Dienstag, 03. Dezember 2019, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Ethik-Vortragsreihe (evening lectures) für Studierende und Praktiker*innen der Sozialen Arbeit

Beschreibung:„Ich stand also erst mal nur da und hab gestarrt und war wie gelähmt und ich wusste einfach nicht…“ - Kritik und Selbstkritik in Fallanalysen der Sozialen Arbeit
Gerhard Riemann beschäftigt sich in seinem Vortrag damit, wie (zukünftige und aktuell praktizierende) Professionelle der Sozialen Arbeit ihre eigene Tätigkeit und die von Kolleg*innen mit einem fremden, ethnographischen Blick betrachten können. Dazu greift er auf Beispiele aus seiner eigenen Arbeit als Hochschullehrer zurück, in der es vor allem darum ging, Studierende der Sozialen Arbeit  mit unterschiedlichen Formen einer sozialwissenschaftlichen Fallanalyse vertraut zu machen, um auf diese Weise zu einer Fundierung ihrer professionellen Praxis beizutragen. In der Diskussion von Auszügen aus unterschiedlichen studentischen Datenmaterialien - ethnographischen Protokollen und interaktionsgeschichtlich-narrativen Interviews -, die vor allem im Verlauf von oder im Rückblick auf Praktika entstanden waren, wird deutlich, dass die Komponente der Kritik und Selbstkritik ein konstitutives Merkmal solcher Fallanalysen sind, wenn Fragen wie die folgenden auftauchen: 'Was läuft hier falsch?', 'Welche illegitimen Formen der Machtausübung lassen sich entdecken?‘, 'Was stört mich - auch an mir?‘, 'Welche besseren Handlungsalternativen bieten sich an?' Solche Formen von Fallanalysen sind eine Möglichkeit, ethische Problemstellungen der Sozialen Arbeit zu reflektieren.
Referent/in:Prof. em. Dr. Gerhard Riemann, Kassel
Art:
Gastvortrag
Raum:
BB.006
Ort:
B: STANDORT BAHNHOFSTRASSE, Bahnhofstraße 90
Veranstalter:
Fakultät Sozialwissenschaften
Leitung:
Michael Helmbrecht
Information:
michael.helmbrechtatth-nuernbergPunktde

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