Veranstaltungen

Das Kompetenzzentrum Gender & Diversity organisiert eine Veranstaltungsreihe, im Rahmen derer in regelmäßigen Abständen ausgewählte Diversity-Aspekte diskutiert werden:

Während der Vorlesungszeit stellen wechselnde Referent*innen in Form von Vorträgen oder Workshops ein spezifisches Thema vor.

Im Anschluss an jede Präsenzveranstaltung besteht die Möglichkeit zum informellen Austausch in einem Lokal.

Veranstaltungsort und Lokal sind rollstuhlgerecht.

Bei Interesse an Veranstaltungshinweisen rund um das Thema Gender und Diversity (von uns und anderen regionalen Einrichtungen) können Sie sich hier in den E-Mail-Verteiler hs-GenderDiversity@th-nuernberg.de aufnehmen lassen. 

Eine Übersicht über bereits stattgefundene Veranstaltungen finden Sie im Menü unter "Archiv Veranstaltungen KomGeDi".

Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung

17. Juni 2026

17:30-19:00 Uhr, online

 

Im Rahmen des Salons des Kompetenzzentrums Gender & Diversity (KomGeDi) der TH Nürnberg stellen Julia Teschlade, Mona Motakef und Christine Wimbauer zentrale Ergebnisse ihrer Studie „Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung“ vor (open access: www.campus.de/e-books/wissenschaft/auf_dem_weg_zur_normalitaet-18841.html).

LGBTQ+-Familien – also lesbian, gay, bisexual, trans* und queere Familien – sind heute sichtbarer denn je. Zugleich rücken sie gegenwärtig besonders in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Deutungskämpfe. Sie stellen klassische Vorstellungen von Elternschaft und Familie in Frage. Auch im Recht gibt es zunehmend Gleichstellung, wie die »Ehe für alle«. Doch diese Entwicklungen sind ambivalent: Viele (rechtliche) Hürden bleiben bestehen, neue Ausschlüsse entstehen und wir erleben wieder Rückschritte.

In dem Online Vortrag geben die Autorinnen der Studie Einblicke in den Alltag von LGBTQ+-Familien, die auf qualitativen Familieninterviews basieren. Wie verwirklichen sie ihren Kinderwunsch? Mit welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren sind sie dabei konfrontiert und wie gehen sie damit um? Wie gestalten sie ihr Familienleben? Hierbei wird deutlich, dass LGBTQ+-Familien auch auf altbekannte heterosexuelle Familiennormen zurückgreifen, diese aber gleichzeitig erweitern. Durch ihre alltäglichen Kämpfe um Anerkennung prägen und verändern sie, was Familie und Elternschaft heute bedeuten – und in Zukunft bedeuten können.

Zu den Referentinnen:

Dr. Julia Teschlade ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrbereich Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin. (©Foto: privat) 

Prof. Dr. Mona Motakef ist Professorin für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der TU Dortmund. (©Foto: Aliona Kardash) 

Prof. Dr. Christine Wimbauer ist Professorin für Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin. (©Foto: privat)