Veranstaltungen

Das Kompetenzzentrum Gender & Diversity organisiert eine Veranstaltungsreihe, im Rahmen derer in regelmäßigen Abständen ausgewählte Diversity-Aspekte diskutiert werden:

Während der Vorlesungszeit stellen wechselnde Referent*innen in Form von Vorträgen oder Workshops ein spezifisches Thema vor.

Im Anschluss an jede Präsenzveranstaltung besteht die Möglichkeit zum informellen Austausch in einem Lokal.

Veranstaltungsort und Lokal sind rollstuhlgerecht.

Bei Interesse an Veranstaltungshinweisen rund um das Thema Gender und Diversity (von uns und anderen regionalen Einrichtungen) können Sie sich hier in den E-Mail-Verteiler hs-GenderDiversity@th-nuernberg.de aufnehmen lassen. 

Eine Übersicht über bereits stattgefundene Veranstaltungen finden Sie im Menü unter "Archiv Veranstaltungen KomGeDi".

Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung an der Ohm

Datum: 18. Mai 2026 

Uhrzeit: 17:30-19:00 Uhr

Ort: Raum BL.204/ Fak. BW

In Deutschland sind im Schnitt rund 16 Prozent der Studierenden von einer studienerschwerenden Behinderung oder chronischen Erkrankung betroffen. Diese Gruppe ist im Studium häufig mit deutlich größeren Herausforderungen konfrontiert als Studierende ohne Beeinträchtigungen. Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse einer hochschulweiten Befragung an der Ohm, die sich an diese Gruppe der Studierenden richtete. Die Erhebung liefert erstmals hochschulspezifische Daten zu zentralen Aspekten des Studiums mit Behinderung und chronischer Erkrankung an der Ohm, unter anderem zu baulichen Barrieren und zu Barrieren im Lehrangebot, zur Nutzung des Beratungsangebotes und zur Nutzung von Nachteilsausgleichen im Studium, zum Umgang des Lehrpersonals mit Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie Anregungen zur Verbesserung der Teilhabe an der Ohm.

Prof. Dr. Carola Gröhlich ist Professorin für Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen an der Ohm.

Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung

Datum: 17. Juni 2026

Uhrzeit: 17:30-19:00 Uhr

Ort: online

Anmeldung: https://www.th-nuernberg.de/formulare/anmeldung-auf-dem-weg-zur-normalitaet/ 

Im Rahmen des Salons des Kompetenzzentrums Gender & Diversity (KomGeDi) der TH Nürnberg stellen Julia Teschlade, Mona Motakef und Christine Wimbauer zentrale Ergebnisse ihrer Studie „Auf dem Weg zur Normalität? LGBTQ+-Familien und ihr Kampf um Anerkennung“ vor (open access: www.campus.de/e-books/wissenschaft/auf_dem_weg_zur_normalitaet-18841.html).

LGBTQ+-Familien – also lesbian, gay, bisexual, trans* und queere Familien – sind heute sichtbarer denn je. Zugleich rücken sie gegenwärtig besonders in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Deutungskämpfe. Sie stellen klassische Vorstellungen von Elternschaft und Familie in Frage. Auch im Recht gibt es zunehmend Gleichstellung, wie die »Ehe für alle«. Doch diese Entwicklungen sind ambivalent: Viele (rechtliche) Hürden bleiben bestehen, neue Ausschlüsse entstehen und wir erleben wieder Rückschritte.

In dem Online Vortrag geben die Autorinnen der Studie Einblicke in den Alltag von LGBTQ+-Familien, die auf qualitativen Familieninterviews basieren. Wie verwirklichen sie ihren Kinderwunsch? Mit welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren sind sie dabei konfrontiert und wie gehen sie damit um? Wie gestalten sie ihr Familienleben? Hierbei wird deutlich, dass LGBTQ+-Familien auch auf altbekannte heterosexuelle Familiennormen zurückgreifen, diese aber gleichzeitig erweitern. Durch ihre alltäglichen Kämpfe um Anerkennung prägen und verändern sie, was Familie und Elternschaft heute bedeuten – und in Zukunft bedeuten können.

Zu den Referentinnen:

Dr. Julia Teschlade ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrbereich Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin. (©Foto: privat) 

Prof. Dr. Mona Motakef ist Professorin für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der TU Dortmund. (©Foto: Aliona Kardash) 

Prof. Dr. Christine Wimbauer ist Professorin für Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin. (©Foto: privat)