Die Ausbildung des Wirtschaftsinformatikers ist gekennzeichnet durch die Verknüpfung der Fachgebiete der Wirtschaftswissenschaften (insbesondere der Betriebswirtschaftslehre) und der Informatik im Fokus betrieblicher Informationssysteme.

Die Berufsfelder für Wirtschaftsinformatiker/-innen orientieren sich an den Aufgabenstellungen in Wirtschaft und Verwaltung und den Möglichkeiten, welche die Informationstechnologie bietet, diese Aufgabenstellungen zu unterstützen. Dabei gilt in erster Linie der Grundgedanke „Process drives IT“. D.h. die Informationstechnologie darf nicht selbstzweckorientiert angewendet werden, sondern muss sich an den Aufgabenstellungen und Anforderungen aus Wirtschaft und Verwaltung ausrichten, um die Erreichung der Geschäftsziele der jeweiligen Institution effektiv und effizient zu unterstützen. Aufgabe der Wirtschaftsinformatiker/-innen ist es die Brücke zwischen der betriebswirtschaftlich geprägten Geschäftswelt und den Möglichkeiten der Informationstechnologie zu schlagen.

Das Wirtschaftsinformatik Studium bietet daher sowohl eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung in der Betriebswirtschaftslehre und den ihr nahe stehenden Fachgebieten als auch einen fundierten Einblick in die Kernmodule der theoretischen und vor allem der praktischen und angewandten Informatik.

Abschluss
Bachelor of Science
Regelstudienzeit
7 Semester
Zulassungsbeschränkung
Numerus Clausus
Grenznoten in den letzten Semestern
Studienfachanteile
Besonderheiten

Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik betont in bewährter Weise die Praxisorientierung als klassisches Prädikatsmerkmal von Studiengängen an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Diese zeigt sich in den Team-Projektarbeiten und in den Bachelorarbeiten, die in der Regel in Zusammenarbeit mit Wirtschaft oder Verwaltung durchgeführt werden. Das fünfte Studiensemester ist ein Praxissemester, das die Studierenden in einem Privatunternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung absolvieren.

Studienbeginn
Wintersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2017 bis 15.07.2017
Duale Studienvarianten
Wirtschaftsinformatik
Zuständige Fakultät
Informatik
Aufbauende Studiengänge
Wirtschaftsinformatik (M. Sc.)
Informatik (M. Sc.)
Akkreditiert

Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik hat eine Regelstudienzeit von 7 Semestern und lässt sich in verschiedene Phasen einteilen.

Gegenstand des ersten Studienabschnitts (1. und 2. Semester)  sind umfassende Grundlagen in den Wirtschaftswissenschaften, den Grundlagen der Wirtschaftsinformatik und den Grundlagen der Informatik. Ergänzt werden diese Kerngebiete durch die Grundlagen der Mathematik (einschließlich Statistik) und der praktischen Informatikanwendung wie z.B. der Ausbildung in der Programmierung. Nach dem 2. Studienabschnitt folgt im 5. Semester ein Praxissemester. In der letzten Studienphase kann das Studium mit Blick auf ein bestimmtes Anwendungs- oder Berufsfeld vertieft werden.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

Module im 1. bis 2. Semester

Lernziele

Kenntnis der grundlegenden Funktionen und mathematischen Grundlagen von Rechnern. Fähigkeit im Umgang mit Binärdarstellungen von Zahlen und Zeichen, zum Entwurf einfacher logischer Schaltungen sowie zur Entwicklung einfacher Programme auf Maschinen- bzw. Assemblerebene.

Inhalt

Rechnerarithmetik, digitale Schaltungen, Universalrechner, Maschinenprogrammebene

Lernziele

Kenntnis wesentlicher mathematischer Begriffe und Strukturen, Einblick in fachbezogene Anwendungen.

Inhalt

Zahlen, Aussagenlogik und Mengen, Relationen und Funktionen, Kombinatorik, Elemente der Zahlentheorie, komplexe Zahlen, Algebra (Gruppen, Ringe, Körper)

Lernziele

Kenntnis wesentlicher mathematischer Begriffe und Strukturen, Einblick in fachbezogene Anwendungen.

Inhalt

Lineare Algebra, Folgen und Reihen, Differential- und Integralrechnung, Differenzengleichungen, Differentialgleichungen

Lernziele

Fähigkeit, grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen problemübergreifend zu er­kennen und mit mindestens einer höheren Programmiersprache zu programmieren; Erfahrung der strukturierten und objektorientierten Programmentwicklung durch praktische Übungen.

Inhalt

  • Begriffe zur Datenverarbeitung,
    Syntax und Semantik der Sprachelemente:
    Ablaufstrukturen, Datenstrukturen, Objekte, Module, Iteration und Rekursion, Zeiger. 
  • Entwicklungsmethoden:
    Entwicklungsumgebung, 
    Entwicklung und Darstellung von Daten- und Ablaufstrukturen, strukturierter Entwurf und Implementierung, Dokumentation, Test.

Lernziele

Vertiefung der Fähigkeiten, die in Programmieren I erworben wurden.

Inhalt

Fortsetzung der Lehrinhalte von Programmieren I:
dynamische Datenstrukturen, insbesondere verkettete Listen, Operatoren, Nutzung von Klassenbibliotheken, Ausnahmen und ihre Behandlung.

Lernziele

Grundkenntnisse über Konzeption und Implementierung betrieblicher Informationssysteme
Fähigkeit, ausgewählte Grundprinzipien der Entwicklung betrieblicher Informationssysteme anzuwenden

Inhalt

 Kernthemen der Veranstaltung sind:

  • Einführung in die Wirtschaftsinformatik (Definition, Einordnung, Berufsbilder, Methoden)
  • Betriebliches Referenzmodell und seine Module
  • Betriebliche Anwendungssysteme (SCM, CRM, ERP, E-Business, Business Intelligence)
  • Einführung in das Geschäftsprozessmanagement
  • Einführung in das Wissensmanagement
  • Einführung in das Informationsmanagement
  • Einführung in rechtliche Aspekte der Wirtschaftsinformatik

Das Modul besteht aus zwei Teilen:

Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre:

Lernziele

Grundkenntnisse über Aufbau und Funktionen von Betrieben

Inhalt

Wirtschaftswissenschaftliche Grundbegriffe;
Aufbau und Funktionen von Betrieben (Standortwahl, Rechtsformen, Produktionsfaktoren);
Grundbegriffe des betrieblichen Rechnungswesens.

Grundlagen der Volkswirtschaftslehre:

Lernziele

Überblick über grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge, Fähigkeit zur Anwendung und Interpretation einfacher mikro- und makroökonimischer Modell

Inhalt

Marktformen und Preisbildung, Arbeitsteilung und Arbeitsmarkt, Distributions-, Allokations- und Stabilisierungsfunktion des Staates, Geld- und Fiskalpolitik, gesamwirtschaftliches Gleichgewicht.

Lernziele

Aufsetzend auf den Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften Ergänzung und Vertiefung der Kenntnis von gesamtbetrieblichen Aspekten wie der Planung und Organisation von Unternehmen sowie der grundlegenden Leistungsprozesse der Beschaffung, Materialwirtschaft und der Produktion und die Konzipierung der Abläufe im Detail unter besonderer Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten computergestützter Informationssysteme.
Befähigung zur selbständigen Analyse, Klassifikation und Lösung von inner- und überbetrieblichen unternehmerischen Problemstellungen mit wissenschaftlichen Methoden unter besonderer Einbindung der Bezüge zur Wirtschaftsinformatik.

Inhalt

  • Planungsbereiche im Unternehmen, rechtliche Gestaltungsaspekte einschließlich der Besonderheiten bei Gründungen und Unternehmenszusammenschlüssen,
  • Unternehmensstandortentscheidungen, Unternehmensorganisation,
  • Produkt- und Prozessentwicklung,
  • Beschaffung und Materialwirtschaft einschließlich der Konzepte zur Lenkung computergestützter Materialflusssysteme, Planung, Konzeption und Steuerung der Produktions-/Fertigungswirtschaft unter Einschluss computergestützter Fertigungsprozessplanungssysteme.

Lernziele

Erfassen des Unternehmens als ganzheitliches, vernetztes Gebilde, Analyse von komplexen und vernetzten Strukturen, Treffen optimaler Entscheidungen hinsichtlich der Unternehmensziele im Team und unter Unsicherheit und Zeitdruck, Fähigkeit zur Anwendung von betriebswirtschaftlichen Methoden

Inhalt

Anhand der realistischen, modellhaften Abbildung einer Unternehmensgründung (Fahrradmanufaktur) erfüllen konkurrierende Teams von 4 bis 5 Personen folgende Aufgaben:

  • Festlegung und Umsetzung von Zielen und Strategien in einem komplexen ökonomischen Umfeld
  • Entscheidungsfindung im Team und unter Einsatz von PC-gestützten Planungsinstrumenten.

Lernziele

Fähigkeit, gesprochenes und geschriebenes Englisch mit allgemeinsprachlichen und fachlichen Inhalten zu verstehen, sowie sich in der Fremdsprache mündlich und schriftlich korrekt auszudrücken.

Inhalt

Fachbezogene Texte;
allgemeine sowie fachbezogene Korrespondenz und Konversation;
Erweiterung und Festigung der Vokabelkenntnisse;
Umgang mit Hilfsmitteln

Module im 3. bis 7. Semester

Lernziele

Grundlagen der beschreibenden und schließenden Statistik sowie die Grundzüge der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Inhalt

Deskriptive Statistik:
Lage- und Streuungsmaße,
Korrelation und Regression;
Elemente der Wahrscheinlichkeitsrechnung:
Zufallsvariable, Bedingte Wahrscheinlichkeiten,  Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Poisson-Prozesse;
Induktive Statistik:
Punktschätzung, Intervallschätzung, Konfidenzintervalle, Testen von Hypothesen


Lernziele

Kenntnis der Grundlagen von Informationssicherheit, Kryptographie und sicherer Datenübertragung.

Inhalt

  • Ziele in der Informationssicherheit:
    Vertraulichkeit, Datenintegrität, Authentifizierung des Ursprungs von Daten, Authentifizierung von Entitäten, Verbindlichkeit;
  • Symmetrische Verschlüsselungsverfahren:
    Stromchiffre, Blockchiffre (z. B. DES, AES), Operationsmodi;
  • Asymmetrische Verfahren / Public Key - Kryptographie:
    Einwegfunktionen, Verschlüsselung, digitale Signatur, RSA-, ElGamal/DSA-, Rabin-Verfahren; Angriffe; optimal asymmetric encryption padding OAEP; kryptographische Hashfunktionen, Message Authentication Codes (MAC); Kryptographische Protokolle für den Schlüsselaustausch.


Lernziele

Kenntnis grundlegender Datenstrukturen und Verarbeitungstechniken unter Einbeziehung externer Speichermedien und die Fähigkeit, sie adäquat anzuwenden

Inhalt

Korrektheit von Algorithmen, Komplexität und Effizienzbetrachtungen, probabilistische Methoden sowie Entwurfsprinzipien von Algorithmen.
Sortieren und Suchen, Suchbäume, Hashverfahren, Organisation von Wörterbüchern.
Praktische Umsetzung behandelter Algorithmen auf Basis einer objekt-orientierten Programmiersprache.

Lernziel

Einsicht in die Ziele, Methoden, Techniken und Verfahren des Software Engineering
Fähigkeit zur professionellen Anwendung von Methoden des Software Engineering

Inhalt

  • Probleme der industriellen Softwareerstellung;
  • Phasenmodelle;
  • Methoden zur Anforderungsspezifikation; Entwurfsmethoden;
  • Methoden zur Systemkonstruktion; Systemintegration und Test; Software-Ergonomie;
  • Qualitätssicherung; Softwaremetriken; Projektmanagement; DV-gestützte Entwicklungsumgebungen;
  • Aufwandsschätzungen; Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.


Lernziele

Kenntnis wichtiger Methoden und Techniken zur Modellierung und Realisierung von Datenbanken, Überblick über Architektur, Funktionsweise und Einsatz von Datenbanksystemen
Fähigkeit zur professionellen Entwicklung von Datenbankanwendungen

Inhalt

Aufbau und Funktionen eines Datenbanksystems; objektorientiertes und relationales Datenmodell, objektrelationale Abbildung; relationale, objektrelationale, föderative, verteilte Datenbanksysteme; Datenmodellierung und Datenbankentwurf, Referenzmodelle, Unternehmensdatenmodelle, Datenintegration; Datenbankabfragesprachen: Datendefinition und –manipulation mit der Structured Query Language SQL; Schnittstellen für die Anwendungsprogrammierung; Transaktionsmanagement, Concurrency und Recovery.


Lernziele

Einblick in die Konzepte von Betriebssystemen; exemplarisch verdeutlicht an Hand konkreter Fallstudien.
Kenntnis von Aufbau und Komponenten zentraler und dezentraler Rechnerarchi­tekturen;
Fähigkeit, die Auswirkungen von Systementscheidungen und Komponenten­auswahl auf die Programmierung und die Leistungsfähigkeit von Anwendungen zu bewerten.

Inhalt

  • Aufgaben und Aufbau von Betriebssystemen
  • Verwaltungsfunktionen (insbesondere Prozesse, Speicher, Dateien)
  • Kommunikations- und Hilfsfunktionen
  • Darstellung wichtiger Rechnerstrukturen, einschließlich Prozessoren, Peripheriegeräten, Speicherorganisation und Verbindungsstrukturen
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit von Rechnersysteme


Lernziele

Einführung in die Konzepte und Methoden der Kommunikation in Rechnernetzen und deren Bedeutung im Kontext unternehmensweiter Anwendungen.

Inhalt

Schichtenmodelle. Datenübertragungsformate. Netzwerkarchitekturen und deren Hauptbestandteile. Netzwerkdesign. Internetprotokolle und Internetanwendungen im Unternehmen. Sicherheit in Netzen und unterstützende Geräte.

Lernziele

Kenntnis der Grundlagen und Methoden des betrieblichen Rechnungswesens und des Controlling als Basis für die Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse sowie zur Konzeption betrieblicher Anwendungssysteme.

Inhalt

  • Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Rechnungslegung
  • Kontenrahmen und Kontenpläne
  • Erfassung und Verbuchung von Geschäftsvorfällen
  • Jahresabschluss mit Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung einschl. Planungs-, Wirtschaftlichkeits- und Ergebnisrechnung
  • Controllingsysteme einschl. Kennzahlensysteme
  • Anforderungen an die IT-Unterstützung

Lernziele

Auf der Basis der Veranstaltungen "Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften" und "Grundlagen der Wirtschaftsinformatik" werden die Kenntnisse in den betrieblichen Bereichen Marketing, Finanzierung und Investition unter besonderer Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten computergestützter Informationssysteme vertieft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung von quantitativen Verfahren für die genannten betrieblichen Bereiche und der Fähigkeit zur Intepretation der Ergebnisse dieser Verfahren im jeweiligen unternehmerischen Sachzusammenhang.

Anmerkung:
Die Übungsveranstaltungen werden nach dem didaktischen Ansatz des "flipped classroom" durchgeführt. Dabei stellen die Studierenden und nicht der Dozent die Ergebnisse der Übungsaufgaben vor. Der Dozent übernimmt eine Coaching-Rolle und hilft den Studierenden die richtige Lösung vorzustellen. Dabei sollte jeder Übungsteilnehmer einmal eine Übungsaufgabe oder einen Aufgabenteil vorstellen. Dadurch wird eine vorlesungsbegleitende Vorbereitung auf die Klausur erreicht, mit der verhindert werden soll, dass sich zum Ende des Semesters ein „Lernberg“ bei den Studierenden aufstaut. Gleichzeitig erkennt der Dozent zeitnah Defizite der Studierenden und kann so effizienter nachsteuern.

Inhalt

  • Finanzierungsformen und vertiefter Einblick in einzelne Beispiele der Beteiligungs- und Kreditfinanzierung, des Leasings und Factorings, der Überschussfinanzierung und der Finanzierung aus Vermögensumschichtung
  • Ermittlung des Kapitalbedarf eines Unternehmens
  • Erstellung und Interpretation eines Finanzplans
  • Verfahren der statischen Investitionsrechnung (Kostenvergleichs-, Gewinnvergleichs-, Rentabilitäts- und statische Amortisationsrechnung): Vorstellung des jeweiligen Grundprinzips, Anwendung des Verfahren im IT-typischen Kontext, Interpretation der Ergebnisse und kritisiche Bewertung des jeweiligen Verfahrens
  • Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung (Kapitalwert-, interne Zinsfuß- und Annuitätenmethode): Vorstellung des jeweiligen Grundprinzips, Anwendung des Verfahren im IT-typischen Kontext, Interpretation der Ergebnisse und kritisiche Bewertung des jeweiligen Verfahrens
  • Grundlagen und Grundbegriffe des Marketings
  • Customer Relationship Management (Prozess, IT-Systeme, Usecases)
  • Marketingfoschung (Durchführung von Befragungen, Skalenniveau von Merkmalen, Lageparameter von Verteilungen und Regressionsanalyse: Anwendung im IT-typischen Kontext und sinnvolle Interpretation der Ergebnisse)
  • Anwendung von ausgewählten quantitativen Verfahren in der strategischen Marketingplanung und im Marketing-Mix

Lernziele

Einblick in die betriebswirtschaftliche Funktionalität eines ERP-Systems; Fähigkeit, die Verbindung zwischen BWL-Wissen und IT-Systemen herzustellen.

Inhalt

Die Realisierung von Geschäftsprozessen in einem ERP-System wird anhand von mehreren umfangreichen Fallstudien behandelt. Die Aspekte von Unternehmenssoftware werden angesprochen (z.B. Datenintegration, Standardsoftware, Customizing). Die Lehrveranstaltung dient auch der Vertiefung der betriebswirtschaftlichen Wissens, erworben in anderen Lehrveranstaltungen. Technische Aspekte von ERP-Systemen werden in der Lehrveranstaltung "Architektur betrieblicher Anwendungssoftware) zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen.

Lernziele

Fähigkeit, quantitative Verfahren zur Vorbereitung betrieblicher Entscheidungen anzuwenden und anzupassen; Fähigkeit, entscheidungsunterstützende Systemen zu bewerten und konzipieren.

Inhalt

  • Entscheidungstheorie und Entscheidungsklassifikation
  • Gewinnung entscheidungsrelevanter Daten
  • Einsatz ausgewählter Modelle und Lösungsmethoden (z. B. Optimierungs­verfahren, Simulation) für betriebswirtschaftliche Problemstellungen
  • Möglichkeiten und Grenzen formaler Methoden
  • Überblick über Systemtypen von Managementunterstützungssystemen (datenorientiert, modellorientiert, wissensbasiert)

Lernziele

Einblick in die Vielgestaltigkeit betriebswirtschaftlicher Problemstellungen, die durch den Einsatz von IT unterstützt werden können; Fähigkeit zur Konzeption derartiger IT-Lösungen.

Inhalt

Erfassung, Analyse, Optimierung und Neukonzeption von Geschäftsprozessen in verschiedenen Unternehmensbereichen diverser Branchen oder Erarbeiten von prototypischen Software-Lösungen in Zusammenarbeit mit realen Unternehmen. Dies geschieht in Kleingruppen anhand geeigneter, von den Studierenden selbst gewählter Projekte unter kontinuierlicher inhaltlicher und organisatorischer Anleitung und Betreuung. In den Studienarbeiten wird die einwandfreie sprachliche und graphische Darstellung von Projektergebnissen trainiert.

 

Lernziele

Kenntnis der Software-Architektur betrieblicher Anwendungssysteme
Fähigkeit, einige der Konzepte praktisch umzusetzen, z.B. ein Datenmodell für eine Data-Warehouse-Fragestellung erstellen, einen Web-Service entwickeln, Geschäftsdaten mit XML Schema zu beschreiben

Inhalt

Architektonische und technologische Aspekte betrieblicher Anwendungssysteme, gegliedert in die Teile:
1. Verschiedene Typen betrieblicher Anwendungssysteme und ihres Zusammenschlusses in einer Systemlandschaft:

  • Operative Systeme (wie ERP-Systeme)
  • Analytische Systeme (Data Warehouse Systeme)
  • Planungssysteme (wie Supply-Chain-Management-Systeme)
  • Systemlandschaft

2. Integrationstechniken für betriebliche Anwendungssysteme

  • Integration über die Benutzeroberfläche, dargestellt anhand von Unternehmensportalen
  • Integration über Datenaustausch, insbesondere mit XML
  • Funktionsorientierte Integration, insbesondere mit Web Services
  • Nachrichtenorientierte Integration, insbesondere Nachrichten-Broker
  • Geschäftsprozessorientierte Integration

3. Methoden im Lebenszyklus von Standardsoftware, insbesondere verschiedene Formen der Anpassung und Administration

Lernziele

Kenntnis von Lösungsansätzen zur Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen

Inhalt

  • Strukturierung und Restrukturierung von Unternehmen
  • Definition von Geschäftsprozessen und Geschäftsprozessmodellen
  • Methoden und Werkzeuge zur Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen
  • Prozessleistung und Prozesscontrolling
  • Informationsverarbeitung und Geschäftsprozesse
  • Realisierung des Prozessmanagements

 

Lernziele

Einblick in das Umfeld des Wissensmanagements;
Kenntnis der Vorgehensweise bei der Analyse und Konzeption von Wissensmanagementlösungen;
Kenntnis der grundlegenden Technologien;
Kenntnisse, wie Verständnis und Sensiblität für Wissensmanagement gefördert werden kann;
Fähigkeit das Wissensmanagement in einem Unternehmen zu analysieren;
Fähigkeit Wissensmanagementlösungen zu erarbeiten

Inhalt

Modell des Wissensmanagements
Techniken des Wissensmanagements
Instrumente des Wissensmanagements
Fallbeispiele

Lernziele

Kenntnis von Lösungsansätzen zu Management und Organisation der IT im Unternehmen.

Inhalt

Management von IT-Strategie, IT-Resssourcen und Informationslogistik, Risikomanagement, Organisation und Controlling des IT-Bereichs.

Außerdem können Sie im zweiten Studienabschnitt aus einer großen Anzahl an wechselnden fachwissenschaftlichen Wahlpflichtfächern wählen.

Praktikum im 5. Semester

Das 5. Semester ist ein Praxissemester. Die Studierenden absolvieren ein Praktikum von 20 Wochen Dauer in einem Unternehmen. Sie werden dabei von einem Professor der Fakultät Informatik betreut. Ein Praxisseminar, in dem die Studierenden ihre Erfahrungen austauschen können, sowie eine Lehrveranstaltung zu Projektmanagement runden das Praxissemester ab.

Vertiefung

In der letzten Studienphase können die Studierenden einen erheblichen Teil ihres Studienprogramms aus einem großen Angebot an Wahlpflichtfächern selbst zusammenstellen und so ihr Studium mit Blick auf ein bestimmtes Anwendungs- oder Berufsfeld vertiefen. Zusätzliche Informationen finden sich im Modulhandbuch.

Bachelorarbeit im 7. Semester

Zum Abschluss seines Studiums bearbeitet der/die Studierende in seiner/ihrer Bachelorarbeit methodisch und auf wissenschaftlicher Grundlage ein anspruchsvolles praxisbezogenes Problem aus der Informatik. Die Bearbeitungsdauer ist 5 Monate. Ein großer Teil dieser Bachelorarbeiten wird in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Berufsfelder des Wirtschaftsinformatikers umfassen:

  • Aufgaben des Informationsmanagements im Sinne einer ganzheitlichen Planung und Steuerung strategischer und operativer IT-Prozesse. Schwerpunkte bilden dabei die Konzipierung und der Einsatz betrieblicher und überbetrieblicher Informationssysteme, wobei Fragen der Informationssicherheit und des Risikomanagements zunehmend an Gewicht gewinnen.
  • ƒAufgaben der Entwicklung von Anwendungskonzepten, d.h. der Spezifikation, Modellierung und Implementierung von Unternehmenslösungen für das Geschäftsprozessmanagement unter Nutzung der Möglichkeiten der Informationstechnologie.
  • ƒAufgaben der Organisationsgestaltung, d.h. die Analyse, Gestaltung und Optimierung/Verbesserung der betrieblichen Strukturen und Prozesse unter besonderer Beachtung computergestützter Informationssysteme.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in allen Zweigen der Wirtschaft, in Unternehmen aller Branchen und im öffentlichen Dienst, bei Beratungsunternehmen, Informatik-Dienstleistern, System- und Softwarehäusern, bei Handelsunternehmen, beim produzierenden Gewerbe, sowie bei Dienstleistungsunternehmen wie Banken, Versicherungsunternehmen und Krankenhäusern.

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Bachelorabschluss

Im Anschluss an ein Bachelorstudium der Informatik können Sie an der TH Nürnberg ein Masterstudium absolvieren. Es bieten sich die Masterstudiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik an.

Sowohl das Studium der Wirtschaftsinformatik als auch die beruflichen Tätigkeiten stellen hohe Anforderungen an die Fähigkeit, aus komplexen Aufgabenstellungen mit vielen Schnittstellen und Randbedingungen die wesentlichen Anforderungen zu erkennen und in einem Analysemodell zu beschreiben, aus diesen Anforderungen ein Lösungskonzept zu entwickeln und dieses mit den Mitteln der Informationstechnologie zu realisieren. Die Studierenden sollten deshalb Interesse und Fähigkeiten sowohl zur (mathematischen) Abstraktion als auch für die Gestaltung technischer Systeme mitbringen. Die Hochschulzugangsberechtigung sollte mit fundierten Kenntnissen in Mathematik, Deutsch und Englisch verbunden sein. Neben dem Fachwissen braucht der Wirtschaftsinformatiker Teamgeist, Integrations- und Kommunikationsfähigkeit, Zielstrebigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit. 

Formale Anforderungen

Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen (z.B. Abitur oder berufliche Qualifikation)
Numerus Clausus

Persönliche Anforderungen

  • Fachinteresse
  • kontinuierliche Lernbereitschaft
  • Fleiß
  • Fähigkeit zu selbständigem Denken und Arbeiten
  • Abstraktionsvermögen
  • Wille, Neues selbständig zu erarbeiten und nicht in eine Konsumhaltung zu verfallen, die die Wissensvermittlung und –aneignung allein in die Verantwortung der Lehrenden legt
  • Konzentrationsfähigkeit, auch über längere Perioden
  • Zielstrebigkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Selbstdisziplin
  • Teamfähigkeit.

Häufige Stolpersteine

Mathematisches Wissen ist die Grundlage der Wirtschaftsinformatik. Erwartet wird von Ihnen zunächst das eigentlich Selbstverständliche: Die Beherrschung des in der Schule bis zur mittleren Reife gelehrten Stoffs (Elementarmathematik).

Erfülle ich diese Anforderungen und wie kann ich mich vorbereiten?

Sie sind sich nicht sicher, ob Wirtschaftsinformatik der richtige Studiengang für Sie ist? Die TH Nürnberg bietet Ihnen zahlreiche Angebote, die Ihnen dabei helfen, genau das herauszufinden.

Studiengangstest

Überprüfen Sie mit dem Studiengangstest, ob Ihre Interessen und Fähigkeiten zu den Anforderungen eines Informatik-Studiums passen. Für den Studiengang Wirtschaftsinformatik liegt zwar kein gesonderter Studiengangstest vor, jedoch ist der allgemeine Informatik-Studiengangstest auch für Wirtschaftsinformatik geeignet. 

Schnuppervorlesung

Besuchen Sie unsere Schnuppervorlesungen im Studiengang Wirtschaftsinformatik. So können Sie einen ersten Eindruck von einer Vorlesung in diesem Studiengang bekommen und dabei die Atmosphäre an unserer Hochschule gleich live miterleben.

Schnuppervorlesungen

Studienberatungsportal

Sie möchten sich am liebsten anonym, online und sprechzeitenunabhängig informieren und beraten lassen?

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Studienberatung

Sie suchen individuelle Beratung und Unterstützung bei Studienorientierung und Studienwahl. Dann können Sie sich gerne an unser Team der zentralen Studienberatung wenden.

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Studienfachberatung

Sie möchten sich detaillierter über Inhalte der einzelnen Fächer informieren. Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.

Beratung auf Veranstaltungen

  • Einmal im Jahr, immer am letzten Mittwoch und Donnerstag im September, finden an der TH Nürnberg die großen Studieninfotage statt. Dort werden alle Bachelorstudiengänge ausführlich vorgestellt.
    Studieninformationstage der TH Nürnberg
  • Die TH Nürnberg ist natürlich auch auf vielen Messen zur Studienwahl mit einem Infostand vertreten. Dort können Sie sich von Studierenden und Studienberatern ausführlich zu allen Studiengängen der TH Nürnberg beraten lassen. Eine Übersicht der Messen, bei denen wir regelmäßig mit dabei sind, finden Sie hier.
    Messen zur Studienwahl

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