Das Studium der Sozialen Arbeit vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die kompetente, verantwortungsvolle Ausübung des Berufs in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Der Studiengang richtet sich nach den Erfordernissen des Berufsbildes in einer Umwelt und sozialen Verhältnissen, die sich in ständigem Wandel befinden. Ziel des Studiums ist die Vermittlung der Befähigung zu selbständigen beruflichen Handeln auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in den verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit.

Abschluss
Bachelor of Arts
Regelstudienzeit
7 Semester
Zulassungsbeschränkung
Numerus Clausus
Grenznoten der letzten Semester
Studienfachanteile
Besonderheiten
  • Aufgrund des großen Spektrums an Expertise bei den Lehrenden ist es für die Studierenden möglich, zwischen 12 unterschiedlichen Schwerpunkten zu wählen.
  • Sie können auch über den fachlichen Tellerrand der Sozialen Arbeit hinausblicken, wenn Sie an interdisziplinären Veranstaltungen wie z. B. Integrierte Stadtentwicklung teilnehmen, die in Zusammenarbeit mit der Fakultät Architektur angeboten wird.
  • Eine weitere Besonderheit stellen die Zertifizierungskurse dar, die in folgenden Bereichen belegt werden können: Erlebnispädagogik, Medienberatung, Onlineberatung und Projektmanagment (siehe Inhalt & Ablauf).
  • Eine Besonderheit unseres Studienangebotes ist die vergleichsweise große Freiheit, mit der Sie Ihr Studium an unserer Fakultät gestalten können. In der Studien- und Prüfungsordnung werden die Rahmenbedingungen für den Studienverlauf festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens können Sie Ihren Studienplan selbst zusammenstellen und Sie sind nicht an einen vorgegebenen Stundenplan gebunden. Durch eine Vielzahl konkreter Angebote werden Sie dabei unterstützt, Ihr Studium erfolgreich zu planen.
Interessante Zahlen und Daten

Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen ist seit 2012 kontinuierlich angestiegen, von 215 im Studienjahr 2011/2012 auf 312 im Studienjahr 2014/2015.

Studienbeginn
Wintersemester
Beginn Sommersemester nur für Hochschulwechsler bei Einstieg in ein höheres Semester möglich (Bewerbungszeitraum: 15.11.2018 - 15.1.2019)
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 15.07.2019
Duale Studienvarianten
Soziale Arbeit dual
Zuständige Fakultät
Sozialwissenschaften
Aufbauende Studiengänge
Soziale Arbeit (M. A.)
Beratung und Coaching (M. A.)
Akkreditiert

Der Bachelorstudiengang der Sozialen Arbeit ist auf sieben Semester Regelstudienzeit angelegt und lässt sich in drei Studienabschnitte einteilen.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen im Sinne einer rechtsverbindlichen Information finden Sie im Studienführer.

Erster Studienabschnitt - Module im 1. bis 2. Semester

Lernziele

  • Fähigkeit zur Planung des persönlichen Studienverlaufs
  • Fähigkeit zum Gebrauch der wichtigsten informationstechnologischen Anwendungen für das Studium
  • Anwendung von Lernstrategien
  • Kenntnis und Beherrschung der Regeln wissenschaftlichen Arbeitens
  • Fähigkeit zur Suche nach wissenschaftlichen Informationen sowie zur reflektierten Auswahl und Verwendung von Internetquellen

Inhalt

  • Überblick über den Studienaufbau, die verschiedenen Module und deren Zusammenhänge
  • Nutzung von IT-Anwendungen zur Kommunikation und Interaktion, zur Organisation des Studiums sowie zur Unterstützung fachspezifischen Lernens
  • Lernen und Lerntypen
  • Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens: Strategien der Suche nach wissenschaftlichen Informationen (offline und online), Literaturauswahl  und -rezeption, Datenbeschaffung im Internet, Gliederung und Formulierung von wissenschaftlichen Texten, Zitieren von Quellen

Lernziele

  • Kenntnisse zur Frage des Gegenstandes, der Wissenschafts- und Theorieentwicklung in der sozialen Arbeit
  • Kenntnisse zur deutschen Sozialgeschichte und zur Geschichte von Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit

Inhalt

  • Bedeutung von Theorie und Forschung in der Sozialen Arbeit
  • Gegenstandsbereich, Forschungsmethoden und Handlungstheorien in der Sozialen Arbeit
  • Gesellschaftliche Wurzeln und gegenwärtige Gestalt der Sozialen Arbeit
  • Institutionalisierung der Sozialen Arbeit
  • Herausbildung von Berufsbildern und Aufgabenprofilen

Lernziele

  • Überblick über Leistungsinhalte, Leistungsgrundlagen, Organisationsformen und Kostenträger sozialer Arbeit
  • Kenntnisse über und berufliche Handlungskompetenz hinsichtlich Institutionen und Organisationen sozialer Arbeit, Modelle der Organisationsgestaltung (z. B. Aufbau- und Ablauforganisation) sowie Grundlagen der öffentlichen (Sozial-)Verwaltung und öffentlicher, frei-gemeinnütziger und privat-gewerblicher Träger Sozialer Arbeit einschließlich Selbsthilfeorganisationen
  • Kenntnisse über die grundlegenden Mechanismen sozialwirtschaftlicher Güterverteilung

Inhalt

  • Überblick über Leistungs- und Kostenträger Sozialer Arbeit und deren Arbeitsfelder
  • Leistungsgrundlagen (z. B. Überblick über das System der sozialen Sicherung in Deutschland, Solidaritäts- und Subsidiaritätsprinzip)
  • Überblick über vorhandene Rechtsformen in der Sozialen Arbeit und ihre Bedeutung für sozialpädagogisches Handeln
  • Einblick in ausgewählte öffentliche, frei-gemeinnützige, privat-gewerbliche und sonstige Träger Sozialer Arbeit, deren Ziele und Aufgaben und deren Bewirtschaftung sowie deren Kooperations- und Vernetzungsformen und kommunale Netzwerkpolitik
  • Modelle der Gestaltung sozialer Organisationen
  • Aufbau öffentlich-rechtlicher Gebietskörperschaften sowie deren Organisation des Sozialen (z. B. Jugendamt, Sozialamt)
  • Merkmale und Besonderheiten des Dritten Sektors bzw. von NPO
  • Modernisierung des öffentlichen Sektors - Neues Steuerungsmodell

Lernziele

  • Bewusstsein der Notwendigkeit methodisch kontrollierter systematischer empirischer Fundierung von theoretischen Aussagen
  • Fähigkeit, im Nachdenken über Problemgegenstände der beruflichen Praxis Fragestellungen zu entdecken, für die sich die Durchführung quantitativer und qualitativer Studien anbietet
  • Vertrautheit mit den Grundlagen, der Herangehensweise und den Schritten empirischer Untersuchungen mit ausgewählten qualitativen oder quantitativen Methoden
  • Kenntnisse über die wichtigsten quantitativen oder qualitativen Methoden empiri- scher Sozialforschung
  • Fähigkeit, die Anwendungen empirischer Studien in der beruflichen Praxis und im öffentlichen Diskurs methodenkritisch zu prüfen
  • Fähigkeit, die Vor- und Nachteile einzelner Erhebungsverfahren für verschiedene Fragestellungen der beruflichen Praxis abzuwägen

Inhalt

  • Unterschiede von Fragestellungen, für die sich quantitative und qualitative Untersuchungsverfahren eignen
  • Merkmale empirischer Untersuchungen (einschließlich ihrer Gütekriterien) anhand exemplarischer qualitativer und quantitativer Studien und Herausarbeitung ihrer Unterschiede
  • Überblick über zentrale Erhebungs-, Analyse- und Auswertungsverfahren
  • Basiswissen deskriptiver Statistik
  • Durchführung eines eigenen studentischen Forschungsprojekts als Gruppenarbeit
  • Präsentation und Diskussion der Forschungserfahrungen und -ergebnisse
  • Erstellung eines Berichts als Gruppenarbeit mit individuell zurechenbaren Anteilen

Lernziele

  • Grundlegendes Wissen über den Einfluss, den Kultur und Gesellschaft auf das Handeln von Menschen, damit auch auf die KlientInnen der Sozialen Arbeit und auf das eigene berufliche Handeln ausüben
  • Fähigkeit, inter- und intrakulturelle und sozialstrukturelle Unterschiede sowie den sozialen Wandel in ihrer Bedeutung für Lebenslagen und -chancen von Menschen zu erkennen
  • Fähigkeit, gesamtgesellschaftliche Prozesse kritisch zu deuten
  • Fähigkeit, soziologisches Wissen zur Lösung sozialer Probleme und als Handlungswissen für die Soziale Arbeit einzusetzen

Inhalt

Einführung in die soziologische Perspektive für die Soziale Arbeit:

  • Gegenstand und Methoden der Soziologie; Bedeutung der Soziologie für die Praxis der Sozialer Arbeit
  • Grundlegende Ansätze der Soziologie zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft
  • Soziales Handeln, Rolle, Werte und Normen
  • Abweichendes Verhalten und soziale Kontrolle
  • Sozialisation, Familie und Peergroups als Sozialisationsinstanz
  • Begriff und Bestandteile der Kultur, kulturelle Diversität
  • Verstehen der eigenen und fremden Kultur
  • Kultur der Zweigeschlechtlichkeit, die Gender-Frage in der modernen Gesellschaft
  • Gruppen, Organisationen, (totalen) Institutionen
  • Macht und Herrschaft
  • Entwicklung von modernen Gesellschaften, Wertewandel, Merkmale und Probleme moderner Gesellschaften

Lernziele

  • Kenntnis und Anwendung theoretischer Erklärungsansätze, um das subjektive Erleben und Handeln von Individuen zu beschreiben und zu erklären
  • Kenntnis der spezifischen Sichtweisen und Grundannahmen der Entwicklungspsychologie und von Veränderungen menschlichen Erlebens und Verhaltens während der Lebensspanne
  • Kenntnis grundlegender Modelle und empirischer Befunde aus der Sozialpsychologie an exemplarischen Themen
  • Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen der Beeinflussung menschlichen Erlebens und Verhaltens im Kontext sozialer Arbeit

Inhalt

  • Psychologie als Wissenschaft, Denktraditionen und aktuelle Perspektiven
  • Psychische Grundfunktionen (Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Problemlösen, Emotion und Motivation)
  • Theorien und Modelle, um das Handeln von Menschen in komplexen Arbeitsumwelten zu beschreiben, zu erklären und zu verbessern
  • Modelle und Theorien zur Veränderung menschlichen Erlebens und Verhaltens während der Lebensspanne
  • Prognose von Entwicklungsprozessen und Verhaltensmodifikation im Feld der Sozialen Arbeit
  • Prozesse in Gruppen und Zweierbeziehungen, soziale Einstellungen und deren Veränderung

Lernziele

  • Kenntnis pädagogischer Grundbegriffe, Theorien, Konzepte und ihrer Entwicklung vor dem Hintergrund sozialen und kulturellen Wandels
  • Fähigkeit zur vergleichenden Bewertung pädagogischer Konzepte in Hinblick auf anthropologische, didaktische, methodische und ethische Implikationen
  • Einblick in die soziale Dimensionen von Bildung und Erziehung: Erziehungsmilieus, Erziehungskonflikte, Bildungskarrieren, Bildungsbenachteiligung
  • Fähigkeit eigene themen- oder zielgruppenorientierte Konzepte zu entwickeln

Inhalt

  • Grundbegriffe, Theorien und Konzepte pädagogischen Denkens und Handelns
  • Grundlagen pädagogischer Konzeptualisierung
  • Anthropologische, soziale und kulturelle Grundlagen von Erziehung und Bildung
  • Organisation und Steuerung von Lern- und Erziehungsprozessen

Lernziele

  • Einsicht in die Abhängigkeit Sozialer Arbeit von politischen Entscheidungen
  • Einsicht in die Bedeutung von politischen Veränderungen für das Handeln Sozialer Arbeit
  • Kenntnisse über das politische System, das Sozial- und Wirtschaftssystem, insbesondere das sozialstaatliche System der Bundesrepublik Deutschland
  • Kenntnis der Kategorien, Ansätze, Ziele, Methoden und Techniken sowie Zielgruppen politischer Bildung
  • Fähigkeit zur Deutung von politischen Prozessen in den Dimensionen von Problem und Lösung sowie Konflikt und Konsens
  • Fähigkeit zum Verständnis von politischen, insbesondere sozialstaatlichen Institutionen als Rahmen für politische Konflikte und Entscheidungen
  • Kritische Reflexion relevanter Selbstdeutungen und Ideologien der politischen und wirtschaftlichen Eliten in der Bundesrepublik Deutschland
  • Kritische Reflexion ausgewählter Themen politischer Bildung

Inhalt

  • Geschichte und Struktur des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland
  • Sozial- und Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland
  • Sozialstaatliches System der Bundesrepublik Deutschland
  • Ausgewählte Politikfelder in der Bundesrepublik Deutschland
  • Ausgewählte Bereiche des sozialstaatlichen Systems (z. B. Einkommen und Armut, Arbeit, Gesundheit, Familie, Jugend, Alter)
  • Ausgewählte Themen politischer Bildung

Lernziele

  • Kenntnisse naturwissenschaftlicher Grundlagen zu medizinischen Fachgebieten (wie z. B. Anatomie, Physiologie, Biochemie usw.)
  • Kenntnisse der Grundlagen zur somatischen, psychischen und sozialen Entwicklung des Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten
  • Grundkenntnisse zum Aufbau des dt. Gesundheits- und Sozialversorgungssystems
  • Kenntnisse der Grundlagen zu spezifischen Gesundheitsgefahren und Prävention in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit
  • Reflexion der Auswirkungen von Gesundheit, Krankheit und Behinderung für Betroffene, das psychosoziale Umfeld und das Hilfesystem
  • Kenntnis der fachterminologischen sowie sozialepidemiologischen Grundlagen

Inhalt

  • Sozialepidemiologische Fachterminologie
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Medizinische Aspekte von Suchtmittelerkrankungen (z. B. Alkohol)
  • Psychosomatische/Psychische Störungen
  • Infektionskrankheiten: Hepatitis B, C, TBC und Aids
  • Darstellung bedeutsamer Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Adipositas)
  • Geriatrie: Demenz, Sterbebegleitung, und Palliativmedizin, Vorsorge treffen, Tod und Sterben
  • Pädiatrie; typische Kinderkrankheiten, Impfen, Entwicklungsmeilensteine, alterstypische Verhaltensauffälligkeiten,
  • Trauma/Traumatisierung: Formen, Auswirkungen, Hilfen (z. B. Kindesmisshandlung, Gewalt in Beziehungen)
  • Psychohygiene, Hilfe für Helfer, Burn-out

Lernziele

  • Rechtsgrundlagen Sozialer Arbeit und grundlegende und ausgesuchte vertiefte sozialrechtliche Kenntnisse
  • Verständnis der Bedeutung rechtlicher Bestimmungen für die Praxis der Sozialen Arbeit in verschiedenen Kontexten
  • Befähigung zur selbstständigen Rechtsanwendung in der Praxis der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung der entsprechenden materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Bedingungen

Inhalt

Rechtsgrundlagen Sozialer Arbeit, insbesondere:

  • Einführung in das Recht der Sozialen Arbeit
  • Methodik der juristischen Fallbearbeitung
  • Grundlagen des Rechts und des Staates
  • Das Bürgerliche Recht
  • Kriminologie
  • Strafrecht, Jugendstrafrecht, Strafvollzug
  • Zuwanderungsrecht
  • Rechtsanwendung und Rechtsverwirklichung

Sozialrecht, insbesondere:

  • Begriff des Sozialrechts
  • Verfassungsrechtliche Grundlagen
  • Aufbau und Inhalte des Sozialgesetzbuches
  • Überblick über die Systeme sozialer Vorsorge
  • Systeme der sozialen Entschädigung und der sozialen Förderung
  • Systeme der Sozialen Hilfe: Grundsicherung für Arbeitsuchende, Sozialhilfe
  • Sozialverwaltungsverfahren und Sozialgerichtsverfahren

Lernziele

  • Theoretische Grundlagen zur Beurteilung und Steuerung von Prozessen in unterschiedlichen Gruppen kennen
  • Verschiedene Anwendungsgebiete von Gruppenarbeit in der Praxis der Sozialen Arbeit kennen
  • Grundlegende Konzepte, ausgewählte Methoden und Techniken der praktischen Arbeit mit Gruppen kennen und reflektieren können
  • Gruppen- bzw. Teamentwicklungsprozesse und Gruppendynamik in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit erkennen, beurteilen und beeinflussen können
  • Ausgewählte Konzepte, Methoden und Techniken exemplarisch anwenden und im Hinblick auf den Transfer in die Praxis hinterfragen können

Inhalt

  • Theoretische Grundlagen Sozialer Arbeit mit Gruppen aus Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Sozialarbeitswissenschaft (z.B. Merkmale von Gruppen, formale und informelle Gruppen, Gruppendynamik, Phasenmodelle)
  • Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit mit Gruppen (Adressaten, Träger, Institutio- nen, Rechtsvorschriften etc.)
  • Konzepte Sozialer Arbeit mit Gruppen im Überblick
  • Konzepterstellung für den Bereich Soziale Arbeit mit Gruppen
  • Führung, Leitung, Steuerung von Gruppen im Bereich Soziale Arbeit
  • Umgang mit speziellen Herausforderungen/Situationen in Gruppen (Anfangs-/ Abschlussphase gestalten, mit Konflikten und schwierigen Situationen umgehen, Großgruppen steuern etc.)
  • Methoden und Techniken in der Arbeit mit sozialen Gruppen (Soziale Gruppenarbeit nach §29 SGB VIII, Soziale Trainingskurse, erlebnispädagogische, interaktionspädagogische Gruppenarbeit, Arbeits- und Lerngruppen, Gruppenarbeit mit pflegenden Angehörigen/Migranten/Kindern/behinderten Menschen, Soziale Aktion, angeleitete Arbeit von Selbsthilfegruppen, Teamentwicklung etc.)
  • ggf. Exkursionen zu Institutionen Sozialer Gruppenarbeit

Zweiter Studienabschnitt - Module 3. bis 5. Semester

Lernziele

  • Grundlegende und ausgesuchte vertiefte Kenntnisse im Familien-, Kinder- und Jugendhilferecht
  • Verständnis der Bedeutung rechtlicher Bestimmungen für die Praxis der Sozialen Arbeit in verschiedenen Kontexten
  • Befähigung zur selbstständigen Rechtsanwendung in der Praxis der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung der entsprechenden materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Bedingungen

Inhalt

Familienrecht, insbesondere:

  • Einführung in das Recht, Methodik der juristischen Fallbearbeitung
  • Eheschließung und Ehewirkungen
  • Eheliches Güterrecht
  • Ehescheidung und Scheidungsfolgen
  • Elterliche Sorge
  • Annahme als Kind
  • Nicht eheliche Lebensgemeinschaft
  • Eingetragene Lebenspartnerschaft

Kinder- und Jugendhilferecht, insbesondere:

  • Aufgaben, Grundlagen, Formen und Begriffsbestimmungen der Jugendhilfe
  • Leistungen der Jugendhilfe
  • Schutz von Kindern und Jugendlichen
  • Förderung der Erziehung in der Familie
  • Hilfen zur Erziehung
  • Andere Aufgaben der Jugendhilfe
  • Inobhutnahme
  • Mitwirkung im gerichtlichen Verfahren
  • Sozialdatenschutz
  • Träger der Jugendhilfe, Zusammenarbeit, Gesamtverantwortung
  • Zuständigkeit, Kostenerstattung, Kostenbeteiligung

Lernziele

  • Kenntnis und Reflexion ausgewählter Problemstellungen von Erziehung und Bildung in der Sozialen Arbeit
  • Kenntnis verschiedener disziplinärer Perspektiven auf Prozesse der Entwicklung, Erziehung und Bildung
  • Verständnis für Zusammenhänge von Formen gesellschaftlicher Ungleichheit, Bildungsprozessen und Entwicklungschancen

Inhalt

Fachdisziplinäre Beiträge

  • zum lebenslangen Lernen und seinen theoretischen Grundlagen
  • zu lebensgeschichtlichen Prozessen und Übergängen
  • zur Bildungsungleichheit aufgrund von sozialer Herkunft, Migrationshintergrund und Geschlecht

Lernziele

  • Entwicklung eines theoretisch fundierten Verständnisses der Begriffe „Gesundheit“ und „Krankheit“
  • Kenntnis aktueller Erklärungsmodelle von Gesundheit und Krankheit sowie die Fähigkeit zur kritischen Reflexion ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit
  • Kenntnis zentraler Aufgaben und institutioneller Verankerung der Sozialen Arbeit im Gesundheitssystem
  • Wissen über die Konsequenzen von gesundheitlichen Einbußen für die Betroffenen
  • Auseinandersetzung mit Handlungskonzepten, der primären, sekundären, tertiären Prävention, auf unterschiedlichen Handlungsebenen (Mikro-, Meso-, Makroebene)
  • Anwendung von Methoden der Sozialen Arbeit im Kontext Gesundheit/Krankheit

Inhalt

  • Soziale Konstruktion von „Gesundheit“ und „Krankheit“: Fachwissenschaftliche Definitionen, gesellschaftlicher Diskurs und subjektives Verständnis
  • Zentrale Erklärungsmodelle von Gesundheit/Krankheit und Begriffe als Grundlage für Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams
  • Salutogenese als interdisziplinäres Rahmenmodell zur Erklärung von Gesundheit/Krankheit
  • Folgen gesundheitlicher Einbußen für die Alltagsbewältigung und gesellschaft- liche Teilhabe
  • Einführung in die aktuelle Entwicklung der Klinischen Sozialarbeit
  • Gesundheit/Krankheit als Querschnittsthema der Sozialen Arbeit
  • Institutionelle Verankerung der Sozialen Arbeit im Gesundheitssystem
  • Strukturell bedingte Rollenkonflikte in der Sozialen Arbeit und Handlungsoptionen
  • Ausgewählte Theorien, Praxiskonzepte sowie sozialrechtliche Bestimmungen, die ein fachlich fundiertes Handeln auf der Mikro-, Meso- und Makroebene ermöglichen
  • Anwendungsmöglichkeiten der vermittelten Theorien, Konzepte und sozialrechtlicher Bestimmungen im Rahmen von Fallarbeiten

Lernziele

Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich

  • ökonomischer, politischer, sozialer, individueller und rechtlicher Grundlagen, Ursachen sowie Erscheinungsformen von sozialer Ungleichheit unter besonderer Berücksichtigung von Armut
  • sozialpolitischer und sozialpädagogischer Handlungsansätze
  • der Aufgabenstellung von Einrichtungen, sozialen Diensten und Veranstaltungen
  • Integration der Wissensbestände aus den verschiedenen Disziplinen und deren Verwertung für das berufliche Handeln

 

Inhalt

  • Sozialraum, Lebenswelt – gesellschaftstheoretische Grundlagen
  • Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsmarkt
  • Soziologische Theorien: Klassen-, Schichten-, Milieuansätze sozialer Ungleichheit und Armut im Lebenslauf, geschlechtsspezifische Ansätze
  • Empirische Daten z. B. Armuts- und Reichtumsberichterstattung
  • Zusammenhänge von Armut und Gesundheit
  • Subjektive Verarbeitungsformen, Coping-Strategien
  • Einschlägige Politikfelder und deren Wechselwirkung
  • Internationale Aspekte der Armut und Armutsbekämpfung
  • Ausgesuchte rechtliche Aspekte
  • Sozialpädagogische Interventionskonzepte
  • Sozialraum- und lebensweltorientierte Konzepte der Intervention, soziale Partizipation

Lernziele

  • Wissen um die Bedeutung von Ästhetik, Kultur und Bewegung für Individuum und Gesellschaft
  • Befähigung zur Erschließung und Vermittlung von Angeboten aus dem Bereich Kultur, Ästhetik und Bewegung im Kontext von Sozialer Arbeit
  • Grundlegende Befähigung zum reflektierten praktischen Einsatz ausgewählter Medien und Methoden

Inhalt

  • Entwicklung von persönlichen und sozialen Kompetenzen durch ästhetische Praxis
  • Förderung gemeinschaftsbildender Prozesse durch ästhetische Praxis
  • Überblick über verschiedene Bereiche von Kultur, Ästhetik und Bewegung und deren Einsatzmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit
  • Vertieftes kennen lernen und praktisches Erfahren von (zwei) ausgewählten Bereichen

Gesprächsführung und Beobachtung

Lernziele

  • Fähigkeit zur Planung und Durchführung eines Erstgesprächs in Beratungskontexten und weiteren Gesprächssituationen der Sozialen Arbeit
  • Sicherheit über den Einsatz grundlegender schulen- und kontextübergreifender Strategien der Gesprächsführung
  • Einführung in den Aufbau einer Beratungsbeziehung und in die Entwicklung von Beratungszielen
  • Entwicklung eines theoretisch fundierten Beobachtungsvermögens
  • Fähigkeit zum beobachtungsgestützten Feedback
  • Fähigkeit zur Analyse des eigenen Gesprächsverhaltens unter Bezugnahme auf theoretische Kenntnisse (insb. Verknüpfung zu Inhalten des 1. Studienabschnitts)

Inhalt

  • Zentrale Strategien der Gesprächsführung und ihr Einfluss auf Gesprächsverläufe sowie Kenntnis der jeweiligen theoretischen Verortung (u.a. offene Fragen, aktives Zuhören, ressourcenorientierte Fragen)
  • Kenntnis verschiedener Beratungskontexte und damit verbundene Herausforderungen (z. B. Beratung in Zwangskontexten, Beratung im Kontext eingeschränkter Verschwiegenheit, Beratung von KlientInnen mit geringer Motivation)
  • Reflexion und Weiterentwicklung des eigenen Gesprächsverhaltens als Berater/in auf der Grundlage konkreter Übungen insbesondere zum Erstgespräch
  • Grundlegende Kenntnisse zur Zielentwicklung sowie der Gestaltung einer konstruktiven Beziehung in der Zusammenarbeit mit KlientInnen
  • Feedback Aufbau und Feedback Regeln

Präsentation und Moderation

Lernziele

  • Nervosität bei Vortrag und Präsentation abzubauen
  • Zielgerichtete Recherche und Vorbereitung eines Vortrags
  • Anwendung der Grundprinzipien eines guten Vortrags
  • Medien wie Tageslichtprojektor, Tafel, Flipchart etc. gezielt einzusetzen
  • Fertigkeiten eine Diskussion zu leiten und Verhandlungen zu führen
  • Managementtechniken für Tagungen, Sitzungen, Diskussionsleitungen

Inhalt

  • Rhetorik
  • Vorträge vorbereiten, halten
  • Tipps und Tricks für den Vortrag
  • Vortragsanlässe: Kongress, Tagung, Versammlungen, populärwissenschaftlicher Vortrag
  • Stimmbildung und Sprechtraining
  • Körpersprache, Mimik, Gestik
  • Visualisierung und Einsatz von Medien: Folien, PC und Beamer, Flipchart, Tafel, Pinnwand, Metaplantechnik
  • Einsatz und Gestaltung von Handouts
  • Moderation, Diskussionsleitung, Verhandlungsmanagement
  • Sitzungsmanagement: Raumgestaltung, Einladung, Sitzungsleitung

Lernziele

  • Erkennen und Verständnis sozialer Probleme und Problemlagen von Einzelnen und Familien
  • Kenntnis der Zielgruppen und Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit mit Einzelnen und Familien
  • Kenntnis theoretischer Grundlagen einzelner methodischer Ansätze in der Arbeit mit Einzelnen und Familien, insbesondere spezifisch der Sozialen Arbeit zugehöriger Konzepte, Methoden und Verfahren
  • Umsetzung von planmäßigem, systematischem und kontrolliertem Vorgehen in der Sozialen Arbeit mit Einzelnen und Familien unter den jeweiligen institutionellen, organisatorischen und administrativen Rahmenbedingungen und Kooperation mit anderen Fachkräften
  • Umsetzung von theoretischem Wissen in die praktischen Handlungsvollzüge Sozialer Arbeit

Inhalt

  • Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit mit Einzelnen und Familien
  • Zielgruppen und ihre sozialen Probleme in der Arbeit mit Einzelnen und Familien
  • Allgemeine Grundlagen für methodisches Handeln in der Arbeit mit Einzelnen und Familien
  • Methoden, Instrumente und Techniken Sozialer Arbeit mit Einzelnen und Familien
  • Gutachterliche Stellungnahmen
  • Sonderthemen zur Vertiefung einzelner Schritte des methodischen Handelns nach Wahl

Im zweiten Studienabschnitt absolvieren Sie im 4. oder 5. Semester ein 22-wöchiges Praktikum in einem Bereich der Sozialen Arbeit. Hier geht es insbesondere um den Erwerb von Fachkompetenz und personaler Kompetenz für professionelles Handeln unter einer qualifizierten fachlichen Anleitung. Die konkrete Praktikumsstelle können Sie selbst frei wählen. Genauere Hinweise zum Praxissemester und die begleitenden Lehrveranstaltungen hierzu entnehmen Sie bitte dem "Kompass zu den Praxismodulen".

Spezialisierung

Nach dem praktischen Studiensemester, im dritten Studienabschnitt können Sie sich inhaltlich in einem Bereich der Sozialen Arbeit vertiefen. Dabei können Sie sich für eines der folgenden 12 Schwerpunktthemen entscheiden.

Lernziele

  • Es geht um professionelles Handeln in der Arbeit mit Kindern (von 0-14 Jahren) und Jugendlichen mit normaler Entwicklung, Entwicklungsverzögerungen und -auffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten sowie mit Kindern und Jugendlichen, die von Behinderung bedroht sind, und deren Familien, insbesondere in den Arbeitsfeldern:
    • Förderung von Kindern im Vorschulalter mit gesundheitlichen und entwicklungsbedingten Auffälligkeiten
    • Tageseinrichtungen für Kinder im Vor- und Grundschulalter
    • Offene Kinderarbeit/Kinderkulturarbeit
    • Hilfen zur Erziehung gem. §§ 27 ff. SGB VIII
    • Angebote zur Elternarbeit und Elternbildung
  • Kenntnisse zum Thema Kindheit und Jugend (der Schwerpunkt liegt bei Kindheit)
  • Verstehen und Analysieren der Lebens- und Problemlagen von Adressaten
  • Konzeptualisierung kindheitsspezifischer Fragestellungen und Probleme
  • methodisches Handeln wie Beraten, Bilden, Erziehen und Fördern sowie Eltern und
    Familienarbeit

 

Inhalte

  • Kindheit in unserer Gesellschaft unter Berücksichtigung von Geschlecht, Armut und Migration
  • Normale und abweichende Entwicklung von Kindern einschl. spezieller Krankheits- und Störungsbilder
  • Pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Hilfen zur Erziehung
  • Politische, rechtliche und administrative Rahmenbedingungen der Arbeit mit Kindern und Hilfen zur Erziehung
  • Methodisches Handeln: Prävention, sozialpädagogische Diagnostik, Hilfeplanung, Formen der Erziehung, Bildung, Förderung und Betreuung von Kindern, Eltern- und Familienarbeit, Evaluation
  • Konzeptionsentwicklung, Qualitätsentwicklung
  • Berufsbild, Qualitätsprofil der sozialpädagogischen Fachkraft
  • Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Institutionen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung

Lernziele

Kenntnisse über die

  • Komplexität von „Behinderung“ und „psychischer Erkrankung “ hinsichtlich Entstehung, Phänomenologie, Auswirkungen und Hilfemöglichkeiten (einschl. Empowermentansätze)
  • relevanten Wissenschaftsdisziplinen, Erfahrungsbereiche, Fachleute, Betroffenen (Selbsthilfegruppen)
  • relevanten Organisationen, Träger (auch Kostenträger) und Institutionen
  • spezifischen Beiträge von Sozialer Arbeit („soziale Dimensionen von Behinderung und psychischen Erkrankungen“) und Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, Fachleuten und Betroffenen
  • Fähigkeit zum Erschließen, Vermitteln und Realisieren von Hilfemöglichkeiten (präventiver, kurativer und rehabilitativer Art) unter Beteiligung einzelner und Gruppen Betroffener zur Konzeptionsentwicklung und zum Management interdisziplinären Arbeitens
  • Wissen um sozial- und gesellschaftspolitische Dimensionen von Behinderung und psychischer Erkrankung einschließlich der Befähigung, notwendige Veränderungsprozesse zu erkennen und gegebenenfalls zu initiieren


Inhalte

  • Begrifflichkeiten in Wissenschaft und rechtlichen Regelungen
  • Beiträge relevanter Wissenschaftsdisziplinen (Recht, Medizin, Psychologie, Pädagogik u. a.) und deren Zusammenwirken, insbesondere mit Sozialer Arbeit
  • Unterschiedliche Behinderungsarten und Formen von psychischen Erkrankungen in unterschiedlichen Altersstufen und Lebensbereichen (Familie, Schule, Berufusw.): Entstehung, Entwicklung, Auswirkungen, Hilfebedarf und -möglichkeiten

Erwachsenenbildung

Lernziele

Kenntnisse:

  • Zielgruppen der Erwachsenenbildung (EB) – Bildungschancen/-barrieren
  • Gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Betriebswirtschaftliche und organisatorische Grundlagen
  • Theorie und Methodik
  • Bezugswissenschaftliche Grundlagen

Fertigkeiten:

  • Entwicklung von Konzeptionen von Weiterbildungsangeboten
  • Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Bildungsberatung
  • Methoden und Techniken

Einstellungen:

  • Lebenslanges Lernen als Bedingung für die Entfaltung der Persönlichkeit und der Bewältigung des Alltags



Inhalte

  • Soziale und wirtschaftliche Strukturen und Organisationen
  • Pädagogische, soziologische und psychologische Grundlagen
  • Didaktik und Methodik: Workshop, Präsentation, Brainstorming, open space, Rollenspiel
  • Evaluation und Qualitätsmanagement
  • Betriebswirtschaftliche Aspekte: Öffentlichkeitsarbeit, Bildungscontrolling und Finanzierung, Bildungsberatung und -marketing
  • Projektmanagement
  • E-Learning
  • Gesellschaftliche Grundlagen
  • Lernen in der individualisierten/globalisierten Gesellschaft
  • Schlüsselqualifikationen

Lernziele

  • Fähigkeit zum professionellen Denken und Handeln in den Arbeitsfeldern der Resozialisierung
  • Kenntnisse präventiver Ansätze, ambulanter, teilstationärer und stationärer Maßnahmen/Modelle der Resozialisierung und der Wohnungslosenhilfe sowie sozialpädagogischer Hilfen mit ihren jeweiligen kriminologischen, psychologischen, sozialpädagogischen und rechtlichen Grundlagen, Implikationen und Wirkungsweisen
  • Kenntnisse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und des Hilfesystems in der Resozialisierung
  • Entwickeln und Anwenden von problemadäquaten sozialpädagogischen Präventions- und Interventionskonzepten


Inhalte

  • Kriminologische, gesellschaftswissenschaftliche, gesellschaftspolitische Aspekte der Gefährdetenhilfe und Resozialisierung und Wohnungslosenhilfe
  • Rechtliche und organisatorische Grundlagen und Aspekte der Gefährdetenhilfe/Resozialisierung und Wohnungslosenhilfe
  • Psychologische Aspekte der Resozialisierung
  • Spezifika sozialpädagogischer Diagnose, Prognose, Hilfeplanung, Beratung und Krisenintervention in der Gefährdetenhilfe/ Resozialisierung
  • Anwendungsfelder und Effekte von Kriminalprävention
  • Konzepte, Praxis und Wirkungsweise Sozialer Arbeit in Diensten und Einrichtungen der Gefährdetenhilfe und Resozialisierung und Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe
  • Kooperation zwischen den Diensten und Einrichtungen der Straffälligen-, Suchtkranken- und Wohnungslosenhilfe
  • Sozialpädagogische und sozialtherapeutische Grundlagen und Konzepte für den Umgang mit spezifischen Tätergruppen

Lernziele

  • Kenntnisse über und Anwendung von Beratungsansätzen in der direkten Arbeit mit dem Klienten
  • Kenntnisse über Zielgruppen- und Kundenorientierung, Koop. und Vernetzung
  • arbeitsfeldrelevante Kenntnisse in der Bildungsarbeit
  • Grundkenntnisse in Qualitäts- und Sozialmanagement, die auf Gesundheitshilfen bezogen sind
  • Entwicklung eines Qualitätsprofils für das Arbeitsfeld
  • Kenntnisse von Theorien zur Perspektivenerweiterung, als Reflexions- und Interpretationsinstrumentarium
  • zielgruppenspezifische Fachkenntnisse


Inhalte

  • Überblick über Problemlagen, Beratungsansätze, psychosoziale Versorgungsstrukturen, Kooperation und Vernetzung von Hilfe
  • Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen: Sozialdatenschutz, Geschäftsfähigkeit, Vormundschaft, Betreuung und zivilrechtliche Unterbringung, Pflegschaft, hoheitliche Unterbringung, sozialstaatliche Leistungen, Strafrecht, insbesondere Betäubungsmittelrecht
  • Medizinische Grundlagen und Rahmenbedingungen: Gesundheitsförderung in unterschiedlichem Kontext (z. B. Schule, Betrieb), Beratung und Therapie, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin und Sozialer Arbeit
  • Psychologische Grundlagen und Rahmenbedingungen: Fach- und Methodenkompetenz aus den Bereichen Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie
  • Berufliches Handeln: Erwerb von Fach- und Methodenkompetenz in den Bereichen Konzeptarbeit, Beratungsarbeit, Vernetzung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Projektarbeit Kompetenzen zum Theorie-Praxis-Transfer und Erwerb von Schlüsselqualifikationen

Lernziele

  • Kenntnisse der migrationsrelevanten rechtlichen Grundlagen
  • Überblick über die Geschichte der Migration
  • Verständnis der Formen und Ursachen weltweiter Migrationsprozesse
  • Wissen über europäische Migrationspolitik und Integrationsmodelle
  • Kompetenz zur Sozialen Arbeit mit MigrantInnen
  • Fähigkeit interkulturelle Begegnungen und Zusammenarbeit zu gestalten
  • Wissen über nationale und internationale Organisationen zur Steuerung der Migration


Inhalte

  • Zentrale Elemente des Asylverfahrensgesetzes, des Zuwanderungsgesetzes und dabei insbesondere des Aufenthalts- sowie des Staatsangehörigkeitsgesetzes
  • Menschenrechte
  • MigrantInnen als Zielgruppen der SA: AussiedlerInnen / ArbeitsmigrantInnen / Flüchtlinge / UMF und Asylbewerber, illegale Migranten
  • interkulturelle Kompetenzen in konkreten Arbeitsfeldern / Öffnung sozialer Dienste
  • Integrationsmodelle und Migrationspolitik in Europa

Lernziele

  • Fähigkeit Bedürfnisse, Interessen, Ressourcen und Problemlagen von Jugendlichen zu erkennen und zu analysieren
  • Fähigkeit, auf dieser Grundlage Angebote zu entwickeln und durchzuführen, die Jugendliche in ihrer allgemeinen Entwicklung und ihrer Identitätsfindung unterstützen
  • Fähigkeit, sozialpädagogische Hilfen zu entwickeln und durchzuführen, die Jugendliche in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung, ihrer beruflichen und sozialen Integration unterstützen und fördern


Inhalte

  • Entwicklungsförderung von Jugendlichen auf der Grundlage geeigneter theoretischer Konzepte
  • Wechselwirkung zwischen Kultur und Sozialstruktur der modernen Gesellschaft und Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen
  • Abweichendes Verhalten von Jugendlichen (Gewalt, Drogen etc.) und Konzepte der Prävention
  • Rahmenbedingungen der Jugendarbeit
  • Beratung von Jugendlichen
  • Personale und soziale Ressourcenstabilisierung und -förderung von Jugendlichen (z. B. Ästhetik, Jugendkultur, Sport)
  • Jugendberufshilfe und Schulsozialarbeit
  • Nutzung sozialräumlicher/lebensweltorientierter Konzepte in der Jugendarbeit
  • Konzepte für ein abgestimmtes System von Bildung, Betreuung und Erziehung im Sozialraum
  • Anwendung des theoretischen, methodischen und organisatorischen Wissens auf praxisorientierte Fragestellungen der Jugendarbeit

Lernziele

  • Arbeit nach neuesten sozialwissenschaftlichen und methodischen Erkenntnissen und Grundlagen mit Familien in unterschiedlichen Lebens- und Problemlagen
  • Durchführung von Maßnahmen der Prävention, der Beratung und Bildung sowie soziale, psychosoziale, materielle und gesundheitliche Hilfen in Einrichtungen, Diensten und Veranstaltungen der öffentlichen, freien und privatgewerblichen Träger
  • Zielgruppenorientierte Arbeit unter Einbeziehung von geschlechts-, generationsübergreifenden und kulturspezifischen Aspekten


Inhalte

  • Zusammenhang zwischen Familie, deren Lebenswelt und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen
  • Institutionen der Sozialen Arbeit mit Familien (unter Berücksichtigung ihrer Eingebundenheit in Trägerschaften und ihrer rechtlichen Grundlagen)
    - Allgemeiner Sozialer Dienst
    - Besondere Soziale Dienste (Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsberatung etc.)
    - Familienbildung
    - neuere Institutionalisierungsformen
  • Zusammenarbeit der Fachkräfte mit anderen Berufsgruppen
  • Grundformen des Handelns in der Sozialen Arbeit mit Familien:
  • Beratung, Therapie, Betreuung, Management und ihre Einbettung in Konzepte der SA mit Familien (Systemisches Arbeiten, Case Management etc.)
  • Exemplarische Anwendung von Methoden, Instrumenten und Techniken in der Sozialen Arbeit mit Familien
  • Erstellung von Gutachten und Berichten, Hilfeplanerstellung, Erstellung von Anamnesen und Diagnosen, Assessmentberichten etc.; Aktenführung
  • Qualitätssicherung
  • Familie und Recht
  • Familie und Generationenverhältnis:
    - der alte Mensch in der Familie
    - Probleme in Familien aus dem Zusammenleben der Generationen (Eltern-Kind-Probleme; Pflege alter Menschen etc.)
  • Familie und Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Familie und Berufstätigkeit
  • Familie, Gesundheit und Krankheit

Lernziele

Kenntnisse:

  • Grundvoraussetzungen und Rahmenbedingungen der Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsinstanzen Familie, Schule, Gleichaltrigengruppen und Soziale Arbeit
  • Planung, Organisation und Steuerung sozialer Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen im Kontext von Jugendhilfe und Schule
  • Organisations- einschließlich Personalentwicklung und Projektmanagement im Kontext von Jugendhilfe und Schule

Fähigkeiten:

  • Erkennen und Analysieren von Bedürfnissen, Interessen, Wünschen sowie Ressourcen, Potenzialen und Problemlagen junger Menschen
  • auf dieser Grundlage Planung, Gestaltung, Durchführung und Nachbereitung von Angeboten, die Prozesse der Identitätsfindung unterstützen und fördern
  • Entwicklung und Anwendung von Beratung und Hilfen, die junge Menschen in ihrer schulischen Bildung und im Übergang zur beruflichen Ausbildung und sozialen Integration unterstützen und fördern (Übergangsmanagement)


Inhalte

  • Schule als Lebens- und Lernort junger Menschen im Fokus der Lebenswelt- und Sozialraumorientierung auf der Grundlage geeigneter Rahmenprogramme und Konzepte der Schulsozialarbeit (einschließlich schulbezogener Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit an Schulen usw.) – auch im Ländervergleich
  • normative (Leitbilder, fachliche Standards, Gesetze, Richtlinien, Erlasse, Verordnungen), strategische (Programme, Konzeptionen) und operative (Angebote, Maßnahmen) Grundlagen der Führung (von Menschen), Leitung (von Aufgaben, Strukturen) und Steuerung (von Prozessen) der Schulsozialarbeit
  • sozialstrukturelle, sozioökonomische, soziokulturelle und geschlechtsspezifische Determinanten der Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen
  • Adressaten und Realisierung von Angeboten der Schulsozialarbeit einschließlich Messung von Qualität, Effektivität und Effizienz sozialer Dienstleistungen (z. B. Erziehungshilfen, Jugendberufshilfen)
  • Konzeptentwicklung, Qualitätsentwicklung und Sozialmanagement von Bildungslandschaften in Gemeinden, Sozialräumen und Soziotopen (z. B. „Schulverweigerung – Die 2. Chance“, „Kompetenzagenturen“, „Jugendmigrationsdienste“ „Jugend stärken: Aktiv in der Region“)
  • Praxisorientierte Anwendung organisationalen, gestalterischen und methodischen Wissens der Schulsozialarbeit unter Beachtung spezifischer Merkmale der Zielgruppenorientierung (Schüler, Eltern, Lehrer, Öffentlichkeit), Zielentwicklung, Dienstleistungsproduktion und deren Finanzierung in der Schulsozialarbeit

Lernziele

  • Sozialraum- und gemeinwesenorientiertes Arbeiten nach neuen sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und methodischen Grundlagen
  • Fähigkeit zu interdisziplinärem und integrierten Denken und Handeln in Arbeitsfeldern der Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung
  • Durchführung von sozialraumbezogenen Maßnahmen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern
  • zielgruppenorientierte Arbeit unter Einbezug von geschlechts-, generations- und kulturspezifischen Aspekten
  • Kenntnis der Arbeitsgrundlagen der Professionen, mit denen die Soziale Arbeit in der integrierten Stadtentwicklung kooperieren muss (Stadtplanung, Architektur etc.) und Fähigkeit, die eigenen professionellen Ansprüche interdisziplinär zu kommunizieren


Inhalte

  • Entwicklung des Sozialraumansatzes (Gemeinwesenarbeit, Stadtplanung, Sozialraumansatz
  • in div. Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit)
  • Konzepte der GWA und Stadtplanung; klassische Konzepte/ Quartiersmanagement
  • Das Berufsfeld „Integrierte Stadtentwicklung“
  • Politische, rechtliche und ökonomische Grundlagen der integrierten Stadtentwicklung
  • Soziologie der Stadt und soziologische Modelle der Stadtentwicklung
  • Stadtentwicklung in Deutschland und Europa vor dem Hintergrund von Globalisierung und sozialem Wandel
    – Sub- und Reurbanisierung und neue Urbanität
    – demografischer Wandel: Alterung, neue Familienformen, Zuwanderung und Multikulturalität
    – Neue sozialräumliche Ungleichheiten
    – Segregation und Gentrifizierung
    – Wohnen, Arbeiten und Verkehr in der Stadt
  • Konzepte und Leitbilder der integrierten Stadtentwicklung
    – Sozialraum
    – Inklusion/ Exklusion
    – „Programm Soziale Stadt“ und Nachfolgekonzepte
    – Maßstäbe für Lebensqualität in Städten
    – Bürgergesellschaft und partizipative Stadt
  • Soziale Probleme und Entwicklungsbedarfe von Stadtteilen:
    – Familien- und altengerechte Stadt
    – Gruppen mit besonderen sozialen Problemen im Stadtteil
  • Interdisziplinäres Praxisprojekt auf der Handlungsebene Stadtteil bzw. Quartier

Lernziele

Fähigkeiten, Kenntnisse und persönliche Kompetenzen für eine qualifizierte Beratung, u.a.:

Fähigkeiten

  • Fähigkeit zur Beratung und persönlichen Begleitung von Menschen in prekären Lebenslagen, z.B. von sozial benachteiligten Familien
  • Fähigkeit zur Evaluation und selbstreflexiven Auseinandersetzung mit der eigenen
  • Beratungspraxis
  • Fähigkeit zur Anregung von Selbsthilfe und Selbstorganisation von Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen

Kenntnisse

  • Kenntnis der wichtigsten rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Beratung von Menschen in prekären Lebenslagen
  • Kenntnis der grundlegenden Methoden für eine (fallorientiert) niedrigschwellige, motivierende und lösungsorientierte sowie (fallübergreifend) vernetzende Beratung
  • Verfügungswissen und Orientierungswissen zum Beratungsvorgang, um sowohl das Wie als auch das Warum der Beratung überdenken zu können
  • Kenntnis der Aufgabe/des Mandats der Sozialen Arbeit im Beratungsprozess
  • Kenntnis der objektiven Situation und der subjektiven Bewältigungsstrategien von Menschen in prekären Lebenslagen

Persönliche Kompetenzen

  • Ausbau und Entwicklung der für die Beratung notwendigen persönlichen Kompetenzen, insb. Zulassen von Nähe und Abgrenzung zum Klienten, Konfliktbereitschaft, Kontaktfähigkeit, Offenheit, Geduld, eigene Verarbeitungsfähigkeit


Inhalte

  • Beratungsprozess und Methoden insb. niedrigschwelliger und unterstützender Beratung (Beratungsgesprächslehre, Lehre vom Schreiben, Dokumentation usw.)
  • Vermittlung von Techniken der Selbsthilfe
  • Bezugswissenschaftliche Rahmenbedingungen von Beratung, u. a. Soziologie der prekären Lebenslagen
  • Sonderformen der Beratung
  • Ausgewählte Beratungsfelder
  • Beratung in besonderen Lebenslagen
  • Beratungsrecht, insb. Rechtsdienstleistungsgesetz, Datenschutz sowie Beratung und Haftung
  • Beratungsforschung und Methodenevaluation, insb. Bewertung von Beratung

Lernziele

  • Verständnis der Phänomene, Prozesse, Probleme und Ressourcen die mit dem Älterwerden und Altsein verbunden sind
  • Wissen über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Lebensphase Alter
  • Wissen über soziale Gerontologie, Altenhilfe, Demografie und Seniorenmanagement/
  • Organisation des Alltags älterer Menschen
  • Fähigkeit zur Förderung und Unterstützung älterer und alter Menschen bei der Bewältigung von altersspezifischen Aufgaben
  • Fähigkeit zur Beratung und Unterstützung von öffentlichen und privaten Organisationen zur Entwicklung altersgerechter Angebote und Strukturen
  • Bewusstsein für die ethische Relevanz und die ethischen Herausforderungen der Sozialen Arbeit mit alten Menschen


Inhalte

  • Gerontologische Grundlagen
  • Gesellschaftlicher Wandel und Vielfalt des Alterns, Sozialstrukturanalyse mit dem Fokus Alter
  • Theorien der Sozialen Gerontologie und des lebenslagenorientierten Empowerments von alten Menschen
  • Sozialrecht und Sozialpolitik für alte Menschen (Sozialrechtliche Grundlagen, Grundlagen der Sozialwirtschaft und der Altenpolitik)
  • Kommunales Handeln vor dem Hintergrund des demografischen Wandels (Kommunale Altenhilfeplanung, Sozialhilfeplanung, altersgerechte Quartierentwicklung, Gemeinwesen, Wohnen etc.)
  • Gesellschaftliche Partizipation (neue Formen selbst organisierten Alltags von alten Menschen, Ehrenamt, Generationenbeziehungen, dritter Sozialraum)
  • Lebenslagenspezifische Themen (Arbeit mit älteren MigrantInnen, mit pflegenden Angehörigen u.a.)
  • Einführung in zielgruppenspezifische Arbeitsfelder (Stationäre, teilstationäre und ambulante Angebotsformen) sowie Übersicht zu Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, in denen (auch) mit alten Menschen gearbeitet wird
  • Sozialkompetenz/Ethik eigene Erfahrungen aus dem Umgang mit alten Menschen und der gesellschaftliche Umgang mit Alter und Altern in Bezug auf ethische Grundhaltung reflektieren
  • Zielgruppenspezifische Aspekte der Konfrontation mit Sterben und Tod
  • Methodische Ansätze in der Arbeit mit alten Menschen (Biografiearbeit, Case-Management, Selbsthilfeförderung)

Querschnittsangebote

Zusätzlich zum Schwerpunktthema (siehe unter Spezialisierung) sind im dritten Studienabschnitt noch zwei Fächer aus dem Querschnittsangebot zu belegen. Diese können erst nach erfolgreichem Bestehen des Praxissemesters abgeschlossen werden.

Dabei können Sie aus den folgenden Modulen wählen:

  • Abweichendes Verhalten und soziale Kontrolle
  • Alter
  • Geschlechtssensible Konzepte
  • Handlungs- und erlebnisorientierte Konzepte
  • Kulturelle Diversität
  • Internationale Soziale Arbeit
  • Medien in der Sozialen Arbeit
  • Sozial- und Jugendhilfeplanung, Organisation sozialer Dienste
  • Digitale Soziale Arbeit/Soziale Arbeit im virtuellen Raum
  • Grundlagen des Sozialmanagements
  • Online-Beratung
  • Soziale Arbeit und Menschenrechte
  • Kulturelle Bildung in der Sozialen Arbeit
  • Psychische Belastungen und Störungen (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche)
  • Psychische Belastungen und Störungen (Schwerpunkt Erwachsene)
  • Freiwilligenmanagement
  • Forschung in der Sozialen Arbeit
  • Stadtraum Gesellschaft
 

Dritter Studienabschnitt - Module 6. und 7. Semester

Siehe unter Spezialisierung

Siehe unter Querschnittsangebote

Das Studium wird im 7. Semester mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Die Absolventinnen und Absolventen belegen damit ihre Kompetenz, eine komplexe Aufgabenstellung aus dem Bereich Soziale Arbeit auf wissenschaftlicher Grundlage innerhalb einer Frist von maximal 3 Monaten zu bearbeiten.

Allgemeinwissenschaftliche / fachbezogene Wahlpflichfächer

Pro Semester können max. zwei Allgemeinwissenschaftliche/fachbezogene Wahlpflichtfächer belegt werden.

Lernziele

  • Kenntnis von Fragestellungen und Themenbereichen aus anderen Fachdisziplinen, die jenseits des Berufsfelds Soziale Arbeit liegen
  • Kenntnis und Reflexion aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen sowie kultureller Trends
  • Kenntnis und Reflexion aktueller Tendenzen und Entwicklungen in der Sozialen Arbeit als Ganzem oder in bestimmten Arbeitsfeldbereichen
  • Erwerb praktischer Fähigkeiten, speziellerer berufsspezifischer oder methodischer Kenntnisse, die in verschiedenen Arbeitsfeldbereichen der Sozialen Arbeit für bestimmte Zielgruppen einsetzbar sind
  • Grundlegende Fremdsprachenkenntnisse

Inhalt

  • Kulturelle, gesellschaftliche und politische Entwicklungen bzw. Themen mit historischem oder aktuellem Bezug
  • Fachbezogene Inhalte, die geeignet sind, Kernbereiche des Studiums zu ergänzen oder zu vertiefen
  • Projekte in Kooperation mit ausländischen Partnerhochschulen
  • Fremdsprachen

Exkursionen, besondere Veranstaltungen

Eine besondere Veranstaltung stellt der Praxismarkt dar. Er findet jährlich im Wintersemester statt und bietet einen Austausch zwischen den unterschiedlichen Praxiseinrichtungen und den Studierenden.
Um den Blick für Herausforderungen der Sozialen Arbeit und beispielhaft gute Praxis zu schärfen, finden Tagesexkursionen und mehrtägige Studienfahrten statt. Die Fakultät pflegt zudem intensive und vielfältige Kontakte zu Hochschulen im Ausland. Einmal im Jahr finden die International Days statt, die unseren Studierenden einen guten Einblick in die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts geben. Interessierte  Studierende werden bei der Planung und Durchführung eines Auslandssemesters umfassend unterstützt.

Zusatzqualifikationen

Für Studierende der Fakultät werden über das grundständige Studium hinaus weitere Qualifikationen angeboten. Zum einen besteht die Möglichkeit, einschlägige Studienleistungen für den Zertifizierungsprozess zum/zur Fachsozialarbeiter/in bei der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit (ZKS) in Coburg anerkennen zu lassen.
Zum anderen werden praxisorientierte Weiterqualifizierungen angeboten, die mit einem eigenen Hochschulzertifikat abschließen. Derzeit werden folgende Zertifikatskurse angeboten:

  • Qualifikation zum/zur Onlineberater/in. Diese Qualifizierung entspricht den Richtlinien zur Ausbildung von Onlineberater/innen der Deutschsprachigen Gesellschaft für psychosoziale Onlineberatung (DGOB) und wird in Kooperation mit dem Institut für E-Beratung durchgeführt.
  • Basisqualifikation Erlebnispädagogik in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Erlebnispädagogik e. V.
  • Basisqualifikation Medienberatung in Kooperation mit dem Medienzentrum Parabol
  • Basisqualifikation Projektmanagement in Kooperation mit dem Institut für Soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA)

Weiterführende Informationen zu den Zusatzqualifikationen finden Sie hier.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen arbeiten in den verschiedenen Arbeitsfeldern und Einrichtungen der Sozialen Arbeit auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden mit Menschen in besonderen sozialen Problemlagen.

Exemplarische Arbeitsfelder:

  • Arbeit mit Menschen mit Behinderung,
  • Resozialisierung
  • Gesundhilfe
  • Suchtkrankenhilfe
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Kinder- und Jugendhilfe


Wichtige Aufgaben:

  • Präventionsarbeit
  • Krisenintervention
  • Beratung
  • Erziehung und Bildung
  • Entwicklung von Konzepten und Hilfeprogrammen
  • Praxisforschung
  • Evaluation


Sozialpädagogen sind in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft tätig
:

  • in der öffentlichen Verwaltung (z.B. im Rahmen kommunaler Einrichtungen wie Jugend- und Sozialämtern und Sozialen Diensten),
  • bei freien Trägern der Wohlfahrtspflege (z.B. der Arbeiterwohlfahrt, des Caritas-Verbandes, des Diakonischen Werkes und in deren Diensten und Einrichtungen: z.B. in Heimen, Kindertagesstätten, Migrations-Integrationsdiensten)
  • oder bei privaten Firmen und ihren kommerziell organisierten Sozialdiensten (wie z.B. Pflegeeinrichtungen).

Arbeitsmarktsituation und Einstiegsgehälter?

Die Arbeitsmarktsituation ist grundsätzlich positiv. Die Einstiegsgehälter orientieren sich an den Eingruppierungen des öffentlichen Dienstes (TVöD und TVL).

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Bachelorabschluss

Die wichtigste Qualifizierungsmöglichkeit besteht nach dem Bachelorabschluss in einem aufbauenden (konsekutiven) Masterstudiengang oder in einem kostenpflichtigen Weiterbildungsstudiengang, der ebenfalls zu einem Masterabschluss führt. Auf der Basis eines Masterabschlusses ist dann auch möglich an einer Universität oder in einer „kooperativen“ Promotion den Doktorgrad zu erwerben.

Die Fakultät Sozialwissenschaften bietet neben ihrrem konsekutiven Masterstudiengang Soziale Arbeit einen Weiterbildungsmaster Beratung und Coaching an. Auch ist die Fakultät derzeit an einem Promotionskolleg beteiligt. Außerhalb der Hochschule gibt es ein vielfältiges Fort- und Weiterbildungsangebot für alle fachlichen, rechtlichen und administrativen Aspekte der Sozialen Arbeit. Das Spektrum reicht von einfachen Tagesseminaren zu inhaltlichen Themen bis zu aufwändigen Kursen, die mit Zertifikaten abgeschlossen werden können. Zertifikate können z.B. erworben werden für Supervision, Mediation oder Berufsbetreuer.

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungsangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Für dieses Bachelorstudium gibt es formale Anforderungen, die Sie zwingend erfüllen müssen, um das Studium antreten zu können. Außerdem gibt es eine Reihe persönlicher Anforderungen, die Sie erfüllen sollten.

Formale Anforderungen

  • Erforderliche Sprachnachweise:

    Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

    • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 2)

    • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 4 in allen 4 Prüfungsteilen)
    • Telc Deutsch C1 Hochschule

    Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

Persönliche Anforderungen

  • Neugierde und Interesse an der Arbeit mit anderen Menschen sind eine unumgängliche persönliche Voraussetzung, die Sie für das Studium der Sozialen Arbeit mitbringen sollten.
  • Belastbarkeit
  • Fähigkeit zur Selbstorganisation
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

 

 

Sie sind sich nicht sicher, ob Soziale Arbeit der richtige Studiengang für Sie ist? Die TH Nürnberg bietet Ihnen zahlreiche Angebote, die Ihnen dabei helfen, genau das herauszufinden. 

Schnuppervorlesung

Besuchen Sie unsere Schnuppervorlesungen im Studiengang Soziale Arbeit. So können Sie einen ersten Eindruck von einer Vorlesung in diesem Studiengang bekommen und dabei die Atmosphäre an unserer Hochschule gleich live miterleben.

Schnuppervorlesungen

Studienberatungsportal

Sie möchten sich am liebsten anonym, online und sprechzeitenunabhängig informieren und beraten lassen?

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Studienberatung

Sie suchen individuelle Beratung und Unterstützung bei Studienorientierung und Studienwahl. Dann können Sie sich gerne an unser Team der zentralen Studienberatung wenden.

Zentrale Studienberatung

Studienfachberatung

Sie möchten sich detaillierter über Inhalte der einzelnen Fächer informieren. Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.

Beratung auf Veranstaltungen

  • Auf Anfrage bietet der Studienfachberater vor Ort für Institutionen, Schulen, Fachakademien Informationen zum Studiengang an.

  • Einmal im Jahr, immer am letzten Mittwoch und Donnerstag im September, finden an der TH Nürnberg die großen Studieninfotage statt. Dort werden alle Bachelorstudiengänge ausführlich vorgestellt.
    Studieninformationstage der TH Nürnberg
  • Die TH Nürnberg ist natürlich auch auf vielen Messen zur Studienwahl mit einem Infostand vertreten. Dort können Sie sich von Studierenden und Studienberatern ausführlich zu allen Studiengängen der TH Nürnberg beraten lassen. Eine Übersicht der Messen, bei denen wir regelmäßig mit dabei sind, finden Sie hier.
    Messen zur Studienwahl

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