Im Studiengang Game Design stehst du im Mittelpunkt der Spielentwicklung – nicht als Techniker, sondern als gestalterische Leitfigur. Du lernst, wie Spielmechanik, Level-Design, Dramaturgie und Flow zusammenwirken, um immersive, emotional resonante Erlebnisse zu erschaffen. Im Fokus steht die Regie-Rolle: Du verstehst die einzelnen Gewerke der Spielproduktion, kannst sie einschätzen und zu einer kohärenten Spielvision orchestrieren.

Der Studiengang richtet sich an Game-Enthusiasten, die überzeugt sind, dass großartige Spiele nicht durch AAA-Budgets oder Free-to-play-Mechaniken entstehen – sondern durch konzeptionelle Stärke, inhaltliche Vielschichtigkeit und ein tiefes Verständnis von Spielen als gestalterische Systeme.

Abschluss
Master of Arts
Regelstudienzeit
4 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Unterrichtssprache
Englisch
Besonderheiten
  • Einziger Game-Design-Master in Deutschland mit fakultätsübergreifendem Ansatz (Kooperationsstudiengang der drei Fakultäten Design , EFI und Informatik)
  • Fokus auf kreativ-inhaltliches Game Design
  • Zulassung über Portfolio, Motivationsschreiben und mündliches Auswahlgespräch statt über die Abschlussnote
  • Projektbasiertes Lernen: Im Kern des Studiums entsteht in 4–5er Teams ein förderfähiges Proof of Concept
  • Einbindung erfahrener Lehrbeauftragter aus der Spieleindustrie
  • Vermittlung von Gründungskompetenz – speziell für den Indie-Markt und Studiogründungen
  • Englischsprachig und international ausgerichtet
  • Explizit für Quereinsteiger und Enthusiasten unterschiedlicher Vorbildungen konzipiert
  • Große Wahlfreiheit durch über 20 englischsparachige, fachwissenschaftliche Wahlpflichtmodule („Deep Dives“)
  • Verankert in Nürnbergs einzigartiger Tradition als Stadt des Spiels
Interessante Zahlen und Daten

120 ECTS-Punkte in 4 Fachsemestern (Regelstudienzeit 2 Jahre)
3 kooperierende Fakultäten
3 Projektphasen (Game Design Loop, Project Part 1 & 2) mit je 10 ECTS und 4-5er Teams
20 ECTS für die Masterarbeit im 4. Semester
über 20 englischsprachige, wählbare „Deep Dive“-Wahlpflichtmodule zur individuellen Spezialisierung
15-minütiges Auswahlgespräch im Zulassungsverfahren
Studienbeginn nur zum Sommersemester, Bewerbungsschluss 12. Dezember

Bitte beachten Sie zudem, dass eine Studiengebühr pro Semester für Studierende aus Nicht-EWR-Ländern erhoben wird. Weitere Informationen befinden sich auf dieser Seite.

Studienbeginn
Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Sommersemester: 15.11.2026 bis 12.12.2026
Zuständige Fakultät
Design, Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik, Informatik

Der Masterstudiengang Game Design an der Ohm ist auf vier Fachsemester (Regelstudienzeit) angelegt und lässt sich in vier Phasen einteilen: Im ersten Semester werden die unterschiedlichen fachlichen Vorkenntnisse der Studierenden auf ein gemeinsames Niveau gebracht. Im zweiten und dritten Semester werden theoretische Grundlagen und die Praxis in zwei Projektphasen vertieft. Das vierte Semester dient der Anfertigung der Masterarbeit (§ 8 SPO).

Aufbau des Studiums

1. Semester (Sommersemester): 
Angleichung der fachlichen Vorkenntnisse – Module 1–5 (Evaluation Project, Teambuilding, Game Engine 101, Game as a System, Wahlpflichtmodule „Basics“)

2. Semester (Wintersemester): 
Project Part 1, Mentoring, Community Building & Pitching, Game Analysis Seminar, erste „Deep Dive“-Wahlpflichtmodule – Module 6–10

3. Semester (Sommersemester): 
Project Part 2, Mentoring, Game Science, Business Basics, weitere „Deep Dive“-Wahlpflichtmodule – Module 11–15

4. Semester (Wintersemester): 
Masterarbeit inkl. Kolloquium, Publication and Marketing, Project Polishing & Portfolio Building – Module 16–19

Module im Studium

Gemäß Anlage zur SPO (Gesamt: 120 ECTS):

  1. Game Design Loop– 5 ECTS (Pflicht)
  2. Team & Project – 2,5 ECTS (Pflicht)
  3. Game Engine 101 – 2,5 ECTS (Pflicht)
  4. Game as a System – 5 ECTS (Pflicht)
  5. Wahlpflichtmodule „Basics“ [FWPF] – 15 ECTS (3 von 4 Modulen, individuell durch die Prüfungskommission festgelegt) Programming and Media Technology 101 – 5ECTS, Aesthetics 101 – 5 ECTS, Story and Worldbuilding – 101 5 ECTS, Game Mechanics 101 – 5 ECTS
  6. Project Part 1 – 10 ECTS (Pflicht)
  7. Subject-Specific Mentoring, Part 1 – 2,5 ECTS (Pflicht)
  8. Game Analysis Seminar – 2,5 ECTS (Pflicht)
  9. Community Building & Pitching – 5 ECTS (Pflicht)
  10. Wahlpflichtmodule „Deep Dives“ [FWPF] – 10 ECTS (freie Wahl)
  11. Project Part 2 – 10 ECTS (Pflicht)
  12. Subject-Specific Mentoring, Part 2 – 2,5 ECTS (Pflicht)
  13. Game Science – 5 ECTS (Pflicht)
  14. Business Basics – 2,5 ECTS (Pflicht)
  15. Wahlpflichtmodule „Deep Dives“ [FWPF] – 10 ECTS (freie Wahl)
  16. Master Thesis – 20 ECTS (Pflicht)
  17. Master-Seminar – 2,5 ECTS (Pflicht)
  18. Publication and Marketing – 2,5 ECTS (Pflicht)
  19. Project Polishing + Portfolio Building – 5 ECTS (Pflicht)


Details zu SWS, Lehrform und Prüfungsart siehe Anlage zur SPO bzw. Modulhandbuch.

Spezialisierungsrichtungen

Es gibt keine festen Vertiefungsrichtungen, sondern eine freie Wahl aus einem breiten Katalog fachwissenschaftlicher Wahlpflichtmodule („Deep Dives“), u. a.: Management & Leadership, Game Feel and Flow, Level Design, Procedural World Design, 3D Essentials, Game Audio, Game Engine Development, Multimodal Interaction, AI for Games + Interactive Systems, Intelligent NPCs, Simulation + Rendering, Virtual Reality, Serious Games, Ethics in Game Development, Game Theory, Multiplayer Games, Gamification u. v. m. (vollständige Liste siehe Modulhandbuch). 

Die Wahlpflichtmodule der Gruppe „Basics“ (u. a. Programming and Media Technology, Aesthetics, Story and Worldbuilding, Game Mechanics) werden zu Studienbeginn individuell durch die Prüfungskommission festgelegt (keine freie Auswahl).

Masterarbeit

Die Masterarbeit (20 ECTS) kann beginnen, wer mindestens 60 ECTS-Leistungspunkte erreicht hat. Das Thema wird von einer/einem im Studiengang lehrenden Professor:in ausgegeben und kann inhaltlich auf den Projektarbeiten (Project Part 1/2) aufbauen oder ein neues Thema behandeln. Bei durchgehender Bearbeitung ist die Arbeit in der Regel in sechs Monaten fertigzustellen; die Frist von Ausgabe bis Abgabe beträgt insgesamt neun Monate. Die Arbeit wird in der Regel auf Englisch verfasst und von zwei unabhängigen Prüfenden bewertet. Anschließend ist sie in einem hochschulöffentlichen Kolloquium (15–45 Minuten) zu präsentieren und zu verteidigen. Die Masterarbeit soll auf eine spätere Praxistätigkeit hinführen oder zu einer Promotion befähigen (§ 14 SPO).

Tätigkeitsbilder, Berufsbilder

Als Game Designerin oder Game Designer arbeitest du an der Schnittstelle von Kreativität, Systemdenken und Teamführung. Du entwickelst Spielkonzepte, definierst Regeln und Spielmechaniken, gestaltest Core Loops, Progressions- und Belohnungssysteme und verantwortest die Dramaturgie und das Pacing eines Spiels. Du übersetzt  eine klare Spielvision in ein fertiges Produkt zu – ähnlich wie eine Regie-Rolle in Film- oder Theaterproduktionen.

Mit dem Masterabschluss eröffnen sich dir vielfältige Karrierewege im Games‑Bereich: 
Du kannst als Game Designer, Systems Designer, Level Designer oder Narrative Designer in Studios arbeiten – von kleinen Indie-Teams bis zu größeren nationalen und internationalen Unternehmen. Viele Game Designer sind außerdem als Creative Director oder Lead Game Designer tätig und verantworten die kreative Gesamtsteuerung einer Produktion, von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Durch den starken Fokus des Studiengangs auf konzeptionelle Exzellenz und systemisches Design bist du besonders gut für Rollen geeignet, in denen es um das Entwickeln und Steuern von Spielsystemen geht, nicht nur um die Umsetzung einzelner Features.

Ein zentrales Ziel des Masters ist der Ausbau des deutschen Indie‑Marktes: 
Du lernst, förderfähige Proof of Concepts zu konzipieren und im Team umzusetzen, Pitch‑Decks zu entwickeln, mit Förderungspartnern zu kommunizieren und Gründungsentscheidungen fundiert zu treffen. Damit qualifizierst du dich nicht nur für klassische Anstellungen in bestehenden Studios, sondern auch für die Gründung eines eigenen Indie‑Studios oder Kollektivs – eine Karriereform, die im deutschsprachigen Raum zunehmend durch Förderprogramme und Netzwerke unterstützt wird.

Darüber hinaus sind deine Kompetenzen in systemischem Design und Spielerzentrierung auch in anderen Branchen gefragt: 
Du kannst an Gamification‑Projekten für Bildung, Gesundheit, Mobilität oder Unternehmenskommunikation mitarbeiten, in UX‑ und Service‑Design‑Teams tätig sein oder in Agenturen und Start‑ups spielbasierte Produkte und Dienste mitentwickeln. Die Fähigkeit, komplexe Interaktionssysteme zu denken, zu prototypisieren und iterativ zu verbessern, ist eine Schlüsselqualifikation in einer zunehmend digitalen, erfahrungsorientierten Wirtschaft.

Der internationale, englischsprachige Zuschnitt des Studiengangs bereitet dich zudem auf eine Karriere in global vernetzten Produktionsumgebungen vor. Du arbeitest im Studium mit Methoden und Begriffen, die in der internationalen Games‑Industrie etabliert sind, baust ein Portfolio auf, das sowohl digitale als auch analoge Spielprojekte umfasst, und lernst, deine Designentscheidungen professionell zu dokumentieren und zu kommunizieren – eine zentrale Voraussetzung für den Einstieg in Studios und für die erfolgreiche Zusammenarbeit in verteilten Teams.

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Die Masterarbeit soll laut SPO auf eine spätere Praxistätigkeit hinführen oder zu einer Promotion befähigen (§ 14 Abs. 1 Satz 4 SPO).

  • Einstieg in Game‑Studios als Game Designer, Systems Designer, Level Designer oder Narrative Designer – mit Perspektiven bis zur Lead‑ oder Creative‑Director‑Rolle.
  • Gründung eigener Indie‑Studios oder Kollektive: Entwicklung förderfähiger Prototypen, Pitch‑Decks und Produktionspläne für den deutschen und internationalen Indie‑Markt.
  • Einsatz von Game‑Design‑Kompetenzen in Gamification, UX‑ und Service‑Design: spielbasierte Produkte und Erlebnisse für Bildung, Gesundheit, Mobilität und Unternehmenskommunikation.
  • Arbeit in international vernetzten Teams durch englischsprachige Ausbildung, systemisches Design‑Know-how und ein Portfolio aus digitalen und analogen Spielprojekten

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der Ohm zahlreiche Unterstützungsangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Informationen zur Zulassung

1. Nachweis der studiengangspezifischen Eignung

  • Aussagekräftiges Portfolio (Nachweis von Fähigkeiten in Programmierung, Design, kreativer/narrativer Darstellung oder Engineering)
  • Englischsprachiges Motivationsschreiben (max. 1 DIN-A4-Seite)
  • Mündliches Auswahlgespräch/Kolloquium (15 Minuten, i. d. R. online, auf Beschluss der Auswahlkommission auch in Präsenz)

Bewertet werden methodisches Vorgehen, Originalität/Kreativität, Fachwissen und Motivation. Das Eignungsverfahren findet jährlich vor Studienbeginn statt; die Feststellung der Eignung ist zwei Jahre gültig.

Fehlen einzelne Vorkenntnisse, kann die Zulassung mit der Auflage zusätzlicher Module bzw. Fächer erfolgen (Ableistung innerhalb eines Jahres). Bewerber:innen ohne endgültige Abschlussnote können bei max. 45 fehlenden ECTS-Punkten unter Auflage (Bachelorarbeit vor Studienbeginn abgeben; Eignungsnachweis innerhalb der ersten drei Monate) immatrikuliert werden.

2. Ein einschlägiger Hochschulabschluss mit mindestens 180 ECTS-Leistungspunkten – insbesondere Bachelorabschlüsse der Fakultäten Design, Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik oder Informatik der TH Nürnberg, oder ein aufgrund eines Hochschulstudiums erworbener gleichwertiger in- oder ausländischer Abschluss auf den Gebieten Programmierung, Design, künstlerische/narrative Darstellung in digitalen Medien oder Ingenieurwissenschaft bzw. eines artverwandten Studiengangs, und

Bewerbungsverfahren (§ 6 SPO):

  • Online-Bewerbung über das vom Studienbüro der Ohm bereitgestellte Formular
  • Anmeldeschluss: 12. Dezember für das darauffolgende Sommersemester
  • Einzureichende Unterlagen: Abschlusszeugnis/-urkunde (bzw. Notenspiegel bei vorläufiger Zulassung), Portfolio, Motivationsschreiben, tabellarischer Lebenslauf (Englisch), ggf. Sprachnachweis
  • Englischnachweis: Niveau B2 Lesekompetenz (z. B. CAE, IELTS, PTE Academic, TOEFL iBT, TOEIC), sofern Englisch nicht bereits Ausbildungssprache des Erstabschlusses bzw. der Hochschulzugangsberechtigung war; nicht erforderlich bei Hochschulzugangsberechtigung aus dem britischen/angloamerikanischen Bildungssystem oder Ländern mit Englisch als Amtssprache
  • Fremdsprachige Unterlagen benötigen zusätzlich eine staatlich anerkannte deutsche oder englische Übersetzung

Studiengebühr für Studierende aus Nicht-EWR-Ländern

Bitte beachten Sie zudem, dass eine Studiengebühr pro Semester für Studierende aus Nicht-EWR-Ländern erhoben wird. Weitere Informationen befinden sich auf dieser Seite.

Studienberatung

Bei individuellen Fragen zur Studienwahl oder zum Bewerbungsprozess:
Die Zentrale Studienberatung hilft gerne weiter!

Internationale Studieninteressierte erhalten Unterstützung bei allen Anliegen von den International Academic Services.

Studienfachberatung

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