Pont de Pierre, Bordeaux - nur noch für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr

Im Bereich Intelligente Verkehrsplanung erforschen Prof. Dr.-Ing. Harald Kipke und sein Team das Verhalten von Radfahrern und Fußgängern u.a. mit Virtual Reality. Die Analyse von Verkehrs- und Siedlungsstrukturen in Ballungsräumen unter ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie die Stadtraumgestaltung zur Förderung aktiver Mobilität stehen bei der interdisziplinären Forschung im Vordergrund. In welchem Maße und auf welche Weise die unterschiedlichen Mobilitätsformen sensitiven Reizen unterliegen, die sowohl die Akzeptanz als auch die Routen- und Zielwahl beeinflussen, war bislang kaum Bestandteil der gängigen Forschung. Besonders im Fußgänger- und Radverkehr fehlen nach wie vor Erkenntnisse, welche physiologisch quantitativ erfassbaren Zusammenhänge zwischen der Umgebungswahrnehmung der Verkehrsteilnehmer und der endogenen Aufwandsbewertung wirken. Bislang existieren lediglich empirisch erfasste Einzelbeobachtungen, die zu qualitativen und sehr allgemeinen Kausalitätsvermutungen führen. Daher analysiert das Team mit Hilfe der Virtual-Reality-Technologie (VR) in Verbindung mit einem Fußgänger- und Fahrradsimulator Einflussfaktoren wie beispielsweise unterschiedliche Verkehrsführungen, Verkehrsstärken oder Stadtraumgestaltungen im Fußgänger- und Radverkehr. VR ist dabei ein geeignetes Werkzeug, da identische und nahezu frei definierbare (virtuelle) städtische Räume mit adaptiven Verkehrsszenarien simuliert werden können.

Prof. Dr. Ralf Bogdanski und sein Team arbeiten im Projekt "PedeListics" daran, durch den gewerblichen Einsatz von Lastenrädern den Verkehr in Nürnberg, Erlangen, Regensburg und Landshut smarter und umweltfreundlicher zu gestalten. Zwei KEP-Dienste ersetzen in der Nürnberger Innenstadt und der Südstadt bereits einen Teil der Transporter durch Lastenräder mit Elektromotoren.

 

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