Innovation ist „das, was für innovativ gehalten wird“ (Hauschildt/Salomo 2007: 24) und „Innovationen entstehen vor allem in den Köpfen der Menschen – und diese gilt es, unter den Bedingungen der Mediengesellschaft (…) zu erreichen.“ (Zerfaß/Möslein 2009: VI). Diese Feststellungen unterstreichen die Bedeutung von Kommunikation für die Verbreitung von Innovationen, aber eben auch die Bedeutung von Kommunikation für das Zustandekommen von neuen Märkten für innovative Produkte und Lösungen.

Im Mittelpunkt der Forschung zu „Innovationskommunikation“ stehen Projekte und Analysen zur Vermittlung und Konstruktion von Innovationen, zu Innovationsmanagement und zur Kommunikation soziotechnischer Zukünfte. Hierzu zählt auch der Themenbereich des „Innovation Journalism“, der in Schweden entwickelt worden ist.

Banholzer, v. (2016): Technikjournalismus und die soziale Konstruktion von Märkten – Zum Beitrag fachjournalistischer Kommunikation in medialisierten Technik- und Innovationsmärkten. Schriftenreihe der TH Nürnberg, Band 61. Nürnberg. PDF-Download

Kontakt: volkermarkus.banholzer(at)th-nuernberg(dot)de

Listening Center spürt Diskussionen zu Technik und Innovationen auf

Der Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation bekommt sein eigenes Listening Center, um in den Social-Media-Kanälen Trend- und Stimmungsverläufe zu Innovations- und Technikthemen zu erforschen. Das Listening Center wird auch für Lehr-Forschungsprojekte mit Verlagen und für die strategische Unternehmenskommunikation von Firmen und Organisationen eingesetzt.

Was denkt das Netz zu Technologiethemen wie Industrie 4.0, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz? Das sind die Fragen, denen der Forschungsschwerpunkt Innovationskommunikation der Technischen Hochschule Nürnberg bereits seit einem Jahr mit der Methode Social Listening nachgeht. Dazu wurden in einer Kooperation mit der Rheinischen Post aus Düsseldorf das Listening Center der Redaktion genutzt und entsprechende Daten erhoben und ausgewertet. Mit dem eigenen Tool können die Projekte vertieft werden, so zum Beispiel der Nutzen von Social-Listening für die strategische Unternehmens- und Organisationskommunikation. Gerade für Think Tanks, Organisationen und Cluster sowie Unternehmen bietet das Organizational Listening Potentiale, die eigene Positionierung sowie die Wahrnehmung der eigenen Institution zu verbessern. Das Listening Center wird bei der Rheinischen Post seit einigen Jahren erfolgreich für die redaktionelle Arbeit genutzt. Für das Projekt ist die Rheinische Post mit dem Innovationspeis NOVA durch den Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger ausgezeichnet worden. Auch Google hat im Rahmen seiner Digital News Initiative das Listening Center gefördert.