Studienbegleiterinnen und Studienbegleiter berichten

So unterschiedlich wie unsere Studierenden sind, so verschieden sind ihre Gründe sich als Studienbegleiterin oder Studienbegleiter zu engagieren. Einfach einen Namen aussuchen und erfahren, warum sie anderen Studierenden - wie dir zum Beispiel - auf ihrem Weg zum Studium und während des Studiums zur Seite stehen möchten:

Da ich mich mittlerweile im 6. Semester meines Studiums befinde und über gewisse Erfahrungen verfüge, habe ich mich dazu entschieden, bei dem Projekt „Mut zum Studium“ mitzumachen. Ich möchte meine Erfahrungen mit anderen teilen, um den Erstsemestern so den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Mit einem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Eine neue Umgebung, noch „fremde“ Kommilitonen und man wird mit vielen neuen Informationen rund ums Thema Studium konfrontiert. Um den Erstsemestern diesen Einstieg zu erleichtern, gibt es das Projekt „Mut zum Studium“. Dabei werden Studienpioniere beim Beginn ihres Studiums begleitet. Sie haben somit jemanden, an den sie sich mit all ihren Fragen wenden können und der sie tatkräftig unterstützt.

Aus meinen gesammelten Erfahrungen kann ich es nur jedem ans Herz legen, bei
diesem Projekt teilzunehmen. Egal ob als Studienpionier oder Studienbegleiter.

Andrea, 13.02.2016

"Nicht weil Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht; sie bleiben unerreichbar, weil wir sie nicht wagen."

Das hat der US-amerikanische Weltspitzen-Schwimmer Michael Phelps einmal gesagt. Als ich  meine Fachhochschulreife in der Tasche hatte, führte mein Weg nicht selbstverständlich an eine Hochschule. Diese Option schien mir mangels Unterstützung von Seiten meiner Familie unerreichbar zu sein. Ein Studium  erfordert Mut, vor allem dann, wenn noch keiner der Angehörigen diesen Weg gegangen ist. Viele Fragen sind zu klären, bevor man sich für ein Studium entscheidet und mit dem  Beginn der Hochschullaufbahn treten häufig Unsicherheiten und der Wunsch nach Unterstützung auf. 

Ich bin Studienbegleiterin bei "Mut zum Studium", weil ich Ermutigerin sein möchte,  für Studentinnen und Studenten, die vielleicht von zu Hause nur Unverständnis ernten, für den Weg den sie eingeschlagen haben und  für Schülerinnen und Schüler, die zweifeln, ob ein Studium das Richtige für sie ist.

Gisela, 01.12.2014

Mein Name ist Michael und ich unterstütze einen Studienpionier beim Einstieg in das BWL Studium. Ich selbst war in der gleichen Situation:Eine neue Umgebung, noch kein Kontakt zu Kommilitonen, eine Informationsflut und stets Überforderung. Leider hatte ich nicht das Glück, durch einen Studienbegleiter in das Studium eingeführt zu werden. Dennoch konnte ich mich durch die Informationsflut kämpfen, um nach einiger Zeit mein Studium zu strukturieren.

Da ich mittlerweile über einen großen Erfahrungsschatz in Bezug auf das BWL Studium an der Ohm verfüge, dachte ich mir, dass ich imstande dazu bin, etwas davon abzugeben, um das Leben von einigen Pionieren etwas leichter zu machen. Der erste Kontakt war großartig, ich konnte sofort einen guten Draht zu meinem Pionier herstellen und ihm Empfehlungen für die Belegung der Module geben. "Mut zum Studium" ist ein großartiges Projekt um Pioniere auf einen guten Weg in das Studium zu begleiten und diese davon zu überzeugen, dass es auch die richtige Entscheidung war, sich für ein Studium zu entscheiden.

Wir stellen eine Art Einführungspate dar, der immer mit Rat und Tat zur Seite steht und jederzeit unterstützt.

Michael, 04. Februar 2016

Ich bin mit meinem BWL-Studium schon fast am Ende. Trotzdem habe ich mich noch dazu entschieden, bei "Mut zum Studium" mitzumachen.

Obwohl ich selbst kein Studienpionier bin, plagten mich zu Beginn sehr viele Fragen:„Welche Fächer belege ich in welchem Semester?“, „Wie erstelle ich meinen Stundenplan?“ oder „Wann bewerbe ich mich für ein Auslandssemester?“.

Gerne hätte ich eine Ansprechperson gehabt, die mir eine Antwort auf meine Fragen geben konnte. Besonders hinsichtlich meines Auslandssemesters hätte ich mir mehr Empfehlungen und Tipps von Seiten der Hochschule gewünscht. Genau an dieser Stelle setzt das Programm „Mut zum Studium“ an und unterstützt alle Studienpioniere bei Startschwierigkeiten oder allgemeinen Fragen rund ums Studium. Und wer eignet sich besser als Studienbegleiter, als jemand, der schon einmal in der gleichen Situation war. Zudem können neue Kontakte und vielleicht Freundschaften geknüpft werden, die über das Studium hinausgehen. So kann auch auswärtigen Studierenden der Anschluss in einer neuen Stadt erleichtert werden.Insgesamt finde ich „Mut zum Studium“ eine super Sache! Hätte ich schon früher von diesem Programm gehört, wäre ich sicher schon länger dabei. Es macht Spaß, seine eigenen Erfahrungen zu teilen und somit anderen helfen zu können. Egal ob Studienpionier und Studienbegleiter – ich kann jedem raten mitzumachen und ein Teil von „Mut zum Studium“ zu werden.

Nadine, 24. März 2016  

Mein Name ist Jasmin und ich unterstütze zwei Erstsemester beim Einstieg ins Studium. Ich selbst war keine Studienpionierin, da schon mein Vater an der damaligen FH Nürnberg studierte. Nichtsdestotrotz, weiß ich, wie schwer es sein kann, sich in der neuen Umgebung eines Studiums zu Recht zu finden.Mein Weg zum Studium wurde bereits früh von meinen Eltern gefördert, so dass ich ein Gymnasium im Landkreis Fürth besuchte und nach dem Abitur begann International Business an der TH Nürnberg zu studieren. Insbesondere durch meine Auslandsaufenthalte während des Studiums, konnte ich am eigenen Leib erfahren, wie schwer es sein kann, sich an einer neuen Hochschule zu orientieren. Ich hatte aber auch hier das große Glück, durch einen Tutor unterstützt worden zu sein.  Dafür bin ich bis heute dankbar und beschloss deshalb, anderen jungen Menschen die gleiche Hilfe zukommen zu lassen, die ich selbst erfahren habe.

Durch den Kurs „Project Work“ lernte ich dann in meinem sechsten Semester „Mut zum Studium“ kennen. Zu dieser Zeit steckte das Projekt noch in den Kinderschuhen und meine Arbeitsgruppe und ich halfen Marina Helbig und Sylvia Wening dabei, es zum Laufen zu bringen. Als wir unsere Abschlussarbeit dann abgegeben hatten, war mir klar, dass ich mich auch weiterhin für das Projekt engagieren wollte. Ich versprach Sylvia mit ihr in Kontakt zu bleiben und so kam es, dass ich am Ende der Semesterferien eine E-Mail erhielt, in der sie mich bat, die „Patenschaft“ für einen Studienpionier zu übernehmen. Dieser Bitte bin ich natürlich gerne nachgekommen und lernte im November meine zwei Schützlinge kennen. Wir hatten von Anfang an einen guten Draht zueinander und ich hoffe, die beiden wissen, dass sie mir jederzeit jegliche Frage stellen können. Denn darum geht es bei Mut zum Studium.

Es ist ein großartiges Projekt und ich rate jedem Studienpionier, ob schon im Projekt oder noch auf dem Weg zum Studium, die Hilfe anzunehmen, die die Tandempartner bereitstellen. Jeder braucht mal Hilfe und es ist gut zu wissen, wo man sie herbekommt. 

Jasmin, 29.11.2014

Sebastian erzählt

Während ihrem BWL Studium begleite ich zwei Erstsemester. Da ich mittlerweile das 5. Semester meines BWL Studiums abgeschlossen habe, bin ich in der glücklichen Lage über einen gewissen Erfahrungsschatz zu verfügen und ich sehe es als eine Art Pflicht an, eben jenen auch weiterzugeben. Diese Tatsache war unter anderem eine der Kernmotivatoren, die für mich die Entscheidung übernommen haben, an diesem Projekt zu partizipieren. Auf der anderen Seite macht mir der Kontakt mit jungen Leuten extrem Spaß und schafft gleichzeitig eine Basis für neue mögliche Freundschaften auch über das Projekt hinweg.

Wenn ich an die ersten Tage und Wochen meines Studiums zurückdenke, dann wird einem erst einmal bewusst wie viele Fragen, neue Situationen, neue Probleme auf einen einprasseln, sobald das Studium begonnen hat. Das Studium ist für viele Studienpioniere eine Blackbox. Was erwartet mich? Wie geht es auf den Hochschulen auf und zu? Wie spreche ich überhaupt die Professoren an? Herr Professor? Professor Dr.? Herr Professor Dr.? Oder doch einfach nur mit „ich hab da mal ne Frage?“. Über diese Punkte konnte ich mit meinem Vater sprechen, der wie ich ein BWL Studium an einer Fachhochschule absolviert hat. Doch was wäre gewesen wenn er eben dieses Studium nicht gemacht hätte? Mit wem hätte ich meine Fragen und Nöten besprechen können?

Genau auf diese Fragen möchte das Projekt „Mut zum Studium“ eine mögliche Antwort geben. Wir als Studienbegleiter fungieren als eine Art „großer Bruder“. Wir helfen den Studienpionieren sich in dem neuen Lebensabschnitt zu Recht zu finden, indem wir ihnen ein Stück weit unter die Arme greifen, um sich im oftmals chaotischen und stressigen Studienalltag zurechtzufinden. Die Art der Betreuung kann hierbei vielfältiger Natur sein, ob es nun Telefonate, gemeinsame Mittagessen oder Joggen um die Wöhrder Wiese sind, hängt am Ende vom Tag von euren speziellen Wünschen und Bedürfnissen ab.

Wir die Studienbegleiter stehen euch auf jeden Fall immer mit Rat und Tat zur Seite – wenn und nur wenn Ihr uns braucht!

Sebastian, 22.12.2014