Best Poster Award für unsere Doktorandin Elisabeth Schamel

Macromolecular Colloquium 2026

Das Macromolecular Colloquium Freiburg 2026 fand am 12. und 13. Februar 2026 in der Messe in Freiburg statt und brachte zahlreiche Wissenschaftler:innen aus der Makromolekularen Chemie zusammen. Die traditionsreiche Veranstaltung zählt zu den weltweit bedeutendsten Treffen rund um Polymere und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Diese reicht bis zu den frühen Arbeiten von Hermann Staudinger. Alljährlich dient die Veranstaltung als zentrale Austauschplattform für die Forschenden. Neben Vorträgen und Posterpräsentationen bietet das Treffen vielfältige Gelegenheiten, aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Industrie zu diskutieren und Kooperationen auszubauen oder zu begründen. Durch die breite Beteiligung aus Deutschland, Europa und darüber hinaus gilt das Kolloquium als einer der wichtigsten Treffpunkte für alle, die an modernen Fragestellungen der Makromolekularen Chemie arbeiten.

 

Beiträge der Arbeitsgruppe Makromolekularen Chemie und Kunststofftechnik

Insgesamt stellte die Arbeitsgruppe drei Beiträge im Rahmen des Macromolecular Colloquium Freiburg 2026 vor:

  • Florian Bauer: From Ortho to Para: How Isomerism Impacts Flame Resistance in Epoxy Resins Based on Benzenedicarboxylic Acids,
  • Julian Beier: Designed for Recycling – Acetal Cross-Linkers for Selectively Cleavable Silicone Elastomers,
  • Elisabeth Schamel: Bio-Based Epoxy Resins as Substitutes for Fossil-Based DGEBA: Structure-Property Insights.

 

Doktorandin gewinnt den Best Poster Award

Großer Erfolg für unsere Nachwuchsforschung: Unsere Doktorandin wurde beim Macromolecular Colloquium 2026 in Freiburg mit dem Best Poster Award ausgezeichnet. Der renommierte Preis wurde von Wiley verliehen und würdigt herausragende wissenschaftliche Beiträge im Bereich der Polymerforschung.

Im prämierten Poster mit dem Titel Bio-Based Epoxy Resins as Substitutes for Fossil-Based DGEBA: Structure-Property Insights stellte die Doktorandin Elisabeth Schamel, M.Sc., ihre aktuellen Forschungsergebnisse zur Entwicklung biobasierter Epoxidharze mit hohen Glasübergangstemperaturen vor. Diese Materialien bieten ein vielversprechendes Potenzial, konventionelle, fossilbasierte Epoxidharze wie DGEBA zu ersetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Kunststofftechnologie zu leisten.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, wie sich molekulare Strukturmerkmale auf die mechanischen und thermischen Eigenschaften biobasierter Epoxidharze auswirken.

Wir gratulieren herzlich zu dieser herausragenden Leistung und freuen uns über die Anerkennung dieser wichtigen Forschungsarbeit!

  • Macromolecular Colloquium Freiburg 2026
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REHAU Technikpreis 2025 für Masterabsolvent Julian Beier

Für seine herausragende Leistung im Bereich Makromolekulare Chemie und Kunststofftechnik wurde Julian Beier, Absolvent des Masterstudiengangs Angewandte Chemie, mit dem REHAU Technikpreis 2025 ausgezeichnet. Der Preis würdigt innovative Ideen und besondere Beiträge in den Bereichen Technik, Wissenschaft und Recycling. Die feierliche Verleihung des mittlerweile zum 19. Mal vergebenen Preises fand im REHAU Art statt. Im Anschluss erhielten die Gäste eine exklusive Führung durch den Museumsbereich des Unternehmens und der Abend fand mit einer Abendveranstaltung ein würdiges Ende.

 

Die Idee hinter der Arbeit

Mit seiner Masterarbeit „Selektiv spaltbare Gruppen zum chemischen Recycling polymerer Netzwerke“ leistet Julian Beier einen wichtigen Beitrag zum übergeordneten Ziel, die kunststoffverarbeitende Industrie ressourcenschonender zu gestalten und geschlossene Stoffkreisläufe zu etablieren.

Vernetzte Polymere bilden die Grundlage zahlreicher industrieller Werkstoffe und zeichnen sich durch ihre hohe mechanische, thermische und chemische Stabilität aus. Bislang existieren jedoch keine etablierten Recyclingverfahren für diese Materialien. Die vielversprechendste Methode ist das chemische Recycling. Allerdings erfordert diese Methode aktuell zumeist toxische Lösungsmittel, korrosive Reagenzien sowie hohe Temperaturen und Drücke. Diese aggressiven Bedingungen führen zu einem unselektiven Abbau des Polymernetzwerks.

Eine Lösung bietet die gezielte Einführung spaltbarer Gruppen in das Netzwerk, um Spaltungsreaktionen unter milderen Bedingungen und mit höherer Selektivität zu ermöglichen. In seiner Arbeit untersuchte Herr Beier verschiedene funktionelle Gruppen auf ihre Eignung als selektiv spaltbare Zentren. Dazu synthetisierte er geeignete Modellsubstanzen und analysierte deren Abbauverhalten.

 

Starke Leistung

Der Betreuer der Arbeit, Prof. Dr.-Ing. Dominik Söthje, zeigte sich beeindruckt:

„Julian Beier fiel bereits in den Lehrveranstaltungen durch seine Begeisterungsfähigkeit und seine besondere Sorgfalt auf, Dinge wirklich verstehen zu wollen. Mit seiner Masterarbeit hat er einen wichtigen Grundstein gelegt; nicht nur für seine Promotion, sondern auch für zahlreiche weitere Arbeiten im Bereich recyclingfähiger polymerer Netzwerke.“

 

Förderung durch REHAU

Der REHAU Technikpreis ist mit 1.500 Euro dotiert und zeichnet herausragende Abschlussarbeiten sowie besondere Leistungen in Technik und Recycling aus. Wir bedanken uns für die Auszeichnung und das wirklich großartige Event.

  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)
  • REHAU Technikpreis 2025 (Foto: Patrick Pleßgott / REHAU Industries SE)

Lange Nacht der Wissenschaften

Die Lange Nacht der Wissenschaften in Nürnberg war ein riesiger Erfolg - und wir waren dabei!

 

Kunststoffe: gestern - heute - zukünftig

Kunststoffe – elastisch oder fest, kostengünstig, langlebig und in allen Formen herstellbar – sind die Werkstoffe der heutigen Zeit! Kunststofftechnologien ermöglichen ein modernes Leben - ob zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz. Viele Produkte wären ohne Kunststoffe nicht herstellbar. Faserverbundkunststoffe ermöglichen darüber hinaus den Leichtbau und der Einsatz recyclingfähiger oder biobasierter Kunststoffe könnte dem steigenden Bedarf an Erdöl entgegenwirken. Da Kunststoffe sehr flexibel einsetzbar sind, werden unzählige Güter daraus hergestellt. So auch eine große Anzahl an Einwegartikeln und Verpackungen. Viele dieser Produkte werden gerade einmal für wenige Minuten genutzt und enden kurz darauf im Abfall. Im Vortrag wurden die Historie und die Materialklasse der Kunststoffe beleuchtet und Probleme und Lösungen zum Umgang mit diesen Werkstoffen diskutiert. Im Rahmen der Vorführung wurden im Technikum Maschinen und Prüfmethoden eingesetzt.

  • Lange Nacht der Wissenschaften 2025 (Foto: Herbert Schlachter)
  • Lange Nacht der Wissenschaften 2025 (Foto: Herbert Schlachter)
  • Lange Nacht der Wissenschaften 2025 (Foto: Dominik Söthje)