ViReFuRa: Mit Virtual Reality zur Fußgänger- und Radverkehrsförderung (2021)

Mit Hilfe der Virtual-Reality-Technologie (VR) werden in Verbindung mit einem Fußgänger- und Fahrradsimulator Einflussfaktoren wie beispielsweise unterschiedliche Verkehrsführungen, Verkehrsstärken oder Stadtraumgestaltungen analysiert. Dazu wurden mehrere Varianten eines Straßenzuges aus der Praxis entworfen und in eine virtuelle Umgebung implementiert. Anhand einer Benutzerstudie werden diese verschiedenen Parameter und deren Wirkung auf Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf die Bereitschaft Radzufahren bzw. zu Fuß zu gehen bewertet. Abschließendes Ziel ist es, entsprechende verkehrs- und stadtplanerische Konzepte für die Förderung nachhaltiger Mobilität abzuleiten.

Förderumfang: 50.000 €
Fördergeber: Stiftung Innovation und Zukunft

Die Ergebnisse des Projektes können hier aufgerufen werden.

AAmI-VR: Applicability of Ambient Intelligence Approaches in Virtual Reality (2020-2021)

Ambient Intelligence (AmI) beschreibt Ansätze, in denen eine intelligente, vernetzte und in die Umgebung eingebettete Sensorik auf die Anwesenheit von Personen reagiert und sie mithilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz unterstützt. Im Rahmen des Projektes „AAmI-VR“ werden Gebäude und urbane Umgebungen in der Virtuellen Realität (VR) modelliert, um aus der entsprechenden VR-Simulation Erkenntnisse aus der Interaktion von Benutzenden abzuleiten.

In diesem interdisziplinären Projekt wurde gemeinsam mit der Forschungsprofessur Ambient Intelligence u.a. eine adaptive Schnelligkeitsempfehlung für Radfahrer zur Unterstützung einer grünen Welle entwickelt. Der Prototyp wurde zunächst in VR simuliert und getestet und anschließend auf einem Streckenabschnitt der Fürther Innenstadt praktisch umgesetzt. Hierzu wurde ein Geschwindigkeitsdisplay aufgehängt, das in Abhängigkeit der gefahrenen Geschwindigkeit des Radfahrers und der Dauer der Grünphase am nächsten Knotenpunkt ein Feedback gibt, ob schneller, langsamer oder mit gleich bleibendem Tempo gefahren werden muss, um nicht anhalten zu müssen. Die Umsetzung erfolgte in enger Absprache mit der Abteilung Verkehrsplanung der Stadt Fürth.

Förderumfang: 95.000 €
Fördergeber: LEONARDO - Zentrum für Kreativität und Innovation im Rahmen des BMBF Förderprojektes "Innovative Hochschule"

Nachhaltige urbane Lastenradlogistik: Pedelistics (2020-2021)

Durch die positiven Ergebnisse der Vorgängerprojekte (Mikro-Depot-Konzept sowie LEV/KEP und VALUE/SERVICE) war das Ziel, Lastenräder nicht nur in der KEP-Branche sondern auch innerhalb des gesamten Wirtschaftsverkehrs einzusetzen. Dies umfasst neben bspw. der Pharmabranche auch andere Wirtschaftsverkehre des Einzelhandels oder kommunale Verkehre. Durch einen Ansatz der Runden Tische innerhalb der Kommunen wurden dabei neben den Kommunen auch die IHK, die HWK, der Einzelhandel usw. zusammengebracht, sodass wirtschaftliche Potenziale einer Lastenradlogistik innerhalb der einzelnen Branchen untersucht werden konnten. Dabei spielten auch die interkommunalen Verkehre eine Rolle (Postdienste, Garten- und Grünanlagenpflege, Müllentsorgung etc.).

Projektvolumen: 430.000 €, Förderquote 50%
Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

AGFK Modellprojekte in Bayern (2018-2020)

Im Rahmen des Radverkehrsprojektes wurden die Auswirkungen verschiedener Möglichkeiten der Radverkehrsführung an Strecken innerörtlicher Hauptverkehrsstraßen untersucht. Ziel des Forschungsprojekts war die wissenschaftliche Erfassung der Auswirkungen von vier ausgewählten Maßnahmen auf die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss im Rahmen einer Vorher-Nachher-Untersuchung.

Über die bestehenden Regelungen der StVO hinaus, wurden Beschilderungen, Markierungen und verkehrsrechtliche Anordnungen untersucht, die das Radfahren auf der Straße explizit erlauben und somit auch bei den Autofahrern ein Bewusstsein für die gemeinsame Benutzung der Fahrbahn schaffen.
Konkret wurden im Rahmen eines Vorher-Nachher-Vergleichs die Auswirkungen folgender vier Maßnahmen

- Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn

- Kennzeichnung von Radwegen ohne Benutzungspflicht

- Einseitige Schutzstreifen innerorts

- Tempo 30 in Hauptverkehrsstraßen

auf Verkehrssicherheit, Verkehrsfluss und Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmer untersucht. An insgesamt 18 Streckenabschnitten in 12 bayerischen Kommunen wurden im Sommer 2018 bereits Vorher-Untersuchungen durchgeführt. Anfang 2019 wurden die Maßnahmen in den jeweiligen Kommunen umgesetzt und in den Sommermonaten 2019 und 2020 (von Mai bis September) die Nachher-Erhebungen durchgeführt.
Bei den Untersuchungen wurden neben der Verkehrsstärke im Kfz- und Radverkehr im Vorher-Nachher-Vergleich, das Geschlecht, die Altersklasse und die Flächenwahl der Radfahrer sowie das Überholverhalten erhoben. Parallel dazu wurden während der Verkehrsbeobachtung Markierungen auf der Straße aufgebracht und Videoaufzeichnungen durchgeführt. Die Erfassung und Auswertung von Geschwindigkeiten, den Sicherheitsabständen beim Überholen sowie den Fahrlinien der Rad- und Autofahrer erfolgte mit Hilfe eines Messrasters, das über das Videobild gelegt wurde. Zusätzlich wurden bei den Nachher-Untersuchungen in 2019 und 2020 Verkehrsbefragungen durchgeführt, die anschließend ausgewertet wurden und Aufschluss über die Akzeptanz und Wahrnehmung der unterschiedlichen Maßnahmen geben.

Förderumfang: 120.000 €
Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Mehr Infos unter: https://www.youtube.com/watch?v=w30IKV34yCw
Die Ergebnisse des Projektes können hier aufgerufen werden.