Das Projekt SPEECHES

Mehr über die Sprachverarbeitung in den Gesundheitswissenschaften

SPEECHES – Sprache als Schlüssel zur Gesundheit

Sprache ist weit mehr als das gesprochene Wort. Sie trägt Spuren unseres körperlichen und psychischen Zustands in sich – wie ein biomarkerähnliches Abbild dessen, was im Körper und im Erleben passiert. Im Projekt SPEECHES – Speech Processing in Health Sciences arbeiten Forschende an der Erkennung, Analyse und dem Verständnis von atypischer Sprache in den Gesundheitswissenschaften. Atypische Sprache umfasst dabei alles, was vom Gewöhnlichen abweicht, wie Sprache von Kindern oder älteren Menschen, Stimm- und Sprechstörungen, Sprache unter dem Einfluss von psychologischen und neurologischen Erkrankungen. Im Zentrum des Forschungsprojektes steht dabei die Frage, wie die Sprache vor allem von vulnerablen Gruppen mit besonderen Bedürfnissen zuverlässig verarbeitet werden kann, um neue Wege in Diagnostik, Beratung, Therapie und Alltagsunterstützung zu entwickeln. Gleichzeitig bleibt SPEECHES grundlegenden gesellschaftlichen Prinzipien treu: Datenschutz, Nachhaltigkeit, wissenschaftliche Qualität und Teilhabe.

Der Forschungsverbund wird vom 01.01.2026 bis 31.12.2030 von der DFG mit rund 5 Millionen Euro (plus 22% Programmpauschale) gefördert und unterstützt damit auch die qualitative und quantitative Verbesserung der personellen Ausstattung, der wissenschaftlichen Infrastruktur und der strukturellen Rahmenbedingungen an der Ohm.