Forschungsprojekte

Verhaltensökonomisch motivierte Maßnahmen zur Sicherung des Studienerfolgs (VStud)

Projektleiter: Prof. Dr. Robert Jäckle

Projektlaufzeit: November 2016 bis Oktober 2019

Projektpartner: Professur für Finanzwissenschaft, Universität Göttingen: Dr. Oliver Himmler, Prof. Dr. Robert Schwager

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, auf der Basis von Feldstudien die Effektivität und die Kosten-Nutzen-Relation von drei geplanten Maßnahmen zu evaluieren. Vor dem Hintergrund langer Studiendauern und hoher Abbruchquoten möchte das Projekt die Rahmenbedingungen des Studiums untersuchen und berücksichtigt dabei, wie psychologische Faktoren aus ökonomischer Sicht die Entscheidungen von Studierenden beeinflussen. Im Gegensatz zu „klassischen“ Interventionen im Hochschulbereich (wie z. B. Tutorien, Kleingruppenunterricht usw.) sind derlei Evaluationen typischerweise deutlich weniger kostenintensiv. Zugleich lassen die bislang verfügbaren Forschungsergebnisse der Verhaltensökonomik darauf schließen, dass die Effekte auf den Studienerfolg vergleichbar oder sogar stärker als jene „klassischer“ Maßnahmen sein können.

Förderung: BMBF-Förderschwerpunkt Wissenschafts- und Hochschulforschung

Weiterführende Informationen: Internetseite Studienerfolg und Studienabbruch

3D-Druck Lieferkette

Projektleiterin: Prof. Dr. Helen Rogers

Mitarbeiterin: Claudia Amankwah

Projektlaufzeit: Juli 2017 bis Dezember 2018

 

Forschungsprojektvorstellung Forschung & Innovation TH Nürnberg

Projektdatenblatt TH Nürnberg

Nachhaltige Stadtentwicklung in der Stadt Nürnberg: energetische Quartierskonzepte „Gibitzenhof“ und „Langwasser“

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel


Mitarbeiter: Peter Heymann

Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis Mai 2018

Kurzbeschreibung: Das Forschungsprojekt „Nachhaltige Stadtentwicklung in der Stadt Nürnberg“ im Auftrag des Bürgermeisteramtes der Stadt Nürnberg dient der Entwicklung der beiden energetischen Quartierskonzepte „Gibitzenhof“ und „Langwasser“. Es greift als zentralen Punkt die energetische Gebäudesanierung auf, da trotz Verfügbarkeit zahlreicher technischer Komponenten derzeit zu wenige Gebäude energetisch saniert werden. Die relevanten Akteure unter Immobilieneigentümern, Mieter, Planern, Kreditinstituten und Handwerksbetrieben werden zu den bestehenden Sanierungshemmnissen befragt. Aus den Befragungen werden Maßnahmen zum Abbau der Hemmnisse entwickelt. Diese können beispielsweise in der Beratung, Information und Förderung der Akteure bestehen. Parallel werden in ökonomischer und ökologischer Bewertung geeignete technische Sanierungsmaßnahmen abgeleitet, die in den beiden Quartieren zur Anwendung kommen können. Das urbane Quartier „Gibitzenhof“ ist durch dichten Geschosswohnungsbau in Blockbebauung gekennzeichnet. Es beinhaltet mit ca. 6.500 Wohneinheiten ca. 2,5 % des Nürnberger Wohnungsbestandes. Das kleinere Quartier „Langwasser“ mit ca. 140 Wohneinheiten im Bereich der Goldberger und Coseler Straße ist durch den Siedlungstyp „Reiheneinfamilienhäuser“ geprägt. Die Forschungergebnisse können auch auf Quartiere mit vergleichbarer Bebauung im Nürnberger Stadtgebiet übertragen werden. Die Beratung der beteiligten Akteure über die gewonnenen Erkenntisse soll zu einer Steigerung von Sanierungsquote und –qualität beitragen.
Neben dem Forschungspartner „Energieagentur Nordbayern GmbH“ sind die kommunale Wohnbaugesellschaft „wbg Nürnberg GmbH“ und die Nürnberger Baugenossenschaft „Selbsthilfe eG“ mit einem umfangreichen Wohngebäudebestand im Quartier Gibitzenhof beteiligt.Das Forschungsprojekt „Nachhaltige Stadtentwicklung in der Stadt Nürnberg“ im Auftrag des Bürgermeisteramtes der Stadt Nürnberg dient der Entwicklung der beiden energetischen Quartierskonzepte „Gibitzenhof“ und „Langwasser“. Es greift als zentralen Punkt die energetische Gebäudesanierung auf, da trotz Verfügbarkeit zahlreicher technischer Komponenten derzeit zu wenige Gebäude energetisch saniert werden. Die relevanten Akteure unter Immobilieneigentümern, Mieter, Planern, Kreditinstituten und Handwerksbetrieben werden zu den bestehenden Sanierungshemmnissen befragt. Aus den Befragungen werden Maßnahmen zum Abbau der Hemmnisse entwickelt. Diese können beispielsweise in der Beratung, Information und Förderung der Akteure bestehen. Parallel werden in ökonomischer und ökologischer Bewertung geeignete technische Sanierungsmaßnahmen abgeleitet, die in den beiden Quartieren zur Anwendung kommen können. Das urbane Quartier „Gibitzenhof“ ist durch dichten Geschosswohnungsbau in Blockbebauung gekennzeichnet. Es beinhaltet mit ca. 6.500 Wohneinheiten ca. 2,5 % des Nürnberger Wohnungsbestandes. Das kleinere Quartier „Langwasser“ mit ca. 140 Wohneinheiten im Bereich der Goldberger und Coseler Straße ist durch den Siedlungstyp „Reiheneinfamilienhäuser“ geprägt. Die Forschungergebnisse können auch auf Quartiere mit vergleichbarer Bebauung im Nürnberger Stadtgebiet übertragen werden. Die Beratung der beteiligten Akteure über die gewonnenen Erkenntisse soll zu einer Steigerung von Sanierungsquote und –qualität beitragen.
Neben dem Forschungspartner „Energieagentur Nordbayern GmbH“ sind die kommunale Wohnbaugesellschaft „wbg Nürnberg GmbH“ und die Nürnberger Baugenossenschaft „Selbsthilfe eG“ mit einem umfangreichen Wohngebäudebestand im Quartier Gibitzenhof beteiligt.

Digitale Disruption und Geschäftsmodelle in der Fintech-Industrie - Deutschland und USA im Vergleich

Projektleiter: Prof. Dr. Matthias Fischer

Projektlaufzeit: Januar 2017 bis Dezember 2017

Projektinhalte: Fintechs sind technologiegetriebene Geschäftsmodelle in der Finanzdienstleistungsindustrie, die neuartige Lösungen in diesem Bereich bieten. So hat zum Beispiel der Bezahldienst Paypal die Marktlücke bei Internetbezahlverfahren geschlossen, die etablierte Anbieter bis dahin ignoriert haben. „Der Fokus traditioneller Unternehmen auf die bisherigen erfolgreichen Produkte verschließt den Blick auf mögliche Innovationen und lässt daher Platz für den Markteintritt neuer digitaler Wettbewerber“, erläutert Prof. Dr. Matthias Fischer, Fakultät Betriebswirtschaft an der TH Nürnberg.
Die Studie zeigt auf, welche Synergien sich aus der Zusammenarbeit von klassischen Anbietern mit innovativen Fintechs ergeben. „Aus den Untersuchungsergebnissen werden Handlungsempfehlungen für die Politik und die Wirtschaft abgeleitet, um Chancen und Risiken der Digitalisierung für Verbraucher und traditionelle Unternehmen adäquat zu berücksichtigen“, so Prof. Dr. Fischer. „Außerdem liefern wir wertvolle Anhaltspunkte für die erfolgreiche Umsetzung von digitalen Geschäftsmodellen.“ Die Studie wird Empfehlungen zur Steuerung des digitalen Wandels aufzeigen und erläutern, was etablierte Anbieter von Start-Ups lernen können.
In den USA ist bereits seit 2011 eine Welle von Fintech Start-Ups zu verzeichnen, in Deutschland ist dieser Trend erst seit 2014 erkennbar. Durch den internationalen Vergleich zwischen den beiden Ländern werden die Erfahrungen mit Fintechs im amerikanischen Markt berücksichtigt, um Nutzungspotenziale für den deutschen Markt zu evaluieren.
Ziel des Forschungsprojektes von Prof. Dr. Fischer ist es, die Gefahren für traditionelle Offline-Geschäftsmodelle aufzuzeigen, wenn Innovationen der Fintech Start-Ups ignoriert werden. So erwartet Prof. Fischer, dass in der Zukunft vermehrt Algorithmen basierte Software und automatisierte Berater auf Websites die persönliche traditionelle Beratung in Sachen Finanzen ersetzen werden. „Die Studie ist unverzichtbar, damit etablierte Anbieter die Chancen und Risiken von neuen disruptiven innovativen Geschäftsmodellen erkennen und entsprechende Anpassungsmaßnahmen implementieren können“, erklärt Prof. Dr. Fischer. „Die Thematik hat nicht nur für die Politik, sondern auch für die Unternehmen und die Verbraucher eine hohe Bedeutung – ein spannendes Beispiel für die anwendungsorientierte Forschung der TH Nürnberg.“

Strategien zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bestehender Wärmenetze in ländlichen Regionen unter Berücksichtigung ökologischer Auswirkungen und spezifischer Rahmenbedingungen des jeweiligen Systems

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel

Mitarbeiter/in: Margit Deutschmann, Peter Heymann, Dimitar Ivanov

Projektlaufzeit: Januar 2017 bis Dezember 2017

 

Hintergrund: Vorlaufforschungsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg

Die Förderung der Marktdurchdringung der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in urbanen Gebieten als Beitrag zur Energiewende (TriMa)

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel

Mitarbeiter/in: Margit Deutschmann, Peter Heymann, Dimitar Ivanov

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin.

Projektlaufzeit: Januar 2015 bis Dezember 2017


Kurzbeschreibung: Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden die Hemmnisse der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) analysiert und dargestellt sowie Maßnahmen zur Überwindung dieser Hemmnisse entwickelt. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die relevanten Akteure bei der Marktdurchdringung der KWKK-Technologie unterstützt werden, wobei der Fokus bei den Kommunen als Betreiber liegt. Das Vorhaben dient der Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen und birgt beträchtliches Potenzial, eine Emissionsminderung kosteneffizient und breitenwirksam zu erreichen. Die Breitenwirksamkeit ist durch die Vielzahl an potentiellen Kommunen in Deutschland gegeben, während der Projektphase werden acht Kommunen exemplarisch analysiert. Weitere Informationen finden Sie hier:

Weiterführende Informationen:

Internetseite TriMa-KWKK

Internetseite Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (TriMa)

Projektdatenblatt TH Nürnberg

Nürnberger Mikro-Depot-Konzept in der KEP-Branche: Übertragbarkeit auf andere Städte und Integration von innovativen Same-Day-Delivery-Konzepten

Projektleiter: Prof. Dr. Ralf Bogdanski

Mitarbeiter: Marius Bayer, Markus Seidenkranz

Projektlaufzeit: Januar 2017 bis Dezember 2017

 

Hintergrund: Vorlaufforschungsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg

Pilotprojekt zur nachhaltigen Stadtlogistik durch KEP-Dienste mit dem Mikro-Depot-Konzept auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg

Projektleiter: Prof. Dr. Ralf Bogdanski

Mitarbeiter: Marius Bayer, Markus Seidenkranz

Projektlaufzeit: Oktober 2015 bis Oktober 2017


Hintergrund: Das Pilotprojekt basiert auf der konzeptionellen Vorarbeit in der Studie von Prof. Dr.-Ing. Ralf Bogdanski  über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen Nachhaltiger Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste am Beispiel der Städte Nürnberg und Frankfurt am Main, im Auftrag des BIEK e.V., veröffentlicht am 27.02.2015. Ziel der beiden Teilprojekte in Nürnberg ist der Nachweis der Praxistauglichkeit und der  Nachhaltigkeit des Mikro-Depot-Konzeptes in der KEP-Branche. Realisiert werden soll eine auf der „Letzten Meile“ emissionsfreie Ver- und Entsorgung von Einzelhandel, Gewerbetreibenden und Privatpersonen mit Paketen durch eine innovative Sonderform des kombinierten Verkehrs als horizontale Unternehmenskooperation, die die Zustellung und Abholung von Sendungen fußläufig mit Transporthilfen und mit Lastenfahrrädern ermöglicht.

1. Teilprojekt Innenstadt
Untersuchungsgegenstand ist die Fußgängerzone in der Nürnberger Altstadt mit den bisher restriktiven Lieferzeitfenstern zur Ver- und Entsorgung durch motorisierte Nutzfahrzeuge. Hier ist insbesondere die nachhaltige Sicherstellung der ökonomischen Geschäftsgrundlagen und der Wettbewerbsfähigkeit des nicht filialisierten Einzelhandels im Fokus, unter Einhaltung der sozialen Nachhaltigkeitsziele der Stadt Nürnberg. Insbesondere sind hier Konzepte zu prüfen, welche die Sicherheit der Fußgänger gewährleisten. Weiterhin soll der ökonomische und ökologische Nutzen des Mikrodepot-Konzeptes praktisch nachgewiesen werden.

2. Teilprojekt Wohngebiet
Untersuchungsgegenstand ist ein ausgewähltes flächiges Wohn- und Gewerbegebiet, z.B. Nürnberg-Langwasser oder die Südstadt, mit entsprechenden verkehrlichen Belastungen und daraus resultierenden Problemen mit der Luftreinhaltung. Hier ist der praktische Nachweis des ökologischen Nutzens des Mikrodepot-Konzeptes im Fokus, insbesondere eine Emissionsreduzierung der Luftschadstoffe und eine Reduzierung der verkehrlichen Belastung. Weiterhin soll der ökonomische und soziale Nutzen des Mikrodepot-Konzeptes praktisch nachgewiesen werden, unter Prüfung von weiteren nachhaltigen Zustellalternativen.

Die zu erwartenden Ergebnisse der beiden Pilotprojekte sind auf eine Vielzahl von Kommunen in Bayern und in Deutschland übertragbar, wie auch die Treiber und Ziele der Stakeholder einer Nachhaltigen Stadtlogistik übertragbar sind.

Forschungsgruppen (Abgeschlossen)

Kompetenzen der Zukunft

Projektleiterin: Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß

Projektlaufzeit: August 2016 bis Februar 2017


Hintergrund: Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt werden sich die Anforderungen an Mitarbeiter ändern. Das hat große Auswirkungen sowohl auf Personalentwicklung in den Firmen, wie die Lehre an Schulen und Hochschulen. Durch eine empirische Untersuchung hat die TH Nürnberg erfasst, inwiefern sich die benötigten Kompetenzen verändern werden. Die Parteien beabsichtigen im Rahmen des Projekts "Kompetenzen der Zukunft" die Ergebnisse dieser Untersuchungen in der Unternehmerschaft zu verbreiten. Hierzu sind eine Publikation und fünf Workshops geplant.

Strengthening Incubation Methods and Processes for EIT RawMaterials (SIMP)

Projektleiterin: Prof. Dr. Helen Rogers, Prof. Dr. Werner Fees

Projektlaufzeit: Januar 2016 bis Dezember 2016

Project Discription (Background of the project):

Entrepreneurship support services (ESS) are aimed at strengthening the capabilities of KIC partners so that they can provide superior ESS to their local customers. In the EIT Raw Materi-als the local customers are divided into four different categories:

  • Business ideas in Pre-incubation stage
  • Start-up
  • SME
  • Intrapreneurs

For the local customer group of “Start-up stage”, the Incubators (or similar providers) inside local or regional innovation system connected to the Universities, are an established ESS actor with a multitude of established processes, tools and methods. These methods are typically de-veloped based on the need of an effective process and support for a Start-up to develop and commercialize their new technology/ solution to a market.
The existing processes and methods are well described and can therefore effectively be shared and exchanged between partners. Sharing of existing methods is to some extent a rather rec-ognized working method between Incubators and similar ESS actors working with “Start-up stage“ on a national level, but does not exist as an established procedure on an international level. However, there are no processes or methods specifically adopted for Start-ups aiming to commercialize new technology/ solutions within the Raw Material industry.
Based on the adoption need it is important to have multiple industry partners and Research institutes involved in this project as so called supportive partners. Supportive partner means:

  • influencing the development of the new ESS
  • taking part of the results
  • will not claim any costs or provide any KCA

This development need is related to other ongoing development projects (KCAs) where the in-cubators are developing their methods and processes. Those projects are typically financed with regional or national funding and thus not aiming at reinforcing a whole European industry or towards the Raw Material industry.

Weiterführende Informationen: Internetseite EIT RawMaterials

EIT RawMaterials
EIT RawMaterials

Bildungsökonomische Maßnahmen zur Verbesserung von Studienleistungen

Projektleiter: Prof. Dr. Robert Jäckle

Mitarbeiter: Peter Frenzel

Projektlaufzeit: Juli 2015 bis November 2016


Kurzbeschreibung: Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel stellt Deutschland vor eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Wissenschaftler, Politiker und weite Teile der Bevölkerung sind sich indes einig: Nur durch eine geeignete Bildungsoffensive lassen sich die Potentiale und Chancen dieses Wandels konstruktiv nutzen.
Jedoch sind bildungspolitische Maßnahmen – beispielsweise die Optimierung des Betreuungsverhältnisses zwischen Lehrenden und Studierenden – kostenintensiv. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst sinnvoll, die bestehenden Bildungseinrichtungen auf ihre Verbesserungspotenziale hin zu durchleuchten.
Die Möglichkeiten und Grenzen werden nun im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts an der Technischen Hochschule Nürnberg untersucht. Unter dem Titel „Bildungsökonomische Maßnahmen zur Verbesserung der Studienleistung“ sollen neue Erkenntnisse der Bildungsökonomie dazu dienen, die institutionellen Rahmenbedingungen des Bildungsangebots an Hochschulen und Universitäten zu verbessern.

Weiterführende Informationen:

Projektdatenblatt TH Nürnberg

Die Konsequenzen der Finanzregulierung für die Geschäftsmodelle der genossenschaftlichen Finanzgruppe

Projektleiter: Prof. Dr. Matthias Fischer

Mitarbeiter: Dominik Wagner

Projektlaufzeit: Juni 2014 bis Oktober 2016

Publikation: „Genossenschaftsbanken im Umbruch: Einfluss der Finanzmarktregulierung auf das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften“, Kai-Ingo Voigt / Matthias Fischer, 10/2016 

  • Herausforderungen der Regulierung sowie Anpassungsmöglichkeiten für das Geschäftsmodell
  • Systematische Erfassung aller Regulierungsnotwendigkeiten
  •  Strategische Handlungsalternativen für Banken

Produktinfo: Die Folgen der Finanzmarktregulierung für das Geschäftsmodell von Genossenschaftsbanken wurden bislang zu wenig erforscht. Aus diesem Grund widmet sich das vorliegende Werk dieser Fragestellung. Dafür wurde eine mehrstufige, umfangreiche empirische Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften in all seinen Facetten negativ beeinflusst wird. Hierbei sind vor allem die Kosten und Einnahmequellen sowie die Schlüsselaktivitäten am intensivsten betroffen, wodurch der wertschöpfende Teil des Geschäftsmodells stark beeinträchtigt wird. Viele Kreditgenossenschaften beschäftigen sich aktuell zwar mit den Herausforderungen durch die Regulierung, oft existiert aber kein nachhaltiges Lösungskonzept. Die Publikation macht deutlich, welche strategischen Anpassungen des Geschäftsmodells notwendig sind, um die Gefährdungen durch die Finanzmarktregulierung zu vermeiden und die Zukunftsfähigkeit von Kreditgenossenschaften zu sichern. Die Autoren geben einen wichtigen systematischen Einblick in die Herausforderungen und zeigen Handlungsempfehlungen für die kreditgenossenschaftliche Bankenpraxis.

Effektives Compliance Management in China zur Vermeidung von Korruption?

Projektleiter: Prof. Dr. Werner Fees

Mitarbeiter: Alexander Rohde

Projektlaufzeit: Januar 2015 bis Juli 2016


Hintergrund und Forschungsziel: Forschungsziel dieses empirischen Projektes ist die Beantwortung der Frage, ob und inwieweit compliance-konformes Verhalten im Geschäftsleben vorhergesagt und gegebenenfalls beeinflusst werden kann.
Compliance-Management-Systeme – also unternehmensinterne Verhaltenscodices – sind mittlerweile nicht nur in Großunternehmen, sondern auch in mittelständischen Unternehmen institutionalisiert. Die Anwendung dieser Regularien stößt in anderen Kulturkreisen auf organisatorische Schwierigkeiten und Unverständnis. Gleichwohl müssen Unternehmen – oft unter dem Druck erforderlicher Zertifizierungen – ein regelkonformes Verhalten, auch in ausländischen Tochtergesellschaften sicherstellen.
Anhand des ausgewählten Forschungsmodells soll herausgefunden werden, inwieweit die grundsätzlichen Einstellungen zu Compliance, sozio-kulturellen Normen und wahrgenommenen Mechanismen zur Verhaltenskontrolle in China auf die Absicht chinesischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken, ein regelkonformes Verhalten gemäß den Compliance-Regularien zu zeigen.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Verbesserungsvorschläge für die in der Praxis bestehenden Compliance-Strukturen deutscher Tochter-Unternehmen in China zu entwickeln.

SIMA - Sicherheit und Mobilität im Alter durch rechtssichere und wirtschaftliche Nutzung von Informationstechnologien

Projektleiter: Prof. Dr. Martin Heckelmann

Mitarbeiterin: Christine Schödel

Projektlaufzeit: Mai 2015 bis Dezember 2015

Hintergrund: Vorlaufforschungsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg

 

Forschungsbericht zum Vorlaufforschungsprojekt SIMA

Nachhaltige Metropolregion Nürnberg - Analyse zum Stand von Nachhaltigkeitsnetzwerken in der Metropolregion Nürnberg

Projektleiter: Prof. Dr. Frank Ebinger

Mitarbeiter: Daniel Link

Projektlaufzeit: Mai 2015 bis Dezember 2015

Hintergrund: Vorlaufforschungsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg

Entwicklung eines regionalökonomischen Modells zur Berechnung der Auswirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen in Landkreisen und Kommunen - (RÖME)

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel

Mitarbeiter: Sebastian Glauber

Projektlaufzeit: Januar 2014 bis März 2015

Kurzbeschreibung: Üblicherweise messen Studien im Bereich Klimaschutz und Energie die Effekte in CO2 Reduktionen sowie absoluten Einsparungen in Energieeinheiten. Aus einer volks- und regionalwirtschaftlichen Perspektive sind des Weiteren die mit der Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen verbundenen Auswirkungen auf regionaler Ebene monetär zu bewerten. Nur so können die potentiellen Impulse für eine Region, die durch verstärkte Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz entstehen, sichtbar gemacht werden, was das Ziel dieses Forschungsvorhabens darstellt.

Entwicklung eines Schulungstools zur Liquiditätsoptimierung bei KMU (E-Learning)

Projektleiter: Professor Dr. Thomas Bahlinger

Mitarbeiterin: Birgit Nausester

Projektlaufzeit: Oktober 2012 bis September 2014

Hintergrund: Liquidität ist kurzfristig das wichtigste Unternehmensziel, wichtiger als das Erwirtschaften angemessener Gewinne, denn Zahlungsunfähigkeit ist der häufigste Insolvenzgrund bei kleinen und mittleren Unternehmen. Trotz guter Umsätze können Unternehmen bei fehlender Liquidität offene Rechnungen, Löhne und Gehälter nicht mehr zahlen. Dies kann zu einem Dominoeffekt führen: Nichtbezahlte Rechnungen des einen Unternehmens führen zu Zahlungsproblemen bei anderen Unternehmen.

Liquiditätsdefizite sind zwar kein mittelstandsspezifisches Problem, jedoch sind Liquiditätsprobleme bei kleinen Unternehmen überproportional anzutreffen. Gründe hierfür sind:
a) kleine Unternehmen haben typischerweise eine hohe Kapitalbindung im Anlagevermögen;
b) kleine Unternehmen leiden verstärkt unter verspäteten Zahlungen;
c) kleine Unternehmen erhalten oftmals keine Überbrückungskredite bei finanziellen Engpässen.
 
Ziel der Unternehmen ist daher die Verbesserung der eigenen Liquidität durch ein Liquiditätsmanagement. Hierzu sind die klassischen Bankkredite durch eine effizientere Nutzung anderer Ressourcen zu ergänzen. Darüber hinaus ist eine zweckmäßige Liquiditätsplanung durchzuführen. KMU verfügen jedoch in der Regel weder über die nötige eigene Finanzexpertise, noch über externe Berater, um Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Liquiditätssituation zu kennen.

Ziel: Das im Rahmen des Projekts entwickelte Schulungstool soll kleinen und mittleren Betrieben helfen:
•    Klarheit über ihre Liquiditätssituation zu erhalten;
•    Gestaltungsmöglichkeiten zur kurz-, mittel- und langfristigen Verbesserung der Liquidität zu erkennen;
•    überschüssige Liquidität optimiert anzulegen.

Weiterführende Informationen:

Internetseite Bonität und Liquidität bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Auswirkungen der Energiewende auf das mittelfränkische Handwerk (Studie)

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel

Mitarbeiter: Sebastian Glauber

Projektlaufzeit: Oktober 2013 bis August 2014

Kurzbeschreibung: Aktuell ist die Umsetzung der Energiewende ein zentrales Thema in unserer Gesellschaft. Die Energiewende liefert Chancen, aber auch potentielle Risiken für die Handwerksbetriebe in Mittelfranken. Einerseits profitieren Betriebe von Aufträgen durch den Umbau des Energiesystems. Andererseits können steigende Energiepreise eine Herausforderung für eine wirtschaftliche Betriebsführung sein. Aus diesem Grund wurde die Erstellung einer wissenschaftlichen Studie inkl. einer breit angelegten Umfrage zu den „Auswirkungen der Energiewende für die mittelfränkischen Handwerksbetriebe“ in Auftrag gegeben, um die Chancen und Risiken für die Handwerksbetriebe herauszuarbeiten.

Entwicklung des strategischen Einkaufs im Mittelstand

Projektleiter: Prof. Dr. Gerhard Heß

Mitarbeiter: Martin Bergmann

Projektlaufzeit: Mai 2012 bis April 2014

Wirtschaftliche Bedeutung des Energiesektors in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (Studie)

Projektleiterin: Prof. Dr. Birgit Eitel

Mitarbeiter: Sebastian Glauber

Projektlaufzeit: Dezember 2012 bis August 2013

Kurzzusammenfassung: Die Entwicklungen der letzten Jahre machten es nötig, eine aktuelle Erhebung der Bedeutung des Energiesektors in der EMN vorzunehmen. Neben umfassender Datenrecherche, -erhebung-, und –auswertung wurden Expertengespräche mit  Entscheidern in der EMN  geführt. Das Ergebnis ist beeindruckend: 27. Mrd. Euro Umsatz werden von 111.500 Menschen in fast 15.000 Unternehmen im Energiesektor in der EMN erwirtschaftet. Allein auf die Stadt Nürnberg entfallen davon über 16.000 Beschäftigte. Das sind fast fünf Prozent aller in der Frankenmetropole beschäftigten Menschen. Vor allem  kleinere und mittlere Unternehmen in Industrie, Handwerk und Energieversorgung spielen eine bedeutende Rolle.

Entwicklung eines Schulungstools zur Verbesserung der Bonität bei KMU (E-Learning)

Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Bahlinger

Mitarbeiter: Prof. Dr. Matthias Fischer, Matthias Bauer

Projektlaufzeit: März 2011 bis Februar 2013

Hintergrund: Zur Verbesserung der Kreditversorgung des Mittelstandes ist es von wesentlicher Bedeutung, die Bonität der Unternehmen zu erhöhen. Denn Banken stützen ihre Kreditwürdigkeitsprüfungen nach wie vor auf eine ausführliche Untersuchung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (Finanzrating) der Kapital suchenden Unternehmen. KMU verfügen in der Regel jedoch weder über die nötige eigene Finanzexpertise, noch über externe Berater, um Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Finanzratings zu kennen.

Ziel: Entwicklung eines innovativen computerbasierten Schulungstools, das kleinen und mittleren Betrieben helfen soll,
1. Klarheit über ihre aktuelle Bonität zu erhalten und
2. Gestaltungsmöglichkeiten zur kurz- und langfristig Verbesserung der Bonität zu erkennen.

Weiterführende Informationen:

Internetseite Bonität und Liquidität bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Pilotprojekt zur Vermeidung von Verkehr und Emissionen in Nürnberg – Grüne Logistik

Projektleiter: Prof. Dr. Ralf Bogdanski

Mitarbeiter: Daniel Link

Projektlaufzeit: März 2010 bis November 2011

Kurzbeschreibung: Die Erfahrungen mit dem seinerzeit groß angelegten Citylogistik-Projekt „ISOLDE“ in Nürnberg haben gezeigt, dass hoch integrierte, komplexe und branchenübergreifende Lösungsansätze hohe Umsetzungsbarrieren in der Praxis haben. Mit Blick auf die (durchaus funktionierende) Restabwicklung der ISOLDE kann festgehalten werden, dass sich lediglich das logistische Konzept eines konsolidierten Nachlaufes in die Nürnberger Fußgängerzone mittels Elektromobilität für einen einzelnen KEP-Dienstleister durchgesetzt hat. Die Attraktivität dieses Ansatzes lag einerseits in der Kostenneutralität und andererseits im Anreiz der Stadt Nürnberg, die bestehenden Zeitrestriktionen der Anlieferung entfallen zu lassen. Die Umsetzung durch genau einen KEP-Dienstleister und seinen Subunternehmer führte auch zum Entfall aller branchenübergreifenden Infrastruktur- und Koordinationsprobleme. Dies legte den Schluss nahe, ein Pilotprojekt zur Vermeidung von Verkehr und Emissionen auf zunächst eine Branche mit einer überschaubaren Anzahl von Beteiligten zu konzentrieren. In einer Voruntersuchung durch Prof. Dr.-Ing. Ralf Bogdanski kristallisierte sich die Belieferung der Nürnberger Altstadtrestaurants als geeignete Branche für ein solches Pilotprojekt heraus.
Die Getränkelogistik für die Belieferung der Nürnberger Gastronomie kann im Ist-Zustand wie folgt charakterisiert werden: Eine überschaubare Anzahl an Getränkelieferanten und Brauereien liefern oft deckungsgleiche Artikel in die Innenstadt. Sie fahren dabei eine hohe Anzahl von Abladestellen an, die teilweise auch von mehreren Lieferanten bedient werden. Kleine Lagerflächen an den Abladestellen machen zudem häufige Anfahrten notwendig. Während der Anlieferungszeit kommt es aufgrund des hohen Anlieferverkehrs zu gegenseitigen Behinderungen und LKW´s können nicht direkt an der Abladestelle halten. Schweres Frachtgut und die lokalen Gegebenheiten an den Abladestellen führen zu einer zeitintensiven Belieferung. Zudem steht das Anlieferungszeitfenster im Konflikt mit den Öffnungszeiten der Gastronomie. Eine Touren- und/oder Ladungsoptimierung ist auf Grund der vorgegebenen Zeitfenster für die Einfahrt in die Innenstadt oft suboptimal und bislang nicht softwaregestützt. Dies führt auf der einen Seite zu hohem Kostendruck und geringen Margen bei den liefernden Unternehmen. Auf der anderen Seite ergibt sich daraus ein höheres Verkehrsaufkommen mit einem mehr an Emissionen und Lärm.
Im Grundsatz soll die in der Automobilindustrie bewährte Lösung eines Güterversorgungszentrums (GVZ) auf die Getränkelogistik übertragen werden. Ziel ist eine innenstadtnahe Sendungskonsolidierung mittels Crossdocking auf einer arrondierten Umschlagsfläche, um den dann folgenden Nachlauf („letzte Meile“) hinsichtlich Routenplanung und Auslastung der Fahrzeuge zu verbessern. Die logistische Optimierung erfolgt unter Beibehaltung von Service und Sortiment. Die Kosten des Systems werden durch Kosteneinsparungen finanziert, um die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen zu erhalten. Das Prinzip des Crossdockings ist in nachfolgender Abbildung dargestellt. In diesem Beispiel ergeben sich bei fünf Lieferanten und acht Abnehmern 40 direkte Lieferbeziehungen (5x8). Durch den Einsatz eines Crossdocks (X-Dock) können in diesem Falle durch Bündelungseffekte die Lieferbeziehungen auf 13 reduziert werden (5+8), also eine Einsparung an direkten Lieferbeziehungen von knapp 68 %. Die beteiligten Unternehmen gehen dazu eine offene und freiwillige Kooperation ein. Die Gründung eines separaten Dienstleistungsunternehmens ist keinesfalls beabsichtigt.
Das Projekt wird durch die Kommunalpolitik unterstützt und wurde in den Luftreinhalteplan der Stadt Nürnberg aufgenommen. Die Stadt Nürnberg stellt für die Laufzeit des Projekts eine geeignete Logistikimmobilie in der Nähe des Nürnberger Altstadtrings zur Verfügung und hat Gesprächsbereitschaft bei Anlieferzeitfenstern und Furten durch die Nürnberger Altstadt signalisiert, wenn im Rahmen des Projekts Verkehr, Emissionen und Lärm reduziert werden. Die Ermittlung des Emissionsminderungspotenzials und der im operativen Betrieb tatsächlich eingesparten Emissionen ist fester Bestandteil des Projektes.

Weiterführende Informationen:

Projektabschlussbericht Grüne Logistik

Projektsteckbrief der IHK Nürnberg zum Pilotprojekt Getränkelogistik