Innovation ist „das, was für innovativ gehalten wird“ (Hauschildt/Salomo 2007: 24) und „Innovationen entstehen vor allem in den Köpfen der Menschen – und diese gilt es, unter den Bedingungen der Mediengesellschaft (…) zu erreichen.“ (Zerfaß/Möslein 2009: VI). Diese Feststellungen unterstreichen die Bedeutung von Kommunikation für die Verbreitung von Innovationen, aber eben auch die Bedeutung von Kommunikation für das Zustandekommen von neuen Märkten für innovative Produkte und Lösungen.

Im Mittelpunkt der Forschung zu „Innovationskommunikation“ stehen Projekte und Analysen zur Vermittlung und Konstruktion von Innovationen, zu Innovationsmanagement und zur Kommunikation soziotechnischer Zukünfte. Hierzu zählt auch der Themenbereich des „Innovation Journalism“, der in Schweden entwickelt worden ist.

Veröffentlichungen zum Forschungsschwerpunkt sowie IKOM Working Paper und Berichte von Studierendenprojekten und Abschlussarbeiten im Forschungsschwerpunkt finden Sie unter der Rubrik Publikationen. Aktuelle Meldungen fortlaufend unter den Überschriften.

Kontakt: volkermarkus.banholzer(at)th-nuernberg(dot)de

Publikationen & IKOM Working Paper

IKOM Working Paper Serie (ISSN 2701-1712)

In der Reihe erscheinen Diskussions- und Arbeitspapiere aus dem Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation. Für die Inhalte sind die jeweiligen Verfasser verantwortlich. Die Inhalte können entsprechend der Creative Commons Attribution 4.0 (BY) zitiert werden.

IKOM WP 4/2022

Banholzer, Volker M. & Fink, Alexander (2022). Szenario-Management als Tool der strategischen Unternehmenskommunikation. Erste Anwendungen, Perspektiven und Forschungsbedarfe. IKOM WP Vol. 3, No. 4/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. DOI: 10.34646/thn/ohmdok-914.  PDF-Download

IKOM WP 3/2022

Banholzer, Volker M. & Blask, Falko (2022). Gender, Technik und Innovation – ein weißer Fleck im Technikjournalismus. Forschungsprojekt Gender, Innovation und Technikjournalismus GITJOU. IKOM WP Vol. 3, No. 3/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. PDF-Download

IKOM WP 2/2022

Banholzer, Volker M. (2022). From „Industry 4.0“ to „Society 5.0“ and „Industry 5.0“: Value- and Mission-Oriented Policies. Technological and Social Innovations – Aspects of Systemic Transformation. IKOM WP Vol. 3, No.2/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. PDF-Download

IKOM WP 1/2022

Banholzer, Volker M. (2022). „Fortschrittskoalition“ der 20. Legislaturperiode. IKOM WP 1/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm. PDF-Download

IKOM WP 1/2021:

Banholzer, Volker M. (2021). Innovationssouveränität: Innovations-, Digitalisierungs- und Technologiepolitik als Wahlkampfthema. IKOM WP 1/2021. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm. PDF‐Download

IKOM WP 2/2020:

Banholzer, Volker M. (2020). Fachjournalismus als Dienstleistung für die Entscheidungsgesellschaft – B2B-Zielgruppen als Rezipienten von Innovations- und Technikjournalismus. IKOM WP 2/2020. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg‐Simon‐Ohm. PDF‐Download

IKOM WP 1/2020:

Banholzer, Volker M. (2020). Künstliche Intelligenz als Treiber der Veränderung in der Unternehmenskommunikation 4.0? KI‐Anwendungen als Lösung für Probleme der Kontingenz und Komplexität. IKOM WP 1/2020. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg‐Simon‐Ohm. PDF‐Download

Weitere Publikationen:

Banholzer, v. (2016): Technikjournalismus und die soziale Konstruktion von Märkten – Zum Beitrag fachjournalistischer Kommunikation in medialisierten Technik- und Innovationsmärkten. Schriftenreihe der TH Nürnberg, Band 61. Nürnberg. PDF-Download

Szenario-Management und strategische Innovations- und Unternehmenskommunikation

Neues WorkingPaper 4/2022

Prof. Volker M. Banholzer & Dr. Alexander Fink

Szenario-Management als Tool der strategischen Unternehmenskommunikation - Erste Anwendungen, Perspektiven und Forschungsbedarfe

Unternehmen, Organisationen und Individuen agieren unter den Bedingungen radikaler Ungewissheit als einem zentralen Merkmal moderner Ökonomien, unter der Dynamisierung von Innovationszyklen und unter Bedingungen der Parallelität funktionaler und fragmentale Differenzierung sowie der Volatilität von Netzwerkstrukturen und dem Eintritt branchen‐ oder ortsfremder Wettbewerber oder Kunden (Backhaus & Schneider 2020; Banholzer & Siebert 2021). Die Verknappung der Reaktionszeit durch Volatilität und Dynamisierung erfordert von Unternehmen, sich auf mögliche Ereignisse zumindest gedanklich vorzubereiten. Hierzu setzen Unternehmen Szenariotechniken ein. Das Denken in Szenarien erlaubt unter Bedingungen der Beschleunigung, der Ungewissheit und der Komplexität, alternative Zukunftsbilder zu entwickeln und in den Strategieprozess zu integrieren (Fink & Siebe 2016). Dabei fällt auf, dass die Unternehmenskommunikation – sowohl als Organisationseinheit, als auch als Funktion – wenn überhaupt, dann erst spät in diesen strategischen Prozess involviert und integriert wird. Das verwundert, weil der Wettbewerb von Unternehmen nicht mehr nur den Wettbewerb um Marktanteile, sondern zunehmend auch den Wettbewerb um Chancenanteile in der Zukunft umfasst (Banholzer & Siebert 2021). Wettbewerb verschiebt sich vom Produktwettbewerb hin zum Kommunikationswettbewerb und findet in Kommunikationsarenen statt (Eckert 2017), was sich in den Kommunikationsstrategien von Unternehmen in der Aufgabe zur Sicherung von Handlungsspielräumen widerspiegelt (Zerfaß & Viertmann 2016). In den Kommunikationsarenen wächst und vervielfältigt sich zudem die Erwartung von unterschiedlichen Stakeholdern, dass Unternehmen zu unterschiedlichen Ereignissen und Entwicklungen in immer kürzerer Zeit Stellung beziehen sollen (Sandhu 2020).

Dies legt aus unserer Sicht nahe, Szenario‐Management als Instrument für die strategische Unternehmenskommunikation nutzbar zu machen. Szenario‐Management und das Denken in kommunikativen Szenarien (Fink & Siebe 2016; Fink et al. 2022) können in Verbindung mit Organisational Listening (Banholzer 2020) dazu beitragen, eine adäquate Reaktion der Unternehmenskommunikation in Situationen zu ermöglichen, die durch Ungewissheit, Komplexität und Kontingenz gekennzeichnet sind. Der Ansatz geht über das Verwenden von Szenarien in Planspielen zur Krisenkommunikation hinaus und adressiert die bislang wenig betrachteten Potentiale von positiven Entwicklungen oder ambivalenten Situationen.

Der Ansatz ist ausführlich im IKOM WorkingPaper 4/2022 beschrieben.

Literatur

Backhaus, Klaus & Schneider, Helmut (2020). Strategisches Marketing. 3. überarbeitete Auflage. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag.

Banholzer, Volker M. (2020). Künstliche Intelligenz als Treiber der Veränderung in der Unternehmenskommunikation 4.0? KI-Anwendungen als Lösung für Probleme der Kontingenz und Komplexität. IKOM WP 1/2020, Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm. doi.org/10.34646/thn/ohmdok-658

Banholzer, Volker M. & Fink, Alexander (2022). Szenario-Management als Tool der strategischen Unternehmenskommunikation. Erste Anwendungen, Perspektiven und Forschungsbedarfe. IKOM WP Vol. 3, No. 4/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. doi.org/10.34646/thn/ohmdok-914

Banholzer, Volker M. & Siebert, Michael A. (2021). Unternehmenskommunikation zwischen Explorations- und Exploitationsanforderungen: Vision-Communication als Mittel zur Überwindung des Ambidextrie-Dilemmas. In: Matrisciano S., Hoffmann E., Peters E. (eds). Mobilität - Wirtschaft - Kommunikation. EUKO, vol 33 (S. 21-52). Wiesbaden: Springer VS. link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-32370-7_2 .

Eckert, R. (2017). Business Innovation Management. Geschäftsmodellinnovationen und multidimensionale Innovationen im digitalen Hyperwettbewerb. Wiesbaden: Springer Gabler.

Fink, Alexander & Siebe, Andreas (2016). Szenario Management. Von strategischem Vorausdenken zu zukunftsrobusten Entscheidungen. Frankfurt a.M.: Campus.

Fink, Alexander; Jürgensmeier, Hanna; Ohse, Sarah & Kuhle Jens-Peter (2022). New Global Scenarios. World Economy, Power Shift and Global Architectures. Paderborn, ScMI Scenario Management International AG

Sandhu, Swaran (2020). Gesellschaftsorientierte Unternehmenskommunikation: Stakeholderorientierung und Legitimation als Ziel der Public Relations. In: Zerfaß A., Piwinger M.,

Röttger U. (Hrsg.) Handbuch Unternehmenskommunikation. Springer Gabler, Wiesbaden.
Zerfaß, Ansgar & Viertmann, Christine (2016). Strategische Aufgaben des Kommunikationsmanagements in der digitalen Gesellschaft. In: Rolke & Sass (Hrsg.) Kommunikationssteuerung. Wie Unternehmenskommunikation in der digitalen Gesellschaft ihre Ziele erreicht. Oldenbourg: De Gruyter, 67-79.

Gender, Innovation und Technik – ein Desiderat im (Technik)Journalismus?

Beitrag für die Jahrestagung 2022 der EUKO: „Diversity in der Wirtschaftskommunikation“ an der FOM Hochschule Hamburg, 06. bis 08. Oktober 2022

Prof. Volker M. Banholzer & Prof. Falko Blask

Dimensionen der Gender-Sensibilität und ihre Relevanz für Journalismus und Unternehmenskommunikation in den Feldern Forschung & Innovation, Technikentwicklung und Technikfolgenabschätzung

Aktuell wird in der Entwicklung von Projekten und Lösungen im Kontext von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz die zu geringe Anzahl von Entwicklerinnen und damit die fehlende Perspektive des Technofeminism (Anders 2022; Thaler 2022) kritisiert. Wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen weisen auf Fehlentwicklungen von Technologien hin, die durch Außerachtlassen anatomischer Unterschiede von Frauen (1) oder monokausalen Ausrichtung an patriarchalen Mustern und Strukturen entstehen. Humanmedizin, Sicherheitstechnik in Kraftfahrzeugen oder Mobilitätskonzepte sind als Felder zu nennen (vgl. Criado-Perez 2020; Marçal 2022).

Gendersensibilität bei Intermediären des Technikdiskurses

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Gender, Innovation und Technikjournalismus GITJOU betrachtet die Rolle von Medien, Journalismus und Journalist:innen als Intermediäre im F&I-Diskurs unter der Fragestellung der Gendersensibilität und deren impliziten und expliziten Wirkung auf Technikrezeption, Technikgestaltung und gesellschaftlichen Technikdiskurs. Medien und Journalismus sind als Intermediäre wesentlich an der Wahrnehmung von Technologien, der diskursiven Entwicklung von Technologiefeldern oder sozialen Konstruktion von Technologiemärkten sowie als Vermittler:innen im Kontext von Technologievermittlung oder der Aushandlung von gesellschaftlichen Technikkonflikten beteiligt (Banholzer / Blask 2022). Vor diesem Hintergrund erscheint die Diskussion um geschlechterdiskriminierende Technologieentwicklungen (Leicht-Scholten / Bouffier 2020) und die Kritik an der noch rudimentären Bezugsgröße Geschlecht in der Technikentwicklung (Joost / Bessing / Buchmüller 2010) oder die Bedeutung gesellschaftlicher Geschlechternormen im Zusammenwirken mit vorherrschenden Technikbildern für die Berufswahl von Frauen auch für die technik- und wissenschafts-journalistische Praxis und Theorie relevant. Eine explorative Recherche des Studiengangs Technikjournalismus / Technik-PR aus dem Sommer 2020 weist auf ein Desiderat hin, das sowohl die theoretische Reflexion, die journalistische Praxis als auch die hochschulbasierende und die redaktionsgebundene (Fach)Journalismus-Ausbildung umfasst. Das wachsende gesellschaftliche, politische und ingenieurwissenschaftliche Bewusstsein für gendergerechte Technologieentwicklung muss sich auch bei den beteiligten Intermediären verankern. Das im Vortrag skizzierte Forschungsprojekt setzt an diesem Desiderat an und will Anschlussfähigkeiten an Gebiete der Science & Technology Studies, der Technikfolgenabschätzung und der Demokratietheorie ausleuchten.

Das Projekt ist ausführlich im IKOM WorkingPaper 3/2022 beschrieben.

Anmerkungen

(1) In Anlehnung an Peil et al. (2020, S. 212) werden die Bezeichnungen „Frauen“ genauso wie „Männer“ als Kategorien verstanden, die sich durch fortgesetzte und tief in den Gesellschaften verankerte Zuschreibungsprozesse materialisieren. Diese Beschreibungen als Frau und als Mann sind nicht immer eindeutig. In diesem hier verwendeten Verständnis der Begriffe sind ausdrücklich auch jene Frauen und Männer inkludiert, „die im rigiden System heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit vielfach nicht als solche anerkannt werden“.

Literaturverzeichnis

Banholzer, V.M. / Blask, F. (2022): Gender, Technik und Innovation – ein weißer Fleck im Technikjournalismus. Forschungsprojekt. IKOM WP Vol. 3, No. 3/2022. Nürnberg: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.

Criado-Perez, C. (2020): Unsichtbare Frauen. Wie ein von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert. 2.Aufl. München: btb Verlag.

Joost, G./ Bessing, N. / Buchmüller, S. (2010): G – Gender Inspired Technology. In: Ernst, W. (Hrsg.). Geschlecht und Innovation. (pp 15-32). Münster: Lit.

Leicht-Scholten, C. / Bouffier, A. (2020). Mind the Gap – Industrie 4.0 trifft Gender. In: Frenz, W. (eds) Handbuch Industrie 4.0 (pp 1239–1259). Berlin, Heidelberg: Springer.

Peil, C. et al. (2020): Technik – Medien – Geschlecht revisited. In: dies. (Hg.): Themenheft M&K 68(3), 2011-238.

Marçal, K. (2022): Die Mutter der Erfindung. Wie in einer Welt für Männer gute Ideen ignoriert werden. Berlin: Rowohlt.

Kulturelle Bedingungen der kommunikativen Adaption von Innovationen – Norwegen und Deutschland im Vergleich

Beitrag für die Jahrestagung 2019 der EUKO: „Wirtschaftskommunikation und Mobilität“ an der Wirtschaftsuniversität Wien 19.-21.09.2019

Prof. Volker M. Banholzer:

Ist Industrie 4.0 gleich Industry 4.0? Kulturelle Bedingungen der kommunikativen und konzeptionellen Adaption von Technologien und Innovationen – Deutschland und Norwegen im Vergleich

Abstact:

Industrie 4.0 hat sich als Begriff für das Konzept der Digitalisierung der industriellen Produktion in der wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Debatte der vergangenen Jahre in Deutschland etabliert (vgl. Banholzer 2018). Das Konzept kann als kommunikativer Erfolg innerhalb der High-Tech-Strategie der deutschen Bundesregierung (vgl. BMBF 2015 und BMWi 2015) gewertet werden und findet auch Resonanz in anderen westlichen Industrienationen. So hat die Regierung von Norwegen 2017 offiziell eine „Industry 4.0-Strategy“ vorgestellt (vgl. Storting 2017) und die Ansätze des deutschen Konzepts Industrie 4.0 als Vorbild definiert.

Angesichts der neueren Forschung zu kulturellen Barrieren bei der Adaption von Innovationen ist zu fragen, ob auch der Verlauf der „Vierten Industriellen Revolution“ kulturbedingte Unterschiede aufweist. In der deutschen Debatte um Industrie 4.0 wurde bereits ein ausgeprägter nationalspezifischer Charakter ausgemacht und kritisiert (vgl. Hirsch-Kreiensen 2016) und auch erste Analysen beschreiben bei der norwegischen Rezeption und Adaption des Konzepts Industrie 4.0 landesspezifische Besonderheiten (vgl. Eleftheriadis/Myklebust 2018).

Der Vortrag beschreibt Industrie 4.0 als soziotechnische Vision, die einerseits bestimmte Werte und Ordnungsvorstellungen beinhaltet (vgl. Joly 2017) und deren Adaption kontextualisiert in einem bestimmten kulturellen Rahmen erfolgt (vgl. Pfotenhauer/Jasanoff 2017) und damit einer Veränderung unterliegt. Daran anschließend stellen sich Fragen nach der Kommunikation gemeinsamer technischer oder soziotechnischer Ziele und Visionen, zum Beispiel einer gemeinsamen Technologie- und Innovationspolitik der Europäischen Union oder in der internen oder externen Kommunikation von international operierenden Technologiekonzernen. Denn konzentriert sich der Diskurs in Deutschland vor allem auf Kontexte von Effizienz und Produktivität bzw. den Veränderungen der Arbeitswelt, wird Industry 4.0 in Norwegen als Mittel zur industriellen Diversifizierung gesehen und diskutiert. An der unterschiedlichen Konnotation des Konzepts Industrie 4.0 in Norwegen und Deutschland wird deutlich, dass Kommunikation von vermeintlich eindeutigen technologischen Konzepten kulturbedingt unterschiedlich ausfallen muss (vgl. Schmidt 2018).


Literatur:

Banholzer, Volker M. (2018b). Gestaltungsdiskurs Industrie 4.0: Akzeptanzaspekte, Frames, Institutionalisierungen. In: Siems/ Papen (eds.) (2018). 221-238.

BMBF (2015): Bundesministerium für Bildung und Forschung: Industrie 4.0 – Innovationen für die Produktion von morgen. 2. Auflage. https://www.bmbf.de/pub/Industrie_4.0.pdf (Abgerufen am 20.02.2016).

BMWi (2015): Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Industrie 4.0 und Digitale Wirtschaft Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Innovation. https://www.bmwi.de/BMWi/-Redaktion/PDF/I/industrie-4-0-unddigitale-wirtschaft,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf (Abgerufen am 20.02.2016).

Eleftheriadis, Ragnhild J./Myklebust, Odd (2018). Industry 4.0 and Cyber Physical Systems in a Norwegian Industrial Context. In: Wang et al. (eds.). Advanced Manufacturing and Automation VII. Lecture Notes in Electrical Engineering 451. Singapore: Springer Nature. 491-499.

Hirsch-Kreiensen, Hartmut (2016). Industrie 4.0 als Technologieversprechen. D.i. Soziologische Arbeitspapiere Nr. 46/2016. TU Dortmund.

Joly, Pierre-Benoît (2017). Beyond the Competitiveness Framework? Models of Innovation Revisited. In: Journal of Innovation Economics & Management 2017/1, No 22. p. 79-96.

Pfotenhauer, Sebastian/Jasanoff, Sheila (2017). Panacea or diagnosis? Imaginaries of innovation and the ‘MIT model’ in three political cultures. Social Studies of Science 2017, Vol. 47(6) 783–810.

Schmidt, Christopher M. (2018). Technik der Kommunikation als kulturbedingte Konzeptualisierungs-Traditionen. In: Siems/Papen (eds.) (2018), pp 19-37.

Siems, Florian U./Papen, Marie-Christin (eds.) (2018). Kommunikation und Technik. Ausgewählte neue Ansätze im Rahmen einer interdisziplinären Betrachtung. Wiesbaden: Springer VS.

Storting (2017). Industrien – grønnere, smartere og mer nyskapende. Melding til Stortinget 27/2016-2017. Tilråding fra Nærings- og fiskeridepartementet 31. March 2017.

Listening Center spürt Diskussionen zu Technik und Innovationen auf

Der Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation bekommt sein eigenes Listening Center, um in den Social-Media-Kanälen Trend- und Stimmungsverläufe zu Innovations- und Technikthemen zu erforschen. Das Listening Center wird auch für Lehr-Forschungsprojekte mit Verlagen und für die strategische Unternehmenskommunikation von Firmen und Organisationen eingesetzt.

Was denkt das Netz zu Technologiethemen wie Industrie 4.0, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz? Das sind die Fragen, denen der Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation der Technischen Hochschule Nürnberg bereits seit einem Jahr mit der Methode Social Listening nachgeht. Dazu wurden in einer Kooperation mit der Rheinischen Post aus Düsseldorf das Listening Center der Redaktion genutzt und entsprechende Daten erhoben und ausgewertet. Mit dem eigenen Tool können die Projekte vertieft werden, so zum Beispiel der Nutzen von Social-Listening für die strategische Unternehmens- und Organisationskommunikation. Gerade für Think Tanks, Organisationen und Cluster sowie Unternehmen bietet das Organizational Listening Potentiale, die eigene Positionierung sowie die Wahrnehmung der eigenen Institution zu verbessern. Das Listening Center wird bei der Rheinischen Post seit einigen Jahren erfolgreich für die redaktionelle Arbeit genutzt. Für das Projekt ist die Rheinische Post mit dem Innovationspeis NOVA durch den Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger ausgezeichnet worden. Auch Google hat im Rahmen seiner Digital News Initiative das Listening Center gefördert.