Wir bilden aus – junge Menschen lernen an unserer Fakultät, „wie man Häuser baut“ – und das seit mehr als 180 Jahren. Eine komplexe lebensfüllende Aufgabe, ein wichtiger Beruf, eine Berufung! Die gute Lehre ist unser Metier, entsprechende Praxiserfahrung freuen wir uns weiter vermitteln zu können.

Seit der Gründung der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm im Jahr 1823 als städtisches Polytechnikum ist viel Wasser die Pegnitz herunter geflossen - so sagen wir in Franken - und meinen damit Veränderungen, Anpassungen und Visionen des hochdynamischen gesellschaftlichen Wandels, in dem wir leben und der auch in einzelnen Bauwerken und städtebaulichen Strukturen deutlich wird.

Ohne die Menschen, die „Gebautes“ mit Leben erfüllen, ohne die Anforderungen aus der aktuellen technologischen und soziodemographischen Praxis könnten wir keine gute Arbeit leisten. Interdisziplinäre und internationale Projekte öffnen uns für fächerübergreifende und futuristische Projekte.

Der Wissenstransfer, und das ist unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal, erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Lehrenden, es besteht unmittelbarer Kontakt und Austausch in allen Stadien einer Aufgabenbearbeitung, der beide Seiten befruchtet - Diskussionskultur und Offenheit bestimmen die Arbeit. Frische Ideen und Visionen stoßen auf Rechtsvorschriften und Bauherrenanforderungen, die Synthese von beidem und ein optimales Ergebnis sind unser Ziel.

Zusammenarbeit und Teamgeist sind traditionell wichtige Befähigungen des Architektenberufs. Seit dem Umzug unserer Fakultät zum Wintersemester 2013/14 in den Neubau an der Bahnhofstraße hat jeder Studierende einen persönlichen Arbeitsplatz zur Verfügung – eine gemeinschaftsstiftende Arbeitsatmosphäre und Spontanität bestimmen das Lernen und Erarbeiten tagtäglich. Darauf sind wir stolz.

Inhaltlich bewegen wir uns stets am Puls der Zeit und setzen die aktuellsten digitalen Techniken und Programme für Entwurf, Konstruktion und Darstellung ein. Für das notwendige Verstehen von Grundlagenwissen, insbesondere beim Zeichnen zu Studienbeginn und im künstlerischen Bereich, bewahren wir uns jedoch bewusst die Vermittlung analoger Techniken.

Mit dem Jahrbuch 2014 veröffentlicht unsere Fakultät einen repräsentativen Querschnitt an Studienarbeiten aus allen Semestern zu unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Anforderungen - vom anwendungsorientierten Ergebnis bis zur Ausarbeitung kreativer Ideen.

Entsprechend dem Profil des Bachelor- und Masterstudiengangs “structure and form“ sind in den Arbeiten der Baukonstruktion das Entwerfen und in den Entwurfsprojekten die Konstruktion stets mit im Fokus. Durch interdisziplinäre Kooperation offenbart sich der ganzheitliche Anspruch an gute Architektur von der stadträumlichen Entwicklung bis in das bauliche Detail. Die Arbeiten aus dem Bachelorstudiengang demonstrieren das breite Spektrum der Bewältigung vorgegebener Themen. Durch die Bearbeitung selbst gewählter Inhalte und Aufgabenstellungen im Masterstudium wird der Freiraum für eigenständige Experimente, die die Persönlichkeit schärfen und schulen, deutlich.

Prof. Hartmut Fuchs
Dekan der Fakultät Architektur
Technische Hochschule Nürnberg
Georg Simon Ohm

 

Das Jahrbuch 2014 kann an der Fakultät für Architektur erworben werden.
unten: Seiten 166-173 aus dem Jahrbuch 2014