In Deutschland nach 1945 (1997)

Die liturgischen und architektonischen Reform- und Neuerungsbestrebungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts postulierten den Kirchenbau als zeit- und raumgebundene Schöpfung, welche sich von dem tradierten und geschichtlichen Formenkanon zu lösen und eine der Gegenwart entsprechenden Gestalt zu finden habe. Dies führte zwangsläufig mit dem Einsatz moderner Materialien zur Entwicklung neuer Raumgestaltung und Gebäudeformen. Neben dem Beton war es vor allem der Stahl, der als Baustoff einen wichtigen Schritt zur Ausbildung einer neuen Ästhetik im Kirchenbau darstellte. Gesucht wurde für das Kirchengebäude vielfach etwas Modernes, und für die Verortung in der Gegenwart bildeten die dem Ingenieurbau entlehnten Materialien und Konstruktionen jene umwälzende Neuerung und bedeutungsvolle Erweiterung des architektonischen Schaffens, die auch zu einer weiten Verbreitung der Stahlanwendung führte. 

Autor

Prof. Dr.-Ing. Roland Krippner
Fakultät Architektur
Technische Hochschule Nürnberg
roland.krippneratth-nuernbergPunktde

Schriftenreihe des Fachbereichs Architektur, Heft 23
Universität Gesamthochschule Kassel

Erstveröffentlichung: 1997

Diplomarbeit (WS 92/93) bei:
Inken Baller und Karl Schawelka

210 x 297 mm, 80 Seiten
Hardcover
ISBN 3-89117-095-5

Neumann, Michael: Bücher: «Krippner, R.: Stahl im Kirchenbau in Deutschland nach 1945. Schriftenreihe des Fachbereichs Architektur, Heft 23. Kassel 1997». In: Stahlbau, 67. Jg., 4/1998, S. 328–329

Tampé, Christel: [Rezension von:] Krippner, Roland: Stahl im Kirchenbau in Deutschland nach 1945. Kassel: Universität Gesamthochschule, 1997. In: Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 52. Jg., 1/1999, S. 98–99.