Das Projekt untersucht, wie mit einer intelligenten Innenentwicklung den klimatischen Herausforderungen begegnet werden kann. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene sind die strategischen Leitmotive in der Leipzig-Charta formuliert. In deren Logik gewinnt die 15-Minuten-Stadt an Bedeutung. Hierbei spielen Fragen zu treibhaussparenden Mobilitätsformen, zur optimalen Nutzungsvielfalt und -dichte, zur Qualität des öffentlichen Raums sowie zur Erdgeschossnutzung und -ausbildung eine Rolle.

 

Das Untersuchungsgebiet Langwasser H folgte den politischen Vorgaben der Nachkriegszeit, in kürzester Zeit möglichst viel Wohnraum zu errichten. Mit einer gegliederten, locker bebauten und autogerechten Siedlungsstruktur konnte Franz Reichel, Architekt BDA, 1956 den Wettbewerb gewinnen. Ein Wesensmerkmal Langwassers ist, dass der Stadtteil über einen längeren Zeitraum hinweg in Bauabschnitten bebaut wurde. So konnte bei jedem Quartier auf die Erfahrungen des vorangegangenen reagiert werden. Langwasser H, die Nachbarschaft Striegauer und Ratiborstraße, entstand Anfang der 1960er-Jahre. Franz Reichel reagierte mit ersten Hofansätzen auf die damalige Kritik an der monotonen und wenig raumbildenden Zeilenbebauung des zuvor errichteten Baugebiets A/B an der Salzbrunner und Reinerer Straße. 

 

Dokumentation zum Download

Projektleitung

Prof. Ingrid Burgstaller

Städtebau und Stadtplanung

Fakultät Architektur

Technische Hochschule Nürnberg

Projektbeteiligte

René Rißland, Carmen Strauck, Architekten und Stadtplanerinnen

Beatrice Leitner, Beratung Landschaftsarchitektur

Sarah Freitag, Muriel Hertlein, Sophie Strobel, Studentische Hilfskräfte, Technische Hochschule Nürnberg

Förderung

...durch die wbg Nürnberg Immobilienunternehmen Gmbh mit einer Fördersumme von 15.000 € und die Stiftung Innovation und Zukunft mit einer Fördersumme von 2.000 €