Der Bachelorstudiengang Informatik ist anwendungsbezogen und praxisorientiert. Er vermittelt auf wissenschaftlicher Grundlage die Kenntnisse aus der praktischen und angewandten Informatik, die für die Entwicklung, den Einsatz und den Betrieb von informationsverarbeitenden Systemen notwendig sind. Der Abschluss als Bachelor of Science (B.Sc.) befähigt zur Übernahme qualifizierter Fach- und Führungsaufgaben.

Der Studiengang ist technisch orientiert, sein Schwerpunkt ist die Informatik-Technologie und hier insbesondere die System- und Anwendungssoftware. Studienziele sind neben einer guten Kenntnis der Funktionsweise von Computer-Systemen (mit Hard- und Software) und Kommunikationsnetzen das Erlernen von Prinzipien, Methoden und Sprachen für die Analyse, Modellierung und Spezifikation komplexer Systeme und Prozesse, für den Entwurf problemadäquater Softwarearchitekturen, Algorithmen und Datenstrukturen und für die Implementierung der entworfenen Systemlösungen mit Computerprogrammen.

Abschluss
Bachelor of Science
Regelstudienzeit
7 Semester
Zulassungsbeschränkung
Numerus Clausus
Grenznoten in den letzten Semestern
Studienfachanteile
Besonderheiten

Das klassische Prädikatsmerkmal von Fachhochschulstudiengängen, die Praxisorientierung, gilt auch für den Bachelorstudiengang Informatik. Die Lehrveranstaltungen sind an den Anforderungen der praktischen Anwendung ausgerichtet. Da sich die Informatik rasant weiterentwickelt und ständig neue Anwendungsfelder erschlossen werden, ist die Fähigkeit zum selbständigen Lernen ein weiteres wichtiges Studienziel. Die Fähigkeit der Studierenden, Projekte im Team durchzuführen und die erzielten Ergebnisse zu präsentieren, wird durch eine in den Studienplan integrierte Projektarbeit und ein damit verbundenes Kolloquium gefördert. In vielen Wahlpflichtfächern werden von den Studierenden kleinere Projekte in Gruppen mit 3-4 Teilnehmern bearbeitet. Auch hier sind Vorträge über selbständig angeeignetes Wissen oft Teil der geforderten Leistung.

Studienbeginn
Wintersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2017 bis 15.07.2017
Duale Studienvarianten
Informatik dual
Zuständige Fakultät
Informatik
Aufbauende Studiengänge
Informatik (M. Sc.)
Wirtschaftsinformatik (M. Sc.)
Akkreditiert

Der Bachelorstudiengang Informatik hat eine Regelstudienzeit von 7 Semestern und lässt sich in verschiedene Phasen einteilen.

Die Semester 1 und 2 bilden den 1. Studienabschnitt. Hier werden die wichtigsten Grundlagen für ein erfolgreiches Informatik-Studium gelegt. Wichtige Fächer sind z.B. Mathematik (mit einem Schwerpunkt auf algebraischen Strukturen), Grundlagen der Informatik, strukturiertes und objektorientiertes Programmieren und eine Einführung in die Theoretische Informatik. Nach dem 2. Studienabschnitt folgt im 5. Semester ein Praxissemester. In der letzten Studienphase kann das Studium mit Blick auf ein bestimmtes Anwendungs- oder Berufsfeld vertieft werden.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

Module im 1. bis 2. Semester

Lernziele

Kenntnis der grundlegenden Funktionen und mathematischen Grundlagen von Rechnern. Fähigkeit im Umgang mit Binärdarstellungen von Zahlen und Zeichen, zum Entwurf einfacher logischer Schaltungen sowie zur Entwicklung einfacher Programme auf Maschinen- bzw. Assemblerebene.

Inhalt

Rechnerarithmetik, digitale Schaltungen, Universalrechner, Maschinenprogrammebene

Lernziele

Verstehen der theoretischen Grundlagen von informationsverarbeitenden Systemen, Fähigkeit zur Beschreibung formaler Sprachen und Automaten, Kenntnis ihrer Grenzen und dazugehörige Beweistechniken

Inhalt

Endliche Automaten und formale Sprachen, Chomsky Hierarchie, Kellerautomaten, Turingautomaten, Berechenbarkeit und Entscheidbarkeit, Komplexität

Lernziele

Kenntnis wesentlicher mathematischer Begriffe und Strukturen, Einblick in fachbezogene Anwendungen

Inhalt

Lineare Algebra, Folgen und Reihen, Differential- und Integralrechnung, Differenzengleichungen, Differentialgleichungen

Lernziele

Kenntnis wesentlicher mathematischer Begriffe und Strukturen, Einblick in fachbezogene Anwendungen.

Inhalt

Zahlen, Aussagenlogik und Mengen, Relationen und Funktionen, Kombinatorik, Elemente der Zahlentheorie, komplexe Zahlen, Algebra (Gruppen, Ringe, Körper)

Lernziele

Fähigkeit, grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen problemübergreifend zu er­kennen und mit mindestens einer höheren Programmiersprache zu programmieren; Erfahrung der strukturierten und objektorientierten Programmentwicklung durch praktische Übungen.

Inhalt

  • Begriffe zur Datenverarbeitung,
  • Syntax und Semantik der Sprachelemente:
  • Ablaufstrukturen, Datenstrukturen, Objekte, Module, Iteration und Rekursion, Zeiger.
  • Entwicklungsmethoden:
  • Entwicklungsumgebung,
  • Entwicklung und Darstellung von Daten- und Ablaufstrukturen, strukturierter Entwurf und Implementierung, Dokumentation, Test

Lernziele

Vertiefung der Fähigkeiten, die in Programmieren I erworben wurden.

Inhalt

Fortsetzung der Lehrinhalte von Programmieren I:
dynamische Datenstrukturen, insbesondere verkettete Listen, Operatoren, Nutzung von Klassenbibliotheken, Ausnahmen und ihre Behandlung.

Lernziele

Einsicht in die Ziele, Methoden, Techniken und Verfahren des Software Engineering
Fähigkeit zur professionellen Anwendung von Methoden des Software Engineering

Inhalt

  • Probleme der industriellen Softwareerstellung;
  • Phasenmodelle;
  • Methoden zur Anforderungsspezifikation; Entwurfsmethoden;
  • Methoden zur Systemkonstruktion; Systemintegration und Test; Software-Ergonomie;
  • Qualitätssicherung; Softwaremetriken; Projektmanagement; DV-gestützte Entwicklungsumgebungen;
  • Aufwandsschätzungen; Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

Lernziele

Grundkenntnisse über Aufbau und Funktionen von Betrieben

Inhalt

Wirtschaftswissenschaftliche Grundbegriffe;
Aufbau und Funktionen von Betrieben (Standortwahl, Rechtsformen, Produktionsfaktoren);
Grundbegriffe des betrieblichen Rechnungswesens

Englisch I-IV

Lehrziele

Fähigkeit, gesprochenes und geschriebenes Englisch mit allgemeinsprachlichen und fachlichen Inhalten zu verstehen, sowie sich in der Fremdsprache mündlich und schriftlich korrekt auszudrücken.

Inhalt

Fachbezogene Texte; allgemeine sowie fachbezogene Korrespondenz und Konversation; Erweiterung und Festigung der Vokabelkenntnisse; Umgang mit Hilfsmitteln

Module im 3. bis 7. Semester

Lernziele

Grundlagen der beschreibenden und schließenden Statistik sowie die Grundzüge der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Inhalt

Deskriptive Statistik:
Lage- und Streuungsmaße,
Korrelation und Regression;
Elemente der Wahrscheinlichkeitsrechnung:
Zufallsvariable, Bedingte Wahrscheinlichkeiten,  Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Poisson-Prozesse;
Induktive Statistik:
Punktschätzung, Intervallschätzung, Konfidenzintervalle, Testen von Hypothesen

Lernziele

Kenntnis der Grundlagen von Informationssicherheit, Kryptographie und sicherer Datenübertragung.

Inhalt

  • Probleme der industriellen Softwareerstellung;
  • Phasenmodelle;
  • Methoden zur Anforderungsspezifikation; Entwurfsmethoden;
  • Methoden zur Systemkonstruktion; Systemintegration und Test; Software-Ergonomie;
  • Qualitätssicherung; Softwaremetriken; Projektmanagement; DV-gestützte Entwicklungsumgebungen;
  • Aufwandsschätzungen; Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

Lernziele

Kenntnis grundlegender Datenstrukturen und Verarbeitungstechniken unter Einbeziehung externer Speichermedien und die Fähigkeit, sie adäquat anzuwenden.

Inhalt

Korrektheit von Algorithmen, Komplexität und Effizienzbetrachtungen, probabilistische Methoden sowie Entwurfsprinzipien von Algorithmen.
Sortieren und Suchen, Suchbäume, Hashverfahren, Organisation von Wörterbüchern, Graphalgorithmen.
Praktische Umsetzung behandelter Algorithmen auf Basis einer objekt-orientierten Programmiersprache.

 

 

Lernziele

Kenntnis und Klassifikation verschiedenartiger Benutzerschnittstellen und deren Entwicklung. Kenntnis verschiedener Modelle und Architekturmuster zur Entwicklung interaktiver Systeme. Fähigkeit zur Anwendung der bekannten Prinzipien und Modelle zur Implementierung verschiedenartiger interaktiver Anwendungen.

Inhalt

  • Historische Entwicklung und Arten von Benutzerschnittstellen
  • Interaktionstechnologien und deren Interaktionstechniken
  • Graphische Dialogsysteme
  • Modelle und Architekturmuster für interaktive Systeme
  • Entwicklungsframeworks

Lernziele

Kenntnis wichtiger Methoden und Techniken zur Modellierung und Realisierung von Datenbanken, Überblick über Architektur, Funktionsweise und Einsatz von Datenbanksystemen
Fähigkeit zur professionellen Entwicklung von Datenbankanwendungen

Inhalt

Aufbau und Funktionen eines Datenbanksystems; objektorientiertes und relationales Datenmodell, objektrelationale Abbildung; relationale, objektrelationale, föderative, verteilte Datenbanksysteme; Datenmodellierung und Datenbankentwurf, Referenzmodelle, Unternehmensdatenmodelle, Datenintegration; Datenbankabfragesprachen: Datendefinition und –manipulation mit der Structured Query Language SQL;  Schnittstellen für die Anwendungsprogrammierung; Transaktionsmanagement, Concurrency und Recovery.

Lernziele

Kentnisse der wichtigsten Schlüsseltechnologien des World Wide Web. Verständnis für den Zusammenhang der einzelnen Technologien sowie die Fähigkeit, deren Vor- und Nachteile abzuwägen. Selbstständige Konzeption und Umsetzung von Web-Anwendungen. Kentniss der wichtigsten Sicherheitsrisiken von Web-Anwendungen.

Inhalt

Die Inhalte der Lehrveranstaltung sind u.a.:

  • Grundlagen

    • HTML5, CSS3, JavaScript

  • Client-Server Modell / Kommunikationsprotokolle und Datenformate

    • HTTP/HTTPS/HTTP2
    • JSON

  • Front-End, Back-End und "Full-Stack"-Anwendungsentwicklung

    • PHP, Application-Server, node.js
    • Cookies und Sessions
    • Asynchrone Kommunikation

  • Browser- und Server-Architekturen
  • Single-Page-Anwendungen

    • Der Browser als universelle Anwendungsplattform

  • Web-Anwendungssicherheit (OWASP Top 10)

Lernziele

Kenntnis wesentlicher Konzepte von Softwarearchitekturen. Schulung der Fähigkeit, Softwarearchitekturen und wiederverwendbare Softwarekomponenten zu entwickeln. Kennenlernen von Programming Idioms, Design Patterns und Architekturstilen an Beispielen. Anwendung der Prinzipien des modularen Entwurfs; Kenntnis von verschiedenen Methoden der Wiederverwendung in der Softwareentwicklung jenseits der Wiederverwendung von Code.

Inhalt

Dieser Kurs vermittelt grundlegende Techniken zum Entwurf, zur Beschreibung und zur Implementierung von großen, modularen Softwaresystemen. Zentraler Begriff der Vorlesung sind Patterns, welche als Grundprinzipien und Bausteine einer Softwarearchitektur verstanden werden können. Der Kurs führt Patterns auf verschiedenen Ebenen eines Softwaresystems ein: Auf Implementierungsebene (Programming Idioms), auf Ebene verschiedener Softwaremodule, Klassen und deren Zusammenspiel (Design Patterns), und schließlich als prototypische Struktur für ganze Anwendungen (Architectural Patterns). Muster werden anhand von Programmbeispielen veranschaulicht. Es werden mehrere Programmierübungen im Labor bearbeitet.

Lernziele

Kenntnis wesentlicher Konzepte von Programmiersprachen und von Programmierparadigmen; Kenntnis der Übersetzung von prozeduralen und objektorientierten Programmiersprachen sowie ihrer Ausführung in modernen Laufzeitsystemen. Fähigkeit, Programme in unbekannten Programmiersprachen zu verstehen.

Inhalt

  • Syntaxanalyse, semantische Analyse, Codegenerierung
  • Werte, Typen, Namen, Bindungen, Speicherabbildung, Kontrollfluss, Typsysteme, prozedurale, Daten- und generische Abstraktion.
  • Prozedurale, objektorientierte, funktionale, logische und deklarative Programmierung, Skript-Sprachen.
  • Virtuelle Maschinen, Typsysteme zur Laufzeit, Komponenten, Speicherverwaltung, Code-Sicherheit.

Lernziele

Einblick in die Vielgestaltigkeit von Anwendungen der Informationstechnologie. Fähigkeit zur Umsetzung einer Problemstellung in eine IT-Lösung mit Teamarbeit.

Inhalt

Die Studierenden bearbeiten in Teams von ca. 4 Mitgliedern jeweils ein Thema aus der angewandten Informatik. Sie werden dabei von einem Dozenten betreut. Typischerweise ist für eine ausgewählte  Problemstellung eine IT-Lösung in Form einer Software-Anwendung zu planen, zu entwerfen und zu implementieren, oder es sind implementierte Lösungen zu beurteilen und anzupassen.

Lernziele

Einsicht in die Konzepte von Betriebssystemen; exemplarisch verdeutlicht an Hand konkreter Beispiele. Fähigkeit, Betriebssysteme und ihre Dienste zu bewerten.

Inhalt

  • Aufgaben und Aufbau von Betriebssystemen
  • Verwaltungsfunktionen (insbesondere Prozesse, Speicher, Dateien)
  • Kommunikationsfunktionen

Lernziele

Kenntnis von Aufbau und Komponenten verschiedener Rechnerarchitekturen. Fähigkeit zum Vergleich und zur Bewertung von Rechnersystemen.
Verständnis der Auswirkungen von Systementscheidungen und Komponentenauswahl auf die Programmierung und die Leistungsfähigkeit von Anwendungen.

Inhalt

Darstellung wichtiger Rechnerstrukturen, einschließlich Prozessoren, Peripherie­geräten, Speicherorganisation und Verbindungsstrukturen.
Mikroarchitekturen und Instruktionssatz-Architekturen von Prozessoren.
Bewertung der Leistungsfähigkeit von Rechnersystemen.
Nutzung von Parallelität.

Lernziele

Bei Abschluss des Lernprozesses wird der erfolgreiche Studierende in der Lage sein, grundlegende Konzepte und Mechanismen in Rechnernetzen, insbesondere im Umgang mit Netzwerk-Adressen verschiedener Ebenen und mit Mechanismen von Datagramm- und verbindungsorientierten Protokollen zu kennen und die grundlegenden Kommunikationsprobleme auf verschiedenen Schichten zu verstehen und Lösungen auszuwählen.

Inhalt

OSI-Architektur-Modell; Physische Übertragungsmedien; Kodierung, Sicherung von Rahmen, Medienzugriffsmethoden; Routing, Internet Protokoll (IP); Transportprotokolle (z.B. TCP und UDP); anwendungsnahen Schichten; Internetprotokolle; Realisierung von Diensten (mit z.B. Web Services); Infrastrukturdienste im Internet (z.B. DNS), Sicherheit

Außerdem können Sie im zweiten Studienabschnitt aus einer großen Anzahl an wechselnden fachwissenschaftlichen Wahlpflichtfächern wählen.

Praktikum im 5. Semester

Das 5. Semester ist ein Praxissemester. Die Studierenden absolvieren ein Praktikum von 20 Wochen Dauer in einem Unternehmen. Sie werden dabei von einem Professor der Fakultät Informatik betreut. Ein Praxisseminar, in dem die Studierenden ihre Erfahrungen austauschen können, sowie eine Lehrveranstaltung zu Projektmanagement runden das Praxissemester ab.

Vertiefung

In der letzten Studienphase können die Studierenden einen erheblichen Teil ihres Studienprogramms aus einem großen Angebot an Wahlpflichtfächern selbst zusammenstellen und so ihr Studium mit Blick auf ein bestimmtes Anwendungs- oder Berufsfeld vertiefen. Zusätzliche Informationen finden sich im Modulhandbuch.

Bachelorarbeit im 7. Semester

Zum Abschluss seines Studiums bearbeitet der/die Studierende in seiner/ihrer Bachelorarbeit methodisch und auf wissenschaftlicher Grundlage ein anspruchsvolles praxisbezogenes Problem aus der Informatik. Die Bearbeitungsdauer ist 5 Monate. Ein großer Teil dieser Bachelorarbeiten wird in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten für Informatiker sind außerordentlich vielfältig. Ziel des Studiengangs Informatik ist es, dass unsere Absolventen diese vielfältigen Möglichkeiten nutzen können. Typische Tätigkeitsfelder, auf die das Studium zielt, sind dabei insbesondere die Anwendungsentwicklung, die Entwicklung systemnaher Software und das Systemmanagement.

Die Anwendungsentwicklung umfasst die Planung, Analyse, Konzeption und Programmierung von Softwarelösungen für Aufgaben in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Meist sind die entstehenden Software-Systeme in Rechnernetzen verteilt und mit anderen Systemen zu integrieren. Typische Aufgaben sind auch die Entwicklung von anwendungsübergreifenden Softwarearchitekturen und -komponenten, die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur Steigerung von Qualität und Effizienz der Entwicklungsarbeit und die Gestaltung von Entwicklungsprozessen.

Die Entwicklung systemnaher Software umfasst die Entwicklung von typischer Systemsoftware, die als Teil oder Ergänzung des Betriebssystems grundlegende Funktionen eines Computer basierten Systems bereitstellt, die Realisierung von Kommunikationssoftware, von Anwendungsplattformen (Middleware), von Werkzeugen für die Sicherstellung der System- und Informationssicherheit, von Funktionen für das Datenmanagement und die Entwicklung von eingebetteter Software zur Steuerung und Überwachung technischer Systeme und Anlagen.

Das Systemmanagement in einem Unternehmen muss die Infrastruktur für eine integrierte und verteilte Informationsverarbeitung (Hardware, Netzwerke, System- und Kommunikationssoftware, Middleware, Datenbankmanagement, Identitäts- und Rechtemanagement) planen, aufbauen und warten. Der Betrieb der darauf aufsetzenden Anwendungssysteme muss sichergestellt werden. Die Verfügbarkeit muss oft rund um die Uhr garantiert sein, die Sicherheit von Daten, der Datenschutz und die Informationssicherheit müssen selbst bei Angriffen auf die Systeme gewährleistet sein.

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich in allen Zweigen der Wirtschaft, in den Informatik-Abteilungen von Unternehmen aller Branchen und im öffentlichen Dienst, bei Beratungsunternehmen, Informatik-Dienstleistern, System- und Softwarehäusern, bei Herstellern von Systemen der Computer-, Informations-, Telekommunikations- und Automatisierungstechnik, im Maschinen- und Automobilbau, in der elektrotechnischen Industrie, und bei Anbietern von Telekommunikations-Infrastrukturen.

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Bachelorabschluss

Im Anschluss an ein Bachelorstudium der Informatik können Sie an der TH Nürnberg ein Masterstudium absolvieren. Es bieten sich die Masterstudiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik an.  

Sowohl das Studium der Informatik als auch die beruflichen Tätigkeiten stellen hohe Anforderungen an die Fähigkeit, aus komplexen Aufgabenstellungen mit vielen Schnittstellen und Randbedingungen die wesentlichen Anforderungen zu erkennen und in einem Analysemodell zu beschreiben, aus diesen Anforderungen ein Lösungskonzept zu entwickeln und dieses mit den Mitteln der Informationstechnologie zu realisieren.

Die Studierenden sollten deshalb Interesse und Fähigkeiten sowohl zur (mathematischen) Abstraktion als auch für die Gestaltung technischer Systeme mitbringen. Die Hochschulzugangsberechtigung sollte mit fundierten Kenntnissen in Mathematik, Deutsch und Englisch verbunden sein. Neben dem Fachwissen braucht der Informatiker Teamgeist, Integrations- und Kommunikationsfähigkeit, Zielstrebigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit.

Formale Anforderungen

Persönliche Anforderungen

  • Fachinteresse
  • kontinuierliche Lernbereitschaft
  • Fleiß
  • Fähigkeit zu selbständigem Denken und Arbeiten
  • Abstraktionsvermögen
  • Wille, Neues selbständig zu erarbeiten und nicht in eine Konsumhaltung zu verfallen, die die Wissensvermittlung und -aneignung allein in die Verantwortung der Lehrenden legt.
  • Konzentrationsfähigkeit, auch über längere Perioden.
  • Zielstrebigkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Selbstdisziplin
  • Teamfähigkeit

Häufige Stolpersteine

Mathematisches Wissen ist die Grundlage der Informatik. Erwartet wird von Ihnen zunächst das eigentlich Selbstverständliche: Die Beherrschung des in der Schule bis zur mittleren Reife gelehrten Stoffs (Elementarmathematik).

Erfülle ich diese Anforderungen und wie kann ich mich vorbereiten?

Sie sind sich nicht sicher, ob Informatik der richtige Studiengang für Sie ist? Die TH Nürnberg bietet Ihnen zahlreiche Angebote, die Ihnen dabei helfen, genau das herauszufinden.

Studiengangstest

Sie können direkt online überprüfen ob dieser Studiengang zu Ihren Fähigkeiten und Interessen passt.

Schnuppervorlesung

Besuchen Sie unsere Schnuppervorlesungen im Studiengang Informatik. So können Sie einen ersten Eindruck von einer Vorlesung in diesem Studiengang bekommen und dabei die Atmosphäre an unserer Hochschule gleich live miterleben.

Schnuppervorlesungen

Studienberatungsportal

Sie möchten sich am liebsten anonym, online und sprechzeitenunabhängig informieren und beraten lassen?

Studienberatungsportal

Studienberatung

Sie suchen individuelle Beratung und Unterstützung bei Studienorientierung und Studienwahl. Dann können Sie sich gerne an unser Team der zentralen Studienberatung wenden.

Zentrale Studienberatung

Studienfachberatung

Sie möchten sich detaillierter über Inhalte der einzelnen Fächer informieren. Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.

Beratung auf Veranstaltungen

  • Einmal im Jahr, immer am letzten Mittwoch und Donnerstag im September, finden an der TH Nürnberg die großen Studieninfotage statt. Dort werden alle Bachelorstudiengänge ausführlich vorgestellt.
    Studieninformationstage der TH Nürnberg
  • Die TH Nürnberg ist natürlich auch auf vielen Messen zur Studienwahl mit einem Infostand vertreten. Dort können Sie sich von Studierenden und Studienberatern ausführlich zu allen Studiengängen der TH Nürnberg beraten lassen. Eine Übersicht der Messen, bei denen wir regelmäßig mit dabei sind, finden Sie hier.
    Messen zur Studienwahl

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Medieninformatik (B. Sc.)

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