Die Forschungsgruppe von Prof. Eichelbaum konzentriert sich auf neue CO2-neutrale Wege zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, d.h. über Elektrolyse und Photo(elektro)katalyse, auf die elektrochemische Umwandlung von CO2 zu wichtigen Chemikalien und Energieträgern sowie auf die in-situ und ex-situ Analyse von Wasserstoff-Polymerelektrolyt (PEM)-Brennstoffzellen in realen Anwendungen. Dabei ist das Verständnis der Alterungsmechanismen und die Verlängerung der Lebensdauer der Brennstoffzellen ein zentrales Thema. Die Degradation von Brennstoffzellen wird durch neu entwickelte beschleunigte Belastungstests (AST) untersucht und die Komponenten werden durch verschiedene analytische Methoden charakterisiert, wie z.B. Cyclovoltammetrie (CV), elektrochemische Impedanzspektroskopie (EIS), Röntgenfluoreszenzmikroskopie (XRF), massenspektrometrische (MS) Gasanalyse, Produktwasseranalyse durch Voltammetrie und induktiv gekoppelte Plasma-optische Emissionsspektroskopie (ICP-OES) sowie Oberflächenleitfähigkeitsanalyse durch elektrochemische Rastermikroskopie (SECM). Die Ergebnisse werden mit Brennstoffzellen verglichen, die auf Motorprüfständen und in LKW-Feldversuchen gealtert wurden, und die Labor-ASTs werden angepasst, um realistischere Alterungsbedingungen widerzuspiegeln. Langfristig werden Regenerationsmethoden entwickelt, um die Lebensdauer von Brennstoffzellen zu erhöhen. Zu diesem Zweck werden Methoden des maschinellen Lernens zur Vorhersage der Brennstoffzellenalterung und zur Entwicklung virtueller Sensoren eingesetzt.

Maik Eichelbaum Maik Eichelbaum
Prof. Dr. rer. nat.