„REPORTING FROM THE FRONT“ - lautete das Motto der BIENNALE ARCHITETTURA 2016 in Venedig unter der Leitung von Alejandro Avarena. Dieses Motto eröffnete einen neuen Blickwinkel auf die Architektur und natürlich auch auf die Architektenschaft. Hieß es viele Jahre lang „höher, größer, spektakulärer“ und fand auch so seine Beachtung und Würdigung in den entsprechenden Medien, traten im Zuge der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen neue (eigentlich ganz alte) Bedürfnisse und Anforderungen an das architektonische Schaffen wieder in den Vordergrund. 

Bezahlbarer Wohnraum für alle, der verantwortliche und nachhaltige Umgang mit dem vorhandenen Boden, die Sicherstellung einer notwendigen sozialen Pluralität in den urbanen Ballungsräumen, der Einfluss der Energiewende und die daraus resultierenden technologischen und gestalterischen Anforderungen, die Folgen des Klimawandels mit den Auswirkungen auf die Lebensräume und Lebensumstände der betroffenen Regionen und vieles andere mehr sind die aktuellen Themen, die auch an den Hochschulen nicht spurlos vorübergehen. 

In den entsprechenden Aufgabenstellungen zu den Modulen und Projekten im Bachelor- und im Masterstudiengang werden die Studierenden auf die aktuellen Problemfelder vorbereitet und ermuntert, zeitgemäße und vielfach auch mutige und unkonventionelle Lösungsansätze zu finden.

Das JAHRBUCH ARCHITEKTUR 2016 greift das Motto auf und berichtet jetzt bereits zum dritten Mal in Folge über die Inhalte und Ergebnisse des Studiums der Architektur an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Im großen Spektrum der vorgestellten Arbeiten, Studien, Entwürfe und Projekte spiegelt sich der aktuelle architektonische und gesellschaftliche Diskurs. Gezeigt werden gelungene, überraschende und innovative Ansätze und Vorschläge, mit denen die Studierenden wie die Lehrenden an die Öffentlichkeit gehen und sich einer kritischen Diskussion stellen.

Neben der Vermittlung der handwerklichen, konstruktiven und technologischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ist vor allem die Sensibilisierung für die gesellschaftlichen und gestalterischen Auswirkungen des architektonischen Schaffens ein zentrales Anliegen der Ausbildung im Bachelor- und im Masterstudiengang Architektur an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.

Die aufgeführten studentischen Beiträge zeigen und belegen, mit welchem Engagement in wochenlanger Tages- und manchmal auch Nachtarbeit dieses Anliegen und dieser Anspruch von den Studierenden umge setzt wird.

Die Fakultät Architektur der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm stellt sich den aktuellen Herausforderungen und ist dazu personell und inhaltlich bestens aufgestellt.

Prof. Hartmut Fuchs
Dekan der Fakultät Architektur
Technische Hochschule Nürnberg
Georg Simon Ohm

 

Das Jahrbuch 2016 kann an der Fakultät für Architektur erworben werden.
unten: Seiten 270-277 aus dem Jahrbuch 2016