Forschung und Entwicklung im Labor für Physikalische Chemie

Das Labor Physikalische Chemie führt seit mehr als zehn Jahren Drittmittelprojekte im Auftrag von Unternehmen durch.

Komplexere Aufgabenstellungen werden als Forschung- und Entwicklungs-Projekte in den Laboren der Technischen Hochschule Nürnberg bearbeitet. In diesen Projekten arbeiten Studierende im Rahmen ihres Praxissemesters oder ihrer Abschlussarbeit mit.

Einfachere Aufgabestellungen werden im Rahmen von Messaufträgen (Servicemessungen) oder einfachen Untersuchungen durchgeführt. Bei Bedarf sind auch in solchen Aufgabenstellungen Studierende mit eingebunden.

Das Labor für Physikalische Chemie konzentriert sich auf die Charakterisierung von Stoffsystemen und den Bau dafür geeigneter Messaufbauten. Es unterstützt Unternehmen bei Produktentwicklungen auf Basis von niedrig schmelzenden Thermoplasten, Reaktionsharzen, Paraffinen, Emulsionen oder Suspensionen. Beispiele dafür sind Cremes, Beschichtungssysteme, Wachstinten und Buntstiftminen.

Schwerpunkte von Drittmittelprojekten waren in den letzten Jahren:

  • komplexe Stoffsysteme (Paraffine, Reaktionsharze, niedrig schmelzende Thermoplaste)
  • Emulsionen und Suspensionen
  • Thermodynamische Eigenschaftswerte von Fluidsystemen

 

 

Ihr Ansprechpartner für Ihre Fragen

Forschungsprojekte und Kooperationspartner des Labors der physikalischen Chemie

Bosch

  • Entwicklung einer Apparatur zur Bestimmung der Löslichkeit von Gasen in organischen Lösemitteln in einem Temperaturbereich von 0 - 150°C und einem Druck von bis zu 1 bar Gasdruck.

  • Entwicklung einer Messappparatur, mit deren Hilfe der Dampfdruck eines Fluidgemisches gemessen werden kann, während unter isothermen Bedingungen sich die Zusammensetzung des Systems durch Abdampfen kontinuierlich ändert.

  • Entwicklung eines Messsystems zur Bestimmung der spezifischen Verdampfungsenthalpie von Flüssigkeits- gemischen unbekannter Zusammensetzung.

  • Entwicklung einer Apparatur zur dynamischen Bestimmung von Dampfdrücken in einem Temperaturbereich von -40 - 150°C und einem Druckbereich von 1 - 1000 mbar.

Evonik

  • Rheologische Charakterisierung von Cremes zur Optimierung ihrer Eigenschaften

Kaiser Lacke

  • Optimierung der Farbstabilität eingefärbter Kerzenwachse.

Novaprot GmbH

  • Ermittlung der Effektivität des bioabbaubaren Tensids Tensoprot® als Detergenz zur Stabilisierung von O/W-Emulsionen

ReiColor

  • Bestimmung der Vernetzungskinetik von Einbrennlacken und Erstellung eines formalkinetischen Reaktionsmodells, zur Optimierung des thermischen Einbrennprozesses.

Siemens

  • Rheologische und tribologische Charakterisierung von Schmierfetten verschiedener Konsistenzklassen als Basis für vergleichende Untersuchungen

  • Charakterisierung eines UV-sensitiven, kationischen Epoxidharzes hinsichtlich seiner Reaktivität (Rheologie, DSC) sowie hinsichtlich seiner Verwendbarkeit bei bestimmten technologischen Anwendungen

  • Rheologische Charakterisierung von Tränkharz und Glimmerbändern eines Hochspannungsisoliersystems hinsichtlich der Reaktivität des Harzes, sowie der Flexibilität, Lagerfähigkeit und Verarbeitbarkeit von Glimmerbändern.

Stabilo

  • Untersuchung des Einflusses von Luftfeuchte und Temperatur auf die mechanischen Eigenschaften von Klebstoffsystemen für Buntstiftminen.

  • Entwicklung alternativer Wachstintensysteme für marktgängige Wachstintendrucker

Staedtler

  • Thermoanalytische Charakterisierung von Paraffinen zur Optimierung der Eigenschaften von Knetmassen

  • Entwicklung alternativer Wachstintensysteme für marktgängige Wachstintendrucker

Staedtler Stiftung

  • Neuartiges umweltfreundliches Beschichtungsverfahren von Holzoberflächen mit niedrig schmelzenden Thermoplasten.

Technische Hochschule Nürnberg

  • Entwicklung von Modellkraftstoffen, an denen der Einfluss einzelner Komponenten auf die thermodynamischen Eigenschaftswerte mittels der Prozesssimulationssoftware ChemCAD® berechnet und parallel dazu gemessen werden kann.