BioBond

Die keramische Industrie arbeitet daran, Energie für die Herstellungsprozesse, wie die Formgebung aber vor allem die Sinterung, aus regenerativen Quellen zu beziehen. Was bisher zu wenig bedacht wird, ist, dass auch die Rohstoffe CO2-neutral sein sollten. Hier ergibt sich eine relevante Forschungsfrage. Im Rahmen von BioBond (Biobasierte Binder-Systeme für Hochleistungskeramiken als Alternative zu nicht-regenerativen Bindemitteln) werden, aufbauend auf Ergebnissen eines Vorlaufforschungsprojektes, erstmals der Einsatz von biobasierten Polymeren in der technischen Keramik als Bindemittel-Systeme von der Grundlage bis zur technischen Anwendbarkeit untersucht und praktikable Ansätze für eine industrielle Umsetzung erprobt.

Es wird das übergeordnete Ziel verfolgt, einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Emissionen zu leisten, indem Materialien verwendet werden, die auf nachwachsenden oder regenerativen Ressourcen basieren. Durch diesen Ansatz sollen langfristig die Klimaziele zur Reduktion von CO2- Emissionen erreicht werden.

Im Projekt steht im Fokus die auf fossilen Rohstoffen basierten konventionellen Binder für Hochleistungskeramiken durch innovative und nachhaltige biobasierte Binder zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen zu substituieren. Zudem soll ein grundlegendes Verständnis für die Wirkungsweise respektive die Struktur-Eigenschafts-Beziehungen zwischen Bindern und Keramiken entwickelt sein.

Das Forschungsvorhaben wird vom fachlich zuständigen Ressort des Landes Bayern und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt BMFTR (FKZ: 13HAW37PX4, Zeitraum: 01.04.2026 bis 31.03.2030) im Rahmen des Programmes Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in der Förderlinie HAW-ForschungsPraxis 2024 gefördert und unter Leitung von Prof. Dr. Dominik Söthje, Fakultät Angewandte Chemie, und Prof. Dr. Hannes Kühl, Fakultät Werkstofftechnik, bearbeitet.