Die Bereitstellung und Organisation von Mobilität für Personen und Güter gehören zu den essentiellen Voraussetzungen einer funktionierenden Volkswirtschaft. Die Beschäftigung mit Verkehr erfordert dabei fachübergreifende Fähigkeiten, welche in der klassischen Ingenieurausbildung häufig zu kurz kommen.

Vor diesem Hintergrund ist es unsere Pflicht, die Vorteile der vielfältigen an unserer Hochschule vorhandenen Lehrangebote im Bereich Verkehrswegebau, Verkehrsplanung, Verkehrstechnik, Fahrzeugtechnik und Verkehrswirtschaft in Form einer hochwertigen akademischen Ausbildung interessierten Studierenden nutzbar zu machen. Nur wenige Städte in Deutschland sind so sehr in die Verkehrsgeschichte eingebunden wie Nürnberg. Unsere Hochschule zählt zu den ältesten Hochschulen Deutschlands mit technischer Ausrichtung und wurde von Johannes Scharrer gegründet, der auch Initiator der ersten Deutschen Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth war.  

Abschluss
Master of Engineering
Regelstudienzeit
3 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Besonderheiten

Der Masterstudiengang Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen) ist derzeit der einzige in deutscher Sprache angebotene Masterstudiengang für Verkehrsingenieure und Verkehrsplaner in Bayern. Er zeichnet sich durch einen hohen Anteil an interdisziplinären Studieninhalten aus und umfasst die gesamte Breite des städtischen Verkehrs. Es unterrichten Dozenten aus fünf Fakultäten (Angewandte Mathematik und Physik, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Maschinenbau und Sozialwissenschaft).

Interessante Zahlen und Daten

Derzeit sind etwa 50 Studierende mit unterschiedlichsten Bachelor- und Diplomabschlüssen in diesem Studiengang immatrikuliert, so dass die Betreuung noch sehr persönlich ist.

Studienbeginn
Wintersemester oder Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2018 bis 15.06.2018
Für das Sommersemester: 15.11.2017 bis 15.01.2018
Zuständige Fakultät
Bauingenieurwesen
Akkreditiert

Der Masterstudiengang Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen) umfasst drei Semester und beginnt jeweils zum 15. März und 1. Oktober. Er ist als Vollzeitstudium konzipiert.

Mit Ausnahme der Masterarbeit ist die Abfolge der zu wählenden Module nicht vorgegeben, es wird jedoch empfohlen, in den ersten beiden Semestern vorrangig Kurse aus den Kompetenzfeldern Grundlagen, Basisinhalte und vertiefende Inhalte zu wählen. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Das dritte Semester ist vorrangig für die Anfertigung der Masterarbeit vorgesehen, wobei Sie auch im dritten Semester aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeit des Studienbeginns zum Sommer- oder Wintersemester noch Module und Fächer nachholen können.

Die meisten Module werden im Jahreszyklus angeboten. Es wird empfohlen, Module des Kompetenzfeldes Basisinhalte, welche sich über zwei Semester erstrecken, auch in der vorgesehen Reihenfolge zu wählen, da sie inhaltlich aufeinander aufbauen. Parallel zum Studium fertigen Sie im ersten und zweiten Semester beziehungsweise im zweiten und dritten Semester eine Projektarbeit an, in welcher Sie an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt werden. Inhalt dieser Arbeit ist ein praktisches oder wissenschaftliches Projekt in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro, einem Industrieunternehmen, einer Behörde oder in den Laboren der Technischen Hochschule Nürnberg. Zahlreiche zusätzliche Wahlfächer eröffnen Ihnen die Möglichkeit, sich mit weiteren verkehrsspezifischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Absolventinnen und Absolventen anderer Fachrichtungen, wie auch Studierende des Bauingenieurwesens oder Maschinenbau ohne Vertiefungsrichtung Verkehr bzw. Fahrzeugbau haben die Möglichkeit, die zur Zulassung für das Studium fehlenden Inhalte nachzuholen.


Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

Module im Studium

Lernziele

Mit den Inhalten dieses Moduls sollen die technisch ge- prägten Ingenieurstudierenden auf grundlegende mensch- liche Interaktions- und Verhaltensweisen vorbereitet werden. Menschenführung und Verhaltensbeeinflussung sollen trai- niert werden, um mit Kunden, Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen erfolgreich umgehen zu können.

Inhalt

M1.1 Personalführung:

  • Führungspsychologie als Mittel der Personalführung
  • Betriebskommunikation
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Motivations- und Anreizsysteme

M1.2 Moderation und Teamarbeit

  • Methoden der Gruppen- und Teamarbeit
  • Verhandlungs- und Gesprächsführung
  • Rhetorische Verhaltensweisen

Lernziele

Mit den Inhalten dieses Moduls sollen Ingenieur- Studierende die Kompetenz erwerben, gezielt mathemati- sche Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung auszuwählen und anzuwenden.

Inhalt

M2.1 Bewertungs- und Optimierungsverfahren:

  • Einführung in die lineare Optimierung
  • Schreibweisen des Grundmodells
  • Graphische Lösungsmethoden
  • Simplexmethode, Dualität

M2.2 Stochastik, Risikoanalyse

  • Kombinatorische Grundlagen, Zufall
  • Wichtige Verteilungen
  • Stichproben
  • Stochastische Bemessung
  • Der Risikobegriff

Lernziele

M3.1 Angewandte Statistik:
Die Studierenden werden befähigt, menschliche Entschei- dungen mit Hilfe statistischer Verfahren zu validieren und die Instrumente der schließenden Statistik praxisorientiert anwenden zu können. Sie sind in der Lage Ergebnisse, die mit Auswertungssoftwareinstrumenten gewonnen wurden, richtig zu beurteilen und zu deuten.

M3.2 SPSS:
Die Studierenden werden befähigt, die Standardauswertungssoftware SPSS eigenständig richtig anzuwenden, Datenzusammenhänge zu erkennen sowie die Ergebnisse richtig zu interpretieren.

Inhalt

M3.1 Angewandte Statistik

  • Verteilungen: N; T; F und Chi–Quadrat – Verteilung
  • Zentraler Grenzwertsatz
  • Stichprobe und Grundgesamtheit
  • Vertrauensintervalle
  • Einstichprobentests für Durchschnittswerte
  • Anteilswerte und Varianzen
  • Operationscharakteristik und Gütefunktion eines Parame- tertests
  • Varianzanalyse
  • ANOVA
  • Korrelation
  • Korrelationskoeffizient
  • Lineare Einfachregression
  • Lineare Mehrfachregression
  • Nicht-lineare Regression
  • Faktorenanalyse
  • Clusteranalyse
  • Verfahren zur Erzeugung von Zufallsverteilungen (Monte Carlo-Methode)
  • Warteschlangentheorie

M3.2 SPSS:

  • Grundsätzlicher Aufbau statistischer Auswerte-Software

Lernziele

Mit den Inhalten dieses Moduls sollen Studierende des Verkehrsingenieurwesens in der Lage sein, die fahrzeugtechnischen Aspekte im Verkehrswesen im Rahmen von Mobilitätsstrategien richtig einzuschätzen.

Inhalt

M4.1.1: Schienenfahrzeuge

  • Grundlegenden Aspekte der Schienenfahrzeugtechnik
  • Aufbau der Schienenfahrzeuge
  • Laufeigenschaften, Kontakt Rad/Schiene
  • Einblick und Kenntnis für Berechnung
  • Mensch-Maschine-Schnittstellen
  • Konzepte des Aufbaus und der Struktur verschiedener Fahrzeugarten im Schienenverkehr
  • Konstruktion und Entwicklung von Schienenfahrzeugen

M4.1.2: Straßenfahrzeuge

  • Anforderungen an das Fahrwerk und Fahrsicherheit
  • Komfort und Vertikaldynamik
  • Längsdynamik Querdynamik
  • Grundlagen für den Kontakt Fahrzeug/Fahrbahn Eigen- schaften der Reifen, statisches und dynamisches Verhalten der Reifen
  • Modelle zur Querdynamik Lineares Einspurmodell, Zweispurmodell, Koppelung Längs-und Querdynamik (Lastwechsel)
  • Achsen im Fahrwerk, Kinematik, Elastokinematik, Achsbauarten Hinterachse, Achsbauarten Vorderachse
  • Komponenten des Fahrwerks: Lenkung , Bremse , Federn, Dämpfer
  • Aktive Fahrwerkskomponenten und Regelsysteme moderner Fahrzeuge

M4.1.3: Fahrzeugantriebstechnik

  • Bewegungswiderstände der Fahrzeuge
  • Kraftübertragung zwischen Rad und Fahrbahn
  • Zugkraftdiagramme der Fahrzeuge
  • Leistungsbemessung und grundlegendes Verhalten der Antriebsmaschinen
  • Antriebsstränge der bodengebundenen Fahrzeuge
  • Zusammenwirken der Komponenten, neue Antriebs- konzepte
  • Simulation von Antriebssträngen


M4.2 Fahrzeugpraktikum

  • Rollenprüfstand
  • Fahrversuch

Lernziele

Mit den Inhalten dieses Moduls sollen Studierende des Verkehrsingenieurwesens in der Lage sein, Mechanismen und Strategien zur Steuerung und Sicherung kollektiver und individueller Verkehrssysteme zu entwickeln.

Inhalt

M5.1 Betriebssteuerung im öffentlichen Verkehr

Schienenverkehr:

  • Fahrdynamische Einflussgrößen
  • Regelung und Sicherung der Zugfolge (Abstandshaltever- fahren und -technik, Fahren im Raumabstand, Zugbeein- flussung)
  • Steuerung und Sicherung der Fahrwegelemente (Fahrt- straße, Fahrstraßensicherung, Signalanordnung, Sperr- zeiten, Fahrwegsteuerung)
  • Betriebssteuerung (Fahrdienstleitung, Betriebsleittechnik)
  • Betriebstechnik der Rangierbahnhöfe

Luftverkehr:

  • Organisation und Gesetzgebung der Luftfahrt (ICAO, Luftverkehrsgesetzgebung, Luftfahrtverwaltung)
  • Flugsicherungssystem (Grundregeln im Luftverkehr, Flug- verkehrskontrolle, Verkehrsflussregelung, Planung des Luftverkehrs, Instrumentarien der Flugsicherung)
  • Struktur und Organisation des Luftraums (Lustraumstruk- tur, Flugsicherungsverfahren, Anflugverfahren)
  • Flugplätze (Terminologie, Funktionen)

Binnenschifffahrt und Seeverkehr:

  • Grundlagen der See-Schifffahrt
  • Verkehrssicherung in Häfen

M5.2 Automatisierte Transportsysteme
Die Inhalte umfassen einen Einstieg in den Einsatzbereich, die Technik und die Betriebssteuerung von fahrerlosen Transportsystemen für Personen und Güter

  • Fahrerlose Einzeltransportfahrzeuge (automatisiertes Fahren)
  • Fahrerlose ÖPNV-Systeme
  • Rolltreppen und Laufbänder
  • Seil- und Schwebebahnen
  • Aufzugsysteme in Gebäuden
  • Wechselwirkungen mit anderen Verkehrssystemen


M5.3 Verkehrssicherung und -steuerung im Straßenverkehr
Die Inhalte umfassen einen Einstieg in die passiven und aktiven Sicherungs- und Steuerungsmöglichkeiten motori- sierter Individualverkehrsströme
Verkehrssicherung im Straßenverkehr:

  • Grundlagen der Verkehrssicherheitslehre
  • Unfallstatistik/Unfallanalyse
  • Sicherheitsaudit im Straßenverkehr
  • Betriebssicherung an Baustellen mit schnellem Kfz- Verkehr
  • Verkehrssteuerung im Straßenverkehr
  • Verkehrstechnische Einflussgrößen
  • Verkehrsabhängige Steuerung
  • ÖPNV-Beschleunigung
  • Leistungsfähigkeit von Knotenpunkten
  • Grüne Wellen
  • Verkehrsleitsysteme im fließenden Verkehr
  • Parkleitsysteme
  • RBL im straßengebundenen ÖPNV

M5.4 Nicht motorisierte Verkehrssysteme

  • Gesetzmäßigkeiten des Fußgänger- und Fahrradverkehrs (Verhalten von Fußgängern)
  • Soziale Interaktionen im Fußgänger- und Fahrradverkehr
  • Möglichkeiten zur Wegweisung und Steuerung des Fuß- gänger- und Fahrradverkehrs
  • Fußgängerverkehr in öffentlichen Anlagen und Gebäuden
  • Zukunftsaspekte des nicht motorisierten Verkehrs

Lernziele

M6.1 Volkswirtschaftliche Aspekte des Verkehrs:
Mit den Inhalten dieses Teilmoduls sollen Studierende in der Lage sein, an konkreten Beispielen aus dem Ver- kehrswesen grundlegenden volkswirtschaftlichen Zusam- menhänge und ökonomische Größen zu erkennen, abzu- leiten und zu interpretieren.

M6.2 Verkehrswirtschaft und Transportmanagement:
Mit den Inhalten dieses Teilmoduls sollen Studierende in der Lage sein, die Funktionsweise, die Leistungserstellung sowie die Managementaufgaben in Transportunternehmen zu verstehen und umzusetzen.

Inhalt

M6.1 Volkswirtschaftliche Aspekte des Verkehrs

  • Verkehr als Teil der Volkswirtschaft
  • Verkehrsangebot und –nachfrage
  • Ökonomisches Gleichgewicht im Verkehr
  • Die Elastizität in der Ökonomie
  • Ertrag im Verkehr
  • Konsumentenrente
  • Einheits-, Durchschnitts- und Grenzkosten im Verkehr
  • Wirtschaftlichkeit im Verkehr
  • Nutzen und Kosten der Mobilität
  • Wirkung von Verkehrsinvestitionen (Zeitkostenproble- matik)
  • Umweltkosten
  • Handeln der Verkehrspolitik


M6.2 Verkehrswirtschaft und Transportmanagement:

  • Funktionsweise und Beteiligte der verschiedenen Ver- kehrssysteme (Straße, Schiene, Wasser, Luft)
  • Leistungserstellung und Besonderheiten von Transport- unternehmen
  • Managementaufgaben in Speditions- und Transportun- ternehmen
  • Grundlagen des Außenhandels in der Spedition
  • Verkehrsträgerwahl (Fallstudien)

Lernziele

M7.1 Datenerhebung im Verkehr:
Die Studierenden sollen die Befähigung erhalten, für verkehrsplanerische und verkehrstechnische Fragestellungen Verkehrsdaten zu bestimmen, zu überprüfen und auszubereiten.
M7.2 Verkehrsmodellbildung und -simulation:
Die Studierenden sollen ein grundlegendes Verständnis für die modelltheoretischen Grundlagen EDV-gestützter Verkehrsmodelle erhalten, um diese methodisch richtig anwenden zu können.

Inhalt

M7.1 Datenerhebung im Verkehr:

  • Arten von Verkehrsdaten
  • Verwendung von Verkehrsdaten
  • Juristische Aspekte der Datenerhebung
  • Darstellung empirischer Verkehrsdaten
  • Vorbereitung und Durchführung von Erhebungen im Ver- kehr
  • Literatur und Internetrecherchen zu Verkehrsdaten

M7.2 Verkehrsmodellbildung und -simulation:

  • Einführung in die makroskopische Verkehrsmodellbildung
  • Verkehrserzeugungsmodelle
  • Verkehrsverteilungsmodelle
  • Modal-Split-Modelle
  • Verkehrsumlegungsmodelle
  • Ökonometrische Modelle
  • Fahrzeugfolgemodelle
  • Verkehrsstromsimulation
  • Fußgängersimulation
  • Rechnergestützte Verkehrsmodelle (makroskopisch, mikroskopisch)

Lernziele

Die Studierenden sollen die Kompetenz erwerben, ein ÖPNV-Angebot in Form eines Linien- und Fahrplankonzepts zu erstellen und den dafür erforderlichen betriebswirtschaftlichen Aufwand sowie die Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung abzuschätzen.

Inhalt

M8.1 Angebotsplanung im Öffentlichen Verkehr:

  • Siedlungsstruktur und Verkehrsnachfrage
  • Komponenten des Verkehrsangebots
  • Komponenten der Verkehrsnachfrage
  • Angebotsorientierte Planung
  • Nachfrageorientierte Planung
  • Netz-Gestaltung
  • Fahrplankonstruktion
  • Taktfahrplan
  • Fahrzeugkunde und -einsatzplanung
  • Personaleinsatzplanung
  • Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Verkehrs
  • Verfahren zur Abschätzung der Verkehrsnachfrage


M8.2 Verkehrsunternehmens-Management: Management von Landverkehrsunternehmen:

  • Zusammenspiel AT, VU, VV, Genehmigungsbehörden
  • AT-, Unternehmens-, Mischverbünde; Finanzierung v. Verbunderweiterungen
  • EU-VO 1370, PBefG, Landes-ÖPNV-G
  • GVFG, Entfl-G, Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistun- gen, §45a, Erstattungen SBG
  • ÖPNV-Warenkorb, Abhängigkeiten / Kugelmodell
  • Semesterticket, Schülertarif, Sozialtarife, Nulltarif
  • Möglichkeiten und Verfahren
  • Beispiel VGN
  • Unternehmensformen (GmbH, AG), Mitbestimmung, Inte- grierte VU / Trennung Netz&Betrieb
  • BOStrab, BOKraft, …
  • Arbeitsrecht / Arbeitszeitgesetz, Betriebsverfassung, Ar- beitsschutz
  • Steuerlicher Querverbund, Fahrgeldeinnahmen, §45a, Erstattungen SBG, ….
  • maßgebende Kostentreiber im ÖPNV, Rechnungswesen
  • Kalkulation von Angeboten, …
  • DIN 13816, Wirkungen und Nutzen, Fahrgastwanderun- gen
  • Marketingstrategie und Beispiele
  • Basisvortrag VAG; Strategie
  • Besichtigung eines Betriebshofes

Lernziele

Die Studierenden sollen die Kompetenz erwerben, techno- logische Entwicklungen der Energieversorgung im Verkehr vor dem Hintergrund mathematisch-physikalischer sowie ökonomisch-wirtschaftlicher Aspekte im Hinblick auf ihre Verträglichkeit und Nachhaltigkeit in urbanen Strukturen zu bewerten um daraus konzeptionell neue Ansätze zur Bewäl- tigung zukünftiger Mobilitätserfordernisse zu entwickeln.

Inhalt

M9.1 Energiewirtschaft:

  • Gesetzlicher Rahmenbedingungen
  • Regulierung, Unbundling und Liberalisierung
  • Wertschöpfungskette und Preisbildung im Energiesektor
  • Weltenergievorräte
  • Energiewachstum und seine Grenzen
  • Energietransport und Versorgungsstrukturen


M9.2 Energie und Mobilität:

  • Der Energiebegriff und seine Anwendung im Verkehr
  • Anteil der Mobilität am Primärenergiebedarf
  • Erneuerbare Energien im Mobilitätsbereich
  • Energiespeicherung und -technologie
  • Technologische und konzeptionelle Möglichkeiten des Energiesparens
  • Entstehung, Entwicklung und Perspektiven elektrischer Verkehrssysteme


Spezialaspekt Elektrische Bahnen:

  • Erzeugung, Umwandlung und Übertragung der Bahnen- ergie
  • Verteilung der Bahnenergie
  • Zuführung der Bahnenergie zum elektrischen Fahrzeug
  • Systemauslegung durch Zugfahrtsimulation
  • Dimensionierung der Betriebsmittel
  • Schutz- und Leittechnik anhand von Beispielen
  • Rückstromführung und elektromagnetische Verträglichkeit
  • Gestaltung von Oberleitungsanlagen
  • Mechanische Auslegung von Oberleitungen und deren Komponenten
  • Thermische Auslegung von Oberleitungen
  • Werkstoffe und Fertigungsverfahren für Oberleitungs- komponenten
  • Qualitätssicherung durch elektrische und mechanische Prüfungen und
  • Betriebserprobungen
  • Exkursion im Raum Nürnberg mit Besichtigung eines Umformer- oder Unterwerkes sowie einer Oberleitungsanlage

Lernziele

Die Studierenden sollen die Kompetenz erwerben, eine vorgegebene oder selbst initiierten wissenschaftliche Fragestellung eigenständig zu untersuchen und den Anlass, die Methodik und die Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Fachaufsatzes komprimiert darzustellen.

Inhalt

M10.1 Studienbegleitende Projektarbeit

  • Einführung in das systematische wissenschaftliche Arbei- ten
  • Praktische Erfahrung
  • Theoretische Erfahrung

M10.2 Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten

  • Grundprinzipien des wissenschaftlichen Denkens
  • Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Forschungskreativität
  • Interdisziplinarität und Analogie
  • Kausalität und Logik
  • Motivation und Qualitätsbewusstsein
  • Recherchearbeiten in der Bibliothek
  • Wissenschaftliches Schreiben
  • Formalismen in der Wissenschaft

Masterarbeit

Im 3. Semester vertiefen Sie Ihre fachlichen Kenntnisse durch die Masterarbeit. Sie befassen sich selbstständig mit einem aktuellen, anspruchsvollen Forschungs- oder Entwicklungsthema. Es besteht die Möglichkeit, ihre Masterarbeit in einer Arbeitsgruppe an der Hochschule oder in externen Forschungseinrichtungen bzw. Unternehmen durchzuführen.

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Mit dem Masterabschluss haben Sie auch eine wichtige Voraussetzung für eine mögliche nachfolgende Promotion erfüllt. Ebenso erhalten Sie die Zugangsvoraussetzungen zur Übernahme in den höheren technischen Dienst in den öffentlichen Verwaltungen.

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungsangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Tätigkeitsfelder und Berufsbilder

Verkehrsingenieure finden Arbeit in den Planungs-, Projektierungs-, Entwicklungs- und Bildungseinrichtungen des Verkehrswesens, speziell bei Kommunen, bei Logistik- und Ver-kehrsunternehmen, in der Luft- und Seefahrt, in Softwareentwicklungsunternehmen und in den Strategie-Abteilungen der Automobilindustrie. Zudem bieten sich Arbeitsplätze in den Bereichen Beschaffung und Vertrieb von Handelsunternehmen sowie in Güterverteilzentren an.

Der Bedarf an verkehrswissenschaftlich ausgebildetem Personal wächst sowohl in den Kommunen als auch in der privaten Wirtschaft. Städte, Ämter  und Verkehrsunternehmen, aber auch private Unternehmen der Verkehrsindustrie setzen in ihren Stellenanzeigen immer häufiger eine Ingenieurausbildung mit Verkehrsvertiefung voraus. 

Die Berufsaussichten für Verkehrsingenieure sind sehr gut, da immer neue Aspekte das Themenspektrum des Verkehrswesens bereichern. Dieser Prozess berücksichtigt Umwelt- und Wirtschaftsfaktoren sowie Ortsveränderungsprozesse und technische Neuerungen. Absolventen mit vertieften planerischen Kenntnissen z.B. hinsichtlich der Abhängigkeiten zwischen Siedlungsstrukturen und deren Verkehrsinfrastruktur können ein durchaus großes Tätigkeitsfeld finden. Auch elektronische Steuerungs- und Informationssysteme sind mittlerweile Standard, unterliegen aber einer ständigen Weiterentwicklung. Auch sie sind der ideale Arbeitsbereich für Verkehrsingenieure.

Informationen zur Zulassung

Qualifikationsvoraussetzungen für den Masterstudiengang Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen) sind:

  • der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen mit Vertiefungsrichtung Verkehr an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

    oder

  • der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses eines mindestens 180 Leistungspunkte und mindestens sechs Studiensemester umfassenden, abgeschlossenen Studiums einer verwandten Fachrichtung oder eines gleichwertigen Abschlusses

    oder

  • der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses eines mindestens 180 Leistungspunkte und mindestens sechs Studiensemester umfassenden, abgeschlossenen Studiums, das in einem engen Zusammenhang mit den Zielen dieses Masterstudiums, nach § 2 der Studien- und Prüfungsordnung, steht oder eines gleichwertigen Abschlusses

    und

  • der Nachweis der studiengangspezifischen Eignung im Rahmen eines Verfahrens nach § 4 der Studien- und Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen).

Weitere Informationen zu den Zulassungsvorraussetzungen finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung des Masterstudiengangs Urbane Mobilität (Verkehrsingenieurwesen).

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Studienberatung

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Studienfachberatung

Sie möchten sich detaillierter über Inhalte einzelner Fächer des Masterstudiengangs Urbanie Mobilität / Verkehrsingenieurwesen informieren? Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.