2021 hat der Landtag Schleswig-Holstein ein Gesetz zur ambulanten Resozialisierung und zum Opferschutz (ResOG SH) verabschiedet, dessen Gestaltung und Übersetzung in Qualitätsstandards bereits von der Technischen Hochschule Nürnberg wissenschaftlich begleitet wurde. In diesem Projekt stehen die Arbeit der freien Träger und die Erfahrungen der Klient*innen in der Straffälligen- und Opferhilfe in Schleswig-Holstein im Fokus. 

Projektdauer: 10/2025 - 6/2027

Kontakt zum Projekt ist möglich per Mail via Projekt-resog@th-nuernberg.de.

In diesem Projekt steht die Arbeit der freien Träger in der Straffälligen- und Opferhilfe in Schleswig-Holstein im Fokus. Als Teil der Evaluation des ResOG SH und der dort dargelegten Standards werden im Rahmen des Projektes Fachkräfte und Klient*innen der freien Träger in der Straffälligen- und Opferhilfe in Schleswig-Holstein quantitativ befragt. Ergänzt werden diese Erkenntnisse mit einer qualitativen Untersuchung der Erfahrungen der Fachkräfte mit der Umsetzung des ResOG SH. Dadurch sollen Stärken und Schwächen des neuen Gesetzes bzw. dessen Implementierung sowie Entwicklungsbedarfe identifiziert werden, sodass die Ziele des Gesetzes für Straftäter*innen, Verletzte von Straftaten und die Zivilgesellschaft noch erfolgreicher erreicht werden können.

Ausgangspunkt der Befragung sind die von Prof. Dr. Christian Ghanem und Hannes Stadler (M.A.) in einem partizipativen Verfahren mit mehreren Feedbackschleifen entwickelten Fragebögen für Fachkräfte und Klient*innen der freien Träger. Insgesamt wurden 18 unterschiedliche Fragebögen entwickelt. Die Ergebnisse werden mit den bereits vorliegenden Erkenntnissen zur Umsetzung des ResOG SH der Bewährungs- und Gerichtshilfe in Bezug gesetzt. Dabei gilt es, die spezifischen methodischen Herausforderungen in den jeweiligen Feldern zu berücksichtigen. 

Die quantitative Befragung wird mit einem qualitativen Forschungsansatz ergänzt. Anhand von Gruppendiskussionen mit Fachkräften, werden die quantitativen Ergebnisse diskutiert und spezifische Erfahrungen mit dem ResOG SH sichtbar gemacht.

Auftraggeberin ist das Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein des Projekts ist. Verantwortlich für Durchführung des Projektes sind die Technische Hochschule Nürnberg (Prof. Dr. Christian Ghanem und Prof. Dr. Michael Hanslmaier) und Hannes Stadler (M.A.). Kooperationspartner sind weiterhin der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege – Straffälligenhilfe und Opferhilfe e.V. und die HAW Kiel (Prof. Dr. Anna Isenhardt). Die Onlinebefragung wird von der Firma Dataport durchgeführt. 

Name Kontakt
Christian Ghanem Christian Ghanem
Prof. Dr.
Michael Hanslmaier Michael Hanslmaier
Prof. Dr. rer. pol.