Entwicklung einer Prozesskette zur sicheren Anwendung keramischer Mahlkugeln in der Herstellung pharmazeutischer Nanowirkstoffe

Ein Großteil, der sich derzeit in Entwicklung befindlichen Wirkstoffe weist, eine schlechte Wasserlöslichkeit auf, was dazu führt, dass die Bioverfügbarkeit begrenzt ist und entsprechend viel Wirkstoff benötigt wird. Hand in Hand mit dem suboptimalen Lösungsverhalten geht eine unzureichende Absorption der aktiven pharmazeutischen Wirkstoffe (APIs). Eine Möglichkeit diese Löslichkeit zu verbessern und damit einhergehend die Bioverfügbarkeit zu erhöhen ist die APIs in den Nanobereich zu zerkleinern. Für diese Zerkleinerung werden in der Praxis Rührwerkskugelmühlen verwendet. Die Übertragung von Prozessen vom Labormaßstab in den Produktionsmaßstab ist dabei ein wichtiger Schlüssel für eine Herstellung von effizienten APIs in wirtschaftlich sinnvollen Mengen. 

 

Das Projekt MillPharm beschäftigt sich gemeinsam mit den Projektpartnern Losan Pharma GmbH und Sigmund Lindner GmbH damit, wie der Prozess der Nanovermahlung nicht nur ressourcen- und energieeffizienter gestaltet, sondern auch auf den Produktionsmaßstab hochskaliert werden kann. Dazu werden anhand von Modellwirkstoffen Nassmahlprozesse entwickelt, die sowohl auf andere APIs, als auch auf andere Rührwerkskugelmühlen übertragbar sein sollen. Experimentell gewonnene Daten fließen dabei in eine mechanistische Modellierung ein, mit der Vorhersagen zum Energiebedarf für verschiedene Mühlen und Maßstäbe getroffen werden können.

Laufzeit: 01.04.2024 – 30.11.2026

Forschungsschwerpunkt: Material & Produktionstechnik

Projektleitung: Prof. Dr. Sandra Breitung

Projektpartner: Losan Pharma GmbH

                        Sigmund Lindner GmbH

Fördergeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz