18. Mai 2026: Vortrag „Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung an der Ohm“

Im Rahmen des KomGeDi-Salons präsentierte Prof. Dr. Carola Gröhlich am 18. Mai die Ergebnisse einer hochschulweiten Befragung an der Ohm. Die Befragung richtete sich an Studierende, die von einer studienerschwerenden Behinderung oder chronischen Erkrankung betroffen sind. Die Erhebung liefert erstmals hochschulspezifische Daten zu zentralen Aspekten des Studiums mit Behinderung und chronischer Erkrankung an der Ohm, unter anderem zu baulichen Barrieren und zu Barrieren im Lehrangebot, zur Nutzung des Beratungsangebotes und zur Nutzung von Nachteilsausgleichen im Studium, zum Umgang des Lehrpersonals mit Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie Anregungen zur Verbesserung der Teilhabe an der Ohm.

 

Die Folien zum Vortrag sowie der Bericht zu den Ergebnissen der hochschulweiten Befragung an der Ohm können unten abgerufen werden.

Geschlechtliche Vielfalt in der Schule. Strategien und Handlungsspielräume trans*, inter* und nicht-binärer Schüler*innen im Umgang mit Diskriminierung

Am 12. Januar 2026 fand im Rahmen des KomGeDi-Salons des Gender- und Diversity-Kompetenzzentrums (KomGeDi) der Technische Hochschule Nürnberg der Online-Vortrag „Geschlechtliche Vielfalt in der Schule. Strategien und Handlungsspielräume trans, inter und nicht-binärer Schülerinnen im Umgang mit Diskriminierung“ statt. Mit über 240 Zuhörer*innen verzeichnete die Veranstaltung eine sehr hohe Beteiligung und ein großes fachliches Interesse.

Der Vortrag von Sannik Ben Dehler (Europa-Universität Flensburg), nahm die Lebensrealitäten von trans*, inter* und nicht-binären (TIN*) Schüler*innen im schulischen Alltag in den Blick. Im Fokus standen die von Jugendlichen entwickelten Strategien im Umgang mit Diskriminierungserfahrungen sowie die strukturellen Handlungsspielräume, die das Bildungssystem eröffnet oder begrenzt.

Ausgehend von empirischen Erkenntnissen aus dem Forschungsprojekt „Gender 3.0 in der Schule“ zeigte Sannik Ben Dehler auf, wie schulische Rahmenbedingungen und der institutionelle Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt maßgeblich beeinflussen, ob TIN* Schüler*innen ihre Erfahrungen artikulieren, reflektieren und einordnen können – oder ob sie Strategien des Aushaltens und der Distanzierung entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Rolle pädagogischer Fachkräfte und deren Verantwortung im Umgang mit Dominanzkulturen innerhalb schulischer Institutionen. Abschließend stellte Sannik Ben Dehler Handlungsorientierungen für eine beziehungsorientierte und diskriminierungskritische Bildungsarbeit vor. Diese zielen darauf ab, die Handlungsspielräume von TIN* Jugendlichen zu erweitern und zugleich Fachkräfte in der bewussten Wahrnehmung ihrer professionellen und institutionellen Verantwortung zu stärken.

Die Veranstaltung war Teil des KomGeDi-Salons, der regelmäßig wissenschaftlich fundierte Beiträge zu Fragen der Geschlechterforschung, Diversität und Antidiskriminierung an der Technischen Hochschule Nürnberg versammelt und den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis fördert.

 Veranstaltungsgrafik zum Online-Vortrag „Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung“. In der Mitte ist das gleichnamige Buch von Julia Teschlade, Mona Motakef und Christine Wimbauer abgebildet. Der Vortrag fand am 17. Juni 2026 von 17:30 bis 19:00 Uhr online im Rahmen des KomGeDi-Salons statt.

Online-Vortrag „Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung“

Am 17. Juni 2026 stellten Dr. Julia Teschlade, Prof. Dr. Mona Motakef und Prof. Dr.  Christine Wimbauer im Rahmen des Salons des Kompetenzzentrums Gender & Diversity (KomGeDi) der TH Nürnberg zentrale Ergebnisse ihrer Studie „Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung“ vor. (open access: www.campus.de/e-books/wissenschaft/auf_dem_weg_zur_normalitaet-18841.html). Mit über 60 Zuhörer*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Die anschließende Diskussion verdeutlichte das große fachliche Interesse der Teilnehmenden.

LGBTQ+-Familien – also lesbian, gay, bisexual, trans* und queere Familien – sind heute sichtbarer denn je. Zugleich rücken sie gegenwärtig besonders in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Deutungskämpfe. Sie stellen klassische Vorstellungen von Elternschaft und Familie in Frage. Auch im Recht gibt es zunehmend Gleichstellung, wie die »Ehe für alle«. Doch diese Entwicklungen sind ambivalent: Viele (rechtliche) Hürden bleiben bestehen, neue Ausschlüsse entstehen und wir erleben wieder Rückschritte.

In dem Online-Vortrag gaben die Autorinnen der Studie Einblicke in den Alltag von LGBTQ+-Familien, die auf qualitativen Familieninterviews basieren. Im Fokus standen dabei unter anderem die Fragen: Wie verwirklichen sie ihren Kinderwunsch? Mit welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren sind sie dabei konfrontiert und wie gehen sie damit um? Wie gestalten sie ihr Familienleben? Hierbei wurde deutlich, dass LGBTQ+-Familien auch auf altbekannte heterosexuelle Familiennormen zurückgreifen, diese aber gleichzeitig erweitern. Durch ihre alltäglichen Kämpfe um Anerkennung prägen und verändern sie, was Familie und Elternschaft heute bedeuten – und in Zukunft bedeuten können.

Vernetzungstreffen zu Gender, Queer und Trans Studies in der Region Nürnberg–Erlangen–Fürth

Am 29. Juni fand am Kompetenzzentrum Gender & Diversity (KomGeDi) das zweite Vernetzungstreffen „Gender, Queer und Trans Studies in der Region Nürnberg–Erlangen–Fürth“ für Wissenschaftler*innen statt.

Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Forschungsprojekte und -vorhaben vorzustellen, wissenschaftliche Diskussionen anzuregen und gemeinsame Perspektiven für zukünftige Kooperationen zu entwickeln. Eingeladen waren Forschende, Promovierende, Studierende und Lehrende, die zu Themen der Gender, Queer und Trans Studies, feministischer Theorie oder der Intersektionalitätsforschung arbeiten bzw. diese Perspektiven in Forschung und Lehre verfolgen.