Hochschulgebäude in der Oedenberger Straße.

Die Geschichte der Fakultät Betriebswirtschaft - Die Anfänge in den 60er und 70er Jahren

1963

Mit der Höheren Wirtschaftsfachschule der Stadt Nürnberg wird die Vorläufereinrichtung der Fakultät (Unter der Leitung von Dr. Ott) gegründet. Die Schule ist eine Allgemeine Höhere Wirtschaftsfachschule. Das Studium erstreckt sich über vier Abendsemester und vier Tagessemester. Mit erfolgreichem Bestehen der Hauptprüfung dürfen die Absolventen die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Betriebswirt HWF“ führen. Vorläufereinrichtung der Ausbildungsrichtung Wirtschaft war die seit 1963 bestehende Höhere Wirtschaftsfachschule der Stadt Nürnberg.

1966

Die Höhere Wirtschaftsfachschule wird durch eine sechssemestrige Tagesschule ergänzt. Die Unterrichtsfächer lauteten: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Produktionswirtschafts- bzw. Absatzlehre, Organisation, Datenverarbeitung, Finanzmathematik, Betriebliches Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht, Betriebliches Steuerrecht, Volkswirtschaftslehre, Deutsch, Wirtschaftsgeschichte, Politische Gegenwartskunde, Wirtschaftsgeographie, Englisch oder Französisch, Menschenführung im Betrieb.

Der Absolventen- und Förderverein der Wirtschaftsfachschule wird ebenfalls in diesem Jahr gegründet, damals unter der Bezeichnung „Absolventen- und Förderverein der Höheren Wirtschaftsfachschule der Stadt Nürnberg e.V.“.

1971

Die Fachhochschule Nürnberg wird auf Grund des Bayerischen Fachhochschulgesetzes am 1. August 1971 errichtet. Sie führt zunächst die Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen.

Die neue Fachhochschule entsteht aus bereits bestehenden Nürnberger Bildungseinrichtungen. Die Höhere Wirtschafts-Fachschule der Stadt Nürnberg wird zum Fachbereich Betriebswirtschaft. Gründungsdekan des Fachbereichs ist Prof. Karlheinz Lochner. Die Ausbildungsrichtung Technik geht aus dem Ohm-Polytechnikum hervor, dessen Wurzeln bis 1823 zurückreichen und dessen Vorläufereinrichtung von 1839 bis 1849 vom Physiker Georg Simon Ohm geleitet wurde. Die Ausbildungsrichtung Sozialwesen entsteht aus den Höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik der Stadt Nürnberg. Auch diese könnten auf eine lange Tradition verweisen, da deren Vorläufereinrichtungen bereits in den Jahren 1925 und 1927 gegründet wurden.

Mit der Fusion und Ausweitung dieser Einrichtungen soll die Hochschule zügig auf 4.100 Studienplätze (2.300 Technik, 860 Wirtschaft, 740 Sozialwesen, 200 Gestaltung) ausgebaut werden. Ziel ist ein gemeinsamer Campus, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Dennoch soll es noch einige Jahre dauern bis diese Vorstellung am Standort des Polytechnikums in Wöhrd Wirklichkeit werden sollte. Die Fachrichtung Betriebswirtschaft verbleibt zunächst in ihren Räumlichkeiten in der Volksschule Oedenberger Straße und im sogenannten „Kalbsgarten“, bei dem es sich um eine damals sehr bekannte und beliebte Ausflugswirtschaft in der Erlenstegenstraße 122 handelt.

1974

Die Höhere Fachschule für Graphik und Werbung der Stadt Nürnberg wird als Fachrichtung Gestaltung in die Fachhochschule Nürnberg integriert und organisatorisch der Fachrichtung Betriebswirtschaft inklusive der Umbenennung zum Fachbereich Betriebswirtschaft/Gestaltung (FB BW/G) zugeordnet. Beide Fachrichtungen verbleiben in ihren jeweiligen, getrennten Räumlichkeiten.

1979

Die Fachrichtung Betriebswirtschaft zieht endlich um. Allerdings noch nicht sofort und immer noch nicht in den angestrebten gemeinsamen Campus in Wöhrd. Nach jahrelangen Bestrebungen des Fachbereichs und der Hochschulleitung wird im September der Mietvertrag für das Gebäude der ehemaligen Firma Metrawatt in der Welserstraße 43 unterzeichnet. Das zuvor umzubauende Fabrikgebäude soll die Fachrichtung Betriebswirtschaft und einen Teil der Fachrichtung Gestaltung bis zum Neubau in Wöhrd vorübergehend aufnehmen. Damit bleiben die Ausbildungsrichtungen der Fachhochschule Nürnberg weiter über das Stadtgebiet verstreut.

Seit der Gründung zum WS 1971/1972 haben bis zum WS 1979/1980 bereits 992 Absolventen die Hochschule als Betriebswirt (grad.) verlassen.

Hochschulgebäude in der Welserstraße.

Die Weiterentwicklungen in den 80er Jahren

1980

Zum 1. März 1980 tritt Dekan Prof. Dr. Dietmar Dorn (für 3 Jahre bis zum 28. Februar 1983) die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Bruno Wolf an.

Der Fachbereich Betriebswirtschaft der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule bietet seit Wintersemester 1979/1980 die geforderten Kenntnisse in Berufs- und Arbeitspädagogik im Wahl bzw. Wahlpflichtbereich an und nimmt die der AEVO entsprechenden Prüfungen ab. Das Ergebnis wird unter der Wahlfachbezeichnung "Berufs- und Arbeitspädagogik" mit einer Gesamtnote in das Diplomzeugnis eingetragen. Seit 1980 erwarben pro Semester etwa 30 Abgänger des Fachbereich BW auf diese Weise Ihre Ausbildungen und damit eine nicht zu verachtende zusätzliche Qualifikation, die auch bei Bewerbungen nützlich sein kann.

1981

Nach zweijähriger Umbauzeit wird am 10. Dezember 1981 das „neue“ Lehrgebäudes in der ehemaligen Metrawatt-Fabrik in der Welserstraße 43 in Betrieb genommen. Das Domizil beherbergt neben Dekanat und Professorenbüros mehrere Hörsäle, ein Sprachlabor und eine Bibliothek für die Ausbildungsrichtung Wirtschaft sowie Labors der Ausbildungsrichtung Gestaltung. In Anbetracht der stark wachsenden Studierendenzahlen können allerdings die Vorlesungsräume im Volksschulhaus Oedenbergerstraße nicht aufgegeben werden, so dass die Fachrichtung Wirtschaft noch immer nicht an einem einzigen Standort untergebracht ist.

In der Fachrichtung Betriebswirtschaft lehren zu dieser Zeit rund 20 Professoren. 24 Lehrbeauftragte aus Wirtschaft und Verwaltung vertiefen die Kontakte zur Praxis. Außerdem unterstützt ein sehr aktiver „Absolventen- und Förderverein (AUF)“ die Studenten und Hochschullehrer im Beruf und an der Hochschule. In den letzten zehn Jahren hat sich an der Fachhochschule Nürnberg, der zweitgrößten Bayerns, die Studierendenzahl auf fast 5.200 verdoppelt. Davon studieren in der Ausbildungsrichtung Technik über 3.200, in Sozialwesen circa 900, in Wirtschaft 860 und in Gestaltung 160 junge Menschen, die zu fast 70 Prozent aus der Region kommen.

Mit der Ecole Superieure de Commerce et d'Administration des Entreprises Toulouse (ESC) bahnt sich eine erste internationale Partnerschaft an. Die E.S.C.A.E. gehören zu den Grandes Ecoles, also – wie die Fachhochschulen – zum tertiären Bildungssektor.

1983

Der Bayerische Landtag verleiht der Hochschule mit Gesetz vom 4. August 1983 den Namen "Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg". Damit wurde die Namenstradition des Polytechnikums wiederaufgenommen und gleichzeitig der berühmte Physiker Ohm geehrt, der am Polytechnikum von 1833 bis 1849 lehrte und dieses von 1839 bis 1849 als Rektor leitete.

Zum 1. März 1983 tritt Dekan Prof. Dr. Martin Brons (für 4 Jahre bis zum 30. September 1987) die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Dietmar Dorn an.

Ebenfalls zum 1. März 1983 wird die Ausbildungsrichtung Gestaltung als selbständiger Fachbereich der Fachhochschule Nürnberg aus dem Doppelfachbereich Betriebswirtschaft/Gestaltung ausgegliedert. Sowohl Betriebswirtschaft als auch Gestaltung sind damit eigenständige Fachbereiche in der FH Nürnberg.

Der Präsident, Prof. Dr. Helmut Stahl, und Prof. Dr. Dorn vom Fachbereich Betriebswirtschaft besuchen die Ecole Superieure de Commerce (ESC) in Toulouse und unterzeichnen im Rahmen des DAAD-Programms „Integrierte Auslandsstudien“ ein Kooperationsabkommen über einen Studentenaustausch. Ziel ist ein Doppeldiplomabschluss.

1984

Mittlerweile sind 1.400 Studierende im Studiengang Betriebswirtschaft eingeschrieben. Mit dem Napier College of Commerce and Technology in Edinburgh wird eine weitere internationale Partnerschaft und die erste britische Universitätskooperation angebahnt und ein erster Studierendenaustausch vereinbart.

1985

Der Fachbereich Betriebswirtschaft aktiviert seine Auslandsarbeit. Er folgt damit regionalen Bedürfnissen: Mittelfranken ist einer der exportintensivsten Räume der Bundesrepublik. Im "Normaljahr" 1984 betrug die Exportquote 34,4 %; Rund 75.000 Arbeitsplätze der Region sind unmittelbar exportabhängig.

1986

Die zunehmende Internationalisierung der Fakultät schlägt sich auch im Curriculum nieder. Ab dem WS 1986 können sich die Studierenden in einem neuen Schwerpunkt „Außenwirtschaft“ – es ist der achte in der Angebotspalette des Fachbereichs – spezialisieren. Dies ist zu diesem Zeitpunkt im bayerischen Hochschulbereich einmalig: Weder Universitäten noch andere Fachhochschulen bieten diese Spezialisierungsmöglichkeit. Der neue Schwerpunkt ist auch explizit als Keimzelle für Weiterbildungsangebote konzipiert. Damit werden bereits 1986 zwei Grundsteine für die bis heute starken Säulen „Internationalisierung“ und „Weiterbildung“ der Fakultät gelegt.

Es passt von daher auch gut, dass unsere Absolventin Veronique Pajot in diesem Jahr das erste Doppeldiplom der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule und der französischen E.S.C. Toulouse erhält. Vor ihrem zweisemestrigen Ergänzungsstudium am Fachbereich Betriebswirtschaft hatte sie die Wirtschaftshochschule in Toulouse bereits mit dem "Diplome d'Etudes Superieures Commerciales, Administratives et Financieres (DESCAF)" abgeschlossen.

Auch kulinarisch geht es aufwärts. Nach jahrelanger Planung verfügt der Fachbereich Betriebswirtschaft nun über eine kleine Mensa.

1987

Zum 1. Oktober 1987 tritt Dekan Prof. Dr. Adalbert Ruschel (für 7 Jahre bis zum 28. Februar 1994) die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Martin Brons an.

Die positive Entwicklung der Studierendenzahlen und die Ausweitung des Schwerpunktangebotes verschärft die Raumsituation. Es wird zunehmend enger. Als zusätzlich die Außenstelle im Schulhaus Oedenberger Straße saniert wird, werden die Studierendengruppen auf Räumlichkeiten in der Welserstraße, Heroldsberger Weg und Julius-Leber-Straße den Fachbereich zeitweise aufgeteilt.

Der neue Schwerpunkt Außenwirtschaft findet großes Interesse. Dies schlägt sich auch in der Nachfrage unserer Studierenden nach Auslandpraktika nieder und führt zur Gründung des „Ohm International Club“, der die am Auslandsstudium interessierten Studierenden miteinander vernetzen soll.

Die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, die Vereinigung der Arbeiterverbände in Bayern und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben den Modellversuch eines betriebswirtschaftlichen „Studiums mit Zusatzpraxis" als ein Vorläufer des Dualen Studiums entwickelt. Interessenten wird hierbei die Möglichkeit zu einer effizienteren, umfassenderen Betriebspraxis ohne Verlängerung der Studiendauer geboten. Zwar werden die beiden obligatorischen Praxissemester von bisher 40 auf insgesamt 64 Wochen erweitert, doch wird die zusätzliche Zeit aus den Semesterferien gewonnen. Mit dem Wintersemester 1987/1988 beginnt der Modellversuch.

1988

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst führt für das Studium an Fachhochschulen die Möglichkeit einer Zulassungsbegrenzung durch einen Numerus Clausus ein. Der Fachbereich beschließt aber an den bisherigen Studienanfängerzahlen und der damit verbundenen Expansion festzuhalten.

Die beiden Teilbibliotheken Betriebswirtschaft und Gestaltung werden zusammengelegt und erweitert.

Grafikauszug aus der Broschüre für das International Business Studienprogramm.

Die Umgestaltungen in den 90er Jahren

1992

Der 1966 gegründete „Absolventen- und Förderverein der Höheren Wirtschaftsfachschule der Stadt Nürnberg e.V.“ wird 1992 offiziell in den „Absolventen- und Förderverein des Fachbereichs Betriebswirtschaft an der Georg-Simon-Ohm Fachhochschule Nürnberg e.V." (Kurz: „AUF e.V.") umbenannt. Der AUF bildet bis heute ein zentrales Bindeglied zwischen Studierenden, Absolventen/innen und Professoren/innen der Fakultät.

1994

Zum 1. März 1994 tritt Dekan Prof. Dr. Roland Gegner (für 16 Jahre - mit Unterbrechung vom 1. Oktober 2007 bis 30. April 2008 - bis zum 30. September 2013) die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Adalbert Ruschel an.

Der Fachbereich setzt auch im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften ein frühes Zeichen. So wird in diesem Jahr der Ö-Pro e.V. - Studentisches Netzwerk für nachhaltige Entwicklung - am Fachbereich mit aktiver Unterstützung der Prof. Dr. Volker Stahlmann und Prof. Dr. Werner Wild gegründet. Ö-Pro verfolgt neben Zielen, wie Förderung des Umweltschutzes im regionalen Bereich, Stärkung des Umweltbewusstseins, Förderung regenerativer Energien, Förderung nachhaltigen Wirtschaftens auch die Vermittlung von Praktika und Abschlussarbeiten zum Thema Nachhaltigkeit.

1996

Der Masterstudiengang Weiterbildung Internationale Betriebswirtschaft (WIB) wird unter der Federführung von Prof. Dr. Eberhard Feuchtmeyer konzipiert. Zum Wintersemester 1997/98 beginnen unter räumlich einfachen Verhältnissen in der Bismarckstraße die ersten Studierenden. 1998 werden bereits die ersten MBA-Urkunden feierlich im Alten Rathaus der Stadt Nürnberg verliehen. Damit ist der Fachbereich Betriebswirtschaft der erste in Süddeutschland, der ein MBA Studium anbietet.  WIB bildete auch das Referenzprojekt für die finanzielle Förderung des grundständigen englischsprachigen Studiengangs International Business, der ein Jahr später beginnt. In den folgenden Jahren konnte WIB als anerkannte Marke für Internationale Weiterbildung und als erstes gebührenpflichtiges Studienangebot an der Hochschule ausgebaut werden und den Weg ebnen für das spätere Georg-Simon-Ohm Management-Institut und die daraus schließlich resultierende OHM Professional School.

1998

Der DAAD führte im Jahre 1997 eine Ausschreibung zur Gründung international orientierter Studiengänge durch, an der sich etwas über 100 Hochschulen beteiligten und bei dem sieben den Zuschlag bekamen, darunter das vom FB Betriebswirtschaft initiierte Projekt „International Business“. Mit der Unterstützung, die über vier Jahre einen Gesamtbetrag von damals DM 1,6 Mio. umfasste, wurden Stellen geschaffen, Auslandspartnerschaften initiiert, Sprachkurse finanziert, Gastdozenten/innen eingeladen und nicht zuletzt der Bücherbestand um englischsprachige Literatur ergänzt. Bereits im ersten Jahr fanden sich über 200 Bewerber/innen ein, so dass der Studiengang im Wintersemester 1998/99 mit 50 Studierenden (davon die Hälfte aus dem Ausland) starten konnte. Die Bewerberzahlen verdoppelten sich in den nächsten Jahren, so dass die Zahl der Studienplätze auch 60 erhöht wurde.

Dieser rein englischsprachige Diplomstudiengang ist das Ergebnis einer Initiative durch die Professoren Dr. Klaus Stocker und Werner Fees. Klaus Stocker übernimmt die Studiengangsleitung und wird beim Aufbau von der IB-Büroleiterin Frau Elisabetta Fabi tatkräftig unterstützt.

Der neue Diplomstudiengang ist in vielerlei Hinsicht ein Novum: rund 60 Studierende, von denen ca. 40 Prozent aus dem Ausland kommen, studieren in ausschließlich englischer Sprache internationale Betriebswirtschaftslehre. Die englischsprachigen Vorlesungen des Professorenkollegiums werden durch Gastprofessoren und Wirtschaftsvertretern aus aller Welt ergänzt. Gruppen- und Projektarbeiten (häufig in Praxisprojekten mit Firmen) sind zentraler Bestandteil. Zusätzlich wählen die IB Studierenden ab dem ersten Semester eine zweite Fremdsprache (aus ca. 20 möglichen Sprachen). Ein Auslandssemester an einer der mittlerweile über 80 Partneruniversitäten und ein 6-monatiges Praktikum in einem Unternehmen ebenfalls im Ausland runden die Ausbildung ab. Heraus kommen interkulturell und wirtschaftlich hoch kompetente Absolventen. Die Absolventen der vergangenen zwei Jahrzehnte finden sich mittlerweile in über 30 Ländern. Sie arbeiten für Klein- und Großunternehmen sowie internationale Organisationen wie z.B. Weltbank, EU, UNO, adidas, Puma, Siemens, BNP Parisbas, Microsoft, Google, DATEV, KPMG, BMW, AUDI, L’Oréal, Rödl & Partner und viele Hidden Champions und Start Ups.

Die Innovationswerkstatt e.V. wird aus einem Kreis von Professoren und Studierenden der Fakultät Betriebswirtschaft der TH Nürnberg gegründet. Sie bildet eine Plattform, die Theorie, Praxis und angewandte Forschung verbindet. Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen wird damit ermöglicht, erlerntes Wissen interdisziplinär an konkreten Aufgabenstellungen der Industrie und Wirtschaft aus den Bereichen, Marketing und Vertrieb, Produkt- und Marktfeldstrategien, Innovation und Business Development, national sowie auch international anzuwenden und umzusetzen.

1999

Das räumliche Provisorium hat ein Ende. In der Bahnhofstraße gleich neben dem Wöhrder See wird ein Neubau für die Fachbereiche Betriebswirtschaft und Sozialwesen fertiggestellt. Zum Sommersemester nimmt die Fakultät in den neuen Räumlichkeiten mit rund 3.000 Studierenden und ca. 100 Dozenten und Mitarbeitern ihre Arbeit auf. Neben modern eingerichteten Hörsälen und Seminarräumen beherbergt das Gebäude eine große Teilbibliothek für Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaften. Lichtdurchflutet und funktionell, geschmackvoll gestaltet bietet sie seit dem den Studierenden eine anregende und angenehme Studienatmosphäre.

Gesundheitsökonomie in Neumarkt ab 2008 (im Bild sitzend von links nach rechts): Der Vorstand der Kliniken, Peter Weymayr, der Rektor der FH Nürnberg, Professor Michael Braun, Landrat Albert Löhner, der Vorstandsvorsitzende der Bionorica AG, Professor Michael Popp, sowie der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Neumarkt-Parsberg, Karl Novotny (Foto: Gaupp)

Die Ausprägungen in den 2000er Jahren

2000

Im Wintersemester 2000/2001 lösen der neukonzipierte siebensemestrige Diplomstudiengang Betriebswirtschaft (Abschluss: Diplom-Betriebswirt/-in (FH)) und der sechssemestrige Bachelorstudiengang Internationale Betriebswirtschaft (Abschluss: Bachelor of International Business Administration (B.B.A.)) als Nachfolger die bisherigen Fachhochschulstudiengänge Betriebswirtschaft und Internationale Betriebswirtschaft ab. Der Diplomstudiengang Betriebswirtschaft ist nun mit zehn Schwerpunktvertiefungen (Finanzen, Marketing, Organisation und Wirtschaftsinformatik, Personalwirtschaft, Rechnungswesen und Controlling, Unternehmensbesteuerung, Logistik, Material- und Produktionswirtschaft, Verkehrswirtschaft, Außenwirtschaft, Umweltmanagement und Wirtschaftsrecht) ausgestaltet, von denen die Studierenden zwei Schwerpunkte belegen müssen.

2002

Der Masterstudiengang International Business (Abschluss: Master of Business Administration (MBA) wird von den Professoren Dr. Klaus Stocker, Dr. Margo Bienert und Dr. Uwe Mummert entwickelt und startet zum Wintersemester 2002/2003 mit den beiden Studienschwerpunkten International Finance und International Marketing.

Im Jahr 2002 wird auch das Georg-Simon-Ohm Management-Institut (GSO-MI) für alle Weiterbildungsaktivitäten der Fakultät Betriebswirtschaft als Nachfolgeeinrichtung des WIB (Weiterbildung Internationale Betriebswirtschaft) und eigenständiges Institut der Fachhochschule Nürnberg gegründet. Die Ausbildungsangebote im Management-Institut bereiten Führungskräfte und High Potentials durch berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung auf die Anforderungen des globalen Wettbewerbs vor. Das Institut bietet Masterstudiengänge in General Management (MBA) als internationales Angebot und Supply Chain Management als Logistik-Mastervertiefung sowie Lehrgänge zu den Themen Beschaffung, Rating, Restrukturierung, Einkaufscontrolling und BWL.

2004

Der Fachbereich BW beteiligt sich am I.C.S.-Studienmodell (Fördermodell für Studierende) und wird von I.C.S. als Partner geführt. I.C.S. ist seit der Vereinsgründung 1999 ein Studienunterstützer für eine Duale Studienvariante, die leistungsstarke Studierende und engagierte Unternehmen praxisintensiv zusammenbringt. Nur überdurchschnittliche Studierende, die vom Fachbereich nominiert werden, können am Modell teilnehmen und früh mit Partnerunternehmen zusammenkommen.

2005

Der Bachelorstudiengang Internationale Betriebswirtschaft wird im Wintersemester 2005/2006 aufgrund der aus dem Bologna Prozess resultierenden Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes auf sieben Semester ausgebaut und kann mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ (B.A.) abgeschlossen werden.

2006

Der Diplomstudiengang Betriebswirtschaft wird ebenfalls auf einen siebensemestrigen Bachelorstudiengang umgestellt. Er startet im Wintersemester 2006/2007 (Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)).

Unter Beteiligung des Fachbereichs wird die Kooperation mit dem Landkreis Neumarkt zur Clusterinitiative Energie und Umwelt geschlossen.

2007

Zum 1. Oktober 2007 tritt Dekan Prof. Friedrich Seiler die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Roland Gegner an.

Zum Sommersemester führt der Freistaat Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester ein. Für die notorisch unterfinanzierten Fachhochschulen ergeben sich damit sehr verbesserte Möglichkeiten die Studienqualität zu erhöhen. In den nächsten Jahren ermöglichen diese Mittel beispielhaft die Bestuhlung ergonomisch verträglicher zu gestalten, den Cafeteria-Bau umzusetzen, die Hörsäle und Seminarräume technisch zu erneuern, die Medienausstattung zu verbessern, die Lerninseln für die Studierenden einzurichten, die Bibliotheksneuausstattungen zu finanzieren, die Sprachausbildung auszubauen, das Erstsemester-Betreuungsprogramm einzusetzen und Lehrassistenz- und administrative Service-Stellen sowie Tutoren/innen und Hilfskräfte zu schaffen.

Der deutschsprachige Masterstudiengang Betriebswirtschaft (Abschluss: Master of Arts (M.A.) wird zum Wintersemester 2007/2008 mit vier Studienschwerpunkten (Marketingforschung und Innovation, Unternehmensfinanzierung und Banken, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, Supply Chain und Information Management) unter der Koordination von Prof. Dr. Ralf Bogdanski eingeführt.

2008

Zum 1. Mai 2008 übernimmt Prof. Dr. Roland Gegner (der bereits vom 1.3.1994 bis 30.9.2007 Dekan war) erneut das Dekansamt, das er bis zum 30. September 2013 ausüben wird.

Neben den bereits bestehenden zehn Studienschwerpunkten werden zum Sommersemester 2008 weitere vier Schwerpunkte im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft angeboten. Es gibt nun einen weiteren Marketing-Schwerpunkte, einen weiteren Rechnungswesen-Controlling-Schwerpunkte, einen weiteren Steuern-Schwerpunkt und ab dem Wintersemester den inhaltlich vollkommen neu konzipierten Schwerpunkt Gesundheitsökonomie. Am Klinikum Neumarkt wird für den Schwerpunkt ein eigenes Studienzentrum errichtet. Zusätzlich wird eine dazugehörige Stiftungsprofessur geschaffen, die für einen Zeitraum von 5 Jahren von den Firmen Bionorica, Neumarkter Lammsbräu, der Sparkasse Neumarkt-Parsberg und dem Neumarkter Klinikum finanziert wird. Als Stelleninhaber wird Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke berufen.

Der englischsprachige Masterstudiengang International Business (Abschluss: Master of Business Administration (MBA)) wird zum Wintersemesterbeginn 2008/2009 abgelöst durch die beiden eigenständigen Masterstudiengänge International Finance and Economics (Abschluss: Master of Science (M.Sc.)) und International Marketing (Master of Arts (M.A.)) ersetzt. Die Umsetzungen und Studiengangsleitungen liegen bei Prof. Dr. Margo Bienert (MIMA) und Prof. Dr. Uwe Mummert (MIFE).

Die Fakultät beschließt gemeinsam mit der Fachschaft BW ab diesem Jahr Erstsemestereinführungstage mit begleitenden Tutorinnen und Tutoren für die Studienanfänger zu veranstalten. Durch eine intensive Einführung und eine umfangreiche Betreuung der Erstsemester durch studentische Begleiterinnen und Begleiter kann eine deutlich bessere Integration der neuen Studierenden erreicht werden. Diese Veranstaltung wird bis heute von der Fachschaft BW getragen und gemeinsam mit ihr durchgeführt. Sie ist Beleg dafür wie stark sich die Studierenden mit der Fakultät identifizieren und welches partnerschaftliche Verhältnis zwischen Kollegium und Studierenden besteht.

2009

Ein 15. Studienschwerpunkt und somit eine zweite Logistik-Vertiefung wird im Sommersemester 2009 im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft angeboten. Aus dem bisherigen Schwerpunkt Logistik, Material- und Produktionswirtschaft, Verkehrswirtschaft entstehen die beiden Schwerpunkte Logistik und Supply Chain Management I: Einkauf und Distribution sowie Logistik und Supply Chain Management II: Produktion und Verkehr.

Im Wintersemester kommt es zu Studierendenprotesten in ganz Deutschland. Zentrale Punkte der studentischen Forderungen sind die Abschaffung der Studiengebühren und mehr Studienplätze für Masterstudiengänge. Im Zuge der Proteste werden im November an über 70 Hochschulen und deutschen Universitäten Hörsäle und weitere Räume besetzt. Auch in unserer Fakultät sind Audimax und Theatersaal über mehrere Wochen nicht nutzbar. Mangels räumlicher Alternativen müssen einige Vorlesungen mit großen Teilnehmerzahlen über diesen Zeitraum ausfallen.

Der neue interdisziplinäre Bachelorstudiengang International Business and Technology (IBT) der Fakultäten AW, BW, EFI und MB/VS lieft im ersten Semester 2011/2012 an der TH Nürnberg sehr gut an. Die Verbindung der wirtschaftlichen und technischen Themen wurde und wird von den Studierenden hervorragend angenommen.

Die Ereignisse in den 2010er Jahren

2010

Mit dem Ausbau von Lerninseln in den Jahren 2010 (und Erweiterungsbauarbeiten 2013) finanziert durch die Studiengebühren werden die Bedingungen für das Selbststudium und die Gruppenarbeit weiter verbessert.

2011

Der bilinguale (deutsch/englisch) Bachelorstudiengang International Business and Technology mit dem Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.) wird von Professsoren Dr. Uwe Mummert und Dr. Ralf Bogdanski zusammen mit Professoren aus den Fakultäten AMP (Angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften), EFI (Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik) und MB/VS (Maschinenbau und Versorgungstechnik) entwickelt. Er startet zum Wintersemester 2011/2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Eitel an der Fakultät Betriebswirtschaft (BW).

Zur Verbesserung der Studienqualität wird eine Cafeteria mit dem Namen BistrOHM im Hörsaalgebäude aus dem Fakultätsbudget der Fakultät Betriebswirtschaft finanziert und eingerichtet.

Die Umstellung vom G9 auf G8 stellt die Fakultät vor extreme Anforderungen, gilt es in diesem Jahr möglicherweise die doppelte Anzahl an Absolventen der Gymnasien zu bewältigen. Um die Situation zu entschärfen, wird für Abiturienten aus dem Vorjahr, einmalig zum Sommersemester 2011 ein spezielles Vorlesungsprogramm angeboten, damit diese Studierenden bereits vor der erwarteten großen Welle das Studium aufnehmen können.

Das neu gegründet Kompetenzzentrum Gender and Diversity (kurz: KomGeDi) nimmt am 16. November 2011 seine Arbeit auf. Es wird als fakultätsübergreifende Einrichtung (aus den Fakultäten AMP, BW und SW) unter der akademischen Leitung von Prof. Dr. Laila Hofmann (BW) und Prof. Dr. Renate Bitzan (SW) gegründet. Ziel des Kompetenzzentrums ist die Bündelung, die Generierung und der Transfer von Gender- und Diversity-Kompetenzen innerhalb und außerhalb der Hochschule.

2012
Im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft wird zum Wintersemester 2012/2013 mit der Vertiefungsrichtung Angewandte Volkswirtschaftslehre ein 16. Studienschwerpunkt eingeführt.

2013

Zum 1. Oktober 2013 tritt Dekan Prof. Dr. Uwe Mummert (für 4 Jahre bis zum 30. September 2017) die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Roland Gegner an.

Für den Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (Abschluss: Master of Laws (LL.M.)) kann unter der Studiengangleiterin Prof. Dr. Irmgard Gleußner im Wintersemester 2013/2014 der Startschuss erfolgen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Bahnhofstraße 90 entsteht ein zusätzliches Hochschulgebäude mit rund 8.200 Quadratmeter Nutzfläche mit Hörsälen, Seminarräumen und Büros sowie ein Parkhaus mit 271 Stellplätzen für Hochschulangehörige. Diese können gemeinsam mit den Fakultäten Architektur (AR), Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (EFI) und Sozialwissenschaften (SW) zum Wintersemester bezogen werden.

Das Kompetenzzentrum „Corporate Development, Management Accounting & Financial Control (CMAC)“ unter der akademischen Leitung von Prof. Dr. Klaus Stemmermann aus der Fakultät Betriebswirtschaft startet zum 3. Mai 2013. Das Kompetenzzentrum CMAC beteiligt sich an der Weiterentwicklung solcher Methoden und Techniken, führt interdisziplinär ausgelegte, angewandte Forschungsprojekte durch, vernetzt eigene Forschungsvorhaben international in der Hochschullandschaft und informiert interessierte Dritte hierüber.

Nach einem erfolgreichen Volksbegehren gegen Studiengebühren beschließt der bayerische Landtag die Abschaffung der Studiengebühren zum Wintersemester 2013/14. Gleichzeitig übernimmt der Freistaat die Gegenfinanzierung der künftig wegfallenden Mittel. Damit ist gewährleistet, dass Hochschule und Fakultät ihre hohe Studienqualität halten und weiter entwickeln können.

2014

Zum WS 2014/2015 wird mit 3.009 Studierenden die davor und danach nicht mehr erreichte Rekordzahl erklommen.

2015

Der Masterstudiengang Steuerberatung (Abschluss: Master of Arts (M.A.)), der als berufsbegleitendes Hochschulstudium insbesondere auf die Bedürfnisse angehender Steuerberater/innen angelegt ist, kann im Wintersemester 2015/2016 unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schmidt-Pfeiffer mit einer ersten Studierendengruppe starten.

2016

Zum Wintersemester 2016/2017 startete der interdisziplinären Bachelorstudiengang
Management in der Biobranche (Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)) am Außenstandort in Neumarkt in der Oberpfalz. Prof. Dr. Frank Ebinger übernimmt die Leitung dieses in Kooperation mit der Fakultät Angewandte Chemie (AC) entwickelten und angebotenen Studiengangs. Der Studiengang wird insbesondere von der Stadt Neumarkt und diesen ansässigen regionalen Unternehmen gefördert: Bionorica SE, Dehn & Söhne GmbH & Co. KG, Delta Bloc, Architekturbüro Distler, Fischer Automobile, Hammersbacher, Huber SE, Jura-Gebäude Service GmbH, dessign GmbH, Max Bögl Stiftung & Co. KG, MCM GmbH, Neumarkter Lammsbräu, Raiffeisenbank Neumarkt eG, Rödl GmbH, Sparkasse Neumarkt, Stadtwerke Neumarkt, TR Plast, Metzgerei Walk.

Zur Fortentwicklung des Steuerstudiums an der TH wird der Vereins „Netzwerk Steuern – Verein zur Förderung des Steuerstudiums an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm e. V.“ gegründet.

Die langjährig erfolgreichen Weiterbildungsangebote an der TH werden gebündelt, um im Weiterbildungsbereich noch schlagkräftiger zu werden. „Verbund IQ“, der Anbieter von Weiterbildungsmöglichkeiten durch die technischen Fakultäten und das Georg-Simon-Ohm Management Institut (GSO-MI) der Fakultät Betriebswirtschaft fusionieren zur OHM Professional School (OPS). Die Lehrangebote der beiden Vorgängereinrichtungen werden fortgeführt und weiter ausgebaut.

2017

Zum 1. Oktober 2017 tritt Dekan Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke die Nachfolge des bisherigen Dekans Prof. Dr. Uwe Mummert an.

Der Nuremberg Campus of Technology ist die technisch-wissenschaftliche Forschungsplattformen der Technischen Hochschule Nürnberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Wissenschaftler aus beiden Einrichtungen forschen hier zu gemeinsamen Themenbereichen. Zum Wintersemester übernimmt Prof. Dr. Frank Ebinger die Forschungsprofessur Nachhaltigkeitsorientiertes Innovations- und Transformationsmanagement im Schwerpunkt „Technik, Wirtschaft und Gesellschaft“.

In enger Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft wird die erste Großhandelsprofessur Deutschlands geschaffen. Besetzt wird sie mit Prof. Dr. Heiko Wrobel. Die Professur beinhaltet auch die Leitung des Geschäftsfelds „Großhandel/B2B“ an der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) in Nürnberg. Auf diese Weise entsteht eine enge Forschungszusammenarbeit zwischen der Fakultät Betriebswirtschaft und dem Fraunhofer SCS.

2019

Das Kompetenzzentrum „Soziale Innovationen, Methoden, Analysen (KoSIMA)“ nimmt zum Jahresstart 2019 unter der akademischen Federführung von Prof. Dr. Robert Jäckle (Fakultät BW) und der Fakultät SW als Kompetenzcluster von Sozial-, Wirtschafts- und Datenexperten an der TH Nürnberg die Arbeit auf. Gesellschaftliche Entwicklungen analysieren und soziale Innovationen (mit-)gestalten ist die Zielsetzung des KoSIMA.

Hochschulgebäude in der Bahnhofstraße.

Heute

Die Fakultät für Betriebswirtschaft ist heute eine der führenden Einrichtungen für angewandtes Management in Deutschland. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis lehren und forschen mehr als 55 Professorinnen und Professoren mit langjähriger Berufserfahrung aus der freien Wirtschaft. Die Dozentinnen und Dozenten sind in ihren wirtschaftswissenschaftlichen Fachgebieten international gefragte Expertinnen und Experten und sind mit den Unternehmen der Metropolregion eng vernetzt. Zahlreiche renommierte Lehrbeauftragte aus führenden Unternehmen sowie Lehrassistentinnen und Lehrassistenten der betriebswirtschaftlichen Fächergruppen sichern eine qualifizierte fachliche Betreuung. Ein modernes Lernumfeld und virtuelle Lehrunterstützung führen zu einer exzellenten Qualität in der Lehre.

Aus 629 Studierenden rund 3.000 Studierende geworden. Wir bilden damit die größte Fakultät der Technischen Hochschule Nürnberg. Aus einem Studiengang sind 9 Bachelor- und Masterstudiengänge geworden, ergänzt um derzeit vier Weiterbildungsstudiengänge im Bachelor- und Masterbereich. Deutsch- und englischsprachigen Studiengängen stehen nebeneinander. Das Studienprogramm reflektiert damit die Bedarfe des modernen Wirtschaftslebens.

Die Fakultät Betriebswirtschaft ist international vernetzt. Was mit der Partnerhochschule in Toulouse begann wird aktuell mit über 90 internationale Partnerhochschulen weitergeführt.

Eng verbunden ist die Fakultät auch über den Studienabschnitt hinaus mit vielen Absolventinnen und Absolventen. Stolz ist man auf die zahlreichen erfolgreichen Karriere- und Lebenswege und das breite berufliche Spektrum der Alumni in fast ausnahmslos allen aktuellen Wirtschaftsbranchen.

Die Fakultät Betriebswirtschaft ist heute – ganz entsprechend der 1971 formulierten Zielvorgabe – eng mit den anderen Fakultäten und Hochschuleinrichtungen vernetzt. Interdisziplinäres Lehren und Forschen sind zur Selbstverständlichkeit geworden.