unternehmensgründungen. Erarbeiten von Lösungsansätzen der im Wirtschaftsverkehr relevanten Vorschriften des öffentlichen Rechts (Gewerberecht, Wirtschaftsverfassungsrecht, Verwaltungsverfahrensrecht). Vertiefen der Präsentationsfertigkeiten und der juristischen Argumentationsfähigkeit.

Inhalt

Die Kursteilnehmer üben anhand von Praxisbeispielen und Fällen folgende Themengebieten ein:

1. Aufbau und Organisation sowie Zuständigkeiten der öffentlichen Verwaltung

2. Das Verwaltungsverfahren

3. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit

4. Das Wirtschaftsverfassungsrecht

5. Das Gewerberecht

6. Weitere relevante Rechtsgebiete des Besonderen Wirtschaftsverwaltungsrechts

  • Gaststättenrecht
  • Handwerksrecht

7. Recht der Wirtschaftskammern

Lernziele

Die Lehrveranstaltung umfasst drei Themenbereiche. Im Rahmen der ersten beiden Themenbereiche „Grundlagen des deutschen Verfassungsrechts“ und „Einführung in das EU-Recht“ erwerben die Studierenden die für die tägliche Rechtsanwendung eines im Wirtschaftsrecht tätigen Praktikers notwendigen Kenntnisse des Grundgesetzes sowie des EU-Rechts. Im dritten Themenbereich „Vertragsgestaltung mit dem öffentlichen Auftraggeber“ werden anhand der Auftragsvergabe die für die Praxis wichtigen Grundsätze der Gestaltung und Verhandlung von Verträgen erarbeitet. Der Zusammenhang mit dem Thema Vertragsgestaltung wird hergestellt. Die erlernten Schlüsselqualifikationen werden in einer Präsentation eigenständig umgesetzt und vertieft. Dabei schulen die Studierenden ihre juristische Argumentations- und Kommunikationsfähigkeit in Gruppendiskussionen.

Inhalt

1. Grundlagen des deutschen Verfassungsrechts

  • Das Grundgesetz im deutschen Rechtssystem
  • Grundrechtlicher Schutz wirtschaftlicher Betätigung und Wirtschaftsverfassung

2. Einführung in das EU-Recht

  • Rechtsquellen des EU-Rechts und deren Verhältnis zum nationalen Recht
  • Schutz wirtschaftlicher Betätigung durch die Grundfreiheiten
  • Rechtsschutz

3. Vertragsgestaltung mit dem öffentlichen Auftraggeber

  • Grundlagen
  • Das Vergabeverfahren / Vertragsverhandlungen mit dem öffentlichen Auftraggeber
  • Der Vertragsschluss mit dem öffentlichen Auftraggeber
  • Rechtliche Gestaltungsformen der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Auftraggeber und der Privatwirtschaft

Lernziele

Die Studierenden sind mit den Rahmenbedingungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft vertraut. Sie kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser und Pflegedienstleister sowie deren Verhältnis zu anderen Leistungserbringern und zu Kostenträgern. Sie verstehen die juristischen Spezifika der Branche. Die Studierenden sind dadurch in der Lage, die bereits erworbenen betriebswirtschaftlichen und juristischen Kenntnisse eigenständig in Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens anzuwenden und problemlösend umzusetzen. In Rollen- und Fallbeispielen schulen die Studierenden ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Inhalt

  • Rechtsgrundlagen der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung
  • Krankenhausplanung und -finanzierung, Entgelt- und Pflegesatzverhandlung
  • Staatliche Aufsicht und Regulierung
  • Aufklärungspflicht und Pflegedokumentation
  • Behandlungs- und Pflegeverträge
  • Haftungsrecht
  • Berufs- und Strafrecht
  • Personal und Arbeitsrecht
  • Betreuung und Vorsorgeverfügungen
  • Kooperation mit Ärzten, Apotheken und anderen Leistungserbringern

Wahlpflichtmodule

  • English Law
  • Business English
  • Konzepte technischen Denkens
    a) Naturwissenschaftliche technische  Grundlage
    b) Technikfolgeabschätzung
  • Naturwissenschaftliche technische Grundlagen
  • Technikfolgenabschätzung
  • Sozialunternehmensrecht
  • Bilanzsteuerrecht
  • Steuerberatung
    a) Erbschaftssteuer
    b) Konzernsteuerrecht

Spezialisierungsrichtungen

Der Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) an der TH Nürnberg ist bewusst breit gefasst, um sämtliche unternehmensrechtliche Bereiche abzudecken und eine vertiefte Behandlung der einzelnen Rechtsgebiete zu ermöglichen. Dies wird insbesondere durch die zahlreichen Lehrbeauftragten erreicht, die sich durch eine hohe fachliche Expertise in den speziellen rechtlichen Bereichen auszeichnen und dies praxisnah vermitteln.

Masterarbeit

Im 3. Semester vertiefen Sie Ihre fachlichen Kenntnisse durch die Masterarbeit. Sie befassen sich selbstständig mit einem aktuellen, anspruchsvollen Forschungsthema. Es besteht die Möglichkeit, Ihre Masterarbeit an der Hochschule oder in externen Einrichtungen und Unternehmen durchzuführen.

Tätigkeitsfelder, Berufsbilder

Der Abschluss LL.M. qualifiziert für zahlreiche Berufsmöglichkeiten. Sei es in klassischen wirtschaftsjuristischen Schnittstellenfunktionen oder in typischen betriebswirtschaftlichen Berufsfeldern, die verstärkt einschlägige Rechtskenntnisse erfordern, wie z. B:

  • Wirtschaftsjurist im Vertragsmanagement (m/w)
  • Personalreferent (m/w)
  • Legal Counsel (m/w)
  • Wirtschaftsjurist im Risk Management (m/w)
  • Referent Steuern (m/w)
  • Wirtschaftsjurist für Compliance (m/w)
  • Business Development Manager (m/w)
  • Wirtschaftsjurist Insolvenzrecht (m/w)
  • Business Consultant (m/w)
  • Asset Manager (m/w)
  • Referent Sanierung (m/w)
  • Wirtschaftsjurist im Versicherungswesen (m/w)
  • Referent Recht und Regulierung (m/w)
  • Regierungsrat Rechnungshof (m/w)
  • Referent BaFin (m/w)
Interessante Links

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Der Masterabschluss LL.M. an der TH Nürnberg befähigt grundsätzlich zur Promotion. Es sind jedoch  ferner die jeweiligen universitätsspezifischen Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen.

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Bei speziellen Fragen zu den Berufsmöglichkeiten können Sie sich auch gerne an entsprechende Lehrende der Fakultät oder die Studienfachberatung wenden.

Informationen zur Zulassung

Für eine Zulassung zum Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (Master of Laws - LL.M.) an der TH Nürnberg sind die unten zusammengefassten Qualifikationsvoraussetzungen zu erfüllen. Weitergehende Informationen inklusive einer grafischen Darstellung des Zulassungsverfahrens finden Sie in der von der Fakultät erstellten Broschüre zum Thema Zulassung. Einen Selbstcheck zur Zulassung können Sie anhand dieser Powerpoint-Präsentation vornehmen.

Wenn Sie grundsätzlich überprüfen möchten, ob Wirtschaftsrecht der richtige Studiengang für Sie ist, empfehlen wir Ihnen, entsprechende Online-Tests durchzuführen. Siehe hierzu unsere Seite „Schritt für Schritt zum richtigen Studiengang“.

Zulassung mit Abschluss (direkte Zulassung)

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches oder gleichwertiges Hochschulstudium mit 210 Leistungspunkten oder ein gleichwertiger Abschluss sowie Kenntnisse des deutschen Rechts im Umfang von mindestens 30 ECTS-Leistungspunkten

    oder

  • der erfolgreiche Abschluss eines wirtschaftsrechtlichen Hochschulstudiums Bachelor of Laws (LL.B.) oder ein gleichwertiger Abschluss mit 210 Leistungspunkten

    oder

  • das erfolgreich abgelegte Erste Juristische Staatsexamen

Zulassung ohne Abschluss (vorläufige Zulassung)

Studieren Sie in einem der oben genannten Bachelorstudiengänge, haben Ihr Studium aber noch nicht abgeschlossen, können Sie dennoch direkt vorläufig zum Studium zugelassen werden, wenn aus Ihren Bewerbungsunterlagen hervorgeht, dass Sie einen der oben genannten Studienabschlüsse oder einen gleichwertigen Abschluss anstreben.

Erforderliche Sprachnachweise

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

  • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 1)
  • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 3 in allen 3 Prüfungsteilen)

Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

30 ECTS Kenntnisse des deutschen Rechts

Was zählt zu den 30 ECTS Kenntnissen des deutschen Rechts?

Grundsätzlich gilt:

Alle als Rechtsmodule ausgewiesenen Module, aber auch Module, die inhaltlich einen Rechtsbezug aufweisen, wie z. B. Buchführung (HGB). Letzteres sollte aber im Zweifelsfall gesondert nachgewiesen werden, z. B. durch den entsprechenden Auszug der Modulbeschreibung.

Bei ausländischen Hochschulabschlüssen:

Hier können Rechtsmodule nur angerechnet werden, wenn sie internationale Rechtsbezüge aufweisen, insbesondere zum EU-Recht. Da das Masterstudium auf den Kenntnissen den Bachelorstudiums aufbaut (konsekutiv), sind hier Grundkenntnisse im deutschen Recht unumgänglich. Die Entscheidung obliegt jedoch der Auswahlkommission im Einzelfall, daher sollten auch hier ausreichende Nachweise bezüglich des Inhalts der Bewerbung beigelegt sein.

Nähere Informationen samt Rechenbeispielen erhalten Sie in diesem pdf-Dokument.

Bewerbungsunterlagen

Folgende Unterlagen müssen Sie Ihrer Bewerbung beifügen (Auszug):

Bei abgeschlossenem Studium:

Abschlusszeugnis und Abschlussurkunde sowie alle Zwischenzeugnisse über den nach § 4 der Studien- und Prüfungsordnung als Qualifikation nachzuweisenden Abschluss (amtlich beglaubigte Kopien)

Bei noch nicht abgeschlossenem Studium:

Nachweis(e), aus dem (denen) eindeutig folgende Angaben hervorgehen:

  • insgesamt zu erreichende ECTS-Leistungspunkte (180, 210 oder 240 ECTS)
  • bisher erfolgreich abgelegte Rechtsmodule und die jeweils erreichten ECTS-Leistungspunkte
  • noch angestrebte Rechtsmodule unter Angabe der jeweils zu erreichenden ECTS-Leistungspunkte, sofern es sich nicht um einen Studiengang handelt, in dem üblicherweise mehr als 30 ECTS-Leistungspunkte erzielt werden
  • ggf. Nachweis über Rechtsbezug in Modulen, die der Bezeichnung nach nicht als Rechtsmodule geführt werden

Bitte achten Sie bei der Ausstellung der Notenübersicht darauf, dass alle Angaben vorhanden sind und lassen Sie ggf. fehlende Angaben von Ihrem Studienbüro ergänzen!

Alle ausführlichen Informationen zum Aufnahmeverfahren und der studiengangspezifischen Eignung können Sie den §§ 5a - 5c der Studien- und Prüfungsordnung entnehmen.

 

Hier geht’s zur Bewerbung

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FAQ

FAQs zum Master Wirtschaftsrecht